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Fischviertel am Naschmarkt - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 17. November 2011
Experte
uc0gr
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2Speisen
4Ambiente
-Service
3 Check-Ins

Im „alten“ Teil des Wiener Naschmarktes (= fast schon meine zweite Heimat) hat nun ein neues Fachgeschäft für frische Fische, Muscheln und andere Meeresfrüchte eröffnet, das „Fischviertel“.

Es ist ein modern ausgestattetes Ecklokal (zur Sezession hin auf der linken Seite), das die beste Voraussetzung für frischeste Qualität und kulinarische Erlebnisse hätte. Vorausschicken möchte ich, dass ich nicht im Lokal gegessen bin und daher das Service auch nicht bewerte.

Ich kaufte am Stand eine BIO-Bergforelle und bereitete sie zu Hause zu – die Qualität war, das sah man auch schon beim Einkauf – TOP-frisch und super gut. Ein Traum von einer Forelle. Auch das sonstige Angebot (derzeit Austern- und Muschelzeit) sehen wirklich alle wunderbar verlockend und wie frisch aus dem Bach/Meer aus. Das Ambiente (nur der Markstand nicht das Lokal) bewerte ich deswegen sehr positiv, weil einfach alles wirklich wunderbar schön hergerichtet ist und man am Liebsten einen ganzen Sack voll frischer Fischspezialitäten kaufen möchte (Kühlung natürlich auch TOP). Ich gehe davon aus, dass auch alle anderen Fische die gleiche TOP-Qualität wie die von mir gekaufte Forelle aufweisen – optisch würde absolut nichts dagegensprechen.

Nur beim ganz genauen „Durchstöbern“ des Angebotes trübte sich der so positive Eindruck für mich gewaltig: es wurde hier auch mitten unter den besten Spezialitäten die Schillerlocke angeboten. Mittlerweile weiß jeder, dass dem Dornhai die Flosse bzw. der Bauchlappen bei lebendigem Leib ab-/herausgeschnitten wird, und der Fisch elendiglich am Meeresgrund „verkümmern darf“ – der Rest wird ja nicht gebraucht.

Hat man so etwas wirklich notwendig, wenn man ein gehobenes Fischfachgeschäft führen will? Das ist leider für mich ein SEHR NEGATIVES Qualitätsmerkmal, eigentlich unterstes Qualitätsniveau und sollte aus meiner Sicht in Österreich sowieso verboten werden. Da könnte man noch als „Sahnehäubchen“ den Pangasiusdreck daneben hinlegen. Normal ein 4-5 bei den Angeboten kann es so nur ein 2-3 geben. Ich hoffe sehr stark, dass man hier die Chance wahrnimmt und sich in Zukunft von anderen Fischfachgeschäften abheben will, indem man solche „Angebote“ unterlässt.

Da ich es besonders ärgerlich finde, ein neues Geschäft bereits mit diesem Dreck im Warenagebot zu eröffnen, sich aber trotzdem noch gleichzeitig vom Mitbewerber exklusiv abheben will, gebe ich leider nur eine 2 für die Speisen, was sehr schade ist, da der Rest bei Weitem mehr verdient hätte! Aber man muss endlich einmal kapieren, dass so Manches im Konsumverhalten und auch im Marktangebot (ja, auch dort hat man Verantwortung, nicht nur der Konsument!) anders werden muss, und der Mensch nicht mit jedem Lebewesen machen kann, was er will – besonders bei vom Aussterben bedrohten Tierarten!

Es ist leider auch ein Sinnbild der Kontrolle am Naschmarkt insbesondere im Zuge der Lizenzvergabe für die Stände und die diesbezügliche Prüfung des Warenangebotes. Ich bin in der Naschmarktgegend bereits aufgewachsen, lebe noch immer in dieser Umgebung und er ist sozusagen, auf Grund meiner sehr regen Kochaktivitäten, mein "zweites Wohnzimmer". Daher weiß ich ganz genau, in welche Richtung sich am Naschmarkt so Manches entwickelt hat. Und diese Entwicklung ist einfach nicht gut…wenn sich auch die „Schneekugelsammler“ freuen…

Eine Bitte noch an die geschätzten LeserInnen: nicht und niemals Schillerlocke kaufen – Danke!

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Kommentare (5)

am 26. Februar 2012 um 18:46

Kann ich nur unterstützen!

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1
am 18. November 2011 um 13:07
Experte
67
22
am 18. November 2011 um 13:02

In Ergänzung zu meinem Bericht (und das sind keine Werbungen!), da das Feedback relativ gut war:

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Nicht nur, dass diese Haiart ganz beonders vom Aussterben betroffen ist, "durfte" ich auf Arte einmal eine Doku sehen, wo diese faszinierenden Wesen tatsächlich lebendig vom Bauchlappen befreit wurden...von der Flossengewinnung wußte man es ja bereits.

Jeder Händler hat neben der wirtschaftlichen auch eine gesellschaftliche und ethnische Verantwortung für sein Sortiment und kann sich dieser nicht mit einem "Aber der Konsument will es so..." entziehen. Der Konsument sollte mündig genug sein, diesen Dreck (wie auch Pangasius) einfach nicht nachzufragen.

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Experte
215
47
am 18. November 2011 um 12:45

Danke sehr für Ihre Informtion bezüglich Schillerlocken, das wusste ich bisher nicht, ich kenne nur den selben Vorgang bei Haifischflossen!

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Experte
67
22
am 17. November 2011 um 22:43

Ich bin total deiner Meinung bezgl. der angebotenen Waren!!!
Und ... leider entwickelt sich mein geliebter Naschmarkt auch in eine Richtung, die mir sehr missfällt.

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Experte
63
50
Fischviertel am Naschmarkt
Naschmarkt 177-178
1060 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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5 Bewertungen
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