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Meinl am GrabenMeinl am GrabenMeinl am Graben
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Meinl am Graben Info
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Gastgarten, Schanigarten
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Vornehm
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Hochpreisig
Kreditkarten
Gängige Karten
Öffnungszeiten
Mo
08:00-24:00
Di
08:00-24:00
Mi
08:00-24:00
Do
08:00-24:00
Fr
08:00-24:00
Sa
09:00-24:00
So
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ValerieDjur.
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Meinl am Graben

Graben 19
1010 Wien (1. Bezirk - Innere Stadt)
Küche: International, Österreichisch
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 01 532 33 34-6000Fax: 01 532 33 34-1290
Lokal teilen:

11 Bewertungen für: Meinl am Graben

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 31. Jänner 2016
Update am 16. April 2016
Experte
langnan
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3Speisen
2Ambiente
1Service
6 Fotos1 Check-In

Gestern hatte meine Frau Geburtstag und ich wollte sie zu einem guten Essen einladen. Leider war meine Entscheidung das Meinl Restaurant zu besuchen für diesen Tag überhaupt nicht passend. Werde hier beim Berichten möglichst objektiv bleiben, bitte aber auch um Verständnis, dass dies von einem etwas frustrierten Ex-Kunde geschrieben wird.

Die Reservierung erfolgte in der gleichen Woche per e-mail, wo ich den Besuchsgrund (Geburtstagsessen) angegeben habe und ersuchte um einen Platz mit Aussicht bzw. dementsprendem Komfort. Einen Tag später bekam ich ein Rückschreiben vom Restaurantleiter Herr Michael Wiesinger, wo die Tischreservierung bestätigt wurde. Außerdem wurde erwähnt, man wäre bemüht uns einen Fensterplatz zu geben. Soweit so gut.

Bei der Anreise waren wir ca. um 20 Minuten verspätet. Unterwegs versuchte ich zweimal das Restaurant anzurufen um unsere Verspätung bekannt zu geben. Nach drei Signaltöne wurde ich automatisch zur Information umgeleitet, wo auch niemand ans Telefon ging.

Bei der Ankunft im Restaurant war der Empfangsbereich unbesetzt. Nach einer halben Minute, wo etliche Kunden an uns vorbei selbst in den Innenbereich gingen, betraten auch wir das Restaurant. Gleich vor uns sahen wir einen Fenstertisch, wo Besteck für zwei Personen lagen und das Reservierungskärtchen stand. Ich dachte, es wäre unser Platz und blieb hier stehen um auf das Servicepersonal zu warten. Das Personal war, meiner Meinung nach, reichlich vorhanden, vier bis fünf Kellner samt Herrn Wiesinger und eine Dame im Anzug hinter der Bartheke. Weiter hinein konnte man ja auch nicht mehr gehen, dann stünde man mitten im Lokal. Leider auch bei dieser überschaubaren Raumgröße kam niemand auf uns zu. Die Dame (ca. 50 Jahre) im Anzug hinter der Theke sah uns paar mal an und kam schließlich aus dem Barbereich heraus (ich dachte sie wollte sich um uns kümmern). In diesem Moment betrat eine ältere österreichische Dame nach uns das Restaurant, wurde sofort von der Dame im Anzug betreut und zum Tisch geführt. Als sie die Dame zum Tisch führte schaute sie uns noch ins Gesicht und grüßte erst dann, nachdem wir sie zuerst begrüßt hatten. Am Empfang stand zur Zeit ein großer junger Mann, leider mit dem Rücken zu uns. Ich ging zu ihm und nannte unsere Reservierung. Endlich wurden wir zum Tisch geführt, aber nicht am Fenster sonder hinten in der Ecke neben der Garderobe. Es war ein großer rechteckiger Tisch, drei Seiten von Polsterbänken umgeben. Auf dem ersten Blick komfortabel, für zwei Personen aber eher nicht besonders geeignet. Für ein Geburtstagsessen war der Tisch nicht gedeckt, man könnte doch mindestens eine einfache Blumenvase oder ein Kärtchen mit Geburtstagsgruss hinstellen. Kostet nicht viel und erfreut den Kunden. Vom Aussicht ganz zu schweigen, da musste man über zwei Tische nach draußen blicken und konnte einen Teil der Pestsäule sehen. Die Mänteln wurden uns abgenommen und wir nahmen Platz.

Ein blondhaariger junger Kellner brachte die Speisekarte und fragte nach den Getränken. Wir überlegten einen kleinen Moment, bestellten dann einen gespritzten Traubensaft und ein kleines Meinl-Hausbier. Bei der späteren Bestellung kam zuerst ein älterer Kellner, wo wir per Italienisch mit "Bon Jorno" begrüßt wurden, schon eigenartig, wo samma denn überhaupt? Bevor wir unsere Wünsche äußerten, war der blondhaariger Kellner wieder da und beide waren sich nicht ganz einig wer die Bestellung aufnehmen sollte. "Willst du vielleicht?", "Nein, du kannst ruhig", "Nein, bitte",.....nach dem kurzen Wortwechsel blieb der junge Kellner bei uns. Zum Essen, für den Beginn wählte meine Frau die Hummermedaillons mit Kokos-Topinambur, Pomelos und Teriyakisauce und ich die Spinatsuppe mit confiertem Eidotter und geräuchertem Lachs. Als Hauptgang gebratener Skrei auf Chorizobutter , Puntarelle und geschmortem Apfel für sie, rosa Gebratener Rücken und geschmorte Schulter vom Lamm mit Burrata, Zitronenconfit, Kichererbsen und Paprika für mich. Wir wünschten dann noch nach einer Weinempfehlung zum Hauptgang.

Das Gedeck bestand aus vier Sorten Brot und ein Stück Butter, eher etwas einfallslos. Zur Einstimmung gab es einen Gruß aus der Küche, ein Röllchen Bio-Lachs mit eingelegtem Gemüse. Das Gemüse schmeckte süß-sauer, kein Highlight, ich würde meinen der Koch hat sich diese Kreation zum Teil von der asiatischen Küche abgeguckt.

Beim Servieren der Vorspeisen war Herr Wiesinger für die Suppe zuständig, welche er aus einer Kanne in den Teller mit den Einlagen goss. "Guten Appetit", das war das Einzige was wir von ihm bei diesem Besuch gehört haben.

Die Hummermedaillons schmeckte meiner Frau, sie war bereits hungrig. Meine Suppe war schon sehr üppig gesalzen, gefiel mir nicht so gut. Zum Abservieren kam ein junger Kellner mit kurzem Bart und eventuell osteuropäischem Akzent. Er fragte ob es gepasst hätte, worauf ich auf die versalzene Suppe hinwies. Da schaute er mich nur fragend an ohne Reaktion, vielleicht hat er mich nicht verstanden. Ich wiederholte den Satz und er fragte weshalb ich dieser Meinung war. Eigentlich bräuchte man hier nichts mehr sagen, aber ich erklärte ihm dennoch, dass viele Ost-Asiaten eher wenig stark gesalzene Speisen mögen, diese Suppe war eindeutig eine Überforderung der Geschmacksknospen. Der Kellner meinte er hätte das nicht gewusst und legte noch einen "Spaß" nach: "Aber süß-sauer mögt ihr doch.". Ich verstand diesen Witz nicht, aber wenn er meint das wäre Spaß, na dann, ha...ha.......

Die Weine wurden serviert. Bin kein großer Kenner, möchte hier nur sagen, dass der Kellner nach dem Verkosten den Wein recht grob einschenkte. Es plätscherte im Glas und kleine Tröpfchen sprangen auf den Tischtuch. Bei meinem Rotwein handelte es sich die Flaschenreste, die mit einem Schwung ins Glas geleert wurde, gerade noch ein Achtel. Neuer Weinbrauch?

Der Hauptgang wurde auch vom Herrn "Spaßmacher" serviert. Beim Fisch für meine Frau legte er den Teller auf den Tisch und sagte: "Gebratener Seesaibling.". Also ich bin kein Ichthyologe, aber ist ein Saibling und ein Skrei (ein Kabeljau) nicht was ganz anderes? Ich fragte ihn ob das der Skrei sei. Er wusste auf diese Frage nicht den Antwort und wiederholte noch einmal: "Das ist ein Seesaibling.". "Ja, ist ein Saibling nicht ein Süßwasserfisch, und Skrei ein Meeresfisch? Außerdem haben wir einen Skrei bestellt", erwiderte ich. "Es gibt auch Saiblinge, die leben im Meer.......aber, warten sie kurz, ich schau mal nach", mit diesen Worten ging er in den Barbereich und hielt eine Diskussion mit dem älteren Kellner. Der blondhaarige Kellner sah, dass wir nicht mit dem Essen anfingen und fragte nach ob alles okay sei. "Ihr Kollege hat beim Servieren Seesaibling erwähnt, ist das das Gleiche wie ein Skrei?". Anscheinend hat er mich auch nicht verstanden, wiederholte zweimal: "Ja, Skrei ist ein nicht geschlechtsreifer Kabeljau!". Da kam auch schon der kurzbärtige Mann zurück, umarmte seinen Kollege während er zu mir sprach:"Er kennt sich aus.". Ehrlich, diese Art der Kommunikation ist mir zu blöd.

Der Fisch war nicht besonders groß, im Foto könnt ihr sehen, dass er verhältnismäßig ca. dem Weinglasfuß gleicht. Die Beilagen dazu sind für einen Hauptgang auch eher bescheiden, meine Frau wurde jedenfalls nicht satt. Das Lammfleisch war schön zart, das war auch das Einzige, woran ich mich erinnern kann.

Nach dem Abservieren haben wir gleich bezahlt. Vier Stück Konfekt bekamen wir wortlos auf den Tisch gestellt, weshalb wissen wir nicht. 135,7€ kostete das nicht vergnügliche Vergnügen, Trinkgeld gab es von mir auch nur eingeschränkt. Beim Verlassen gab es auch keinen Gruß, die Mänteln haben wir uns selbst geholt, alle scheinen beschäftigt zu sein.

Fazit: Für zwei Hauben von Gault Millau und eine Empfehlung auf der Wien-Info Webseite, ist für das Gebotene, abgesehen von den Preisen, überhaupt nichts hochwertig. Was mir besonders auffiel waren:

1.) Die Gäste sind hier nicht alle gleichgestellt, man wählt sie wohl bewusst selektiv aus. Egal ob Stammgast, reich aussehend, weißhäutig usw., der Herr Wiesinger war immer vor Ort, hat paar Worte gewechselt und die Bestellung persönlich aufgenommen. Auch wenn man sich nicht sicher wäre, ob wir zwei Schlitzaugen außer ihrer Muttersprache noch was anderes verstehen könnten, wäre es angebracht einmal vorzukommen und einfach "Hello, can I help you?" zu sagen. Das gilt auch für die unbekannte ältere Servicedame im Anzug, die mit ihrer ausgewählten Kundschaft einfach wortlos an uns vorbeigehen wollte. Zwar hat das Restaurant auf meine E-Mail-Bestellung geantwortet, aber servicemäßig war es ganz daneben. Wie schon oben erwähnt, es ist nicht schwer die Gäste eine kleine Freude zu machen, ist nur eine Frage der Wille. Herr Wiesinger sollte sich erinnern, was er auf dieser Website gesagt hat. Link Ich zitiere den Überschrift: "Michael Wiesinger möchte den Wohlfühlfaktor bei Meinl am Graben noch mehr heben und den Fokus ganz auf den Gast richten. Seine Devise: Noch aufmerksamer, noch freundlicher und noch kundenorientierter als bisher!". Pure heiße Luft, jedenfalls für uns.

2.) Das Personal gehört richtig eingeschult. Es gibt hier im Restaurant kein effizientes System. Für so wenig Platz würde ein ordentliches wiener Lokal maximal zwei bis drei Kellner brauchen, um alles zum Laufen zu bringen. Hier waren doppelt so viele Kellner anwesend und niemand fühlte sich zuständig für uns, als wir im Lokal standen. Dafür war man sich wohl nicht einig, wer die Bestellung aufnehmen sollte. Es gehört sich auch nicht den Geschmack der Gäste in Frage zu stellen oder sogar mit ihm zu Diskutieren. Beim Servieren der Gerichte sollte man schon den richtigen Namen merken. Das kann ja bei der aktuellen Karte von fünf Hauptspeisen, wo Seesaibling nicht einmal geschrieben steht, nicht so schwer sein! Die Kommunikation ist auch fragwürdig, wir redeten aneinander vorbei, spreche ich da Chinesisch?

3.) Die Küche ist im Grunde nicht übel. Die lange Wartezeiten sind weniger erfreulich. Außerdem wenn der Service nicht passt, dann schmeckt das Essen nur halb so gut.

Nebenbei arbeite ich als Österreich-Forum-Master auf einer chinesischen Tourismus-Webseite und bewerte auch dort alle österreichischen Lokale, die ich besucht habe. Ich werde allen meinen Landsleuten davor warnen hier essen zu gehen. In Wien gibt es sowieso genug gute Lokale. Das Meinl ist für besondere Anlässe nichts Besonderes und für ein Alltagsessen viel zu teuer.

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Letzter Kommentar von am 1. Feb 2016 um 12:26

@eho, wäre auch richtig gewesen zu gehen! Der Abend war verdorben, habe aber daraus gelernt!

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 1. Mai 2015
Experte
Stammersdorfer
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4Ambiente
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4 Fotos1 Check-In

Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2015, den 21.4., dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise…….. :-) aufwachen Stammersdorfer, du bist beim MEINL AM GRABEN im Ersten Wiener Gemeindebezirk.

Bis zum 30.4. konnte man als Diners Club Mitglied ein 4-gängiges Degustationsmenü inklusive Weinbegleitung um
€ 67,-- statt um € 99,-- pro Person genießen. Voraussetzung ist, dass man bei der Reservierung bereits darauf hinweist UND auch die Rechnung mit der Karte zahlt. Also hat die Lieblingsschwägerin schon vor etwa drei Wochen angerufen und uns einen Tisch für drei organsiert UND sie „kocht“ also zahlt.

Hingekommen sind WIR zu Fuß, die U1 hält am Stephansplatz, U3 ebenso und hat auch eine Station in der Herrngasse. Sehr nahe hin kommt man auch mit den Bussen der Linie 1 und 2A, Graben/Petersplatz.

Aufgrund der Baustelle genau vorm Lokal, ist am Abend der Zutritt derzeit nur über den Seiteneingang in der Naglergasse möglich. Wir durchqueren die Verkaufsflächen des JM, fahren mit dem Lift nach oben, dann……. ist nichts angeschrieben. Ich gehe meinem Instinkt folgend nach links und stehe irgendwann im Lokal. Da ein Schild, bitte warten, sie werden zu ihrem Tisch gebracht. Und wir warten und warten ja und warten, bis dann endlich ein Kellner des Weges kommt und uns zu unserem Platz begleitet, einer im hinteren Bereich. Die Auslastung an diesem Dienstagabend, etwa zu dreiviertel voll.

Das Lokal macht einen gedrückten Eindruck, dunkle Holzvertäfelungen überall, auch die Bar samt den Hochsesseln davor aus dunklem Holz, braune Ledersessel, ein abgelatschter Fischgrätboden, an der Decke silberne Ventilatoren und so grausliche Röhren für den Abzug, dazu gedämpftes Licht. Die Hintergrundmusik für 3h in der Früh, kurz vor dem Einschlafen. Absoluter Lichtblick sind die mit orangenem Velour bezogenen, sehr bequemen Sitzbänke und die mit weißem Holz vertäfelten Sitznischen (für verliebte) mit direktem Blick auf den Graben. Der erste Eindruck war wenig überzeugend ABER wir haben uns dann doch sehr wohl gefühlt.

Das Personal, zwei wichtigere männliche Kellner im Anzug, freundlich, mit Schmäh, gelernt, aufmerksam, die waren absolute Profis ihres Faches und zwei sagen wir Hilfskellner, ein er, mit dem hatten wir nichts zu tun und sie ja sie war zumeist bei uns. Das junge Mädl war fehl am Platz, sie vermittelte den Eindruck, muss ich denn hier arbeiten. Immer derselbe harte Gesichtsausdruck, sehr steifes auftreten, etwas arrogant, aber auch sie hat ihren Beruf sicher gelernt, war korrekt und flott aber kostet der Servicemannschaft den 4er.

Den Abend haben wir mit 3 Glas eines grandiosen Meinls Prosecco begonnen, schon länger keinen derart guten getrunken, mit ordentlich Sprudl und perfekt gekühlt, der Start ist mehr als gelungen.

Das Gedeck (€ 4,50) bestand aus Butter und dem Körberl mit verschiedenem, sehr frischem Brot und Gebäck.

Nun zum „Meinls Diners Club Degustationsmenü“ so stand es auf unserer persönlichen Speisekarte zum mit nach Hause nehmen.

Gang 1, Beef Tartar mit Wachtelei und Pfeffermayonnaise, dazu Toast. Was da kam war wirklich gut, mehrfach faschiert, nahezu perfekt gewürzt, sehr harmonisch und mit leichter Schärfe.
Der Wein dazu ein 2014er Sauvi vom Vorspannhof Mayr aus Droß, nördlich vom Krems / NÖ. Einer der ganz nahe an die von uns so geliebten Steirer herankommt, frisch, fruchtig, nicht viel Säure und mit viel Phantasie ist da auch ein Hauch von Stachelbeere.

Gang 2, Gebratener Wolfsbarsch mit Artischocken-Muschelragout. Der Fisch weiß und fest, die Haut perfekt kross gebraten, das Ragout mit Mies- und Venusmuscheln. Wie das geschmeckt hat kann ich nicht recht beschreiben, es war etwas von einem Sud da, die Artischocken weich gekocht, waren deutlich besser als erwartet, die mag ich normal nicht, die Muscheln einwandfrei. Es hat alles gut zusammen und auch zum Meeresbewohner gepasst.
Die Begleitung kam aus Gols / Burgenland vom Weingut H. u. C. Nittnaus, ein 13er Weißburgunder. Auch sehr fruchtig und harmonisch, auffällig die hell gelbe Farbe, Fisch was willst du mehr.

Gang 3 war der Hammer, Geschmortes Backerl vom Iberico-Schwein, mit einer großen roten Wildgarnele, Mönchsbart und Chorizoöl. Der spanische Portugiese, portugiesische Spanier war super zart und butterweich, leicht durchzogen in einem grandiosen dunklen sämigen Saftl, herrlich. Die Garnele sehr geschmackvoll und das grüne, längliche, sehr dünne, knackige, leicht salzig schmeckende, dürfte dann der Bart des Mönchs gewesen sein. Ja und dann war da noch Bulgur, ein Weizenprodukt, sehr ähnlich Couscous, verfeinert mit dem Öl. Ich weiß zwar nicht wie das gemacht wird, aber das war richtig gut, dazu.
Der Zweigelt dazu war von Kurt Angerer aus Lengenfeld im Kamptal / NÖ. Jahrgang 2011, in Barrique ausgebaut, schwer, dunkelrot, am Gaumen sehr weich, ein sehr intensiver Wein.

Gang 4, auf der Karte stand Cassis Creme Brulee mit Kokosstangerl, da kam einer der Kellner zu uns und meinte das sei der Küche nicht gelungen und daher gibt es dreierlei Schokomousse mit Himbeersorbet. War mir e lieber :-) Es kam eine Tortenschnitte, geschichtet mit hellem, mittlerem und dunklem daher, alle drei cremig weich und ordentlich nach Schokolade schmeckend, aber irgendwas hat gefehlt? Das Sorbet leicht säuerlich, hat aber gepasst.
Begleitet wurden wir von einem gelben Muskateller, aus 2006 vom Weingut Wenzel, Rust, Burgenland. Wie erwartet sehr süß und schwer, ideal zum Schokomousse.

Der Abschluss, klein schwarz und sehr stark, aber leider etwas zu bitter geraten. (€ 2,60)

Vor dem Fußmarsch nach Hause hatten wir noch je ein Glas eines 2012er Pannobile (ZW/BF/SL) von Paul Achs, auch aus Gols. Dunkles rot, sehr fruchtig und weich, einer der noch lange am Gaumen präsent war.

Alles in allem ein sehr netter und kulinarisch erfreulicher Abend, in einem Ambiente wo wir uns im Endeffekt sehr wohl gefühlt haben, mit zwei professionellen Kellnern, wenn da nicht Sie gewesen wäre.

So grandios wie zu den Zeiten von Meister Petz, der aktuell im Gusshaus kocht, ist es im MEINL AM GRABEN aber derzeit nicht.

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am 27. Juni 2014
Hegailer
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5Ambiente
5Service

Also wir sind immer wieder im Meindl Restaurant zu Gast. Und wir haben schon einige "Auf und Ab" erlebt. Unser letzter Besuch Ende Juni 2014 war aber uneingeschränkt erfreulich. Das Ambiente ist sowieso eine erholsame Ausnahme in der "setz möglichst viele Leute pro Fläche" Unsitte der TOP Gastronomie - man hat Raum und der Nachbar ist nicht Teilnehmer der Konversation. Ein ganz großes Lob verdient aktuelle Küche und der Service. Alles was wir gegessen haben war TOP, da gab es nicht Irgendwas auszusetzen. Es war kreativ und im Geschmack und der Qualität ausgezeichnet. Und wir möchten uns sowohl bei der Küche als auch bei den beiden sehr aufmerksamen und charmanten Herren des Service für den tollen Abend bedanken.
Helga Gailer mit Familie (Wien/Villach)

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Kommentar von am 27. Jun 2014 um 12:54

Wäre interessant zu erfahren, was da "TOP" war.

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am 29. Dezember 2012
lupus
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2Speisen
4Ambiente
3Service

Auch ich kann nichts Besseres berichten.

Es sollte das so genannte 1. Haus am Platze sein, was für das Feinkostgeschäft sicher gilt.

Aber ich finde, das Restaurant hat keine 2 Hauben verdient.
Auf die Frage an meine Begleiterin ob sie "Fisch trifft Fleisch"noch mal bestellen würde, war nur ein klares "NEIN, DANKE" zu vernehmen!
Auf der Webseite vom Meinl sind die Online Speisekarten ein wahres Desaster: Sie sind nicht nur veraltet, sondern auch jahreszeitmäßig sehr ungenau und werden zudem viel zu spät aktualisiert.
Die Speisenvariationen sind "minimalistisch" und die Zusammenstellung unflexibel (z.B. sehr viel Fisch und oft Innereien, ungeeignet für Vegetarier, etc.)

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am 24. Jänner 2012
Halifax
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3Speisen
2Ambiente
0Service

Zu einem runden Geburtstag sollte es das sogenannte 1. Haus am Platze sein, was für das Feinkostgeschäft sicher immer noch gilt.
Die Aussicht vom zentalen Fenstertisch war wunderbar, womit leider die positiven Überraschungen schon aufgezählt wären. Die Karte ist übersichtlich, was an sich noch nichts schlechtes ist. Allerdings Ende Januar noch als Vorspeise eine Weihnachtskugel angeboten zu bekommen, schreit nach einer Aktualisierung der Karte.
Auf der Weinkarte wurden u. A. gespritete Weine angeboten. Da uns diese Bezeichnung leider nichts sagte, fragten wir unsere Bedienung. Ratlos verwies sie auf den Sommelier. Dieser, ebenso ratlos, verwies darauf, dass die Karte neu sei und von der "oberen Etage" gestaltet. Nachfragen brächte nichts, da man dort zwar googlen könnte, was aber sinnlos sei, da die Information dann sicher kaum wieder unten ins Restaurant weitergegeben werden würde! Ähnlich desinteressiert war der gesamte Service an diesem Abend, unaufmerksam und schlecht geschult!
Das Essen war insgesamt recht gut, den Preis aber keinesfalls wert. Die Cremepolenta als Beilage war so flüssig, wie die Soße zu den Ochsenbäckchen.
Das Restaurant hätte eine Überholung nötig. Stuhllehnen wackeln und manches wirkt ungepflegt.
Alles in Allem waren wir von dem, was uns geboten wurde, enttäuscht.

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am 6. Jänner 2011
ericz19
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3Speisen
3Ambiente
3Service

Nunja die Eigendefinition "Österreichs erste Adresse für Gourmets" mag ja für das Geschäft gelten, aber das Lokal?

Der Ausblick natürlich prächtig, die Bar und der zentrale Fenstertisch hübsch und geräumig (auch eine Seltenheit inzwischen) und lenken erfreulicherweise vom traurigen Rest ab.
Das Wiener Schnitzel sehr gesund (sprich blutdruckschonend ungesalzen) und was immer da sonst noch im Erdäpfel-Vogerlsalat rumliegt fällt wohl unter "neue Küchenlinie" bei mir aber schlicht durch, da bin ich Traditionalist. Das Tagesgericht "Krosser Spanferkelrücken" dank großzügigem Sossennachschub dann doch gar nicht mehr so trocken und recht fein und wirklich krosser als dem Messer lieb.

Soweit so gut und nach Weihnachten reicht ja auch ein Gang für jeden. Und statt dem Gruss aus der Küche hiintennach ein paar süsse Knabbereien, auch sehr fein.

Was leider den Eindruck irgendwie rouiniert hat war das zwar keineswegs unfreundliche aber sagenhaft unaufmerksame Personal. Vom durchs Lokal Brüllen wollte man dan erziehungsbedingt doch Abstand nehmen und selber in die Küche zu laufen um Getränkenachschub oder Rechnung war mir irgendwie auch unangenehm, also lange in Geduld gefasst. Um die Mäntel wiederzubekommen blieb dann aber eh nichts anderes übrig, weil ewig dumm rumstehen sieht auch sletsam aus.

Zusammnefassung: Von echtem Genuss weit entfernt und daher eindeutig sein Geld nicht wert; in jeder Beziehung beste Kaufhauskantine Österreichs.

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am 21. Oktober 2010
Murti
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-Speisen
-Ambiente
-Service

Schluss mit den Spekulationen: Das Restaurant in der Wiener Innenstadt bleibt, was es ist - mit neuem Chefkoch, "Wohlfühl-Konzept" und produktbezogener Küchenlinie. Der neue Chefkoch, Yurtseven Metin wurde von Joachim Gradwohl selbst empfohlen. Er will in Zukunft eine neue Küchenlinie etablieren, bei der die Produkte – allesamt aus dem "hauseigenen" Warenangebot des Nobel-Supermarktes – im Vordergrund stehen.

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Kommentar von Unregistered am 21. Okt 2010 um 20:53

Ich hab mir das schon länger gedacht. Konnte nicht glauben, dass die das Restaurant auflassen und daraus eine Champagner Bar mache. So lauteten zumindest die Gerüchte.

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am 31. August 2010
MrWicki
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2Speisen
5Ambiente
4Service

seit Gradwohl/Schramek in der Küche nicht am Werken sind ist es auch mit dem Lokal vorbei. Schade!

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Letzter Kommentar von Yvonne am 23. Okt 2010 um 21:48

Lieber MrWicki! Ich weiß zwar nicht wo du normalerweise Essen gehst aber anscheinend hast du leider überhaupt keine Ahnung von einem Hervorragenden Restaurant + Küchenchef. Der Küchenchef ist einer der Besten in ganz Österreich. Er war , wie ich gelesen Habe viele Jahre im Königsbacher in der Walfischgasse Küchenchef und gilt als einer der aufstrebenden Männer in Wien was die feine Küche angeht. Sorry aber deinem Kommentar kann ich überhaupt nichts abgewinnen

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am 11. März 2008
lankwaifong
15
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5Speisen
5Ambiente
5Service

Eines der besten Lokale das ich je besucht habe. Ausgezeichnete Qualität beim Essen, aufmerksames Service troz ausgebuchten Lokals bei nettem Ausblick auf die Kärntnerstrasse.
Basierend auf der einen Nachspeise die Teil des 5 Gang Menüs waren, wären die Desserts verbesserungswürdig.
Einzig negativ ist der recht hohe Preis und der Anblick von Karl-Heinz im Lokal.

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Letzter Kommentar von am 24. Mär 2010 um 16:37

Das restaurant im Meinl am Graben läuft mit Ende April aus und wird mittlefristig durch etwas anderes ersetzt. Ohne Joachim Gradwohl, was unter anderem finanzielle Gründe hat. Gradwohl hört übrigens bereits vor Ostern auf slebst in der Küche tätig zu sein - wird wohl Resturlaub aufbrauchen - und greift dort nur noch einmal, für das Weltweinfestival 2010 zum Kochlöffel. siehe auch 'Gerüchteküche' auf www.Life-style.at Link

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am 2. März 2008
markus
15
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4Speisen
4Ambiente
4Service

so solls sein. Alles fein. beste foie gras Variationen in Wien...

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am 1. März 2008
simone
47
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6
5Speisen
5Ambiente
5Service

Sensationelles Essen, erstklassiger Wein, sehr aufmerksames Service, rundum eines der besten Lokale in Wien. Empfehle das 4-Gang Menü mit Weinbegleitung. Blick auf die Kärntnerstrasse.

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Erst-Tester

Bewertet am 01.03.2008

Master

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