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Di, 29. November 2022
In der Umgebung

Kleeblatt

St. Veiter Ring 31, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
Küche: Internationale Küche
Lokaltyp: Restaurant
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Kräutercremesuppe - Kleeblatt - Klagenfurt am WörtherseeGoldhirse-Gemüserisotto mit Salatgarnitur - Kleeblatt - Klagenfurt am WörtherseeZwetschkenkuchen mit oder ohne Schlagobers - Kleeblatt - Klagenfurt am Wörthersee
Gemüsecremesuppe - Kleeblatt - Klagenfurt am WörtherseeZwetschkenknödel mit Apfelmus - Kleeblatt - Klagenfurt am WörtherseeKleeblatt - Klagenfurt am Wörthersee13 Fotos

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am 13. März 2012|Update 22. Aug 2012
amarone1977
Experte
SpeisenAmbienteService
Nach einem langwierigen Arzttermin inklusive komplett leerem Magen war es an der Zeit, irgendetwas zu essen. Zum Frühstücken war es längst zu spät, also vielleicht ein feines Mittagessen zuhause? Dafür war aber die Zeit nicht mehr da – also mal schnell die Gelegenheit am Schopf gepackt. So...Mehr anzeigenNach einem langwierigen Arzttermin inklusive komplett leerem Magen war es an der Zeit, irgendetwas zu essen.

Zum Frühstücken war es längst zu spät, also vielleicht ein feines Mittagessen zuhause? Dafür war aber die Zeit nicht mehr da – also mal schnell die Gelegenheit am Schopf gepackt.

So manches hatte ich schon über das „Kleeblatt“ gehört, das so unscheinbar gegenüber des großen Einkaufszentrums City Arkaden liegt. Bio und Trennkost sollte es dort geben, ein Lokal, das für die schwierige Lokal-Landschaft Klagenfurt eine wahre Herausforderung sein muss.

Aber ich sollte mich täuschen – im positiven Sinne. Das von 11 bis 18 Uhr durchgehend aufkochende Lokal erfreute sich gegen 13 Uhr regem Besuch verschiedenster Charaktere, vom eleganten Ehepaar über zwei Businessmen, einem jungen, alternativen Pärchen und so manchem älteren Herren, der schnell mal ein Mittagsmenü (an diesem Tag: Getreidesuppe und Polenta mit Gemüse und Salat zu 8,90) bestellte. Einige dürften bereits Stammgäste sein.

Das Interieur im Altbau am Rande der Altstadt wirkt ein bisschen „selbst gemacht“, aber nicht ungemütlich. Die schlichte, alternativ wirkende Einrichtung erfüllt ihren Zweck.
Das Service ist ordentlich, unaufdringlich, aber hat auch ordentlich mit dem regen Kommen und Gehen zu tun. Eine unangenehme Geräuschkulisse entsteht dadurch aber beileibe nicht.

Die Speisekarte (Bild) ist ein einfaches Blatt Papier – und setzt damit den Purismus der Einrichtung und des Tischschmucks geradlinig fort. Wozu auch immer und überall mit schweren Dekogeschützen auffahren, wenn es doch – gerade hier – um einfaches, wirklich gutes Essen geht. Und genau das bekam ich dann auch serviert.

Da ich ja gerade von einem Gesunden-Untersuchungs-Termin kam, blieb ich gleich mal beim Thema und probierte das Essig-Honig-Wasser, so zu sagen als Aperitiv. Ich hatte richtig gelesen:
Apfelessig, verdünnt mit Wasser, mit Honig gesüßt. Angeblich der Radikalkiller schlechthin und dank der positiven Eigenschaften vom Essig ein wahrer Lebensverlängerer und Arterienputzer. Ganz was Neues für mich, werd ich aber nach diesem Glas (1,60 - sehr fair!) auch mal zuhause selber mixen.

Hühnerbrust im Kürbiskernmantel und Blattsalat. Auf den Erdäpfel-Vogerlsalat verzichtete ich, da ich ja besonders heikel mit in Essig ertränktem Gemüse bin. Der klein geschnittene Blattsalat kam mit einer phänomenalen süß-sauren Marinade daher, angenehm mit Kräutern abgeschmeckt.
Das hauchzarte Hühnerbrüstl machte in der wunderbar crossen Paniere eine sehr gute Figur, fernab von ölgetränkten, panierten Wettexfetzen.
Da war kein verdächtiger Frittergestank, da war ein Aufstoßen, Genuss vom Anfang bis zum Ende.
Dabei war die Portion wie die von anderen Gästen mehr als großzügig dimensioniert.

Sträusel-Zwetschkenkuchen: auch ordentlich dimensioniert, ein wenig „hoch“ und ein bisschen trocken, aber nicht zu sehr. Der Vollkornteig ist zwar bröselig, aber trotzdem nussig-gschmackig, so wie Vollkorn-Kuchenteig sein soll.
Kaffee dazu: gut, wenn auch ein bisschen großzügig verlängert.

Aus Neugierde ließ ich mir noch eine Kletzennudel mit Apfelmus bringen. Hausgemacht, also nicht wie in vielen Lokalen vom regionalen TK-Zulieferer. Schön gummig-bissfester Teig, edle fruchtig-karamellige Fülle. Wunderbar.

Wer nicht weiß, was Kletzennudeln sind: große Teigtaschen mit Topfen-Dörrbirnen-Fülle, so zu sagen eine süße Version der hierzulande typischen Kärntner Nudeln (die sind wiederum mit Kartoffeln, Topfen und Minze gefüllt).
Süß auch deswegen, weil nebst zerlassener Butter auch ein wenig Zimt und Zucker hinzukommt.

Preisumfang für das Gebotene: gut 20 Euro, gut angelegtes Geld für wirklich gutes Essen, einfach, aber konsequent „wie daham“ gekocht. Das Hühnerbrüstel war nahezu perfekt, der Kuchen ein bisserl trocken aber ordentlich, die Kletzennudel wiederum hat mich wahrlich nicht enttäuscht.

Hierher komm ich sicher wieder, allein wie in Gesellschaft, Reservieren schadet nicht, das merkte ich an den Reservierungstaferln auf fast allen Tischen im Lokal.

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Update 22.8.:
Schnelles Mittagessen zu zweit. Draußen ist alles voll, drinnen ist immer nur ein Tisch frei. Das Vollwert-Trennkost-Mittagsrestaurant erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Zu Recht.

Menü: Gemüsecremesuppe und Zwetschkenknödel (gute 9 Euro).

Suppe: angenehm gewürzt, ein paar Stücke Karfiol, recht weich, aber Suppe mundet beiden wirklich gut.

Zwetschkenknödel: eindeutig Dinkel-Kartoffelteig, das bestätigt auch der eilige, schrullig-freundliche Kellner.
Ich mag zwar Topfenteig lieber, aber das hier ist ehrliche Naturkost, kein Grund zum Klagen. Nicht übersüßt, vielleicht hat ein bisserl Zimt gefehlt.
Enorme Portion, drei Riesenknödel gehen nie weg, aber meine gertenschlanke Veggie-Sportskanone gegenüber haut ordentlich rein.

Das Apfelmus ist hausgemacht, also nicht aus dem großen Glas. Auch das schmeckt man sofort.

Zum Trinken: wie schon letztes Mal das gesunde Essig-Honig-Wasser, vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber erfrischend und gut.

Wieder ein lohnender Besuch!
Kräutercremesuppe - Kleeblatt - Klagenfurt am WörtherseeGoldhirse-Gemüserisotto mit Salatgarnitur - Kleeblatt - Klagenfurt am WörtherseeZwetschkenkuchen mit oder ohne Schlagobers - Kleeblatt - Klagenfurt am Wörthersee
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1 Kommentar
wallypree

Apfel-Zwetschgenstrudel und eine Tasse Malzkaffee um 16 h nach einem Einkaufsbummel durch die City-Arkaden genossen und mir vorgekommen wie zuhause bei Mama. Niemand kann so guten Studel machen wie sie. Jetzt weiß ich, im Kleeblatt ist er genauso gut und ich muss auch nicht die Schuhe ausziehen!!!

25. Sep 2013, 10:08·Gefällt mir1
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