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DSTRIKT - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 8. Februar 2015
Experte
Alphawoelfin
88
16
20
5Speisen
5Ambiente
5Service

Nachdem wir nach unserem äusserst gelungenen D-Bar-Abend die Speisekarte des Dstrikt studierten, war es jetzt endlich soweit.
Zwei Tage zuvor den Tisch reserviert, am Fenster bitte, kamen wir in froher Erwartung der lukullischen Genüsse im Ritz Carlton an.
Erst ein Aperitivo in der Bar und dann rüber in das Restaurant.
Sofort wurden wir von einem höflichen, jungen, deutschen Mann empfangen und unserer Mäntel entsorgt.
An den Fenstertisch geführt und mit der "Klemmbrett-Speisekarte" versorgt.
Das Lokal ist um die frühe Stunde nur halbvoll. Einige russische Familien mit Kindern speisen bereits.

Auf der Speisekarte sind die unterschiedlichen Fleisch"regionen" des Rindes aufgezeichnet.
Mir als Beinahe-Fleisch-Verweigerin ist schon ein bisschen mulmig bei dem Gedanken, jetzt ein Steak zu bestellen. Aber die Neugier wird siegen.

Alle zwei Minuten kommt der junge Mann an den Tisch, um nach unseren Wünschen zu fragen.

Als Vorspeise wähle ich Ceviche von der Jakobsmuschel (16,--) und der liebe Begleiter entscheidet sich für gebackenen Kalmar (14,--).
Zwischenzeitlich bestellen wir Riesling vom Weingut Wess, Krems (46,--).
Ein ausgezeichneter Wein, wenngleich wir das Weingut nicht kennen. Er braucht sich jedoch vor den grossen Kollegen nicht zu verstecken. Zuvor lässt uns der Kellner einige Weissweine verkosten, damit wir eine Entscheidung fällen können.

Unsere Vorspeisen werden serviert.
Die Ceviche ist eine irgendwie plattgemachte Jakobsmuschel (man verzeihe mir den Vergleich), auf Rucola ruhend, umgeben von Avocadostückchen und mit Kren mariniert. Es schmeckt so hervorragend wie es sich liest.

Die Kalmar-Ringe sind ganz frisch herausgebacken und werden mit hausgemachter Sauce Tartare serviert.
Eine ziemlich grosse Portion, fast zuviel vor der geplanten Hauptspeise.
In Wien habe ich überhaupt noch nie Kalmare in dieser Qualität gegessen, auf Samos findet man sie manchmal.

So, jetzt geht es also um das Fleisch. Alle Steaks sind "dry aged", was mir zuerst etwas Sorge bereitet. 28 Tage gereift, Schimmel? Na, danke.
Der Kellner klärt mich auf, dass - im Unterschied zu den USA - in Europa das Fleisch bei nicht mehr als 3 Grad Celsius reift, und keinen Schimmel ansetzt. Aha. Hört sich schon besser an.
Ich entscheide mich für das kleinste Beef-Filet (28,--), welches sich später als Lady Filet 180 g, auf der Rechnung wiederfindet. Dazu nehme ich Kartoffelpüree (3,--) und cremigen Spinat (3,--).

Während des Wartens werden wir vom Kellner umsorgt, er bringt Mineralwasser (6,--), schenkt uns Wein nach.

Draussen schneit es, die Leute stapfen dick eingemümmelt vorbei, es ist sehr gemütlich hier drinnen.


Nach etwa 30 Minuten werden unsere Hauptspeisen serviert.
Die Steaks werden begleitet von einer gebratenen Knoblauchknolle.
In hübschen, kleinen gusseisernen Töpfchen werden die Beilagen serviert. Extra haben wir beide auch noch Pfeffersauce (2,--) bestellt.

Der Kellner kommt zuvor mit einer Holzkiste, in welcher sich viele verschiedene Messer aneinanderreihen und lässt uns Messer wählen.
Ich entscheide mich für Porsche. Mein liebes Gegenüber wählt ein Anderes - und prompt schneidet es nicht gscheit. Es wird aber sofort umgetauscht in das "deutsche" Messer..

Mein Steak ist, wie gewünscht, medium gebraten.
Auch ich kann beurteilen, dass es perfekt ist: Zart, rose, von ganz aussergewöhnlichem Geschmack. Wunderbar.

Aber noch viel besser schmecken mir meine Beilagen: Das Kartoffelpüree könnte nicht perfekter sein. Flaumig, mit Butter, unglaublich köstlich. Und erst der Cremespinat!
Das gegrillte Gemüse des lieben Gegenübers ist zart gebraten, knackig, etwas mediterran.

Nach der Hälfte wandert mein Steak auf die andere Tischseite und ich widme mich nur noch den Beilagen.

Wir haben noch etwas Platz und überlegen, was wohl als Dessert angebracht wäre. Käse vom Pöhl oder doch Sorbet?

Nachdem uns der Kellner sagt, dass heute frisches Himbeersorbet zubereitet wurde, schlagen wir natürlich zu.
Die 6 Kugerl, Mandel, Zimt, Himbeere, Zitrone, werden auf einer Platte serviert, garniert mit Physalis (10,--).
Ein glänzender Abschluss.

Wir haben es genossen, im Dstrikt. Ausgezeichnetes Service, ein schönes Lokal, schöner Tisch am Fenster, ausgezeichnetes Essen.
Jederzeit wieder, wenngleich nicht wöchentlich.
Die Rechnung beträgt mit Trinkgeld 175,--.

Selbstverständlich gibt es als Abschluss einen Drink an der D-Bar...

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Kommentare (3)

am 9. Februar 2015 um 07:26

adn: Lokal selbst ist komplett Nichtraucher, man kann aber zwischendurch in die wenige Schritte entfernte Bar gehen und dort auch ohne zusätzlicher Konsumation eine Zigarette genießen :-)

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Experte
107
33
am 8. Februar 2015 um 21:38

klingt nach gutem Steakgenuss, schöne Bewertung. Gibt's einen Raucherbereich?

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Experte
80
48
am 8. Februar 2015 um 17:08

@magic: Es war ja nur ganz wenig Kren, einfach für die Note.

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Experte
88
16
DSTRIKT
Schubertring 5-7
1010 Wien
Ritz Carlton Vienna
Speisen
Ambiente
Service
47
45
48
16 Bewertungen
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