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Mi, 7. Dezember 2022
In der Umgebung

Pecherhof

Gadenweith 6, 2564 Weissenbach an der Triesting
Küche: Wiener Küche, Österreichische Küche
Lokaltyp: Gasthaus
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Bewertungen (0)

am 12. Oktober 2009
Meidlinger12
Experte
SpeisenAmbienteService
Der Pecherhof bietet sehr gute regionale Küche. Es gibt sogar eigene Hausschlachtung. Die Inneneinrichtung ist mit viel Holz ausgestattet und freundlich. Der Gasthof liegt etwas abseits mitten in einer kleinen Ortschaft namens Gadenweith und gehört noch zu Weißenbach /Triesting. Die Straße ...Mehr anzeigenDer Pecherhof bietet sehr gute regionale Küche. Es gibt sogar eigene Hausschlachtung. Die Inneneinrichtung ist mit viel Holz ausgestattet und freundlich.

Der Gasthof liegt etwas abseits mitten in einer kleinen Ortschaft namens Gadenweith und gehört noch zu Weißenbach /Triesting.

Die Straße endet in einer Sackgasse. Die Umgebung ist sehr schön und ruhig.

Zum Namen Pecherhof. Das Pech ist Baumharz aus Föhren. In der Gegend des Triestingtals gibt es den größten Schwarzföhrenbestand Mitteleuropas.

Harzgewinnung
Im südlichen Niederösterreich bezeichnet man die Harzgewinnung aus Schwarzföhren als Pecherei, da das Baumharz auch „Pech“ genannt wird. Gab es 1960 noch 750.000 Pechbäume, werden heute nur noch 4.000 Kiefern genutzt. Seit dem 17. Jahrhundert ist das Pechern in der Region nachgewiesen. Noch während der 1960er Jahre haben rund 7000 Familien davon gelebt. Heute gibt es noch sechs Pecher.

Der Harzfluss ist je nach Jahreszeit und Witterung unterschiedlich, Wärme und Feuchtigkeit wirken sich günstig aus. Pro Stamm und Jahr konnten drei bis vier kg Pech gewonnen werden. Zuerst wird an den Bäumen in einer Höhe von ca. 0,5-2 m im Frühjahr die Borke entfernt. Später werden mehrfach im Abstand von einigen Tagen V-förmige Einschnitte in das Splintholz angelegt, wodurch der Ausfluss eines Balsams aus schizogenen Exkretgängen in Rinde und Holz in Gang gesetzt wird, welcher über Rinnen in Auffanggefäße geleitet wird. Aus dem Harz wird durch Wasserdampfdestillation und Rektifikation (eine Gegenstrom-Destillation zur Reinigung) Terebinthinae aetheroleum rectificatum gewonnen. Der verbleibende Rückstand, geschmolzen und gereinigt, wird Kolophonium genannt. Terpentinöl und Kolophonium wurden vorwiegend in der Papier-, Lack-, Seifen-, Kabel- und Schuhcremeindustrie verwendet, haben aber auch noch in der Pharmazie gewisse Bedeutung, siehe Phytos in der Dermatologie, in Österreichische Apotheker-Zeitung ÖAZ 5/2005 Seite 226ff sowie Kubelka W, Länger R / Phytokodex: Pflanzliche Arzneispezialitäten aus Österreich.

Schmiergeld fürs Kolophonium
Übrigens: Kolophonium, heute etwa zur Behandlung des Geigenbogens bekannt, war in vorindustriellen Zeiten zur Herstellung von Schmiermitteln unersetzlich. Die Reisenden vergangener Tage, die mit der Postkutsche unterwegs waren, mussten an den Relaisstationen ein sogenanntes “Schmiergeld” entrichten; eine Bezeichnung, die inzwischen einen erheblichen Bedeutungswandel erfuhr.
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