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Sa, 22. Juni 2024

Zur Böhmischen Kuchl, Wien - Bewertung

am 10. Dezember 2022
SpeisenAmbienteService
Unser heutiger Familienausflug ging in die Votivkirche zu einem Gospelkonzert, weshalb wir die Gelegenheit nutzten und vorab noch in der Böhmischen Kuchl zum Abendessen eingekehrt sind. Ich hatte (glücklicherweise) einen Tisch reserviert, da das Restaurant ziemlich schnell ziemlich voll wurde. Beim Rausgehen waren letztendlich alle Tische und Plätze belegt.

Da ich schon öfters in der Kuchl essen/trinken war, kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass sich die Küche defintiv über Jahre gut gehalten hat, vor allem was die Authentizität und Qualität der Speisen betrifft. Meine Leute lieben die Erdäpfelpuffer (riesig, knusprig, speckig innen - mit Knoblauch ganz klassisch ist der All-time-Favourite) und das frisch gezapfte Kozel sehr (für mich darf es immer das dunkle sein - i love it!).

Die Kuttelsuppe ist hierzulande ja eher eine Rarität geworden, doch in der Kuchl gibt es sie noch und schmeckt sie doch dort genauso wie sie muss: würzig, deftig, mit ordentlich Einlage, papriziert, ein paar Fettaugerl oben schwimmend - einfach herrlich und ein Genuss für jeden Innereienliebhaber.

Heute habe ich jedoch die Vorspeise ausgelassen und wählte das Beefsteak mit Speckfisolen und Braterdäpfel. Das Steak auf meinen Wunsch kam au point medium rare, butterzart, leicht gesalzen, aber recht naturbelassen und so wie ich es mag. Die Speckfisolen dazu waren mir ein wenig zu mächtig, da außer dem Speckfett beim Braten offenbar noch einiges an Öl beigemengt wurde. Die Braterdäpfel waren frittiert, aber handgeschält und -geschnitten, nicht zu stark gesalzen. Hat gepasst. Kleine Deko dazu (Krautsalat mit Gurken und Karotten auf Salatblatt), bringt die kleine Dosis Frische in das doch kernige Gericht.
Wir hatten weiters noch die Knödelauswahl 2 Mal am Tisch, ratzefatz war diese verputzt. Zur Nachspeise teilten wir uns die Maroniknödel aus der Saisonkarte - hier schieden sich die Geister, da die mehlige Maronifülle von Erdäpfelteig ummantelt war. Mir selbst etwas zu viel mehlig auf ein Mal, ich hätte mir eher einen Topfenteig gewünscht. Aber auch hier geschmacklich 1A.

Die Portionen ansich sind sehr wohlbemessen, drei Gänge schafft hier nur ein sehr g'standener Esser ohne zu platzen. Teilen geht aber immer und lege ich jedem auch ans Herz, da man so ein wenig mehr die Bandbreite der böhmischen Speisekarte ausprobieren kann.

Wer in der Nähe ist bitte unbedingt hinschauen, und wenns nur auf ein schnelles Bier und einen Erdäpfelpuffer "to share" ist.

PS: Fotos gibt's dieses Mal keine, aber ich liefere welche nach dem nächsten Besuch in der Kuchl nach. :)
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