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rosnovskyundco - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 17. Oktober 2015
Experte
Stammersdorfer
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5Speisen
5Ambiente
5Service
19 Fotos3 Check-Ins

Überaus schwierig nach einer so treffenden Bewertung von adn1966 vom 9.9.15 noch viel über das ROSNOVSKYUNDCO zu schreiben.

Ein Gasthaus gibt es an der Stelle bereits seit 1823 steht auf der Visitenkarte und den Namen des Lokals hat der Betreiber aus einem Film über einen Einwanderer nach Amerika, der Protagonist hieß Rosnovsky, Zitat HP.

Es liegt am Rande des 8ten, am Eck Buchfeldgasse mit der Schmidgasse, ein sehr schöner und vor allem auch ruhiger Teil des Bezirks, nahe dem Rathaus.

Schuld daran, warum der Besuche gerade jetzt erfolgt, war die Wien Wahl. Man sieht von unserem Wahllokal genau zum Wirten. Am Montag drauf telefonisch einen Tisch reserviert und am Mittwoch den 14.10. abends auch schon dort gewesen. Warum nicht schon früher haben wir uns an dem Abend nicht nur einmal gefragt.

Die Anreise erfolgte zu Fuß, ganz in der Nähe ist die U2 Station Rathaus.

Wir waren an dem Abend (leider) sehr lange die einzigen Gäste, später waren es dann noch weiter 6. Das Lokal bietet 50 Personen Platz. Dass hier nicht geraucht wird, sei nur am Rande erwähnt.

Das Ambiente sehr gemütlich und gepflegt, siehe die Vorbewertung. Wir hatten unseren Platz im vorderen Teil des Lokals, mit Blick auf die Schank. Ein altes Wirtshaus, mit leicht frankophilem Einschlag? Was uns besonders positiv aufgefallen ist, war die Hintergrundmusik, von time to say goodbye, über nessun dorma von Pavarotti, bis hin zu Musik von Edith Piaf. Das einzig vollkommen überflüssige sind die Seidenblumen auf der Bar.

Der Kellner des Abends, sehr freundlich flott und aufmerksam, es wird nachgefragt, er hat Schmäh und ist natürlich. Wir hatten auch genug Zeit um aus den Köstlichkeiten in Ruhe auszuwählen. Professionelles Service auf sehr hohem Niveau. Bravo!

Der Aperitif war Riessecco, ein Schaumwein von der Rieslingtraube, er hatte eine leichte Süße, nicht zu viele Perln und eine schöne gelbe Farbe, ein himmlischer Auftakt zu dem was da noch folgen sollte.
Das Flascherl zum Essen war ein 2014er Sauvi "Classique" vom Skoff aus Gamlitz in der Südsteiermark. Ein ganz ein typischer für die Region, mit diesem genialen Stachelbeergeruch und -geschmack. Frucht ohne Ende, ein perfekter Speisenbegleiter.
Zur Nachspeise (die war der Hammer!) hatten wir einen Cabernet Sauvignon vom Scheiblhofer aus Andau im Burgenland. Ein sehr weicher und harmonischer Wein, mit tief roter Farbe, einer der sehr lange am Gaumen blieb.
Und was sehr erfreulich war, die können auch den kleinen schwarzen sehr starken von Hausbrandt ganz ausgezeichnet.
Wiener Hochquelle gibt’s natürlich zu all dem dazu, ohne zu cashen.

Was gab es zu essen? Zum einen waren da die Chili Garnelen mit Avocado und geröstetem Knoblauchbaguette für meine liebe Frau, ich hatte eine Leberknödelsuppe.
Es kam eine kräftige Rindssuppe mit viel frischem Schnittlauch und einem großen selbst gemachten Knödel, das ganz ausgezeichnet nach Leber geschmeckt hat.
Die angebratenen Garnelen waren herrlich, mit einem sehr feinen, nicht zu scharfem Chili Geschmack, das Ganze in einer Art Sauce mit Knoblauch. Die Avocado hat damit sehr gut harmoniert. Das Weißbrot ordentlich angeröstet, auch da viel Knoblauch. Es war ein Traum!

Und wenn du glaubst besser geht’s nicht mehr, dann kommt von irgendwo ein Zwiebelrostbraten daher. Ich entschied mich für die Kuttln auf Italienisch, mit Polenta.
Das Fleisch war ein Rostbraten, von idealer Stärke und es ist auf der Zunge zergangen, sowas von weich und zart wie schon sehr lange nicht mehr. Die Röstzwiebel sehr gelungen und mehr als ausreichend, auch die Braterdäpfeln haben voll überzeugt, die waren knusprig und ja sie können auch nach etwas schmecken. Nicht zu vergessen das Fächergurkerl. Wenn es etwas auszusetzen gab, dann war es der Saft, nicht geschmacklich, da war er grenzgenial, die Menge war es :-)
Meine „Trippa“ haben auch voll überzeugt, die waren ebenfalls sehr weich, mit Gmias dazwischen, in einem herzhaften, paprizierten und perfekt gewürzten Saftl. Darüber war gschmackiger Käse gerieben und etwas Kresse. Die ordentlich angebratene Polenta war auch da :-) Daneben fand sich eine Schale aus Käse mit drei köstlichen Kapernbeeren.

Steigerung ausgeschlossen? NEIN! Die Powidltascherln standen nicht auf der Karte, die waren eine Empfehlung des Kellners. Der Traum einer Nachspeise, sowas von weich und flaumig wie nie zuvor gegessen. Der Powidl nicht zu viel, leicht süß und das Gemisch aus Zimt Zucker und Brösln einfach nur genial. Hammer!

Essen genial, Ambiente sehr gemütlich, Service perfekt. Wir haben sehr gerne 115,-- Euro mit Trinkgeld gezahlt und sind höchst zufrieden nach Hause gegangen.

Empfehlung JA und ums mit Arnie zu halten „I’ll be back“ :-))

A ja und ENDLICH meine zweite 5/5/5 Bewertung!

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Kommentare (3)

am 17. Oktober 2015 um 15:52

Hast natürlich vollkommen recht magic, ist schon ausgebessert.

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am 17. Oktober 2015 um 15:19

Station Rathaus = U2.

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am 17. Oktober 2015 um 02:10

Nicht, daß dies wichtig wäre, aber ich kenne das Lokal seit 1968. Damals ein richtiges Grindbeisl, wo man vormittags Arbeiter bei der Einstimmung auf (oder der Erholung von) ihrer Tätigkeit erleben konnte. (So habe ich bisweilen Post im abgekürzten Verfahren bekommen.) Grauenhaft - und doch eine Erinnerung, die mir lieb ist. (Ich wohnte auf 18.)

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rosnovskyundco
Buchfeldgasse 10
1080 Wien
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