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Mi, 8. Februar 2023
In der Umgebung

Schank zum Reichsapfel

Karmeliterplatz 3, 1020 Wien
Küche: Österreichische Küche
Lokaltyp: Heuriger
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Reichsapfeljause, sehr gut - Schank zum Reichsapfel - WienReichsapfelschmaus - Schank zum Reichsapfel - WienMetznitztaler Fleischnudeln mit kaltem Speck-Krautsalat - Schank zum Reichsapfel - Wien
Gselchte Chiliwurst mit Bauernbrot - Schank zum Reichsapfel - WienKalte Speisen - Schank zum Reichsapfel - WienWarme Speisen - Schank zum Reichsapfel - Wien15 Fotos

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am 6. Jänner 2017
Stammersdorfer
Experte
SpeisenAmbienteService
Warum nicht einmal ein Stadtheuriger? Man liest viel Gutes über die SCHANK zum REICHSAPFEL im zweiten Bezirk. Also haben wir uns am 3.1.2017, des Abends, in die 2er Bim gesetzt und sind vom 8ten kommend, am Karmeliterplatz ausgestiegen. Da ist auf Hausnummer 3 auch schon der Wirt und das seit Jän...Mehr anzeigenWarum nicht einmal ein Stadtheuriger? Man liest viel Gutes über die SCHANK zum REICHSAPFEL im zweiten Bezirk. Also haben wir uns am 3.1.2017, des Abends, in die 2er Bim gesetzt und sind vom 8ten kommend, am Karmeliterplatz ausgestiegen. Da ist auf Hausnummer 3 auch schon der Wirt und das seit Jänner 2014, in einem Haus das bereits seit 1788 an seinem Platz steht, wie mir die HP verriet.

Der erste Eindruck, ein altes, gemütliches Lokale, das sehr wohl als Heuriger durchgeht. In der warmen Jahreszeit gibt’s einen Schanigarten am Platz davor.
Das Meiste hier ist aus dunklem Holz, von der Wandvertäfelung, oben drauf mit der einen oder anderen leeren Weinflasche und alle 30 Zentimeter mit einem Kleiderhaken, über den schönen Holzboden, neu auf alt gemacht, den Tischen, jene welche wo sich irgendwann einmal der Holzwurm durchgefressen hat, bis zu den Bänken, die jetzt nicht unbedingt länger zum Verweilen einladen. Auffällig ein grüner Kachelofen und die mehr oder weniger geschmackvollen Leuchten die von der weißen Decke baumeln. Am hinteren Ende des länglichen Lokals, über die Ganze breite eine Schank, samt Glasvitrine für die kalten Köstlichkeiten, sowie die Zapfanlage fürs Murauer vom Fass. Ja das gibt’s hier auch. Uns hat es gut gefallen, es macht alles einen sauberen und ordentlichen Eindruck, die Zigaretten werden vor der Türe geraucht.

Die telefonische Reservierung bereits vor Weihnachten für -3-, die Lieblingsschwägerin ist auch mit dabei, hat übrigens perfekt geklappt!
Zu Beginn waren wir fast alleine und durften uns den Tisch aussuchen. Später dann waren sie alle besetzt, allerdings nur mit je 2 bis 4 Leuten. Die Idealbelegungen wären 50 Gäste, gestern waren es zur Besten Zeit etwa 30. Was aufgefallen ist, fast durchwegs Touristen, aus Bayern, Frankreich und Italien, allesamt Glücksritter, außer unserem gab es keinen reservierten Tisch.

Was ist hier los wenn nicht Ferienzeit in unserem wunderschönen Lande ist, fragten wir uns? Steppt dann der Petzibär, oder ist tote Hose? Vermutlich ersteres!?

Im Service ein junger Mitarbeiter, sehr freundlich, recht aufmerksam und er fragt manchmal auch nach. Was besonders an ihm auffielt, er geht überaus gemächlich ans Werk und sieht leider nicht, wenn man nix mehr zu trinken hat. Für die Art Lokal passt die Serviceleistung, man muss ihn halt das eine oder andere Mal zu sich rufen.

Das Essen holt man sich nicht wie bei anderen Heurigenbetrieben selbst, sondern die Karte liegt am Tisch, man bestellt und bekommt serviert. Die Speisen teils irgendwie mit Kärntner Einschlag, was vermutlich am Besitzer Günther Rogatschnig liegen mag, er ist aus unserem südlichsten Bundesland, wie mir mehrere Medienberichte bestätigten. Ihm zur Seite Gerald Hammerschmid, er hat uns zu Beginn zwei sehr gute weiße Spritzer gebracht, hat dann teils Speisen serviert und war an sonst hinter der Schank zu finden.

Zu Beginn teilten wir uns die Reichsapfeljause. Die war nicht nur optisch sehr schön anzuschauen, sondern war auch richtig gut, mit hochwertigen Produkten am Holzbrett. Es gab herrliche Blunzn, gschmackigen Liptauer, aber nicht scharf, zweierlei Salami vom Feinsten, etwas von einem harten Würstel, dünn geschnittener Schopf und Gselchtes, phantastischer Schinkenspeck hauchdünn, ein hartes Ei , Pfefferoni, Essiggurkerln und in einem kleinen weißen Schüsserl würziger Kren und Senf. Einzig das Brot war etwas enttäuschend, weil nicht ganz frisch, aber sonst gab es nichts auszusetzen, wie auch meine Damen fanden.

Danach hatte wir je eine Hauptspeise, wobei die Menge derer sehr großzügig bemessen war, vor allem von meinem Reichsapfelschmaus. Der bestand aus 2 Scheiben Serviettenknödel die nicht gleich beim Hinschauen zerfallen sind, einer Scheibe Geselchtem, das zwar mit etwas Fett durchzogen, aber dennoch recht trocken, 2 Scheiben Schweinsbraten, auch durchzogen, weich, sehr gut, einem halben Krainer Würstel, fest und gut gewürzt, sowie wieder Senf und Kren. Am Tellerboden fand sich recht dünner, aber geschmacklich guter Saft.

Meine Frau hatte die geselchte Chili-Hauswurst mit Senf, Kren, Essiggurkerln, Pfefferoni, Senfgurke und einer Scheibe vom Bauernbrot. Die Hauswurst war der Krainer sehr ähnlich, nur dass ihr mit Chili etwas Schärfe verliehen wurde. Wobei scharf aber übertrieben ist, auch jene die nix von scharfem Essen halten, so wie wir, können die problemlos essen. Sie hat jedenfalls sehr gut geschmeckt, das Bauernbrot auch hier nicht frisch.

Die Schwägerin hatte die Fleischnudeln aus dem Metznitztal mit kaltem Speck-Krautsalat. Das ganz wurde auf einem Teller der Marke „grauslich“ serviert. Die Teigtaschen fest, die Fülle war aus faschiertem, mit etwas Zwiebel, sehr gut gewürzt, feine Sache. Das Kraut knackig, mit großen würzigen Speckwürfeln. Hier hat die Relation leider nicht gepasst, das Kraut war viel zu viel.

Was wäre ein Heuriger ohne guten Wein!? Wir hatten zu Beginn, wie gesagt, zwei Spritzweine und danach 2 Flascherln vom Grünen Veltliner „Pepperl“ aus 2015, vom Weingut Schenter, aus Schönberg am Kamp. Uns bis zum 3.1.17 völlig unbekannt, aber den kann man sich merken. Ein GV vom Feinsten, sehr fruchtig, mit etwas Restsüße, schöner gelbliche Farbe, sehr sauber, bleibt länger am Gaumen. Top!
Das Fluchtachterl sollte eigentlich ein Cuvee vom Markowitsch werden, derzeit leider nein, so wurde es auf Empfehlung des Kellners ein blaufränkischer vom Kerschbaum aus Horitschon, aus 2013 glaube ich. Der Hatte zwar keinen Fehler, war aber wenig gehaltvoll und irgendwie unreif und somit leider (sehr) enttäuschend.
Wiener Hochquelle gehört zur Grundausstattung, wurde immer wieder nachgebracht und stand nicht auf der Rechnung.

Alles in allem ein erfreulicher Besuch beim Stadtheurigen SCHANK zum REICHSAPFEL. Das Essen gut bis sehr gut, hier wäre wieder einmal 3,5 die richtige Note gewesen, nur das nächste Mal bitte frisches Brot. Das Ambiente passt und der Service 3er ist meiner lieben Frau zu verdanken, sie meinte „sei nicht so“ :-))

Die Zech mit Maut waren 115,-- Euro bar gezahlt und die große Rote brachte uns zufrieden wieder nach Hause......
Ein Wiedersehen im Sommer zur Schanigartenzeit ist nicht ausgeschlossen.
Reichsapfeljause, sehr gut - Schank zum Reichsapfel - WienReichsapfelschmaus - Schank zum Reichsapfel - WienMetznitztaler Fleischnudeln mit kaltem Speck-Krautsalat - Schank zum Reichsapfel - Wien
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