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Obauer

Markt 46
5450 WERFEN
Salzburg
Küche: International, Österreichisch
Lokaltyp: Restaurant
Tel: (06468) 5212-0Fax: (06468) 5212-12
Lokal teilen:

7 Bewertungen für: Obauer

Rating Verteilung
Speisen
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 4. Mai 2015
Experte
kuechenmeister
193
27
25
5Speisen
5Ambiente
5Service

Die Gastronomie am Land hat es nicht leicht in diesen Zeiten. In so mancher Landgemeinde, wo es vor 20, 30 Jahren noch vier, fünf Gasthäuser gab, wackelt schon der letzte Betrieb. Die Leute haben halt kein Geld mehr, heißt es, das Schnitzel um 8,50 überfordert sie. In einem 3000 Seelen Nest in den Salzburger Bergen dagegen sperren zwei Brüder täglich frohen Mutes ihr Gasthaus auf. Weil der Laden wieder voll sein wird. Wie jeden Tag. Auch wenn das große Menü die Kleinigkeit von € 120,- kostet, ungefähr. Das dreigängige die Hälfte. Und der passende Wein dazu ohne weiters noch einmal so viel, wenn man es sich wirklich gut gehen lässt. Das tun die Leute, deshalb sind sie schließlich hierher gefahren, nach Werfen, hinter die sieben Berge.

Es ist eine Herausforderung, zu beschreiben, was dieses Lokal ausmacht. Eine Aufzählung der Gerichte, der Weine, alle hervorragend natürlich, greift zu kurz. Das Kalbskarree und –filet mit Senfkohl, Shiitakepilzen und Bohnen-Mandelpüree – einfach fantastisch. Mit dem Pinot Noir von Juris ideal kombiniert. Vorher noch eine Gänsebrust – geräuchert, hauchdünn wie Prosciutto geschnitten – in Kombination mit einer großartigen Gänseleberterrine, dazu mit Safrangelee gefüllte Pilzköpfe – absolut stimmig und natürlich perfekt gemacht. Der Rotgipfler vom Biegler vervollständigt den Hochgenuss. Und am Beginn ein Tisch voller Amuse Gueules, darunter ein cremiges Kalbstartare mit – was war das noch für eine Frucht? Später dann die traumhaften Kalbsnieren – ich muss unbedingt versuchen, die selber so herzhaft und zart hinzubekommen. Die Dessertvariationen sind für sich allein die Reise in den Pongau wert. Die Weine, die der großartige Sommelier uns glasweise zu den Gängen kredenzt – ja! Hier passt einfach alles, passt mit einer Perfektion, die ihresgleichen sucht. Eine Treffsicherheit in der Kombination, nein, ich korrigiere mich, in der Kreation der Aromen, die fast schon unheimlich ist. Immer, wirklich ausnahmslos, perfekt.

Was man hier isst und trinkt, fügt sich wie mühelos ineinander. Als fertiges Gericht am Tisch erscheint alles ganz einfach. „Sprezzatura“ nannte man in der Kunst der Renaissance diese ganz besondere Form der Leichtigkeit, die den Anschein erweckt, ganz ohne Mühe Großartiges zu schaffen. Das Kunstwerk ruft umso mehr Bewunderung hervor, wenn es ganz natürlich, anmutig, ja lässig daherkommt, wenn man den Schweiß, die Mühen und die Qualen seiner Entstehung nicht ahnt.

Entwicklungsprozesse verlaufen immer vom Primitiven über das Komplizierte zum Einfachen, heißt es in einem Zitat, das allen möglichen Leuten zugeschrieben wird, von Antoine de Saint Exupéry bis Wernher von Braun. Es könnte auch von den Obauers stammen, denn sie, so scheint es mir, haben in diesem evolutionären Rennen mit ihren Kollegen aus dem elitären Kreis der Spitzenköche einen veritablen Vorsprung herausgeholt. Con la nobile sprezzatura di cucina, um mit Giulio Caccini zu sprechen.

Deshalb kommen die Gäste jeden Abend hierher. Und jeden Morgen. Schließlich kann man hier auch übernachten, was man schon des besten Frühstücks der Alpen wegen unbedingt tun sollte. Wachsweiche Eier mit Spargel und geschmorten Kirschtomaten erwarten einen da. Saiblingsfilet und geräucherter Alpenlachs mit Basilikumcreme auf Mozzarella. Ein Hauscocktail, bei dem Sekt und Holler im Spiel sind. Schinken und Käse, natürlich vom Feinsten. Köstliche Früchte. Und feines Gebäck, Kuchen, Cremes, Müslis, Säfte …. Serviert am Tisch, hier beginnt man den Tag mit Stil. Das wissen auch die Genießer aus der Umgebung zu schätzen. Beim Obauer kehren auch Leute zum Frühstück ein, die zuhause geschlafen haben. Menschen, die es sich einfach richtig gut gehen lassen wollen, an einem Sonntagmorgen.

Fazit: Absolute Extraklasse. Nicht umsonst seit Jahren in den Gourmetführern Österreich-Spitze. Wenn man es sich leisten kann – hingehen. Wenn nicht – trotzdem hingehen. Schließlich lebt man nur einmal.

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Kommentar von am 7. Mai 2015 um 07:49

Die Sache mit der Gastronomie am Land hat vielleicht noch mehr mit geändertem Freizeitverhalten zu tun. Stammtisch ist "altmodisch" und eine Vergnügung vor allem für Pensionisten (werde ich in einem Jahr ja auch sein :-) ).

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am 6. Mai 2014
DanielD2
27
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5Speisen
5Ambiente
5Service
17 Fotos1 Check-In

Was für ein Abend, was für ein Auftakt in den Schiurlaub...
Hier passt einfach alles, nicht umsonst ist man seit Jahren ein Fixstern am heimischen 4-Hauben Himmel.
Es gibt ein 6-Gang (110€) und ein 4-Gang (78€) Menü zur Wahl, sowie zahlreiche a la Carte Gerichte. Da 4-Gang Menü lies sich problemlos zu einem 6-Gang Menü erweitern, sodass wir insgesamt zwei (fast) unterschiedliche Menüs durchkosten konnten.
Grüße und Brot:
Zunächst kamen im Quadrat gebackener Schweinerüssel, Lammsulz, Polentasushi und Forellenkaviar. Zum Brot wurden Tomatenbutter und Sardellenaufstrich gereicht. Als letzte Grüße vor dem Menü kamen eine Kohlsuppe und ein Jakobsmuschel-Passionsfrucht Mousse.
1.Gang:
Seezunge mit Schwarzwurzeln und Blaukrautsauce: ein perfekter Start, der zarte Fisch harmoniert perfekt mit dem leicht säuerlichen Gemüse und der Sauce
Gänseleber und geräucherte Kalbsleber mit Fenchel, Bachkresse und Granatapfelkompott: auch dieser Gang bleibt als bester Lebergang bislang in Erinnerung, das leichte Räucheraroma der Kalbleber passt einfach fantastisch zu Gänseleber, Fenchel und vor allem Granatapfel bilden den perfekten Kontrast.
2.Gang:
Zander mit Trevisoradicchio, Pignoli und Apfelbalsamessig: für mich das Highlight des Menüs, wieder ist es die Gemüsebegleitung, der knackige Radiccio mit den Pignoli, die das Gericht einfach perfekt abrunden.
Reiscreme mit Hummer, Reinanke, Räucherforellenwurst und Fine de Claire Auster: ich bin einfach kein Fan von Auster, ich kann es einfach nicht ändern, das Gericht generell ist mir persönlich zu "über drüber", mit der genialen Einfachheit des Zanders kann es nicht mithalten.
3.Gang:
Gesurtes Schweinbackerl mit getrüffeltem Erdäpfelkohl und Knusperschwartl: diesen Gang bekamen wir beide serviert und war der ideale Einstieg zu den Fleischgerichten, vor denen uns noch als kleiner Zwischenhappen eine klare Rehbouillon serviert wurde.
4.Gang:
Werfener Lamm mit Sauerrahmrettich und Bröselkäsenockerl: dass das Fleisch perfekt gebraten und von umwerfender Zartheit ist, versteht sich von selbst, wieder sind es die Beilagen, die das Gericht so einmalig abrunden.
Tauern-Rehrücken mit Hirschschinken, Berberitzen-Nüssen und Safranpolenta: auch hier könnte man sich wieder in Superlativen ergehen, mich persönlich hat es nicht ganz so überzeugt wie das Lamm, aber wir reden wir wirklich auf allerhöchstem Niveau.
5.Gang:
Roquefort, Vacherind und Lungauer Käse mit Castell Franco: Der Käse wird hier als Gang serviert. Alle sind ideal gereift und auf einander abgestimmt.
Schwarzbeer-Griesauflauf mit Zirbeneis und Baiser: Auftakt nach Maß in den süßen Reigen. Hier muss man vor allem den dazu gereichten roten Perlwein (Brachetto d’Acqui) erwähnen, der das Gericht erst so richtig zur Geltung bringt. Das Zirbeneis schmeckt herrlich erfrischend unaufdringlich.
6.Gang:
Moccamus-Torte mit Meisterwurz-Schokolade, Mandarinen und Sorbet, sowie
Ananas-Salat mit grünem Tee und Ananas-Sorbet: biede Desserts überzeugen mit ihren fruchtigen Sorbets, einmal mit einer wunderbar cremigen Torte, das andere Mal mit einem im Titel des Gerichts nicht erwähnten flaumigen Topfensouffle.
Dankeschön der Küche:
es werden noch einige Grüße der Patisserie nachgereicht, die diesen fantastischen Abend beschließen.
Was soll man jetzt noch sagen, die Obauers werden ihrem Ruf mehr als gerecht, neben dem Essen überzeugt man auch durch herzliche Gastlichkeit und einen unglaublich versierten Sommelier, dessen glasweisen Weinempfehlungen jedes Gericht nicht nur begleitet sondern auch noch betont haben. Ein für mich bisher einmaliges Erlebnis.
Glücklicherweise gönnten wir uns auch den Luxus im hauseigenen Hotel zu übernachten und so auch tags darauf in den Genuss des legendären Obauer Frühstücks zu gelangen. Dieses sollte aber als eigene Mahlzeit und damit auch als eigene Bewertung gesehen werden.

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am 15. September 2013
dougross
5
1
1
5Speisen
4Ambiente
3Service

War ein schoener abend und auch eine nette uebernachtung, das zimmer vielleicht sogar ein wenig zu teuer, aber das Fruehstueck am Morgen war das beste was ich jemals hatte, empfehlung

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Kommentar von am 15. Sep 2013 um 12:51

Einbettzimmer in 4****-Qualität samt nicht alltäglichem Frühstück um 85 Euro "ein wenig zu teuer"? Abgesehen davon: bei Obauers wird man wohl kein 50-Euro-Zimmer inklusive Schmelzkäseeinzelportionen und Gartenland-Marmelade zum Frühstück bekommen - so nehme ich an. Bei einem der Top3 in Österreich (zumindest nach dem Haubenlexikon) erwartet man sich ja doch mehr als einen Allerweltsaufenthalt, zumindest ich erwarte mir mehr als "War ein schoener abend und auch eine nette uebernachtung"....

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am 8. März 2013
EvaB3
2
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Nespresso Tage. Ueberwinden vielleicht Schwellenängste seitens potentieller Gaeste. Mindern aber weder Engagement des Services noch Qualität der Kueche. Gott war das gut. Verwöhnt wurden wir. Das menue war exzellent. Gruesse der Kueche und "Happen" so vorzueglich, dass man ueberlegt ob Werfen wirklich weit weg von Wien ist und man nicht doch oefter "vorbeischauen" sollte. Großzügig seitens Kulinarik und auch Gastfreundlichkeit.
Karl Obauer hat uns nicht nur begruesst, er wies bis mir den Weg zu den weiteren Raeumlichkeiten und verabschiedete uns sehr herzlich. Unser Handschlag war innig mit der Versicherung verbunden wieder zu kommen. Bald. Weil jeden Euro genossen. Das ist einfach WOW.

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Letzter Kommentar von Unregistered am 9. Mär 2013 um 01:47

Was hast denn du für eine Tastatur? Einmal ue, dann ü, einmal ae, dann ä.

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am 14. Jänner 2013
Experte
amarone1977
315
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2Ambiente
3Service
4 Fotos1 Check-In

Gleich vorweg: es handelt sich hier um einen reinen „Kaffee-und-Kuchen“-Besuch.

Werfen: ein kleiner, beschaulicher Marktplatz und eine Umfahrungsstraße. Doch die Kulisse drumrum ist wirklich beeindruckend. Die furchteinflößenden Flanken des Tennengebirges sind wirklich beeindruckend, sie beherbergen auch die nicht minder gewaltigen Rieseneishöhlen.
Stolz auch das Antlitz der Festung Hohenwerfen südlich vom Ort. Sie ist auch von der Tauernautobahn nicht zu übersehen. Sie lieferte in den 60er-Jahren als bayrisches „Schloss Adler“ für den Schinken „Agenten sterben einsam“ die Kulisse als schier uneinnehmbares Nazischloss. Richard Burton und Clint Eastwood haben sie bekanntlich trotzdem überwunden.

Hätten die beiden Hauptdarsteller schon damals bei Obauers einkehren können, sie hätten wohl zwei Fortsetzungen drehen wollen.

Ich war gerade auf dem Weg von Salzburg in die Dachsteinregion und wollte vor dem Einchecken noch irgendwo haltmachen. Doch amarone hat ein völlig unmännliches Problem: er kommt immer zu spät.

„Na, bei uns gibt’s jetzt nur Kaffee und Kuchen,“ erklärt mir der „kleinere“ der Obauers am Telefon.
Döllerer in Golling ist natürlich auch zu – also wird’s eine Leberknödelsuppe im eiskalten Nichtraucherabteil des Gollinger „Autogrill“. Ich werde mich jetzt für dieses kurze Desaster nicht zu einem weiteren Bericht aufraffen können.
Nach dem Raststätten-Desaster brauche ich also was Herzerwärmendes. Also rauf auf die A10 und am Pass Lueg gleich wieder runter. Die alte Bundesstraße bringt mich direkt nach Werfen.

Von außen ist der Obauer leicht zu erkennen, ist er doch das einzige Lokal mit einem Hauch von Avantgarde. Zugebaute Glasfront mit eingesetzten, wohl handgemachten blauen Glasfliesen.

„Grüß Gott, wir ham telefoniert. Sie hätten Kaffee und Kuchen für mich.“ Der „kleinere“ Obauer ist fast überrascht, komme ich doch in ein leeres Lokal (ca. halb 3). Er geleitet mich wieder in Richtung Eingangsbereich – links und rechts davon sind kleine „Abteile“ mit kleinen Tischen für die „Kleinigkeiten“.

Jetzt sehe ich also die Glasfliesen von innen.
Aber was ist das: der Raum ist vielleicht zwei Meter breit (Foto), es gibt die Glasfront nach außen – und die Fenster, die einen Blick in das eigentliche Restaurant erlauben. Es gibt keinerlei Musik und die Akustik im Raum ist erinnerungswürdig: man hört jeden einzelnen Zungenschlag, so leise ist es – und so sehr wird jedes noch so kleine Geräusch verstärkt. Man fühlt sich ein wenig wie in einem Wartezimmer.

Service: eine junge Dame, ein junger Herr. Freundlich, korrekt, sehr bedacht auf jeden einzelnen Handgriff, vielleicht schon zu sehr bedacht: sogar die Tür macht man mir auf (was nicht unbedingt nötig wäre).
Man bietet mir an: ein Stück Linzer Torte und ein Stück Marmorgugelhupf.

Doch da kommt noch mehr: in einem der legendären „Hotelsilber“- Eisbecher wird mir ein Portiönchen Mandarinensorbet serviert. Und kaum ein Minütchen später ein Mandelbogen.

Dazu natürlich: Kaffee. Caffè. Doppio! Der Raststättenknödel bereitet mir nach wie vor Kopfzerbrechen.
Der Illy kommt in der gleichnamigen Ohrwascheltasse daher, so wie er sein muss. Hier begnügt man sich nicht mit „Kaffeerunterlassen“. Darf man natürlich in diesem Hause auch erwarten. Er ist wirklich sehr gut, so dass ich einen kleinen Espresso später nachbestelle. Crema, Konsistenz, Säure, Aroma und die „nussige Schokolade“ in jedem Schluck. Genau so.

Natürlich: Werfener Quellwasser in der Edelkaraffe kommt zu allererst.

Die Linzer Torte stellt sich auch ganz nussig und nicht vordergründig marmeladig bei mir vor. Schöne Konsistenz, die steht im Hause Obauer „net long rum“.

Ebenso der Marmorgugelhupf, mit beneidenswert peinporiger Struktur, nicht zu süß.
Garniert ist das Ganze mit Schlagsahne (handgeschlagen, keine „isi“-PU-Schaum!), Zwergorangen (ungeschält – naja!) und Schokoladeblättchen samt Obauer-Schriftzug. Ein Tupfer Heidelbeermarmelade darf auch nicht fehlen. Ja was noch! Man bemüht sich wirklich hier.

Die „Überraschungsgäste“: Mandarinensorbet ohne „Parfüm“-Schwindlerei, schmilzt auf Befehl, gut ausbalanciert: Säure, Aroma, Süße. Edel!

Und der Mandelbogen: frisch vom Eisen runtergeschält. Der Duft scheint schier zu explodieren, schön knusprig und doch schön fest, damit die Zähne auch was zu beißen bekommen. Ist aber ein umso schöneres Beißerlebnis. Mein Geheimfavorit am Kaffeetischerl.


Erstes Fazit: für 9,50 (ohne Kaffee) bekomme ich eine wunderbare Nachmittagspause serviert. Ganz die einfachen Mehlspeisen mit dem Schuss Liebe und Können zubereitet. So einfach sie sind, so gut sind sie. Keine Blöße beim Kaffee.
Nur das seelenlose Büßerkammerl passt überhaupt nicht zur so edlen Lokalität.
Auf alle Fälle komme ich hier mal zum Mittag vorbei – oder eben am Abend, da gibt’s dann einen eigenen Bericht darüber - aus dem Restaurant, nicht aus dem Kammerl.

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Hilfreich?Ja14Gefällt mir8Lesenswert6
Letzter Kommentar von am 1. Aug 2013 um 16:23

Martin: Der, der sich aufgeregt hat, warst du. Ich habe über eine alles andere als alltägliche Kaffee-und-Kuchen-Pause sehr positiv berichtet, die aufgrund der Qualität des Gebotenen mehr als eine Stunde gedauert hat. Mein Gulaschessen von vor ein paar Tagen dauerte im Vergleich dazu gerade mal ein halbe Stunde. Zitat: "Dabei sollten sie doch mal auf sich selbst schauen .......sind Sie perfekt ?" Niemand ist das, Gott sei Dank. Nur: was habe ich denn denn deiner Meinung nach nicht passend "kritisiert", Herr Pseudo-"Komentar"? Übrigens: wenn dir ein abendlicher, mehrgängier Obauer-Besuch nicht mehr entlockt als "genial, inspirierend" (wo is' sie, deine Inspiration?), dann ist das deine Sache. Darüber hinaus aber auch noch aus meinem Bericht küchentechnische Ahnungslosigkeit herauszulesen, beweist das Wesen eines wahrlich ahnungslosen Pseudo-"Komentars" ;-)

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am 1. Mai 2012
CAH
55
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5Speisen
5Ambiente
5Service
11 Fotos1 Check-In

Besuch 29.4.2012/4 Pax:

Gleich vorneweg: Zu Bekritteln gibt es hier nichts, aber auch gar nichts. Ich wage mal zu behaupten, dass man es merkt, ob die Chefs wirklich jeden Tag im Geschäft, sprich Küche, Restaurant und Hotel sind wie es hier der Fall ist oder nur die "Planung" machen (wie es ja neuerdings öfters wo die Mode ist). Die Gebrüder Obauer führen ihr Restaurant und das Hotel mit Liebe und Engagement, das sie auch erfolgreich auf ihr Team übertragen haben.

Folgende Schilderung betrifft das Abendessen, das für 4 Pax samt Aperitiv und 3 Flaschen Wein, Kaffee udgl. auf rund EUR 580,- samt Trinkgeld kam. Keine Mezzie, aber ich zahle gerne einmal mehr, wenn alles paßt.

Nach einer sehr netten Begrüßung schon beim Einchecken, und einem sehr netten Tisch direkt an der "Schank" folgten die Aperitive (z.B. der dezent als "Hauscocktail" ausgelobte Sekt mit Schlüsselblumen-Rharbarber war vorzüglich).

Der erste Gruß aus der Küche (Foto 02) bestand aus: Kokosfleisch, Erdäpfelkäse, Ziegenfrischkäse mit karamelisiertem Zucker sowie einem Stück (Wild)Fleischpastete, und wurde prompt gemeinsam mit dem selbstgebackenen Brot (Foto 04) serviert. Am besten ist das so titulierte "Knäckebrot" oder Fladenbrot mit Leinsamenkörnern (Foto 03). Begleitet von Süßrahmbutter und etwas Leberpastete.

Es folgte ein 2. Amuse Gueule: Kalte Erdäpfelsuppe mit Spargel und Haselnüssen (Foto 03), sehr cremig und nett mit Gänseblümchen (eßbar!) dekoriert. Herren erhielten ein kleines Stück Beef Tartare.

Generell kann zwischen einem 3-, 4- oder 6-gängigen Menü gewählt werden (Mittags und Abends). Alle Arten von Tausch waren möglich, für eine Hummersuppe wurden z.B. 2 Euro Aufpreis verrechnet - meiner Meinung nach alles sehr fair kalkuliert.

Als Getränke hatten wir v.a. diverse Sauvignon Blancs, bevor wir zum Rotwein wechselten, z.B. Sabathi Poharnig 2009 - gut beraten vom Sommelier. Der einzige klitze-kleine Wermutstropfen war, dass es erst wenige bis kaum 2011er Weißweine gab, was anderswo durchaus der Fall ist.

Ich konzentriere mich auf meine Speisenfolge, um den Rahmen nicht zu sprengen (obwohl die Beschreibung der einfach klingenden Spinatsuppe mit gedämpften Zander-Einlage allein einen eigenen Absatz verdiente).

Nach einem formidablen Rehfilet und Gamscarpaccio als Starter, hatte ich einen perfekt gegarten Obauer-Klassiker: den Forellenstrudel in Grüner Veltliner Sauce mit einer Champignonfarce (Foto 06), die sich sowohl im Strudel als auch als Beilage am Teller fand. Der Strudel war wunderschön aufgegangen, die heimische Forelle war perfekt gegart und natürlich absolut grätenfrei. Die leichte Säure des Veltliners umspielte das Forellenfilet perfekt (und ja, ich gebe es zu: ich tunkte die Sauce komplett auf - und das beste: niemand vom Service runzelte die Stirn, wie es mir anderswo schon passiert ist :-). Das Rezept ist im Buch: Unsere österr. Küche von 2004 nachzulesen.

Es folgte ein butterzartes Werfener Lamm (Foto 07) das mit einem Sauerrahm-Rettichsalat serviert wurde, sowie Brösel-Topfennockerl. Das letztere wurde mit einem Art Steirerkäs gekrönt, schmeckte sehr intensiv (ich mag das eigentlich nicht), aber es ergänzte das Lamm irgendwie perfekt. Den Sauerrahm-Rettichsalat werde ich jedenfalls nachkochen versuchen: Dieses Gericht finde ich, steht perfekt für die Attitüde der Obauers: Eine Speise mit regionaler Basis, aber spannend neu interpretiert und doch so zubereitet, dass es einem nachkochbar erscheint. Am Teller fanden sich auch kleine Tupfer eines dunklen Wildbeerengelees, diese säuerlich-zarte Note war eine tolle Begleitung zum Fleisch.

Generell war der gesamte Abend völlig stressfrei und ich hatte das Gefühl, dass der Inhalt des Tellers, also was darauf ist, der Küche viel wichtiger als die Präsentation der Speisen ist (die aber nebenbei völlig perfekt und unprätentiös war - understatement würde ich mal meinen).

Zum Abschluß gab es die Qual der Wahl zwischen vielen Nachspeisen (oder Käse!!) --> ich hatte z.B. einen "gemischten Dessertteller", der sich als (sh. Foto 08) als fünfteilig herausstellte: Bananen-Kiwieis, Haselnussparfait, Griessflammerie mit Mango?, Schokomoussekuchen mit Baiserhaube und ein Limetten-Rhabarbertörtchen.

Zum Abschluss gab es neben Illy-Espressi noch Hausdesserts, z.B. Mandelhäppchen wie Foto 09 zeigt.

Fazit: Ich spar schon auf den nächsten Besuch...

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Kommentar von am 3. Mai 2012 um 14:47

Es lebe der Genuss.

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am 11. Jänner 2009
weinlaub
46
2
5
5Speisen
4Ambiente
5Service

Ein Institution in der österreichischen Gourmetküche. Mir gefällt besonders dass einheimische und regionale Produkte in kreativster Form aufs Teller kommen. Nicht billig, aber für besondere Anlässe jeden Euro wert.

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Hilfreich?Ja2Gefällt mirLesenswert
Letzter Kommentar von am 1. Apr 2009 um 14:42

Doch, aber Obauer und Johanna Maier (Hubertus) sind nun mal kulinarische Aushängeschilde Dazu kommen noch Pfefferschiff bzw Ikarus

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Obauer - Karte
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Bewertet am 11.01.2009

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