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Mo, 11. Dezember 2023
In der Umgebung

Gregors Konditorei

Schönbrunner Straße 42, 1050 Wien
Küche: Snacks, Brötchen, Eis
Lokaltyp: Konditorei, Bäckerei, Café, Eissalon, Kaffeehaus
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Gregors - Rechnung - Gregors Konditorei - WienGregors - Konditorei - Gregors Konditorei - WienGregors - Kleines Frühstück (EUR 3,80) - Gregors Konditorei - Wien28 Fotos

Bewertungen

uc0gr
Experte
am 9. Juni 2014
SpeisenAmbienteService
Was soll man schon großartig über eine Konditorei berichten? Mitnichten! „Gregors Konditorei“ ist nicht einfach eine Konditorei, die Mehlspeisen im „Industrieverfahren“ am Fließband herstellt, wo jeden Tag die gleiche Torte immer gleich schmecken muss. Schmeckt jeden Tag das Ei von ein und dersel...Mehr anzeigenWas soll man schon großartig über eine Konditorei berichten? Mitnichten! „Gregors Konditorei“ ist nicht einfach eine Konditorei, die Mehlspeisen im „Industrieverfahren“ am Fließband herstellt, wo jeden Tag die gleiche Torte immer gleich schmecken muss. Schmeckt jeden Tag das Ei von ein und derselben Henne immer gleich? Sicher nicht.

Der Lokalinhaber, Gregor Lemmerer, hat sein Handwerk von der berühmten „Pieke“ auf gelernt und meisterlich vollendet – der Meisterbrief an der Wand beweist aber lediglich eine „nichtssagende“ Meisterprüfung, die erfolgreich abgelegt wurde. Die Kunstwerke jedoch, die hier in Handarbeit mit besten Zutaten hergestellt werden, die zeugen von einer Liebe zum Beruf, einer Liebe zum Detail und einer Hingabe zu besten, hochwertigsten Produkten bis hin zu einer echten Berufung – das ist nicht mehr lediglich nur ein Beruf. Pathetisch ausgedrückt? Möglich, aber die Patisserie ist eine meiner Steckenpferde, und ich habe höchste Hochachtung vor diesen „Zucker-Künstlern“ an der Spitze der Gastronomie. Ich hasse eigentlich Lokalvergleiche, aber derartige Hingabe und Kunst zum Genuss und zu Speisen habe ich bisher nur in der „M-Lounge“ erlebt. Das ist für mich persönlich „Food-Art“, nicht mehr aber auch nicht weniger.

Das Lokal liegt an der Schönbrunner Straße fast schon bei der Pilgramgasse, daher ist natürlich der straßenseitige Gastgarten nicht unbedingt lauschig, geschweige denn ruhig. Eine große Markise über die ganze Breite des Gastgartens lässt diesen bei Sonnenschein perfekt beschatten. Grundsätzlich wird in der „Gregors Konditorei“ eine gute Mischung aus Eigenkreationen, modernen Neuinterpretationen und traditionell typischen und ursprünglichen Mehlspeisen angeboten. Dass hier alle Torten und Kuchen hausgemacht sind, ist obligat zu erwähnen, der Skeptiker kann sich aber davon über die von der Straße einsehbare Backstube jederzeit überzeugen. Bei „Gregors Konditorei“ wird noch alles vor Ort und händisch gefertigt. Besonders interessant für Beobachter ist der Montag, da hat die Konditorei „Ruhetag“, der aber für ganztägiges Backen genutzt wird. Ergänzend sei zu erwähnen, dass man versucht, wo immer es auch geht, hochwertige Rohstoffe bis hin zur BIO-Qualität (BIO-Eier, BIO-Milch,…) zu verwenden.

Das Lokal ist eher einfach und zweckmäßig eingerichtet, aber absolut nicht unsympathisch, weil es irgendwie etwas von einem legeren Studentenlokal hat. Lediglich das Muster des Fliesenbodens finde ich absolut unattraktiv und unpassend. Tritt man in das Lokal ein, so befindet man sich unmittelbar vor der „Vitrine der großen Versuchungen“ – bunt, attraktiv und sehr appetitlich sehen alle ausgestellten und frischen Mehlspeisen aus. Bei manchen Kunstwerken blutet einem das Herz, diese einfach zu verspeisen, aber dafür hat Gregor sie ja gemacht. Die Auswahl ist für einen Familienbetrieb gigantisch groß – wie beschrieben, keine maschinell-industrielle Produktion!

Gleich neben der Mehlspeisenvitrine zeigt Gregor, dass er auch hausgemachtes Eis produziert. Neben den klassischen Sorten gibt es auch immer wieder kreative und ausgefallene Eissorten, wie derzeit das „Joghurt-Basilikum-Eis“ oder auch einmal ein „Limetteneis mit Koriander“.

Die beste Tochter von allen und ich kehrten wieder einmal zum gemütlichen Frühstück bei „Gregors Konditorei“ ein. Angeboten werden einige „fertige“ Frühstücksvariationen, jedoch kann man sich natürlich auch jegliches Frühstück selbst zusammenstellen - was immer man will, aber naturgemäß etwas teurer.

Was mir bereits ab dem ersten Besuch auffiel war, dass man zwar grundsätzlich eine ausreichende, aber im Vergleich zum Kuchen- & Tortenangebot relativ kleine Gebäckauswahl hat. Aber auch das Gebäck wird hier frisch und vor Ort produziert.

Wir hatten zweimal das „Kleines Frühstück“ (EUR 3,80), bestehend aus einer Semmel, einem Croissant, Marmelade und Butter. Dass die Marillenmarmelade hausgemacht mit schönen Fruchtstückchen war, ist wohl redundant zu erwähnen. Sie war, ebenso wie das hausgefertigte Gebäck, großartig. SEHR GUT!

Der extra bestellte Kaffée, Getränke sind beim Frühstück nicht dabei, in Form eines „Espresso Doppio“ (EUR 3,60) war hervorragend. Immerhin trank ich an diesem Tag gleich drei davon! „Gregors Kaffée“ ist eine eigens für das Haus nach Mailänder Art gerösteter, feinster Hochland-Arabica-Kaffée aus dem Hause Heissenberger. AUSGEZEICHNET!

Der „Naturtrübe Apfelsaft mit Leitungswasser“, man hat übrigens hier eine recht große Auswahl an Natur-Fruchtsäften, um EUR 2,80 mundete der besten Tochter von allen ausgezeichnet. Wasser wird hier nicht extra verrechnet. AUSGEZEICHNET!

Einmal das „Rührei aus drei Eiern mit Speck“ (5,90): sagt doch bitte „Eierspeise“ dazu, es würde so viel besser zu „Gregors Konditorei“ passen. Die Eierspeise war schlichtweg TOP, irrsinnig flaumig souffliert vollendet mit herzhaftem und g’schmackigen Speck sowie viel frischem Schnittlauch. Selbst die Gemüsegarnitur konnte einem erfreuen – ein glattes AUSGEZEICHNET. Ich wüsste nicht, was man an einer klassischen Eierspeise, also ohne Obers, noch besser machen könnte – die Eier hatten ebenfalls TOP-Qualität.

Einmal die „Schokoladentorte aus zweierlei Schokolade mit Karamell“ (EUR 3,70): einfach nur großartig und tief nach hochwertiger Schokolade schmeckend. Ein wunderbares Karamell begleitete den Schokoladen-Genuss, der eben nicht nur einfach süß war.

Probiert haben wir schlussendlich auch noch das hausgemachte Eis, je eine Kugel „Maracuja“ und „Vanille“ (EUR 3,00) – sehr fruchtig bzw. nach hochwertiger Vanille schmeckend - tadellos.

Für die Speisen gebe ich gerne ein gutes SEHR GUT, die Höchstnote wurde nur deshalb von mir nicht vergeben, weil es recht wenige Frühstücksvariationen und relativ wenig Gebäckauswahl gibt. Das Gebotene wäre nämlich durchaus ausgezeichnet.

Für das Ambiente gebe ich gerne ein GUT, die Sanitäranlagen und der Fliesenboden konnten jedoch nicht wirklich überzeugen.

Dem Service hätte ich persönlich gerne ein Sehr Gut gegeben, da man aber diverse Diskrepanzen lieber für den Gast mithörend austragen musste, gibt es leider nur ein GUT. Für Streitereien geht man nach hinten ins „Kammerl“! Der Chef jedoch, Gregor Lemmerer, ist nicht nur sehr freundlich sondern auch immer wieder präsent.

Fazit: ein weiteres Kleinod unserer liebenswerten Wiener Stadt und besonders von Margareten, dessen Einwohner mit zwei derartigen Konditoreien gesegnet sind, wo noch alles hausgemacht wird. Hier lebt man sieben Tage die Woche für die Patisserie und das schmeckt man – Kompliment für diese Leistung und natürlich auch für die frische und tolle Qualität. Man bietet überdies noch ein recht großes Teesortiment aus dem Hause Heissenberger sowie ein paar frisch zubereitete Snacks wie zum Beispiel Schinken-Käse-Toast, Laugenstangerl mit Tomaten & Mozzarella oder Sacherwürstel an. Beim Fruchteis setzt man auf laktosefreie Zubereitung. Erwartungsgemäß fertigt Gregor auf Bestellung im Prinzip jegliche Torte, wenn es sein soll, auch mit persönlich entworfenem Design. Hoffentlich bleibt uns so ein Geschäft, abseits der industriellen Massenfertigung und dem Einheitsgeschmack der Konditorei-Ketten, noch ewig erhalten. Da es immer wieder Stimmen gibt, die meinen, es wäre hier teuer. Nur ein kleiner Rat: kauft die Zutaten, nein nicht beim Discounter, sondern hochwertige Qualität, fertigt dann diese Kuchen und Torten und kalkuliert dann samt Energie- und Nebenkosten (Service, Abwasch,…) wie hoch der Verkaufspreis wäre. Die Arbeitszeit kann man sowieso nicht mit einkalkulieren – das bezahlt einem kein Gast – noch immer teuer? Alle Produkte sind in der „Gregors Konditorei“ wahrhaft fair und nachvollziehbar kalkuliert – manche Speisen, wie das „Kleine Frühstück“ um EUR 3,80 sogar tatsächlich sehr günstig. Wir kommen natürlich immer wieder, und ich empfehle das Lokal unbedingt!
Gregors - Visitenkarte - Gregors Konditorei - WienGregors - Visitenkarte - Gregors Konditorei - WienGregors - Rechnung - Gregors Konditorei - Wien
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1 Kommentar

Pike.

21. Feb 2018, 15:46·Gefällt mir
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