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Do, 8. Dezember 2022
In der Umgebung

Ragusa

1 Bewertung
Berggasse 15, 1090 Wien
Küche: Dalmatinisch, Mediterran, Kroatisch
Lokaltyp: Restaurant
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Hausgemachter Feigenstrudel, fantastisch. - Ragusa - WienDas beste Grillgemüse to date. - Ragusa - WienGegrillte Calamari - Ragusa - Wien
"Peka", unter der Glocke geschmorter Kalbsbraten mit (fast) perfektem ... - Ragusa - WienBrot, lieb im Emailtöpfchen serviert - Ragusa - WienRagusa - Wien16 Fotos

Bewertungen (1)

Gesamtwertung

50
1 Bewertung
Speisen
50
Ambiente
50
Service
50
am 31. Jänner 2020
adn1966
Experte
SpeisenAmbienteService
Ein update, unser Besuch am 30.01.2020: Unser dritter Abend im Ragusa, der Zweite in diesem Monat. Die Bewertung bleibt gleich, auch heute eine tadellose Leistung in allen Belangen. Die Vorspeisen waren die Gleichen wie bei unserem letzten Besuch, der Oktopus-Calamari Salat ist einfach zu ...Mehr anzeigenEin update, unser Besuch am 30.01.2020:

Unser dritter Abend im Ragusa, der Zweite in diesem Monat.

Die Bewertung bleibt gleich, auch heute eine tadellose Leistung in allen Belangen. Die Vorspeisen waren die Gleichen wie bei unserem letzten Besuch, der Oktopus-Calamari Salat ist einfach zu gut, um ihn nicht zu bestellen, ebenso der hauchdünn aufgeschnittene dalmatinische Rohschinken mit Kapern und Oliven. Ein Gedicht.

Als Hauptgang wollten wir diesmal etwas anderes probieren, die Liebste entschied sich für die gegrillten Calamari mit Grillgemüse, mir hat schon das letzte Mal die dalmatinische „Peka“, ein unter der Glocke geschmorter Kalbsbraten, angelacht, der will heute probiert werden.

Die Hauptspeise der Liebsten ist aus zweierlei Sicht spektakulär: Die Calamari butterzart, wohlschmeckend mit schönen Grill-/Röstaromen, das Highlight allerdings ist das Grillgemüse. Faszinierend, wie man mit einem derart einfachen Gericht so punkten kann. Und doch, ähnlich wie bei Steaks, kann man auch einfache Gerichte verhauen. Ich hatte schon Grillgemüse, das zu letschert oder wiederum zu bissfest war, zu wenig oder zu viel gewürzt, zu wässrig oder eben zu trocken, wie Rohkost.

Im Ragusa kriegen sie es perfekt hin. Eine herrlich geschmackvolle Gemüsekomposition, gerade richtig im Biss, perfekt abgeschmeckt.

Mein Kalbsbraten war sehr zart, sehr gut im Geschmack, drei Scheiben auf einem guten Saft’l, als Beilage wählte ich Erdäpfelpüree (die zweite Option wären Bratkartoffel gewesen). Das Püree ist hausgemacht, mit noch spürbaren, kleinen „lumps“, also Erdäpfelstückchen. Ein bisschen zu lange wurde der Stabmixer bemüht, die Konsistenz war für meinen Geschmack ein wenig zu klebrig, ich mag das Püree etwas trockener.

Mein Highlight hatte ich als Dessert. Eigentlich war ich schon sehr satt, der „hausgemachte Feigenstrudel“ interessierte mich dann doch. Ich mag Feigen, Strudel daraus hatte ich noch nie.

Ein hervorragendes Dessert kam daher, Gott sei Dank keine zu große Portion, nicht zu süß, ein wirklich tadelloses Dessert in Begleitung frischer Erdbeeren und Weintrauben auf einer echten Vanillesauce und ein wenig Fruchtspiegel. Tadellos.

Zum Schluss gab’s noch zwei Caffè Espresso aufs Haus, für mich auch noch einen Honigschnaps dazu (auch aufs Haus, vielen Dank dafür). Die Rechnung wie beim letzten Mal € 120,00, für die Qualität absolut angemessen.

Zwei Worte zu den Weinen, die wir hatten, Grasevino vom Krauthacker, sehr gut, dann für mich ein Dingac zum Kalbsbraten, ein guter, kräftiger Roter, für mich allerdings zu fruchtig, das nächste Mal wird’s ein Plavac.

Abschließend sei auch noch ein weiterer Lichtblick im Ragusa erwähnt, in Form eines weiblichen Lehrlings, Gordana. Sehr freundlich, sehr höflich, sehr effizient. Sie hat eine tadellose Serviceleistung abgeliefert, auch oder gerade bei Lehrlingen der „Generation Z“ nicht selbstverständlich.

Empfehlung? Unbedingt und ohne wenn und aber.
Wird es unser Stammlokal in Sachen Fisch und Dalmatien? Ganz klares ja.
Hausgemachter Feigenstrudel, fantastisch. - Ragusa - WienDas beste Grillgemüse to date. - Ragusa - WienGegrillte Calamari - Ragusa - Wien
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1 Kommentar

Eine schöne Bewertung, wir werden da auch mal einchecken.

31. Jän 2020, 18:13·Gefällt mir
Diese Review zählt nicht für die Gesamtwertung des Lokals, da dieser Tester dieses Lokal bereits neuerlich bewertet hat.
am 17. Jänner 2020
adn1966
Experte
SpeisenAmbienteService
Mehr als 6 Jahre ist es nun her, seit wir das feine Fischrestaurant Ragusa in der Berggasse besucht haben. Als Quasi Neo-Alsergrunder konnten wir das natürlich nicht so stehen lassen, also nichts wie hin. Die Anreise erfolgte mit Bim (zwei Stationen) und ein paar Meter zu Fuß die Berggasse hinunt...Mehr anzeigenMehr als 6 Jahre ist es nun her, seit wir das feine Fischrestaurant Ragusa in der Berggasse besucht haben. Als Quasi Neo-Alsergrunder konnten wir das natürlich nicht so stehen lassen, also nichts wie hin. Die Anreise erfolgte mit Bim (zwei Stationen) und ein paar Meter zu Fuß die Berggasse hinunter, Parkplätze sind dort doch eher schwer zu finden.

Die Reservierung wurde freundlich per Email bestätigt, ebenso freundlich wurden wir beim Betreten des Lokals begrüßt, unsere Mäntel wurden abgenommen und es wurden uns zwei schöne Tische zur Auswahl geboten, perfekt.

Das Lokal wurde in den letzten Jahren wohl ein wenig renoviert, die Wände neu gestrichen, es ist aber immer noch ein schönes, elegantes Restaurant mit weiß eingedeckten Tischen, aber immer noch sehr gemütlich.

Getränkebestellungen wurden rasch aufgenommen, ich entschied mich für einen Gelben Muskateller vom Krauthacker, den kannte ich schon von Besuchen im Kornat, ein guter, kräftiger Wein, der Liebsten stand der Sinn nach Tee. Kurz danach kam ein Gruß aus der Küche, ein kleines Schüsselchen mit Weizen und Calamari (glaube ich), ich bin jetzt nicht so der Meeresfrüchte-Fan.

Eingestellt wurde auch eine Flasche slowenisches Olivenöl und ein Emailtöpfchen mit Schwarz- und Weißbrot, sehr ansprechend.
Die Liebste wählte als Vorspeise den Oktopus/Calamari Salat, ich entschied mich für den dalmatinischen Rohschinken mit Kapern und Oliven, wobei ich unserem Kellner sagte, ich mag Rohschinken nur, wenn er wirklich hauchdünn aufgeschnitten ist und wie man es in Dalmatien denn damit handhabe? Dies wurde mit einem freundlichen „Dann schneiden wir ihn natürlich hauchdünn für Sie“ quittiert, tadellos.

Der Salat der Liebsten war einstimmig der beste Oktopus/Calamari Salat, den wir je genießen durften. Frisch, zart, perfekt mariniert. Mein Schinken kam tatsächlich hauchdünn geschnitten daher, puristisch, - nur Schinken mit einer kleinen Schüssel mit Kapernbeeren und Oliven, geschmacklich und von der zarten Konsistenz ein wahrer Traum.

Als Hauptspeise wählten wir unseren Lieblingsfisch (für zwei Personen), einen Branzino aus dem Ofen mit Grillgemüse und Erdäpfeln. Ich hatte kurz überlegt, das „Peka“, einen dalmatinischen Kalbsbraten, der unter der Glocke geschmort wird, zu versuchen, ein herrliches Gericht, das ich in Dalmatien schon einmal genießen durfte, ich entschied mich letztlich aber doch für den Fisch.

Gute Wahl, wie sich herausstellte, der Branzino war schlichtweg perfekt. Zart, nicht übergart, perfekt angerichtet (wurde von einem Kellner vor uns filetiert), in Begleitung einer stattlichen Schüssel mit sehr, sehr gutem gegrillten Gemüse und sehr guten Erdäpfeln.

Ein einfaches, aber perfektes Gericht, wenn man, wie im Ragusa, das Handwerk beherrscht. Das Gemüse gerade richtig, nicht totgekocht, nicht zu knackig, die Erdäpfel von tadelloser Qualität, schön gelb, sehr schmackhaft.

Für Dessert/Kaffee war letztlich kein Platz mehr, wobei ich mir fest vornehme, dies bei unserem nächsten Besuch nachzuholen.

Der Service war während unseres Besuches sehr aufmerksam, der Wein (eine kleine Karaffe für ein Vierterl, in einem kleinen Eiskübel eingestellt) wurde immer brav nachgeschenkt und es wurde auch immer nachgefragt, ob alles in Ordnung war.

Das Ragusa wird uns öfter wiedersehen, es ist eines dieser Lokale, die wirklich alles richtig machen. Nettes Ambiente, konstante, hohe Qualität von Produkten und Küchenhandwerk, die Fische werden täglich frisch aus Dalmatien angeliefert.

Das Lokal gibt es schon lange (mehr als 20 Jahre?) und es beweist, dass man mit einem hohen, konstant gehaltenen Qualitätsniveau ein stabiles, gutes Geschäft machen kann. Die Liebe zum Detail beeindruckt, für Raucher gibt’s vor der Tür einen in der Außenfassade montierten Aschenbecher und eine Klingel für Rollstuhlfahrer, damit man ihnen mit der einen Stufe, die ins Lokal führt, helfen kann.

Der Service war schlichtweg perfekt, von der Begrüßung bis zur Verabschiedung. Essen und Wein tadellos, Preis (e 130,- inkl. Trinkgeld) absolut angemessen, Fisch ist mittlerweile doch ein teures Lebensmittel.

Mir macht es echt Freude, wenn ich nach einem Lokalbesuch rundum zufrieden bin und sehe, dass es zum Glück Lokale gibt, die das Spiel vollinhaltlich verstanden haben und es schaffen, alle Elemente, die ein Gast an ein Lokal als Anforderung stellt, perfekt umzusetzen. Großes Kompliment.
Hausgemachter Feigenstrudel, fantastisch. - Ragusa - WienDas beste Grillgemüse to date. - Ragusa - WienGegrillte Calamari - Ragusa - Wien
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Diese Review zählt nicht für die Gesamtwertung des Lokals, da dieser Tester dieses Lokal bereits neuerlich bewertet hat.
am 3. Juni 2013
adn1966
Experte
SpeisenAmbienteService
Die vielen positiven Bewertungen des „Ragusa“ haben uns neugierig gemacht. Also beschlossen die Liebste und ich, uns selbst einmal ein Bild von dem Lokal in der Berggasse zu machen. Ragusa war der Name des mittelalterlichen Stadtstaats, dessen Hauptstadt Dubrovnik war. Kroatisch und Fisch, eine K...Mehr anzeigenDie vielen positiven Bewertungen des „Ragusa“ haben uns neugierig gemacht. Also beschlossen die Liebste und ich, uns selbst einmal ein Bild von dem Lokal in der Berggasse zu machen. Ragusa war der Name des mittelalterlichen Stadtstaats, dessen Hauptstadt Dubrovnik war. Kroatisch und Fisch, eine Kombination, die sich schon in anderen Lokalen wie z.B. dem Kornat bewährt hat, also nichts wie hin.

Schon vor der Tür wurden wir freundlich begrüßt und unsere Reservierung war bekannt. Eine Reservierung wäre nicht notwendig gewesen, wir waren außerhalb der Hauptgeschäftszeit dort und beide Räumlichkeiten im Lokal waren nur zu maximal einem Drittel gefüllt. Der kleine, aber gemütliche Gastgarten war leer, es war allerdings auch etwas zu frisch, um draußen zu sitzen.

Der erste Teil des Lokals ist der Nichtraucherbereich, der zweite Teil beheimatet Rauchertische und die Schank. Es gibt eine Glastür, um beide Bereiche voneinander zu trennen, die während unseres Besuchs allerdings offen stand. Es sei allerdings gesagt, dass die Eingangstür zum Lokal offen stand, und beide Bereiche dadurch (und durch die relative Leere) ausgezeichnet belüftet waren. Gemäß der nicht nur für den schönsten Finanzminister aller Zeiten geltenden Unschuldsvermutung nehme ich also wohlwollend an, dass die Glastür bei höherem Gästeaufkommen sicherlich geschlossen wird, andernfalls müsste ich ganz wie Testerkollege hautschi einen Ambientepunkt abziehen. Wir werden’s überprüfen.

Wir nahmen also im Raucherbereich an einem schön weiß eingedeckten Tisch Platz und sogleich wurden uns die Speise- und Weinkarte gereicht.

Das Thema des Lokals ist überwiegend Fisch, gleichwohl auch den Carnivoren unter den Gästen etwas geboten wird:

Zum Beispiel ein Kalbsschnitzel mit Prsociutto und Käse auf Paprikacreme mit Bratkartoffeln (€ 19.50) oder Lammkronen mit Gemüse um € 22,90.

Der Rest der Karte spricht allerdings den/die Fischliebhaber an: Seeteufel, Seezunge, Branzino, Riesengarnelen, Calamari, Lachs oder, wenn man sich gar nicht entscheiden kann, eine Ragusa-Platte (€ 44,-) für zwei Personen mit Branzino, St. Petersfisch, Lachs, Garnelen und Calamari vom Grill.

Das Ambiente ist modern, ohne übertrieben stylish zu sein, elegant, aber nicht steif und nobel, gleichzeitig auch gemütlich. Zum Glück kein „Adria-Fischrestaurant-Kitsch“ in Form von Netzen oder Fischen, lediglich einige Gemälde mit maritimen Motiven. Schön.

Wir entschieden uns für einen Branzino, begleitet von gegrilltem Gemüse. Der Preis für den Branzino ist in der Karte (wie für die meisten Fische) pro dag angegeben (in diesem Fall € 0,55). Auf der Karte wird explizit darauf hingewiesen, dass man sich vorab über das Gewicht des zu servierenden Fisches informieren sollte, um später Überraschungen auf der Rechnung zu vermeiden. Finde ich gut.

Auch in unserem Fall kam der Kellner sofort mit einem Teller und präsentierte uns „unseren“ Branzino mit Gewichtsangabe. Der Wolfsbarsch sah hervorragend frisch aus (Fische werden im Ragusa wochentags täglich frisch angeliefert), war für unseren Hunger allerdings etwas zu groß. Kein Problem, sein etwas kleinerer Bruder wurde ebenso rasch gewogen und präsentiert und von uns für perfekt für die Reise in den Ofen befunden. Es gibt auch die Möglichkeit, Branzino & Co. in Salzkruste oder vom Grill zu genießen, wir entschieden uns für die Ofenvariante.

Nachdem sich Fisch und Trockenheit nicht vertragen, entschieden wir uns für eine Flasche Grünen Veltliner Privat vom Nigl. (€ 45,-), einen meiner absoluten Lieblingsweißweine.

Vorab ließ die Küche mit einer kleinen Portion getrüffelter Polenta grüßen. Nun bin ich leider weder Polenta- noch Trüffelfan, aber dafür kann das Ragusa natürlich nichts. Dann kamen auch schon die Vorspeisen: für die Liebste ein Calamari-Oktopus Salat mariniert auf Dubrovnik Art (€ 11,90), für mich die Dalmatinische Gemüsesuppe (€ 4,50). Der Salat war ein Gedicht, ein Platz am Stockerl der besten Calamari/Oktopussalate ist ihm sicher. (Einen besseren haben wir bisher nur im Restaurant Konoba in der Lerchenfelder Straße gegessen, den Spitzenplatz hält Herr Hohensinn mit seinem gesulzten Oktopus). Die Suppe ebenfalls sehr schmackhaft, ähnlich einer Minestrone, würzig und mit frischem Gemüse.

Nach einem Glas Nigl und einer Zigarette quasi als Zwischengang hatte auch unser Branzino seinen zweiten und finalen Auftritt. Branzi wurde von unserem freundlichen Kellner an einem Beistelltisch seiner Gräten, seines Kopfes und Schwanzes entledigt womit der Genuss beginnen konnte. Unglaublich zart in Konsistenz, fein im Geschmack, genauso wollen wir unseren Branzino. Just Perfekt. Das Grillgemüse dazu frisch und nicht „letschert“, eine absolut feine Sache.

Für ein Dessert war kein Platz mehr, den Abschluss bildeten zwei Ristretti für die Liebste und mich, der Kaffee in Geschmack und Konsistenz ebenfalls sehr zufriedenstellend. Für mich gab’s als Draufgabe noch einen Grappa aufs Haus, die Liebste, weil keine Grappafreundin, passte.

Fazit: wird nicht der letzte Besuch im Ragusa gewesen sein, es war ein sehr schöner, eigentlich fehlerfreier Abend. Der Service ist sehr aufmerksam, das Ambiente im Lokal sehr nett. Essen und Trinken war tadellos, eine Empfehlung für dieses Lokal ist hiermit ausgesprochen.
Hausgemachter Feigenstrudel, fantastisch. - Ragusa - WienDas beste Grillgemüse to date. - Ragusa - WienGegrillte Calamari - Ragusa - Wien
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3 Kommentare

Vielen Dank, aldebaran!

5. Jun 2013, 00:27·Gefällt mir

Nun, - besch... Wetter draussen, endlich ein paar Tage frei und das Gefühl, die Details zu den letzten Lokalbesuchen schon bald zu vergessen, wenn ich sie nicht bald niederschreibe. ;-)

3. Jun 2013, 16:46·Gefällt mir1

Ein produktiver Nachmittag ;-)

3. Jun 2013, 16:42·Gefällt mir1
am 14. Dezember 2011
ratingguy
Level 4
SpeisenAmbienteService
Es gibt Lokale, da wird einem etwas zu viel Aufmerksamkeit zuteil, im Ragusa war das der Fall. Man möchte ja einen gemütlichen Abend verbringen und nicht ständig beim Essen, Trinken und Unterhalten beobachtet werden. Es ist meines Erachtens absolut ausreichend, wenn das Personal alle 5 Minuten ku...Mehr anzeigenEs gibt Lokale, da wird einem etwas zu viel Aufmerksamkeit zuteil, im Ragusa war das der Fall. Man möchte ja einen gemütlichen Abend verbringen und nicht ständig beim Essen, Trinken und Unterhalten beobachtet werden. Es ist meines Erachtens absolut ausreichend, wenn das Personal alle 5 Minuten kurz nach dem Rechten sieht und nicht neben dem Tisch ein Lager aufbaut und man an der Mimik erkennen kann, was es sich gerade über den Gesprächsinhalt der Gäste denkt. Stichwort Privatsphäre, nur so am Rande.
Das Lokal selbst bräuchte meines Erachtens optisch einen neuen Anstrich, diese lachsfarbene Balken durch den Raum kann ich einfach nicht mehr sehen. Erinnert immer an eher nicht so tolle Lokalitäten.
Wo ich das jetzt so schreibe, fällt mir auf, wo das Problem des Lokales liegt (aus meiner Sicht): es wird versucht ganz oben mitzuspielen, aber es funktioniert einfach nicht wirklich. Es ist einfach nicht stimmig. Das Service etwas übertrieben und somit schon leicht unangenehm, die Einrichtung eher veraltet (authentisch würde ich hier nicht gelten lassen) und die Speisen entsprechen geschmacklich, obwohl gut, nicht dem, als was man sich darstellen möchte und sind dann noch im eher hochpreisigen Segment.
Ich hatte zuerst die Miesmuscheln in Weissweinsauce mit hausgemachtem Brot und danach die hausgemachten Nudeln mit Scampi und Trüffelcarpacio. Zuerst möchte ich sagen, dass alles gut geschmeckt hat, aber halt auch nicht mehr. Mit den Miesmuscheln war ich noch gänzlich zufrieden. Die hausgemachten Nudeln mit Scampi müssten jedoch eigentlich "mit Scampo" heißen, da ich genau ein Stück gezählt habe. Das ist für 15,40 EUR nicht gerade erfreulich. Auf die Präsentation am Teller wurde praktisch kein Wert gelegt, einfach ein kleiner Haufen Nudeln am Teller. Hier sollte man sich vielleicht bei der Konkurrenz ab und zu ein wenig abschauen. Dies ist leider auch ein Punkt, der zu dem Image, das man vielleicht gerne hätte, nicht passt. Guter Wein und frisches Fischangebot ändert an meinem Rating letztendlich dann auch nichts, sorry.
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4 Kommentare·Zeige alle Kommentare
Prof.Kopetzky

Wir sind monatlich sicher 2 mal im Ragusa(und das mittlerweile schon seit 10 Jahren!).Das Service war immer sehr freundlich und zuvorkommend.Über den Chef können wir persönlich auch nur sagen,dass wir ihn schon sehr lange kennen und er uns gegenüber immer mit großem Respekt aufgetreten ist.Wir haben uns eigentlich ausschließlich auf das Essen und unsere Tisch-Gesellschaft konzentriert,und dadurch nicht bemerkt ob das Personal uns "beobachtet".Jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung,aber wir können nur positives über das Ragusa sagen.

23. Jän 2012, 19:44·Gefällt mir

5) Bezüglich der Einrichtung: Die Sanitäranlagen sind vorbildlich rein und modern gestaltet. Hier merkt man sofort, dass es hier vor eher kurzer Zeit eine Veränderung gegeben hat. Das Lokal selbst vermittelt aber einen anderen Eindruck, von Erneuerung bzw. einer Modernisierung hätte ich nichts bemerkt. Die Vermutung liegt hier nahe, dass die Sanitäranlagen erneuert wurden, das Lokal selbst aber nicht. Sollte es dennoch so gewesen sein, frage ich mich aber, was sich der Innenarchitekt oder wer auch immer hier beauftragt wurde, bei diesem Stilbruch gedacht hat. Bewertungen sind jedoch subjektiv und so kann es durchaus sein, dass der vorherrschende Stil anderen Personen gefällt. Ich möchte hier auch niemanden den Besuch ausreden. Sinnvoll ist meines Erachtens diese Plattform vor allem dann, wenn sich die Gewerbetreibenden die ein oder andere Kritik zu Herzen nehmen. So sollte man wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum allgemein einen Anstieg bezüglich der Qualität in der Gastronomie wahrnehmen können.

14. Jän 2012, 12:15·Gefällt mir1

Lieber Eigentümer!(?) 1) Sie haben mit Ihrem Kommentar nun jedem gezeigt, wie unaufdringlich es bei Ihnen zugeht ("...ich glaube ich weiß wer Sie sind ..."). Was wollen Sie mir damit überhaupt sagen? Finden Sie so eine Aussage eigentlich intelligent? Glauben Sie, dass ich oder irgend jemand, der bei einem ersten Besuch vielleicht nicht einen kulinarischen Hochgenuss erlebt hat, nach so einer Aussage Ihrem Lokal noch einen Besuch abstatten bzw. eine zweite Chance geben wird? Da muss man sich ja fürchten, sollte man das Lokal noch einmal betreten ... Und ich kann Ihnen versichern, dass ich nicht der Einzige bin, dem das Service etwas zu viel war. Können Sie nicht verstehen, dass es unangenehm ist, wenn man in der Mitte Ihres Lokales sitzt und man, wenn man zu seinem Bekannten am anderen Ende des Tisches blickt, stets Ihre Augen oder die Augen des Kellners trifft. Angestarrt zu werden macht einfach keinen Spaß, probieren Sie es aus! 2) Zur Ihrer Aussage, Sie würden wissen, wer ich bin: Ich möchte hier ganz klar anmerken, dass ich mich weder beschwert habe im Lokal, noch sonst irgend eine Szene aufgeführt habe, weshalb ich vielleicht besonders in Erinnerung bleiben sollte. Ihre Aussage könnte Derartiges suggerieren. 3) Sie haben Ihre Zusammenstellung begründet, ich danke für die Information. Wenn Sie sich sicher sind, dass ihr Gericht die beste Kombination der Zutaten widerspiegelt, dann akzeptiere ich das. 4) Was ich bei meinem ersten Kommentar nicht angemerkt habe und ich Ihnen jetzt als Tipp weitergeben möchte: Wenn die letzten Gäste gehen, insbesondere als größere Gruppe, dann ist es eigentlich angebracht, wenn der Wirt sich noch dazu im selben Raum aufhält, dass diese persönlich verabschiedet werden. Wichtig: Das Gesicht zu den Gästen gedreht und ein freundlicher Gesichtsausdruck wären angebracht. Ein Händedruck wäre wiederum zu viel des Guten! Einem den Rücken zu zeigen und den Kellner ein kurzes "Aufwiedersehen" aussprechen zu lassen (besonders dann, wenn man als Chef im selben Raum ist!!!) ist meiner Meinung nach ebenfalls etwas, das nicht zu dem Image passt, das Sie für Ihr Lokal gerne hätten.

14. Jän 2012, 10:54·Gefällt mir2
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