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Obauer - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 1. Mai 2012
CAH
55
11
14
5Speisen
5Ambiente
5Service
11 Fotos1 Check-In

Besuch 29.4.2012/4 Pax:

Gleich vorneweg: Zu Bekritteln gibt es hier nichts, aber auch gar nichts. Ich wage mal zu behaupten, dass man es merkt, ob die Chefs wirklich jeden Tag im Geschäft, sprich Küche, Restaurant und Hotel sind wie es hier der Fall ist oder nur die "Planung" machen (wie es ja neuerdings öfters wo die Mode ist). Die Gebrüder Obauer führen ihr Restaurant und das Hotel mit Liebe und Engagement, das sie auch erfolgreich auf ihr Team übertragen haben.

Folgende Schilderung betrifft das Abendessen, das für 4 Pax samt Aperitiv und 3 Flaschen Wein, Kaffee udgl. auf rund EUR 580,- samt Trinkgeld kam. Keine Mezzie, aber ich zahle gerne einmal mehr, wenn alles paßt.

Nach einer sehr netten Begrüßung schon beim Einchecken, und einem sehr netten Tisch direkt an der "Schank" folgten die Aperitive (z.B. der dezent als "Hauscocktail" ausgelobte Sekt mit Schlüsselblumen-Rharbarber war vorzüglich).

Der erste Gruß aus der Küche (Foto 02) bestand aus: Kokosfleisch, Erdäpfelkäse, Ziegenfrischkäse mit karamelisiertem Zucker sowie einem Stück (Wild)Fleischpastete, und wurde prompt gemeinsam mit dem selbstgebackenen Brot (Foto 04) serviert. Am besten ist das so titulierte "Knäckebrot" oder Fladenbrot mit Leinsamenkörnern (Foto 03). Begleitet von Süßrahmbutter und etwas Leberpastete.

Es folgte ein 2. Amuse Gueule: Kalte Erdäpfelsuppe mit Spargel und Haselnüssen (Foto 03), sehr cremig und nett mit Gänseblümchen (eßbar!) dekoriert. Herren erhielten ein kleines Stück Beef Tartare.

Generell kann zwischen einem 3-, 4- oder 6-gängigen Menü gewählt werden (Mittags und Abends). Alle Arten von Tausch waren möglich, für eine Hummersuppe wurden z.B. 2 Euro Aufpreis verrechnet - meiner Meinung nach alles sehr fair kalkuliert.

Als Getränke hatten wir v.a. diverse Sauvignon Blancs, bevor wir zum Rotwein wechselten, z.B. Sabathi Poharnig 2009 - gut beraten vom Sommelier. Der einzige klitze-kleine Wermutstropfen war, dass es erst wenige bis kaum 2011er Weißweine gab, was anderswo durchaus der Fall ist.

Ich konzentriere mich auf meine Speisenfolge, um den Rahmen nicht zu sprengen (obwohl die Beschreibung der einfach klingenden Spinatsuppe mit gedämpften Zander-Einlage allein einen eigenen Absatz verdiente).

Nach einem formidablen Rehfilet und Gamscarpaccio als Starter, hatte ich einen perfekt gegarten Obauer-Klassiker: den Forellenstrudel in Grüner Veltliner Sauce mit einer Champignonfarce (Foto 06), die sich sowohl im Strudel als auch als Beilage am Teller fand. Der Strudel war wunderschön aufgegangen, die heimische Forelle war perfekt gegart und natürlich absolut grätenfrei. Die leichte Säure des Veltliners umspielte das Forellenfilet perfekt (und ja, ich gebe es zu: ich tunkte die Sauce komplett auf - und das beste: niemand vom Service runzelte die Stirn, wie es mir anderswo schon passiert ist :-). Das Rezept ist im Buch: Unsere österr. Küche von 2004 nachzulesen.

Es folgte ein butterzartes Werfener Lamm (Foto 07) das mit einem Sauerrahm-Rettichsalat serviert wurde, sowie Brösel-Topfennockerl. Das letztere wurde mit einem Art Steirerkäs gekrönt, schmeckte sehr intensiv (ich mag das eigentlich nicht), aber es ergänzte das Lamm irgendwie perfekt. Den Sauerrahm-Rettichsalat werde ich jedenfalls nachkochen versuchen: Dieses Gericht finde ich, steht perfekt für die Attitüde der Obauers: Eine Speise mit regionaler Basis, aber spannend neu interpretiert und doch so zubereitet, dass es einem nachkochbar erscheint. Am Teller fanden sich auch kleine Tupfer eines dunklen Wildbeerengelees, diese säuerlich-zarte Note war eine tolle Begleitung zum Fleisch.

Generell war der gesamte Abend völlig stressfrei und ich hatte das Gefühl, dass der Inhalt des Tellers, also was darauf ist, der Küche viel wichtiger als die Präsentation der Speisen ist (die aber nebenbei völlig perfekt und unprätentiös war - understatement würde ich mal meinen).

Zum Abschluß gab es die Qual der Wahl zwischen vielen Nachspeisen (oder Käse!!) --> ich hatte z.B. einen "gemischten Dessertteller", der sich als (sh. Foto 08) als fünfteilig herausstellte: Bananen-Kiwieis, Haselnussparfait, Griessflammerie mit Mango?, Schokomoussekuchen mit Baiserhaube und ein Limetten-Rhabarbertörtchen.

Zum Abschluss gab es neben Illy-Espressi noch Hausdesserts, z.B. Mandelhäppchen wie Foto 09 zeigt.

Fazit: Ich spar schon auf den nächsten Besuch...

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Kommentare (1)

am 3. Mai 2012 um 14:47

Es lebe der Genuss.

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