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Sasso D'Oro - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 10. September 2012
Experte
amarone1977
315
75
30
2Speisen
3Ambiente
2Service
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Mit italienischen Geschäftspartnern in Wien essen zu gehen, heißt: Schnitzel und Sachertorte. Gegrillter Schweinedarm, Tzatziki oder Schweinsbraten? Sicher nicht – also doch lieber eine Pizza, wenn schon das Schnitzel gestern am Teller war.

Doch nach folgendem Erlebnis wird’s wohl morgen wieder ein Schnitzel werden.

Sasso d’oro liegt am Julius-Tandler-Platz, der 5er fährt direkt vorbei, eine Großbank liegt gleich gegenüber. Jede Menge Laufpublikum, ein großzügiger, ordentlicher, wen auch nicht außergewöhnlich herausgeputzter Gastgarten.
Das Service hat ordentlich zu tun, ist aber recht gemütlich unterwegs, lässt sich nicht stressen.

Alkoholfreies Bier und Pizza. Eine Kombination, die zur schnellen Entscheidung, den Mittagshunger zu stillen, passt. Sie passt auch zur Tatsache, wie wir auf das Lokal eigentlich gestoßen waren. Der Geschäftstermin war am Julius-Tandler-Platz, und der Name des Lokals schien den Geschäftstermin förmlich zu zitieren. Nun gut, es war kurzerhand reiner Zufall, dass es dieses und kein anderes Lokal war.
Es gibt also nur zwei Möglichkeiten: es wird zur Offenbarung – oder nicht.

Oder nicht. Pizza ai funghi.
Eigentlich keine wirklich schlechte Pizza, denn der Teig hat eine zart-knusprige Konsistenz, ist dünn, nicht hart, nicht verbrannt, Tomaten und Käse sind soweit ok.
Doch – was ist mit den Pilzen los? Die Farbe sagt alles: Dosenchampignons. Ma che cazzo?

Wir schreiben das Jahr 2012. Keine Ahnung, warum ich heute keine Pizza Margherita bestellte. Schicksal?
Die Pilze werden fein aussortiert und beiseite geschoben. Die Pizza wird dadurch wieder genießbar, wie gesagt, sie wäre ja gar nicht schlecht.
Aber: ich war zumindest unbewusst der Meinung, dass Dosenchampignons irgendwann von der EU verboten worden wären. Schaffen wir den Maastricht-Vertrag da wirklich noch?

Frage an die Dame im Service: „warum verwendet ihr Dosenchampignons?“
Antwort: „Wir haben uns für diese Linie entschieden, wir verwenden marinierte Pilze.“
„Mariniert.“ Auch so kann man das sagen.
Frische Champignons sind also offenbar zu teuer. Schade, ich hätte den Aufpreis bezahlt.
Der weitaus gesprächigere, italienische Kellner bestätigt, dass „marinierte“ Champignons hier schon immer verwendet werden. Ironischer Unterton bei der Frage nach dem Warum: „Ehhh, non lo so!“

Ich auch nicht. Aber eines weiß ich: nächstes Mal wird nicht das unübersehbare Lokal in bester Frequenzlage zum Mittagessen auserkoren. Hätte ich eigentlich wissen müssen.

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Kommentare (3)

am 3. Jänner 2013 um 14:50

Bei dem Wort "DOSENCHAMPIGNONS" traf ich die Entscheidung, dass kein positiver Aspekt der Welt diese Todsünde mehr wegmachen kann.

Gefällt mir1
16
11
am 13. September 2012 um 12:26

Mir geht nach wie vor der Terminus "mariniert" nicht aus dem Kopf.
Bin neugierig, ab wann etwa Bitzinger mariniertes Sauergemüse anstelle von "Gurkerl" oder "Krokodüü" anbietet...

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Experte
315
75
am 13. September 2012 um 11:12

Diese Dosenunart ist leider noch in vielen Lokalen (vor allem einfacheren Pizzerias) verbreitet. Sollte man wirklich generell verbieten!

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Experte
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33
Sasso D'Oro
Julius-Tandler-Platz 6
1090 Wien
Speisen
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Service
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28
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15 Bewertungen
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