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Wirtshaus Pierergut - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 11. Juli 2013
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amarone1977
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4Speisen
5Ambiente
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8 Fotos1 Check-In

Premiere: amarone meets Frau und Herr aldebaran.

Aflenz Kurort. Luftkurort, um genau zu sein. 21% Sauerstoff auch hier, doch wohl durch die sonnige Höhenlage eher zum befreit Durchatmen geeignet als die von mutigen Politikern niedergebutterte Grazer „Umweltzone“. Schließlich will man ja den Aflenzern nicht auch noch die saubere Luft streitig machen. Wie rücksichtsvoll.

Von Aflenz geht’s geradewegs rauf auf die Bürgeralm, Auto empfohlen. Nicht weil’s zu Fuß zu lang wäre, wer aber zu Fuß oder gar mit dem Bike die ockerfarbene Schotterstraße raufhechelt, darf den Staubtunnel der Autos kennenlernen. Da können nicht einmal die Grazer Feinstaubwerte mithalten. Sandsturm Hilfsausdruck, würde Wolf Haas wohl sagen.

Nach vielleicht einem Kilometer eine Serpentine, der Asphalt hat mich wieder – die Sonne zeigt ihr bestes Gesicht, und das 700 Jahre alte (!) denkmalgeschützte Pierergut sonnt sich in genialer Hanglage.

Viel dunkles Holz außen, noch ganz kleine Fenster, innen schöne Gewölbe und kleine Stuben, mit Durchgängen, die so niedrig sind, dass sich sogar Zwerge wie ich den Schädel anhauen. Essen auf eigene Gefahr!

Wunderschön die Holztische, serienmäßig mit Fußablage. Gemütlicher geht’s kaum, draußen genießt man Almhüttenfeeling und eine feine Aussicht runter ins Tal.

Die Wirte: Christina und Hannes Srb, die auch die Feinbäckerei unten im Dorf betreiben. Herr Wirt ist also Bäckermeister – unübersehbar, seine Oberarme scheinen jedem Teigfladen das Fürchten zu lehren, doch die beiden Tausendsassa beweisen mit ihren beiden Standbeinen viel Feingefühl.

Die Küche grüßt mit Schwammerln: Eierschwammerl gibt’s tatsächlich schon, wenn auch die kleinen, dafür aber umso würzigeren und knackigeren - genau, das sind die, die beim Beißen so schön knirschen.
Das feuchte Wetter taugt also nicht nur den Gelsen.

Vogerlsalat, Kernöl, Eierschwammerl, kleine Tomatenwürfel – ohne schlatzige Kerne. Ich verziehe kurz das Gesicht: Kartoffeln – doch halt, sie sind nicht kalt und durch den Essig matschig gemacht, sondern noch warm.
Welch seltene Wohltat. Dazu ein Grissino mit Prosciutto umwickelt.

Erdäpfel-Schwammerlsuppe. Püriert, mit kleinen, angerösteten Eierschwammerln garniert. Bin zwar eher der Verfechter von würfeligen Kartoffeln und ebensolchen Pilzen in der Suppe, doch die wird mit jedem Löffel besser.
Lind gewürzt, Kräuter ja, aber nicht zu viel, doch eher auf der kartoffeligen Seite, schmackhaft allemal, schon gar kein „Schlagobers-Schwindler“.

Wildgulasch mit Knödel: heute bereits ausreichend abgelegen - das Hirschkalb.
Das Fleisch ist dadurch so zart, wie es sein muss und viele seiner Artgenossen es nie sein werden. Erstaunlich aber: schmeckt außergewöhnlich „zivilisiert“, fast schon ein Rindfleisch, fernab von dunkelbraun-violett-zirrhotischen Interpretationen seiner Art.
Wichtig: unnötiges Sauergemüse (grün-braunes Fächertrümmerl, Pfefferoni) wird umgehend entfernt.

Der Serviettenknödel in mehreren Scheiben, außen gut angebraten, innen sehr zart, leicht würzig, wohl aus der eigenen Brotwerkstatt, kein Zweifel.

Hüben wie drüben frisch zubereitete Speisen. Rumpsteak hier, Pfandl dort, kaum zu bewältigende Portionen. Aber die aldebarans sind wackere Esser, da bleibt kein Auge trocken.

Nachspeise? Nach der Portion kaum zu packen. Meine Gastgeber ordern die Kardinalschnitte. Tatsächlich ein Dessert, hat nichts mit Ratzingers Mitarbeiterstab im Altöttinger Mesnerhaus zu tun.

Biskuit, ein gewaltiger Flöz Kaffeecreme, oben drauf eine Lage Tiefschnee in Form eines Baisers – nicht zu sehr „angebrannt“ wie so oft, dadurch auch ausreichend zart.
Immerhin aber weiß ich jetzt, warum ich das zuhause nie bekommen habe: Eischnee ist halt doch nicht so meins, wird es auch nie werden.

Ich bleibe also beim Digestif – ein passabler Espresso und ein „Birn“ von Gölles – nicht vom Zerstäuberflaschenessig-Gölles, sondern von einem kleinen, unbekannten, aber umso besseren Namensvetter.

Wein? Sehr steirisch angehaucht, auch bei den Roten, der typisch „grüne“ Zweigelt aus Gamlitz ist aber ordentlich saftig und angenehm zu trinken.

Fazit: beispiellos schöne Aussicht, ein geschichtsträchtiges Baujuwel Marke „Roseggers Schihütte“ und zwei Wirtsleute, denen gutes Essen in die Wiege gelegt wurde – und dies auch weitergeben: Sohn Thomas ist Küchenchef!
Nächstes Mal wieder, Auto parken, wandern, zurückkommen, einkehren, essen, Sonne sowie Sonnengereiftes und Vergorenes (rot, weiß oder doch blond) genießen und entspannen.

Frau und Herr aldebaran – es hat mich sehr gefreut!

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Kommentare (21)

am 16. Juli 2013 um 15:52

magic: nö, mein "Schatten" passt eher in den "Cage aux Trolles" ;-)

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am 16. Juli 2013 um 14:16

:-) La Cage aux Folles - passt doch.

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amarone1977 am 16. Juli 2013 um 13:27

Ich gebs zu, ich bin ein Narr :-)

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amarone1977
Kein Tester
am 16. Juli 2013 um 12:15

Lilith: so einen trolligen Stalker kann nicht jeder sein Eigen nennen ;-))))

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Lilith am 16. Juli 2013 um 11:35

@aldebaran
'Schatten' ist gut; Narren wäre noch besser ...

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Lilith
Kein Tester
am 16. Juli 2013 um 11:33

aldebaran: ach lass ihn doch machen, er bestätigt mich doch nur, das kapiert er zwar nicht, aber das ist schon in Ordnung so... ;-)

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TightropeWalker am 16. Juli 2013 um 11:32

unbrained:
Ich glaube amarone1977 braucht die Reibung, braucht diese maulenden und denunzierenden Trolle, sonst hätte er euch doch schon längst links liegen gelassen.

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TightropeWalker
Kein Tester
amarone am 15. Juli 2013 um 18:12

amarone deine argumente waren beeindruckend :-)

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amarone
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am 15. Juli 2013 um 17:11

Unbrained: welche Argumente hast du, die ich nicht schon widerlegt habe? ;-)

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Unregistered am 15. Juli 2013 um 16:41

Wenn es keine Argumente mehr gibt, versucht es amarone mit kraftausdrücken!

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Unregistered
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am 15. Juli 2013 um 15:46

@Unregistered am 15.07.2013 um 13:21
Ich glaube, dass es nur sehr wenige Leute gibt, die den wahren Amarone kennen – und auch die Wirtsleute selbst tappen da im Dunkeln …

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2
am 15. Juli 2013 um 15:33

Unregistered: was soll man mit hirnbefreiten Unregistrierten wie dir nur machen?

Zur denkbar einfachen Erklärung, die eigentlich aus dem Bericht und spätestens aus den Kommentaren klar und deutlich hervorgehen müsste: es gibt hier auf ReTe.at auch User, die sich in Lokalen verabreden.
Als mein persönlicher Stalker solltest du das eigentlich schon längst wissen, ist nämlich nicht das erste Treffen dieser Art.

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Unregistered am 15. Juli 2013 um 15:06

ad amarone1977 am 15.07.2013 um 14:28 amarone1977
Unreg, 13:21: vielleicht würden die Wirte das ja versuchen, wenn sie mich „enttarnen“ würden ;-)

aldebaran am 12.07.2013 um 13:19
@amarone1977
Wir danken Dir, dass Du unsere Einladung zum Pierergut angenommen hast.

Kein Kommentar :-)

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Unregistered
Kein Tester
am 15. Juli 2013 um 14:28

Unreg, 13:21: vielleicht würden die Wirte das ja versuchen, wenn sie mich „enttarnen“ würden ;-)

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Unregistered am 15. Juli 2013 um 13:58

Bekommst DU für deine gehässigen Kommentare Geld?

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Unregistered
Kein Tester
Unregistered am 15. Juli 2013 um 13:21

amarone bist du bei deinen bewertungen durch wirtsleute bestechlich .-) ?

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Unregistered
Kein Tester
am 13. Juli 2013 um 12:52

Condor: Ja, da kommen sie herausgekrochen aus ihren Löchern, sitzen vor dem Fenster und nagen am Fensterkitt...
Was ich aldebaran zu sagen habe, sage ich ihm vor allem persönlich. Wenn du dich ausgeschlossen fühlst, dann klär das bitte mit dir selbst und lass das Forum hier in Ruhe.

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Condor am 13. Juli 2013 um 10:59

aldebaran:
Dass der mit Auszeichnungen gekrönte Amarone für das Treffen mit Dir und für Deine Lobeshymnen über seine Person keine anderen Worte gefunden hat als ‚Liebe Leute, zu viel Ehre! Vielen Dank es war mir ein Volksfest :)‘, ist doch für die ihm nachgesagte Intelligenz ein Widerspruch – oder gar eine Verarsche! – Findest Du nicht auch?

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Condor
Kein Tester
am 12. Juli 2013 um 16:16

Liebe Leute, zuviel der Ehre! Vielen Dank, es war mir ein Volksfest :)

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am 11. Juli 2013 um 20:12

I concur. Gäbe es ein dickes Buch "The Amarone Book of Restaurant Reviews", ich würd's kaufen.

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48
am 11. Juli 2013 um 20:07

@amarone1977
Ich sehe, Du bist nicht nur ein Gourmet und ein Sir – Du bist auch ein Poet! Der gute alte Peter Rosegger hätte einen Narren an Dir gefressen …

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Wirtshaus Pierergut
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