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Gerstners Landhaus - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 29. November 2015
purplex
24
1
9
3Speisen
4Ambiente
4Service

Zum Ganslessen verschlug es uns relativ spontan in den 19. Bezirk, eine Tischreservierung am selben Tag war unkompliziert zu bekommen. Der Erstkontakt somit freundlich, dies sollte sich auch im Verlauf des weiteren Abends fortsetzen.

Wir sind mit dem Auto angereist, Parkplätze sind spärlich vor der Einfahrt vorhanden oder man weicht auf die umliegenden Straßen aus.
Um ins Lokal zu gelangen geht es zuerst durch einen sehr schönen Innenhof mit Kies und vielen Pflanzen, hübsch dekoriert also im Sommer auch sicher nett zum draußen sitzen. Dann geht es durch eine sehr wohnliche, gemütliche und schicke Lounge in den/einen Speiseraum (ich hatte den Eindruck, dass es mehrere gab aber kann mich auch täuschen).

Unsere Servicedame begrüßte uns freundlich, gab uns die Karten und fragte gleich nach Aperitiv- und sonstigen Getränkewünschen. Nach kurzer Zeit brachte sie den Prosecco, wir hatten uns in der Zwischenzeit schon entschieden: einerseits sollte es das Ganslmenü werden (man konnte aus 3 verschiedenen Vorspeisen und Nachspeisen wählen, Hauptgang war logischerweise die Gans), andererseits eine Frittatensuppe und ein Wiener vom Kalb.
Prosecco und Getränke waren von guter Qualität, gut gekühlt und der rote Traubensaft gespritzt sehr gut und erfrischend mit angenehmer Süße.

Nach kurzer Zeit kamen die Vorspeisen, eine solide Frittatensuppe mit hausgemachten Frittaten, und eine absolut vorzügliche, sämige Köstlichkeit von Gansleinmachsuppe, perfekt gewürzt und einfach ein Traum. Serviert wurden die Suppen in einem Krug der in den Suppenteller mit der Einlage gegossen wurde, ein netter Gag. Der erste Gang war somit gelungen, und wir freuten uns auf die Hauptspeise.

Die kam, das Gansl ansprechend angerichtet in einem Tongeschirr mit Rotkraut, Erdäpfelknödel und Saft bereits alles in einem zum selber entnehmen. Das Schnitzel ganz unspektakulär auf einem Teller mit Petersilerdäpfeln. So, nun zum weniger erfreulichen: die Gans war, so sehr es mir leid tut weil der Rest uns so wunderbar gefiel, staubtrocken und steinhart. Wahrlich kein Genuss. Die Beilagen hingegen waren gut abgeschmeckt und von solider Qualität, aber die Gans war einfach dreimal tot und ungenießbar. Ich ließ das meiste davon stehen und erwähnte dies der eigentlich netten Servicedame gegenüber auch, es kam aber nicht wirklich ein Lösungsvorschlag oder dergleichen, ich denke nicht der erste Gast gewesen zu sein der die Gans an dem Abend reklamiert hatte, und hatte auch keine Lust da eine große Szene zu machen da ich an dem Abend milde gestimmt war (was mich im Nachhinein ein wenig ärgert, aber da bin ich selber schuld).

Wie dem auch sei, das Schnitzel war gut, eher dick (was ich persönlich nicht so mag) und vereinzelte Flachsen waren auch zu finden. Die Beilagenerdäpfel waren in Ordnung, aber nicht aufregend.

So blieb uns noch die Freude auf die Nachspeise, und diese war wiederum sehr gut. Bratapfel gefüllt mit Nüssen und Vanillesauce sowie einem Topfenstrudel. Nichts zu kritisieren, hat uns gut geschmeckt. Der Bratapfel war nicht zu weich und hatte noch ein wenig Biss. Der Topfenstrudel hat der Begleitung auch geschmeckt, ich fand ihn auch gut aber nicht spektakulär.

Die Rechnung kam prompt und nach deren Begleichung verließen wir gesättigt, aber teilweise unbefriedigt - die Gans :(((- dieses wirklich sehr hübsche Lokal, in dem das Ambiente nett, gemütlich und gleichzeitig etwas gehobener ist, die Küche an sich auch nicht schlecht aber an manchen Sachen bzw Speisen noch gehörig Luft nach oben ist.

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Kommentare (3)

am 30. November 2015 um 07:06

Die zwei Ganseln, die ich heuer gegessen habe (Hauerkuchl und Zum Schwammerl) waren trotz Spontanentschluss gut. In beiden Fällen war die Speise auf Tafeln vor dem Lokal angeschrieben.

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Experte
92
38
am 30. November 2015 um 06:45

Gänse werden auch oft einfach gekocht und vor dem Servieren in den Salamander gestellt, damit die Haut halbwegs knusprig wird. Jedes große Lokal hat da so seine Tricks. Darum sollte man Gans nur nach Vorbestellung im Lokal seines Vertrauens schnabulieren.

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Experte
33
15
am 30. November 2015 um 00:05

Danke für die schöne anschauliche Kritik, ABER: wenn man ein Gansl nicht mindestens am Vortag bestellt, kann man nur mit Glück ein frischgebratenes erwarten. Lokale, die auf die Schnelle eine Gans herbeizaubern können, müssen diese zwangsläufig warmhalten, wiederaufbraten und dem Geschmackstod der Verdorrens ausliefern...

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0
2
Gerstners Landhaus
Himmelstraße 16
1190 Wien
Speisen
Ambiente
Service
37
40
43
6 Bewertungen
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