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Sa, 22. Juni 2024

Zu ebener Erde und erster Stock, Wien - Bewertung

am 2. Februar 2017
SpeisenAmbienteService
Danke, www.delinsky.at , wieder knapp 20 € gespart und einen wirklich guten, netten Mittag verbracht. Burggasse, so die Adresse im 7. Bezirk am Spittelberg; aber aufpassen: Man könnte das kleine, feine Lokal von außen fast übersehen; wirkt irgendwie unscheinbar.

Im Erdgeschoß die Schank, ein paar kleine „Katzen“tischerl, über eine Treppe geht’s in die höheren Weihen der Kulinarik. Ein kleiner Raum mit wieder „Katzen“tischerl; sehr nett anzusehen. Das alte Biedermeierhaus wurde 1987 von der Familie Meznik übernommen und umsorgt mit ihrem Restaurant seitdem ihre Gäste in einem herzlichen und familiären Ambiente. Wobei das Ambiente schon sehr eigen und individuell ist: Der Erste Stock präsentiert sich optisch in einem plüschigen Rosa; knarrender Holzboden, ansonsten gibt es eine Unzahl an Dekorationsgegenständen: Von der Bügeleisen- bis zur Porzellankaraffen- und Suppenschüsselsammlung, Bilder aus der Biedermeierzeit, Plastik(Seiden)blumengesteck.
Der Mantel wird entgegengenommen, der reservierte Tisch s nett eingedeckt, Plastikblumen, Salz-Pfeffermühle und Stoffserviette.

Das Speisenangebot ziemlich klein aber ausgewogen: 3-gang Menü (Vsp zur Wahl / Hsp zur Wahl / Dessert oder Käse) € 36,00, a la Carte gibt´s 3 Vorspeisen, 2 Suppen und 7 Hauptspeisen…. und das was Frau Chefin persönlich sehr gekonnt empfiehlt.
Vorweg wurde das Gedeck (€2,90) serviert: Liptauer und ein deftiges Kürbiskernöl-Verhackertes; dazu zwei verschiedene, geschmacklich unauffällige Gebäcksorten.

Die Empfehlungen der Frau Chefin trafen meinen Geschmack: Sehr zarte, innen noch einen Hauch rosa gebratene Hendlleber mit Blattsalaten, Paradeisern, Paprika und Gurke; mariniert mit Kürbiskernöl und gerösteten Kürbiskernen.

Der Altwiener Suppentopf ganz und gar klassisch: Gute, heiße kräftige Rindsuppe mit feingeschnittenen Frittaten und etwas fasrigem Rindfleisch; darüber eine fast schon Schicht frischer Schnittlauch.

Hirschrückensteak, aber sowas von weich und exakt auf den Punkt gebraten mit cremigen Linsen (Basis: Kürbiskernöl) und einer gebratenen, zu süßen Maroniroulade.

Einzig der dazu empfohlene „Rote“ konnte da nicht mit: Ein Leichtgewicht mit zartem Säureüberhang und dünn-flachem Körper vom lt. Rechnung „Michl“-wer auch immer das sein soll, noch nie gehört, noch nie was davon gelesen- war dann lt. Information des Herrn Obers ein Zweigelt vom Butcher Schwarz ,- na klar war es nicht der Schwarz-Rot; trotzdem hätte dazu was opulenteres, reiferes und voluminöseres besser gepasst.
Noch besser: Man hätte den Wein bei Tisch einschenken könne/vorher verkosten lassen können.

Wiewohl hier das Thema Wein, im Speziellen Wiener Wein, sehr vorbildlich gepflegt wird: 21 Wiener Weine, dazu 16 Weißweine und annähernd gleichviele Rotweine mit teils beachtlicher Jahrgangstiefe (wie Tements 2005 Sauvignon „Zieregg“ um wohlfeile 45€) aber nicht überstandige Kellerleichen.

Palatschinken, Strudel, Mohr im Hemd .... die süßeste Schokoladen - Versuchung die es gibt! (ja derf ma des den no schreib´n; is des ned diskriminierend ), Sorbet, Eisbecher, Kürbiskerneisbecher ; jetzt aber genug mit Kürbis….
Meine Frage ob der Mohr ebenso wie die Strudeln hausgemacht sei war offensichtlich deplatziert. Gespielte Entrüstung von Seite des Herrn Obers ob meiner (unverschämten) Frage. Und ja; unberechtigt: Wirklich sehr gut: Echter Schlagobers (keine Sprühsahne aus der Tube), echte Schokoladensauce ( und keine Fertig-Dosensauce) und ein herrlich flaumig- nussiger Schokoladekuchen mit Schlagobers
Empfohlen wurde auch noch ein Nougatmus: Meiner Bitte um Kostprobe kam Frau Chefin ohne extra Verrechnung nach: Ein Glas einer etwas üppig-festen Mus; Danke!

Und nochmals Danke mit passendem Spruch aus selbiger Zeit: Es war sehr gut und ja es hat mich sehr gefreut
Hilfreich10Gefällt mir8Kommentieren
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