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Franz Börger BarFranz Börger BarFranz Börger Bar
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Franz Börger Bar Info
Features
Gastgarten, Schanigarten
Ambiente
Urig
Preislage
Mittel
Kreditkarten
Keine Info
Eröffnungsjahr
2014
Öffnungszeiten
Mo
09:30-19:00
Di
09:30-19:00
Mi
09:30-19:00
Do
09:30-19:00
Fr
09:30-19:00
Sa
09:30-18:00
So
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bluesky73
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Franz Börger Bar

Sackstraße 7 - 13
8010 Graz
Steiermark
Küche: Steirisch
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof, Bar, Café
Tel: 0316 870 3084
Lokal teilen:

1 Bewertung für: Franz Börger Bar

Rating Verteilung
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 22. September 2014
Experte
bluesky73
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3Service
10 Fotos1 Check-In
Gelistet in: Burger in Graz

Das sonnige Wetter motiviert uns diesen Samstag zu einem kleinen Spaziergang, der uns auf den Grazer Schlossberg führt. Wenig überraschend hat halb Graz dieselbe Idee und in Kombination mit den Touristen führt das zu einer mehr als ausgelasteten, dort ansässigen Gastronomie. Von Oben fällt uns allerdings die murseitige Kastner-Terrasse ins Auge, die als Ziel für eine kleine Rast auserkoren wird.

Das Lokal findet sich im obersten Stock vom Sporthaus und ist auch nur über dieses zu betreten – demnach an dessen Öffnungszeiten gebunden. Bis vor Kurzem war Almhütte das Motto, nun hat man sich Burgern verschrieben und nennt sich auch kreativ Franz Börger Bar.

Die Einrichtung ist großteils unverändert geblieben, im Inneren besteht nach wie vor ein kleinerer Gastrobereich mit rustikalen Holztischen, der sehr leger vom Shopbereich getrennt ist und die Bar/Theke in Form einer Almhütte. Unser Ziel ist natürlich der Freibereich mit seinem sehr schönen Rundblick. Nach draußen geht’s über zwei Stufen nach oben und schon kann man ihn genießen, den sehenswerten Ausblick auf Kunsthaus, Schlossberg und Mur.
Rechts neben dem Ausgang findet sich die Freiküche, links eine kleine Plattform mit rund vier Tischen. Wir suchen uns einen Platz, der teilweise von einem der beiden Sonnensegel beschattet ist. Am schon etwas verwitterten, recht kleinen Tisch finden sich neben dem Aschenbecher ein Aufsteller mit der Getränkekarte und die Speisekarte, die etwas kompliziert über die Kombinationsmöglichkeiten der Gerichte Auskunft gibt.

Bei vielen Speisen wird auf die Regionalität hingewiesen, die Namensgebung (Piperl- Kürbis-Börger, …) ist Geschmackssache. Viele Tische sind besetzt, die Mehrzahl der Gäste beschränkt sich auf Kaffee oder andere Getränke, nur wenige Essen etwas.

Das Service bestehend aus zwei Damen ist ganz gut beschäftigt, nach einigen Minuten werden auch wir nach unseren Wünschen gefragt. Nach kurzer Abklärung, ob wir die in der Karte dargestellten Kombinationen wohl richtig verstanden haben, entscheiden wir uns für jeweils eine davon, bestehend aus Burger, Beilage und Getränk.

Es ist ein reges Kommen und Gehen – einige machen nur ein Paar Schnappschüsse, andere bleiben um kurz in der Sonne zu rasten und etwas zu konsumieren. Gute fünf Minuten nach der Bestellung kommen unsere Getränke.

"Holundersaftl" – Sodawasser mit Holundersirup (Einzelpreis Euro 2,20). Der Trinkhalm hat aufgrund der Kohlensäure starke Fluchttendenzen und bleibt leider nicht dort wo er bleiben soll. Auf meine erste Kostprobe folgt eine zweite, aber auch bei der ist kein Holundergeschmack erkennbar. Immerhin ist das Getränk erfrischend.

Den "naturtrüben Apfelsaft" – vom Schlögl im Paradeishof (Einzelpreis Euro 2,20) wünschen wir uns mit Leitungswasser auf 0,5 Liter. Geschmacklich ist er gut, und im Gegensatz zum Holundersaft auch eindeutig als Apfelsaft erkennbar.

Wir können den Koch bei seiner Arbeit beobachten, die nach guten zehn Minuten abgeschlossen ist. Kurz bevor die bestellten Gerichte serviert werden, bekommen wir einen lustig gestalteten Holzeimer mit dem Besteck, der gleichzeitig die Menage beinhaltet.
"Filet" Börger - Filetsteak vom Schirnhofer, gebratene Ofenkartoffelscheiben, Steirer Dip, Salat, Tomatenscheiben (Euro 7,90). Aufgetürmt liegt er da, der "Börger", die obere Bun-Hälfte lässig seitlich angelegt und den Blick freigebend auf die Bestandteile. Das Fleisch scheint ganz gut angebraten, dürfte aber doch weit unter 100 Gramm liegen. Geschmacklich ist es gut, aufgrund der geringen Dicke ist es natürlich auch ganz durch und schon etwas trocken.
Dass es trocken ist, kann man dem Weckerl nicht nachsagen, nein es ist eher staubtrocken. Diesmal war es noch das kleinste Problem, dass die Schnittflächen nicht angeröstet worden sind, man fragt sich wirklich, was man sich dabei denkt, so ein Brötchen zu servieren. Die Ofenkartoffelscheiben sind geschmacklich ok, auch wenn ich sie mir nicht IN einem Burger wünsche. Tomate und Salat sind unauffällig, die untere Brötchenhälfte ist mit einer Sauce bestrichen, die als Steirer-Dip beschrieben ist – geschmacklich Ketchup mit Kürbiskernbröseln.
Unter dem ganzen Konstrukt liegt ein Blatt Papier, das einer Zeitung nachempfunden ist – wohl mit der Aufgabe, den Burger am Wegrutschen zu hindern. Leider saugt sich das Papier recht schnell an und löst sich in unappetitliche Fetzerln auf.

Bei meinem "Piperl-Kürbis-Börger" - Gegrilltes Hühnerfilet vom Geflügel Draxler, in Kürbiskernpesto gegrillte Würfel vom Hokkaido, Salat, Tomatenscheibe (Euro 7,20) zeigen sich die gleichen Begleiterscheinungen. Das Fleisch ist nur in homöopathischer Dosis vorhanden, die Kürbiswürferln schauen lustig aus, sind aber von zweierlei Sorten und eine ist weich, die andere hat noch sehr viel Biß. Beim Gedanken an das trocken bröselige Weckerl bekomme ich jetzt noch ein reflexartiges Durstgefühl.

"Gemüse Pommes frites" - Pommes Frites aus Karotten und Pastinaken, Steirer Dip (Euro 2,90). Serviert wird in einem Porzellanbecher, offen bleibt, warum die Stücke so klein gehäckselt worden sind. Die Beilage ist recht gehaltvoll und bringt ausreichend Frittieröl mit. Der Steirerdip wurde bereits beim Börger beschrieben.

"Steirer Caesar Salad Veggi" - gemischte Blattsalate, Kernöl-Caesar Dressing, Schwarzbrotcroutons (Euro 3,50). Optisch ist das Gericht ganz nett angerichtet, aber geschmacklich wenig einfallsreich. Die Schwarzbrotwürfel sind so hart, dass man sie erst in der Marinade ein wenig anweichen lassen muss, um sie essen zu können. Gesamtheitlich gesehen ist der Salat allerdings ein unerlässlicher Feuchtigkeitsspender für den Burger.

Die Frage, ob wir noch eine Nachspeise möchten, lehnen wir denkend ab. Wir signalisieren unseren Wunsch zu bezahlen, die Rechnung wurde schon in Form eines Kassazettels kurz nach der Bestellaufnahme am Tisch deponiert. Auch wenn die Summe knappe 23 Euro beträgt – angesichts der mehr als schwachen Küchenleistung erscheint die Hälfte als angemessen.

Zum Fazit: Die Aussicht auf der Terrasse ist wirklich wunderbar. Der Hüttencharakter ist lieb gemeint, ich zweifle allerdings, dass man heutzutage jemanden damit noch irgendwie beeindrucken kann. Das Service war ok, hat teilweise einen etwas überforderten Eindruck erweckt. Die von uns gegessenen Speisen möchten wir einfach nur möglichst schnell wieder aus dem Gedächtnis streichen.
Vielleicht sollte man bei all der überschäumenden Kreativität und dem durchaus unterstützenswerten Ansatz, regionale Produkte zu verarbeiten doch mal in sich gehen und checken, welches Produkt am Ende rauskommt. So wie es sich uns dargestellt hat, kann sogar die beste Aussicht das Desaster am Teller nicht wettmachen.

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Letzter Kommentar von am 22. Sep 2014 um 21:03

Betroffene natürlich groß!

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Bewertet am 22.09.2014
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