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Sa, 20. April 2024

Weinbau und Buschenschank Niggas

Lemsitz 30, 8511 St. Stefan ob Stainz
Küche: Steirisch
Lokaltyp: Buschenschank
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Weinbau und Buschenschank Niggas

Speisen
Ambiente
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Criticus
Experte
am 11. November 2016
SpeisenAmbienteService
Mit einem befreundeten Ehepaar unternehmen wir eine lustige Fahrt mit dem Stainzer Flascherlzug. Wieder in Stainz angekommen, begeben wir uns auf die Suche nach einer Buschenschank. Bald sehen wir auf der rechten Seite einen Parkplatz mit mehreren Autos, in dieser Gegend ein untrügliches Zeichen ...Mehr anzeigenMit einem befreundeten Ehepaar unternehmen wir eine lustige Fahrt mit dem Stainzer Flascherlzug. Wieder in Stainz angekommen, begeben wir uns auf die Suche nach einer Buschenschank. Bald sehen wir auf der rechten Seite einen Parkplatz mit mehreren Autos, in dieser Gegend ein untrügliches Zeichen für ein kulinarisches Platzerl und so landen wir eigentlich zufällig in der Buschenschank Niggas in St. Stefan ob Stainz.

Das Buschenschankgebäude ist ein typisches Beispiel für die Gebäude, die man in der Schilchergegend oft sieht: der untere Teil gemauert, der obere Teil aus Holz gezimmert und darauf ein steiles Sparrendach, ein „Weststeirerhaus“ in seiner urspünglichen Form. Eine Buschenschank in einem solchen (oft recht alten oder auch mit alten Baumaterialien neu errichteten) Gebäude hat immer einen einladenden Charme, drinnen ist es gemütlich, oft auch urig und man weiß, dass man hier günstig eine gute Jause und einen passablen Wein bekommt.

Der Buschenschank ist gut besucht, wir bekommen im Gastgarten den letzten freien Tisch. Insgesamt dürfte der Gastgarten Platz für etwa 40 bis 50 Gäste bieten, ein kurzer neugieriger Blick in die Gaststube ergibt, dass auch drinnen Platz für bis zu 50 Gäste sein dürfte.

Der Gastraum ist recht urig eingerichtet und gestaltet, eine Holzdecke mit alten Trämen, auch der Fußboden teilweise mit alten Holzdielen verlegt. Die Wände ebenfalls mit alten quer verlegten Holzdielen vertäfelt. Eine rundumlaufende Holzbank mit kleinen Fleckerlteppichen für gemütlicheres Sitzen, Holztische und-sessel, kleine Fenster mit Vorhängen und diverse Dekorationen. Insgesamt ein sehr stimmiges Bild, urig und gemütlich, man kann sich sofort vorstellen, wie man hier in geselliger Runde lang und lustig „ansitzen“ kann. Aber heute ist wohl einer der letzten schönen Herbsttage und da wollen alle draußen sitzen.

Eine Frau hat die Küche über, ein Mann (wohl der Chef) macht den Ausschank und das Service. Da der Gastgarten voll ist, dauert von der Bestellung bis zur Lieferung von Speis und Trank alles etwas länger, was uns nicht weiter stört. Dann bemerken wir aber, dass der Chef wohl ein wenig gestresst sein dürfte, beim Servieren murmelt er etwas Unverständliches und die Getränke und Teller werden überwiegend nicht auf den Tisch gestellt sondern direkt und schnell in die Hand gegeben.

Ich genehmige mir die Brettljause (€ 6,50), Critica ordert das Saure Rindfleisch (€ 7,00) und unsere Begleiter nehmen einen Lendbratenteller (€ 6,50) und einen mir nicht mehr erinnerlichen Salat mit Käferbohnen, Sulz und Käse. Ich kann zusammenfassend festhalten, dass wir alle mit der Qualität unserer Speisen sehr zufrieden waren. Wir waren zwar alle schon recht hungrig, es hat uns aber nicht nur deswegen so gut geschmeckt. Es war einfach alles frisch und gut zubereitet. Meine Brettljause war gut und reichlich, es war alles dabei, was man sich bei einer Brettljause erwartet. Wenn wir ein Haar in der Suppe finden wollen, dann wäre dies das Kernöl, dass zwar (auch) gut geschmeckt hat, aber zu üppig verwendet wurde. War aber kein Beinbruch, da das überschüssige Kernöl von allen mit Brot aufgetunkt wurde. Ein Highlight waren die großen Steirischen Käferbohnen, die so richtig fleischig und nussig geschmeckt haben. Ich habe dann noch ein Grammelfettbrot (€ 2,00) bestellt, das ich in 4 Teile geteilt und verteilt habe, wofür ich von den anderen ein Lob und ein „das war eine gute Idee“ eingeheimst habe.

Leider konnte der von uns bestellte Wein, eine Flasche Sauvignon blanc (€ 13,00) in puncto Qualität mit den Speisen so gar nicht mithalten. Über den Wein möchte ich den Mantel des Schweigens ausbreiten. Wir haben halt mehr Wasser getrunken und uns an den Traubensaft und Pfirsichsaft gehalten, die übrigens sehr gut sind. Vielleicht hätten wir den Schilcher probieren sollen (wir waren ja in einer Schilchergegend), aber ich bin halt kein besonderer Freund des Schilcher.

Letztlich gab es einen sehr versöhnlichen Ausklang: Ich habe (heimlich) 3 Stück Torte bestellt, weil die mich in der Vitrine angelacht haben. Als die Torten dann serviert wurden, hat jeder gemeint, er könne nicht mehr. Aber die (selbst gemachten) Torten waren so was von gut, dass sie ratzeputz aufgegessen wurden.

Fazit: Wir haben beim Buschenschank Niggas sehr gut gegessen. Die Speisen sind frisch, die Qualität ist schwer in Ordnung. Dies gilt auch für das Preis-Leistungs-Verhältnis. Leider hat der Wein, zumindest der von uns getrunkene Sauvignon blanc, nicht die nötige (Mindest-) Qualität. Sehr empfehlenswert sind die Torten. Wenn wir wieder in der Gegend sind, ist ein Folgebesuch nicht ausgeschlossen. Es gibt ja auch guten Traubensaft und Pfirsichsaft.
Weinbau und Buschenschank Niggas - St. Stefan ob StainzWeinbau und Buschenschank Niggas - St. Stefan ob StainzWeinbau und Buschenschank Niggas - St. Stefan ob Stainz
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