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Mörwald Zur TraubeMörwald Zur TraubeMörwald Zur Traube
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Mörwald Zur Traube Info
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10:00-22:00
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Mi
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Mörwald Zur Traube

Kleine Zeile 17
3483 FEUERSBRUNN
Niederösterreich
Küche: International, Österreichisch
Lokaltyp: Restaurant, Gasthaus, Gasthof
Tel: 02738 2298-0Fax: 02738 2298-60
Lokal teilen:

6 Bewertungen für: Mörwald Zur Traube

Rating Verteilung
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Rating Details
am 7. März 2015
karlo
11
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3Speisen
4Ambiente
4Service

Enttäuschend! Wir waren heute mit Gutschein von Diners Club (Dinner for two zum Preis von einem, 4-Gang Menü) im Restaurant zur Traube. Sehr netter Empfang und das Service insgesamt sehr aufmerksam. Als ersten Gang gab es eine Wachtelterrine, schön präsentiert, aber leider ziemlich fade im Geschmack. 2er Gang Velouté von Zwiebel und Paradeiser war geschmacklich sehr gut. 3er Gang rosa gebratene Entenbrust auf Bärlauchpüree, die Entenbrust leider zu roh und dadurch auch sehr zäh. Das sollte in einem 2 Haubenlokal eigentlich nicht passieren. Das Dessert Nougat/Orangen Parfait war sehr gut. Im Großen und Ganzen alles OK, aber keine Haubenqualität. Leider war es keine 120 km Hin- und Rückfahrt wert. Es ist jetzt schon das 2. Mal, dass wir enttäuscht wurden und auf eine dritte Chance verzichten wir. Schade.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 22. Jänner 2014
Update am 23. Jänner 2014
Experte
dieBrotvernichter
67
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4Speisen
3Ambiente
3Service

Zum Glück konnten wir aus der Karte wählen, denn seit 4 Tagen ist die wieder neu aufbereitet und da stehen so fleisch gewordene Besonderheiten wie Perlhuhn und schwarz gestiefeltes Schwein auf der Karte. Also aus Wien ins Ausland gereist - Niederösterreich.

Verspätet schaffen wir's über die Grenze und kommen in die ländliche Gegend nach Feuersbrunn. Unser Tisch wartet auf uns - so wie alle anderen Tische auf Gäste. Vergebens. Denn vorweg gesagt: das Lokal bleibt bis auf eine weitere männlich-weibliche Allianz leer. Gut so, denn sonst wären die wirklich geschmackvoll eingedeckten Tische ungemütlich nah beieinander. Aber bis zum Dessert hatten wir sowieso sturmfrei. Uns hat’s nicht gestört, bis auf die ebenso rare Anwesenheit der jungen, sehr netten und wissenden Servicedame. Schade, dass wir doch öfter nach ihr suchen mussten.

Das gesamte Zur-Traube-Areal ist wirklich ansprechend gestaltet nur leider unausgefüllt und wirkt ausgestorben. Wir glauben jetzt auch zu wissen, warum.

Wir kommen also in den imposanten weitläufigen Eingangsbereich – und drehen uns automatisch nach links zur kleinen Holztür, die in den alten Schankraum führt. Landwirtshausatmosphäre pur – wirkt sympathisch aber leer. Nur zwei gemütliche Herrn sitzen bei einem Bier und grüßen freundlich. Sonst niemand da. Aber aus den dämmrigen Gängen rundherum kommt dann doch noch eine junge Dame in schwarz/weiß. Sie geht mit uns einen Schritt weiter in den Speiseraum – und da wechselt plötzlich der alte 70er Jahre Schankraum-Charme zu einem hübsch aufgemascherlten Landhausstil – gerade noch geschmackvoll. Man merkt aber, dass hier eine alte Wirtsstube aufgehübscht wurde. Egal: wir setzen uns also an einen stilvoll eingedeckten Ecktisch in dieser Stube. Ja, auch hier ein paar alte (aber kleine) Flecken auf der Polsterung der Bänke – aber alles noch ok, es wirkt allgemein gepflegt und sauber.

Die junge Dame am Anfang noch nicht ganz souverän unterwegs – klappt dann aber schnell. Sie muss sich halt erst auf die ersten Gäste an dem ruhigen Abend einstellen. Reicht uns dann freundlich die Speisenkarten. Gute Auswahl an Gerichten – alles und für jeden was dabei: die gehobene feine Küche ist vertreten aber auch einige traditionelle Wirtshausgerichte. Eine schöne Mischung. Nur 4 Weine (glasweise oder in der Flasche) sind in der Karte verzeichnet. Wenig. Einen Aperitif wollen wir nicht, lieber gleich Wein. Ist das alles, was es gibt? Nein, es gäbe ein ganzes Buch – aber wir sind ja nicht zum Lesen da. Also bitte ein paar Empfehlungen, was gerade halt so offen ist. Aber vorher bitteschön, wollen wir uns für’s Essen entscheiden, dann können wir auch den Wein bestellen.

3 Gänge sollen’s schon werden – wir sind hungrig. Zur Vorspeise wird‘s die Paradeisessenz mit Edelfischen und Grießknöderl (€ 9,90) und das Rindercarpaccio mit Senfmayonnaise (€ 13,25). Passt zum Carpaccio auch ein weißer? Ja, meint die junge Dame mit dem Riesling ( € 3,00) liegen wir da schon richtig. Zur Fischsuppe soll’s der Muskateller (€ 2,70) werden (beides hauseigene Mörwald Weine). Als Hauptspeise wird’s das Carree vom Noir de Bigorre in Salbei Milch gegart auf Erdäpfel Kren Püree, Kraut & Knusper Kümmel (€ 21,90) und das Gebratene Perlhuhn Supreme mit Schwarzwurzel im Riesling Auslese Sud & Grünen Bohnen(€ 19,90). Dazu wollen wir unbedingt was Rotes trinken. Hauptsache er schmeckt. Also wollen wir beide den so gut beschriebenen 2008 Malachit Merlot aus der kleinen 4Zeiler Weinliste. Angeblich wird der samtig, kräftig und dunkelbeerig. Das mögen wir ja eigentlich. Wir sind gespannt.

Der Weißwein kommt mit einem Körberl Gebäck (2 Hand-Joursemmerl, 2 Jour-Vintschgerl und 2 Scheiben Mischbrot. Dazu ein Scheibchen (leider) kalte Butter mit wenig Schnittlauch, ein Tupfer Grammelschmalz und 3 hauchdünnen Scheiben Vulcano Schinken (luftgetrocknet). Für 2 Personen hätten’s doch bitte 4 luftige Scheiben davon sein können und vielleicht auch ein biss’l mehr Butter/Schmalz – immerhin kostet’s ja fast € 5,00. Nicht so schlimm, weil es gibt ja noch die riesige Picknick-Gurke (Essiggurke) aus der Dose zum Selbstöffnen dazu. Der Schinken – wie wir das von Vulcano gewohnt sind – super g’schmackig. Das Schmalz sehr hochwertig fein verarbeitet – angenehmer Schmelz und Geschmack. Dezent gesalzen. Erstaunlich gut. Das Gebäck gut aufgebacken – noch schön weich und warm innen – außen resch. Das Mischbrot – unbesonders in Geschmack und Konsistenz. Leicht Bröselig.

Recht bald kommen auch die Vorspeisen nach. Wie immer ist das Gebäckkörberl schon längst leer. Ja, bitte zum Carpaccio noch Nachschub und das Suppenteller ist zwar riesig aber der Inhalt wenig – daher: ja, auch dazu brauchen wir noch eine Ladung Kohlehydrate. Kein Problem – kommt sofort. Naja, leider dauert’s doch ein etwas länger – die warme Suppe war schon gegessen. Sie war sehr paradeisig also säurelastig, mäßig portionierte aber edle Fischeinlage und das auch noch gut gegart – sicht- und schmeckbar: Safranfäden. Der Überhammer aber sind diese 2 kleinen Grießknöderl. Superfein. Insgesamt haben wir die Suppe aber schon einmal besser gegessen und zwar wesentlich größer und günstiger. Dennoch sehr gut.

Die temporäre Fleischesserin wartet immer noch und wurde mit einem Kostlöffel vertröstet. Man kann sich ja einstweilen an den Weingläsern anhalten. Weil beide Weißweine sind gut und wir zufrieden. Hohe Qualität schon beim Hauswein, das freut uns. Da kann der Merlot ja nur besser werden. Wir wollten schon einen Erinnerungsschrei los lassen – weil niemand in Reichweite, aber da kommt sie auch schon, aus dem Nichts, die junge Dame mit dem Gebäckkörberl. Großzügig: wieder zwei Semmerl und Vintschgerl – wieder warm.

Das Warten hat sich gelohnt. Der Fischtiger kriegt Raubzähne beim Anblick vom rohen Fleisch. Er bestätigt: Carpaccio gut, aber säurelastig, Senfmayonnaise gut aber senflastig. Eigenmarke Mörwald (aber Anfosso) Olivenöl am Tisch – und jetzt auch über dem Carpaccio – so schmeckt’s doch noch ein wenig runder. Portion klein aber in Ordnung. Mit der Temparatur harpert's beim Carpaccio wie bei der Butter - recht kühle Angelegenheit.

Die Hauptspeisen kommen bald und ja, die Dame kriegt das Schwein und der Herr das Huhn. Kulinarischer Rollentausch quasi – durch das gesamte Menü. Scheint zu irritieren. Der Merlot hat’s kurz vorher schon an den Tisch geschafft. Enttäuschung pur. Garkein rundes Trinkvergnügen. Sichtlich wässrig, geschmacklich auch. Und Säure kommt dazu. Aber wir haben schon Schlimmeres Getrunken.

Das spanische Schwein mit Püree scheint eine anständige Portion zu sein, aber nur von weitem. Die halbe Portion davon ist definitiv das Perlhuhn. Die 2 Stücke Schweinekarree ummantelt mit Kümmelkrokant: eins davon bestand zur Hälfte aus Fettschwarte, das andere hing am großen Rippenknochen – für’s Auge groß, in den Bauch kommt davon aber nur wenig. Leicht garniert mit Spuren von Erdäpfelpüree (sehr gut abgeschmeckt), intensiver Bratensauce und Flankerl vom Sauerkraut mit einer schönen Süße. Plus jeweils zwei frittierte Salbeiblättchen und geschmorte Paprikastreiferl. Schon lange nicht mehr so ein gutes Stück Schweinefleisch gegessen – sensationell gut. Nur so viel Fett und Knochen erwartet man nicht bei einem Karree.

Genauso, wie das Perlhuhn – wenig aber toll im Geschmack. Knackige Schwarzwurzel, man kann den Riesling Auslese Sud auch gut rausschmecken. Die grünen Bohnen ebenso knackig und leicht buttrig aber schön im Eigengeschmack. Ebenso Spuren von einer Creme aus Schwarzwurzeln am langen Teller. Die feine Haut vom Perlhuhn knusprig – das Fleisch zart. Perfekt. Winzig.

Da geht also noch eine Nachspeise – der Fruchtikuss steht auf Exotik (zumindest beim Dessert) und wird leicht fündig: Schneenockerl mit Eierlikör, Kokossauce und Gewürzmango. Der Schokokatze ist das 3erlei Mousse zu banal, aber sie auch sie findet am Weg zur Toilette was Passendes - eine Tafel und da steht mit Kreide: Kardinalschnitte, Apfelstrudel mit diversen Beilagen und dann: Panamatorte (€ 4,00). Neugierig? Wollen’s sowas probieren? Zwei mal ja.

Nussbiskuit geschichtet mit Nougatcreme. Vermutlich genau das richtige. Ein bisschen sehr kühl, sehr fest in der Konsistenz und leicht kristallig die Creme – aber schmecken tut’s eh recht gut.

Und jetzt aber diese Schneenockerl (€ 9,90): wirklich das Nicht-Selbstgemachte-Desserhighlight des jungen Jahres 2014. Nein, das sind nicht solche mit viel Luft und Feuchtigkeit um nichts. Sondern: Unter der obligatorischen Karamellnetzkuppel liegen drei Löffelgroße herrlich seidig schimmernde, samtig cremig süße Schneenockerl (roh) in einer pastellgelben (Eierlikör & Mango) vanillepunktierten Kokossauce, die es geschmacklich in sich hat. Logisch: Kokos aber der Eierlikör mit dieser gewürzten (auf jeden Fall:Kardamom und Vanille; vermutlich: Nelke, Zimt etc.) Mango – war unschlagbar gut. Dafür würde jede Schokokatze das Ufer wechseln.

Hat’s gepasst?, will die junge Dame wissen? Ja, das war ein sehr feines Essen. Warum so wenig Leute dahin essen gehen? Wir sind am Land. Zu edle Zutaten, zu große Preise und zu kleine Portionen. Geschönter Landhausstil. Das passt in die Gegend dort nicht hin. Noch einmal da rausfahren? Wegen dem Mörwald? Nein, wir nicht.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 23. Juli 2013
Experte
bubafant
283
71
29
5Speisen
5Ambiente
4Service
65 Fotos1 Check-In

Ja, auch ein Mörwald wirbt mit Gutscheinen um Neukunden: Das Beste aus der regionalen Kochkunst – das 4-Gänge-Menü im Wirtshaus & Restaurant Zur Traube. Um EUR 22,50 pro Person kann man da nicht nein sagen.
Nach Feuersbrunn kommt man – meiner Meinung nach – nicht als Laufkundschaft. Schon der Parkplatz unterscheidet sich von anderen, unter schattenspendenden Bäumen, mit kleinem Schanigarten Streifen samt Gartenmöbeln, inkl. Liegestühlen. Nebenan der dazugehörige Hotelbetrieb.

Über die Straße dann der kulinarische Komplex. Ein netter Schanigarten, direkt vor den Fenstern des im ursprünglichen Zustand belassenen Wirtshauses. Daneben der Zugang zum restlichen Imperium. Vorbei am Desktop für das Hotel, Regalen mit Kochbüchern, der Karikatur Wand (mit Vorschau auf das künftige Palazzo-Engagement), gerahmten Auszeichnungen, an Küchentüren, diversen Extrazimmern, dem Kochamt, dem Abgang in die Vinothek (viel Licht, luftig, Holz und lindgrüne Highlights) erreicht man den herrlichen Innenhof. Hochwertige Gartenbestuhlung mit Sitzpolsterl, weiße Tischdecken, kleine kompakte Marktschirme und in der Mitte ein gemauerter Brunnen mit Geplätscher und Trögen mit Kräutern auf dem Sims.

Unser reservierter Tisch befindet sich an der Wand, gleich bei den Fenstern mit Blick in die Küche. Außer uns sind lediglich weitere 6 Gäste anwesend, allesamt mit diversen Gutschein-Arrangements. Ungewöhnlich, aber vielleicht ist abends mehr Andrang. Eingedeckt mit dem Besteck für die vorgegebenen Menüfolge, gestürzten grünen Trinkgläsern, Stoffserviette und der Menüfolge. Obwohl es an diesem Tag knapp 30 Grad erreicht, ist das Mikroklima in diesem Innenhof herrlich kühl, vermittelt fast mediterranes Flair und ist in sich sehr stimmig.

Die Frage des Kellners nach einem Aperitif mündet in einen Holundersekt (EUR 4,00). Gut gekühlt, in Ordnung. Zum vorgegebenen Menü wird eine Weinbegleitung (EUR 22,00) angeboten, wir entscheiden uns allerdings nur für zwei davon. Und diesen Entschluss müssen wir dem Kellner auch richtiggehend aufdrängen, seinerseits gab es zu keinem Zeitpunkt Nachfrage nach Getränkewünschen, bei den Preisen eigentlich unverständlich, da liegt die Marge.

Vorab bekommen wir das Gedeck (EUR 3,90)
Gebäckkörberl, Bauernbutter, Liptauer, Grammelschmalz, Wurzelspeck
Die Aufstriche sehr gut, vor allem das Schmalz. Den doch eher hoch angesiedelten Gedeck-Preis rechtfertigt allerdings der Speck. Ich kann auf keinen Fall alle Gewürze benennen, die man beim Essen glaubt, zu schmecken. Obwohl mehr als zwei Drittel Fettanteil sind, kommt kein (gefürchtetes) Ekelgefühl auf.

Kalbskopf – Kren – Liebstöckel
Kalbskopf geliert & gebacken mit Kren & Liebstöckel
Die nächste Komponente, die ich wahrscheinlich nicht 'freiwillig' bestellen würde. Kalbskopf. Das Sülzchen mit den Krenflocken ist sehr zart, lässt sich mit der Gabel auseinanderteilen und ist geschmacklich sehr fein abgestimmt. Der gebackene Teil ist überraschend g'schmackig, von der Konsistenz etwas 'kruspelig', aber ebenfalls sehr gut.
Dazu gibt es 1/8 2010 Sauvignon Blanc Greveline, Schweiz (EUR 5,50). Wir haben übersehen, dass es sich dabei um einen Schweizer Wein handelt, unsere einheimischen Weißweine brauchen sich gottlob in keinster Weise verstecken, deshalb unverständlich, warum nicht darauf zurückgegriffen wird.

Kleiner Exkurs zur Tischkultur. Sämtliche Gläser und Teller sind von bester Qualität, keine Abplatzungen oder ähnliches. An kleinen Dreieckstischchen im Garten werden Gläser, Servietten, Speisekarten, Ascher etc. zwischengelagert. Alleine: an den Tellern manifestiert sich der anfangs befremdliche Egotrip des Eigners. Fingerabdruck und Unterschrift. Golden. Beim ersten Ansichtig werden lüpft man noch eine Spock-Augenbraue, ab dem zweiten Teller geht es schon. Man gewöhnt sich an alles.

Spargel – Ei
Velouté vom Tullnerfelder Spargel mit gebackenem Wachtel.Ei
Das Wort Velouté wird im Netz mit Samtsuppe beschrieben. So in etwa kommt das auch hier hin. Sehr leichte, cremige, fein abgeschmeckte Spargelsuppe. Zwei relativ dicke Spargelstücke als Einlage, die nicht holzig, sondern perfekt zu schneiden sind und vom Geschmack die Cremesuppe nicht nur ergänzen, sondern das Häubchen obendrauf sind. Das Wachtel Ei ist und bleibt ein Ei. Eben ein kleines.

Ente – Eierschwammerl – Zucchini
Rose gebratene Entenbrust mit Eierschwammerl und Zucchini.Blüte
Die Ente innen wirklich zart rosa gebraten, mit leichten Fetteinschlüssen und Knusperkruste. Ich kann mir dieses Gericht nicht besser gelungen vorstellen. Die Blüten, das Püree und die Eierschwammerl sind genauso perfekt gelungen, und ergeben gemeinsam eine mehr als gelungene Hauptspeise.
Angerichtet, wie alle Gänge, dass auch das Auge satt wird. Ich mag das. Auch dazu wieder ein Ausländer: 1/8 2002 Merlot, Montes Colchagua Valley, Chile (EUR 7,00)

Schnee.Nockerl auf Eierlikör.Sauce mit Pfirsich.Sorbet
Ein Frohlocken für das mitessende Auge. Das Sorbet wohnt am Tellerrand (in einer Dreiecksbeziehung zu Unterschrift und Fingerabdruck) und droht sekündlich abzurutschen. Die Eierlikörkombination mit den Nockerln ist eine süße Sünde und vorderhand auch in einem Zuckerkäfig eingesperrt. Die leeren Kalorien werden allerdings nur auf die Seite gegeben.
Um den Cappuccino (EUR 3,50) dazu müssen wir ebenfalls wieder aktiv kämpfen. Dazu heißt leider manchmal dann doch nicht dazu, sondern kommt Minuten später als das Dessert. Aber nicht ohne Egozentrik in Form von personalisierten Zuckerwürfelchen.

Fazit: Der Kauf des Gutscheines samt Anreise hat sich aus meiner Sicht gelohnt. Die Speisen auf der klein gehaltenen Tageskarte sind preislich natürlich etwas höher angesiedelt. Man hat keinen Gast spüren lassen, dass er kein 'Voll'zahler ist. Die Karaffe Leitungswasser war ohne Berechnung. Das Service lässt einen streckenweise, im wahrsten Sinn des Wortes, alleine, und das bei Minimalgästeauslastung. Auch beim Verlassen des Lokals wird einem keine Notiz geschenkt, man kann dann genauso gut alles genau begutachten, was schon wieder Absicht sein könnte (Die Bar und der Stammtisch daneben sind in eine Weinpresse eingearbeitet worden, es gibt eine Schauküche mit angeschlossenem Esszimmer, etc.). Die Speisenqualität ist sehr hoch, die Zusammenstellung mit viel Bedacht gewählt worden. Ich persönlich bin zufrieden, alles einmal gesehen und das Essen genossen zu haben.
Die Karte beim Eingang wirbt mit einem Überraschungsmenü von drei bis fünf Gängen (zwischen EUR 29,- und 49,-), das tischweise reserviert werden kann.

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Letzter Kommentar von am 23. Jul 2013 um 09:52

Der Mörwald ist natürlich auch ohne Rabatt einen Besuch wert, das stimmt. Bei meinem letzten Besuch habe ich noch nicht hier geschrieben, hätte ich es getan, wäre ein 5-5-5 sicher gewesen. Alle Gerichte hervorragend, feine Weine, ausgezeichnete Tischkultur, das Ambiente im Innenhof sehr entspannt, das Service freundlich und aufmerksam. Und eine besonders nette Geste: Als der Kellner gehört hatte, dass ich Geburtstag habe, hat er den Chef informiert und der hat mir gleich eines seiner Kochbücher mit persönlicher Widmung als Geschenk überreicht. Das hat mch sehr gefreut!

Gefällt mir5
am 15. Juli 2012
geneu
52
1
5
4Speisen
3Ambiente
2Service

Wer ins Wirtshaus geht, braucht keine Zwangsbeglückung mit Stoffservietten und 6 Bestecken, die dann pro Person 5 € extra kosten! Der gemischte Salat zum Wiener (Schweins)schnitzel mußte urgiert werden, kam dann nach 6 Minuten als Grüner (bitterer) Salat, wurde zurückgeschickt und -ohne Entschuldigung- konnte man dann endlich zum zweiten (kleinen) Schnitzel den gemischten genießen.
Die Holzbänke sind nicht gerade komfortabel, man sitzt eng und weiß, das Küchenpersonal ist eher um diese Zeit in Grafenegg, denn es dauert.

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Letzter Kommentar von fred combuse am 17. Jul 2012 um 09:44

@geneu, dann empfehle ich die Gibiser in Heiligenkreuz, da entscheidet Gast selbst, ob mit oder ohne Stoffserviette (40 Cent). Gedeck kann auch extra bestellt werden, kostet so € 2,60, wenn ich mich recht erinnere. Brotkörberl steht ohne Aufpreis auf dem Tisch.

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am 3. Juli 2011
tobias
46
2
6
3Speisen
4Ambiente
0Service
1 Check-In

Leider muss ich für dieses Lokal eine neue Bewertung abgeben !
Wir haben und gestern nach einiger Zeit wieder entschlossen nach Feuersbrunn zu fahren, eine sehr freundliche Begrüßung wir wurden auf unseren Platz geleitet.
Es wurde um den Aperitif gefragt und die Speisekarte gereicht
nach meiner Frage nach einer ordentlichen Weinkarte wurde
mir gesagt haben wir derzeit nicht wir sind gerade dabei eine Neue zu machen diese Antwort war in keinster weise zufriedenstellend da ich weiss dass dieses Lokal einen schönen
großen Weinkeller besitzt mit sehr guten Weinen die auf dieser
Karte nicht angeführt wurden, nach einen läneren hin und her konnte ich einen Wein bestellen der nicht auf der prov. Weinkarte stand.
Wir bestellten als Vorspeise Gänseleber und Saibling-Gurke-Kaviar leider fehlte beim Saibling der Kaviar ! ich stellte den Oberkellner zur Rede der wusste nicht das ein Kaviar dabei sein sollte !
Als Zwischengericht Krebsensuppe "ROYAL" hervorragend !!!
und Ochsenschwanz Tortelini - stein hart eine Katastrophe
als Hauptspeise Limusin Rinderfilet sehr sehr gut !!
Rehrücken mit Morchel u Spargelpüree auch ausgezeichnet
jedoch der Lungenbraten vom Waldschwein mit Wildpilzen
hat nicht unseren Geschmack getroffen aber das ist subjektiv
Die Krönung jedoch war das wir bald eine 3/4 Stunde kein Kellner vorbei gekommen ist bis ich dann hinaus in den Schankraum gegangen bin und gefragt habe ob hier Selbstbedienung sei ? Leider habe ich einen dunkelhäutigen
Kellner der eigentlich gar nichts dafür konnte da es nicht sein
Tisch war sehr scharf angeredet. Der sogenannte Restaurantleiter oder Oberkellner wollte uns dann erklären das es sich um eine neue Truppe handelt und denen muss man Zeit geben , ich meinte ich hätte größtes Verständnis wenn das Lokal überfüllt wäre aber bei gezählten 6 Tischen
finde ich es als frechheit einen Gast so zu behandeln, er meinte dass könne man mit einem Kaufhaus vergleichen, dass war dann zuviel es war zum gehen.......

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Letzter Kommentar von am 30. Mär 2012 um 14:40

Das Limousin-Rind ist eine Rinderrasse, die aus der gleichnamigen Region Limousin in Frankreich stammt.

Gefällt mir1
am 20. September 2010
curnonsky
26
3
3
5Speisen
5Ambiente
5Service

immer eine reise wert.internationale und heimische küche auf höchstem niveau. eigenbauweine, sowie umfangreiche karte.
wenn man glück hat ist sogar der chef vor ort.
seit jahrzehnten mehr als ein geheimtipp.

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Letzter Kommentar von Unregistered am 6. Okt 2010 um 13:13

mit verlaub für mich hat eher der f.combuse defizite

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Mörwald Zur Traube - Karte
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Bewertet am 20.09.2010

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