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Do, 23. Mai 2024

Gasthaus zum fröhlichen Arbeiter

(1)
Quergasse 98, 7143 Apetlon
Küche: Österreichische Küche, Pannonisch
Lokaltyp: Gasthaus
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Gasthaus zum fröhlichen Arbeiter

Speisen
Ambiente
Service
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Gesamtwertung

43
1 Bewertung fürGasthaus zum fröhlichen Arbeiter
Speisen
40
Ambiente
40
Service
50

Bewertungen

Experte
am 3. Juni 2019
SpeisenAmbienteService
Jetzt sind wir schon kleine Profis, was die Seewinkel-Gastronomie anlangt. Für heute wurde uns dringend der "Fröhliche Arbeiter" in Apetlon empfohlen. Und zwar von Einheimischen, von deren Wertung wir uns leiten lassen. Schnell noch nachgelesen, ja, Gault Millau empfiehlt, vom Falstaff 2 Gaberl...Mehr anzeigenJetzt sind wir schon kleine Profis, was die Seewinkel-Gastronomie anlangt. Für heute wurde uns dringend der "Fröhliche Arbeiter" in Apetlon empfohlen. Und zwar von Einheimischen, von deren Wertung wir uns leiten lassen.
Schnell noch nachgelesen, ja, Gault Millau empfiehlt, vom Falstaff 2 Gaberln und auch Genuss-Wirt ist der "Arbeiter", also nichts wie hin.

Das Schild zum Gastgarten weist uns, vorbei an Fahrrädern, den Weg zum Gastgarten: Eine Weinlaube, Steinfliesen, hinten noch eine Laube. Ja, hier kann man gut sitzen.
Mein Blick fällt über die Dächer auf den Storch im Nest, Junge dabei und zwischendurch klappert der Adebar unwirsch. Hübsch, schon lange nicht gehört.

Reserviert haben wir nicht, aber um 18.30 sind kaum Gäste anwesend und der sehr freundliche ungarische Kellner empfiehlt uns einen netten Tisch.
Eingedeckt mit Stoffservietten und blauen Wassergläsern, daneben Blümchen und Salz-Pfeffer-Streuer-Massenware.

Alles geht sehr rasch. Wir nehmen Campari-Soda, zum Selbermischen bitte. Das haben wir uns angewöhnt, weil allzu oft rosarote Campari-Desaster serviert werden.
Für den jungen Kellner ist es das erstemal, sodass er uns ein Achterl Campari bringt, daneben ein Kännchen Soda. Auch gut.

Auf ausdrückliche Bestellung gibt es Gedeck: Gesalzene Butter, Mangalitza-Lardo, sauer eingelegte Grün-Spargel-Stücke. Dazu knuspriges Baguette (! praise the lord, nach den Erfahrungen die wir bereits bezüglich Brot gemacht haben....;-)) Pro Person 2,80. Das finde ich durchaus selbstbewusst, wie überhaupt die Preisgestaltung an der oberen Grenze sich ansiedelt.

Die Speisekarte ist übersichtlich und sehr fleischlastig.
Gestern gab es Fisch, so dass ich heute durchaus Lust auf
- sautierte Kalbsleber mit Speck und Reis habe € 17,20

Der liebe Begleiter wählt Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffel €18,60

Dazu trinken wir Pinot Blanc Leithaberg DAC vom Prieler, ausgebaut im Barrique, 4 Jahre alt, € 23--
Das ist das Schöne in der Region, dass man ausgezeichnete Weine zu absolut annehmbaren Preisen trinken kann.

Wir sind, die Leithaberg-Weine kennen wir, begeistert.

Die Kalbsleber stellt sich dar als 2 grössere Stück Leber, obenauf gebratener Speck und mehrere Jungzwiebel geröstet, daneben Reis.
Sie schmeckt gut, ist zart, ein wohlschmeckendes Safterl dazu, alles in Ordnung. Im Gesamten finde ich, sie lässt ein bisschen Raffinesse vermissen.

- 4

Der Zwiebelrostbraten ist, so meint der liebe Ehemann, einer der Besten der letzten Zeit: Zart, medium, gut gewürzt, guter Saft, obenauf hausgemachte Röstzwiebel und daneben die Erdäpfel. Von Braterdäpfeln kann natürlich nicht die Rede sein. Es sind, wie so oft, die unglückseligen frittierten Bratkartoffel.

Gibt es eigentlich irgendwo noch echte, richtige Bratkartoffel?Bitte mir mitteilen, ich fang schon an zu laufen...;))

Der Rostbraten ist das Entscheidende, deshalb
- 4

Der rasch noch bestellte Blattsalat ist eine Enttäuschung: Eiskalt, die Eisbergsalat-Blätter ein bisschen braun, viel zu süss mariniert. Offenbar vorbereitet, im Kühlschrank aufbewahrt € 3,50

Die ganze Zeit werden wir unaufdringlich aufmerksam umsorgt von den 2 jungen Männern, ein Augenaufschlag reicht, und schon ist Jemand am Tisch. Sehr angenehm.
Im Lauf des Abends füllt sich der Gastgarten, auch mit Einheimischen, und das an einem Montagabend: Ein gutes Zeichen.

Fazit: Wirklich sehr gutes Essen, eine riesige, interessante Weinkarte, ein hübscher Garten, gutes Service - jederzeit werden wir wiederkommen.
Gasthaus zum fröhlichen Arbeiter - ApetlonGasthaus zum fröhlichen Arbeiter - ApetlonGasthaus zum fröhlichen Arbeiter - Apetlon
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am 1. November 2015
SpeisenAmbienteService
Ein Radausflug durch das herbstliche Burgenland und ein Besuch der örtlichen, idyllischen Kellergassen führt uns nach Apetlon und in das Gasthaus zum fröhlichen Arbeiter. AMBIENTE 30 Wir wünschen im Nichtraucher-Teil des Lokals zu sitzen und werden in den hinteren Abschnitt des Lokals geführt...Mehr anzeigenEin Radausflug durch das herbstliche Burgenland und ein Besuch der örtlichen, idyllischen Kellergassen führt uns nach Apetlon und in das Gasthaus zum fröhlichen Arbeiter.

AMBIENTE 30
Wir wünschen im Nichtraucher-Teil des Lokals zu sitzen und werden in den hinteren Abschnitt des Lokals geführt. Sogleich müssen wir feststellen, daß dort die Räumlichkeiten zwar ausgesprochen groß, aber nicht wirklich gemütlich sind. Riesige verglaste Türen, kahle Wände und großflächig verfliester Boden prägen das Bild. Hier und da wird zwar versucht, mit einer kleinen Kommode, einer kleinen, bunten Stehlampe, einem Ficus und einem schmalen Streifen Teppich ein bißchen Gemütlichkeit ins Ambiente zu bringen. Aber für die Größe des Raumes ist das einfach zu dürftig. Es wirkt einfach sehr kühl.
Der Raucherbereich wird durch den vorderen Teil des Lokals gebildet. Dort scheint es ein wenig gemütlicher zu sein - aber muß ich wirklich Raucher sein, um es gemütlich zu haben ? Der Vollständigkeit halber ist noch zu erwähnen, daß die WC-Räumlichkeiten geräumig, modern, sauber und gepflegt sind.

SERVICE 40
Das Service ist aufmerksam, sehr korrekt und freundlich und dennoch unaufdringlich. Genau so, wie ich es mir erwarte.

SPEISEN 40
Die Speisekarte (zu finden auf Link) ist klein, aber fein.
Eingangs bestellen wir Wildcreme-Suppe (4.50.- EUR). Sie wird in einem attraktiv geformten Teller gebracht, enthält kleine, weiche Stückchen von Wild-Fleisch, einen flaumigen Knödel, etwas Gemüse sowie origineller Weise eine Zitronenscheibe. Alles zusammen: Die gut aufeinander abgestimmten Bestandteile der Suppe ergeben geschmacklich ein hervorragendes Ergebnis.

Ganslzeit ist. Auch für uns. Wir bestellen uns jeweils eine ¼ Gans mit Rotkraut und Serviettenknödel. Am ersten Blick ist zu sehen, daß die Portion üppig und in ihren Bestandteilen mengenmässig ausgewogen ist. Aber nicht nur die Portionsgröße und die Art des Anrichtens überzeugt, sondern auch der Geschmack:
Die Gans ist ganz zart und weich, der Serviettenknödel flaumig, das Rotkraut geschmacklich unaufregend aber ebenfalls weich. Die paar Preiselbeeren, die in einem mitservierten Apfel ruhen, sind mir persönlich etwas zu wenig. Aber das liegt wohl daran, daß ich so ein Preiselbeer-Fan bin. ;-)
Unaufgefordert wird ein Zusatzteller zur Knochenablage gebracht – ein weiteres Plus fürs Service.

FAZIT:
Am Ambiente im großen Saal könnte man noch arbeiten. Aber die Speisenqualität und das Service paßt sehr gut. Die Preise (1/4 Gans: 18-. EUR, Wienerschnitzel (Schwein) 10.- EUR) etwas gehoben, aber insgesamt im Preis-/Leistungsverhältnis dennoch stimmig. Klare Empfehlung.
1/4 Gans mit Rotkraut und Serviettenknödel - Gasthaus zum fröhlichen Arbeiter - Apetlon
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