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Sa, 20. Juli 2024

HUTH da moritz, Wien - Bewertung

am 30. August 2017
SpeisenAmbienteService
Bisher noch nie im huth da moritz gewesen, nutzten mein Freund und ich die Restaurantwoche, um das Lokal kennenzulernen. Da zu einem guten Abendessen auch ein paar Spritzer gehören, erfolgte die Anreise zum Schwarzenbergplatz mit der Bim, und einem daran anschließenden kleinen Fußweg zum Restaurant. Wir hatten für 20.00 reserviert. Beim da Moritz angekommen, steuerten wir einen Kellner an. Dieser verwies uns gleich an den Chef des Hauses, der uns fragte, ob wir draußen oder drinnen sitzen wollten. Wir entschieden uns für den Schanigarten, der, nachdem wir unseren Platz eingenommen hatten, ausgelastet schien.

Der Chef des Hauses, ich nehme an, der Besitzer der Huth Restaurants (von denen es ja mehrere gibt - für näheres sei auf die Hp verwiesen), legte uns die Menükarte der Restaurantwoche an den Tisch. Dort konnten wir uns noch einmal einen Überblick über jeden Gang verschaffen. Außerdem galt es, beim Hauptgang und der Nachspeise auszuwählen, was an Hand der Karte leichter sein sollte. Der Chef legte uns auch die reguläre Speisekarte hin -" für Getränkewünsche".


Wir erhielten als ersten Gang eine Antipastiplatte. Sehr schön angerichtet, bestand sie aus Beef Tartar, Burrata, Vitello Tonnato, Risottobällchen und Grissini mit Prosciutto. Dazu wurde Pizzabrot gereicht. Letzteres war knusprig und mit Rosmarin bestreut, schmeckte uns gut. Vom Beef Tartar war ich sehr angetan. Meine stetige Abneigung dieser Speise gegenüber stzte sich einerseits aus der Vorstellung von "rohem Faschiertem" und zwei Kostproben zusammen. Als ich mit der Gabel zuerst ein klein wenig aufnahm, musste ich feststellen, dass ich meine festgefrorene Meinung von nun an vollkommen vergessen musste. Auch mein Gegenüber (ebenfalls kein Beef Tartar Fan), teilte meine Meinung - für uns das beste unseres ersten Ganges. Die Kugel Burrata war leider nicht so mein Fall. Es war mir irgendwie zu wässrig/milchig. Meinem Mittester allerdings schmeckte es. Das Vitello Tonnato fand ich gut, aber jetzt nicht anders als in anderen (italienischen) Restaurants. Neu für mich waren die Risottobällchen; die mich im Geschmack wirklich überraschten.

Eigentlich schon satt, folgte nun die Hauptspeise. Wir entschieden wir uns für das Entrecote mit Pommes und Grillgemüse. 1x medium und 1x medium well. Ich wählte medium und fand es perfekt getroffen. Es war sehr saftig und vollkommen rosa. Der Geschmack, den der Holzkohlegrill dem Fleisch verlieh, war hier sehr intensiv. Meinem Gegenüber zu intensiv, mir schmeckte es. Auch bereute er die Garstufe, die er im Nachhinein doch lieber "Medium" gewählt hätte. Das Grillgemüse (in diesem Fall Gott sei Dank kleine Portion) war der Hoffnung entsprechend nicht ölig, ebenfalls vom Holzkohlengrill, schmeckte. Die Pommes frites schafften wir leider nicht mehr. Ein Test, der mit der Bewertung "Durchschnitt" ausfiel, musste aber dennoch sein.

Der Schokokuchen mit flüssigem Kern, der vermutlich erst ins Rohr musste, gönnte uns eine 20 minütige Pause. Dazu wurde Espressoeis mit Krokant gereicht, das ich wirklich sehr gut fand. Ob des kräftigen Kaffeegeschmacks fiel die Bewertung meiner Begleitung als Kaffeeverweigerer leider negativ aus. Den Schokuchen selbst fanden wir okay. Die 7,80, mit denen er in der regulären Speisekarte angeschrieben war, hätten wir ihn nicht für wert empfunden. Wir waren aber wohl auch schon etwas zu satt.

Die Bedienung war den ganzen Abend über vorhanden, freundlich und zuvorkommend. Einzig etwas zu voreilig beim Abräumen waren sie, die Huth´s. Das Besteck für eine kurze Pause beiseite gelegt, hätte man dasselbe sogleich schon gern mitgenommen. Aber gut, schlimmer ist es, wenn Geschirr trotz beendeter Mahlzeit nicht abgeräumt wird. Sehr nett fanden wir auch die Betreuung durch den Chef, der uns nicht nur empfing, sondern auch zwischendurch immer wieder an unseren Tisch kam, um nach unserer Zufriedenheit zu fragen.

Fazit: Für uns war es zu viel, was aber bei Buchung des Menüs bereits erwartet hatten. Wegen des Preises von 29,50 pro Person hatten wir dies aber von vornherein in Kauf genommen - besser zu viel, als zu wenig ;). .. ob der Vorspeisen und eventuell des Steaks bzw. auch einer anderen Speise wird uns das Huth da Moritz sicher wieder sehen.
Menü Restaurantwoche Aug/Sept 2017 - HUTH da moritz - WienFlüssiger Schokoladekuchen mit Espresso-Krokant Eis - HUTH da moritz - WienAntipasti "da Moritz" - HUTH da moritz - Wien
Hilfreich6Gefällt mir4Kommentieren
2 Kommentare
Naschkatze1

Danke. Ist ausgebessert

30. Aug 2017, 23:15Gefällt mir1
cmling

"Auch bereute er seine Garstufe, die er doch lieber medium well gewählt hätte." Hat er doch.

30. Aug 2017, 22:38Gefällt mir
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