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Sa, 20. Juli 2024

Lercher's Wirtshaus, Murau - Bewertung

am 29. August 2017
SpeisenAmbienteService
Lange habe ich nicht mehr so gut gegessen, und das bei einem zufälligen spontanen Zwischenstopp in Murau.

Von außen wirkt das Wirtshaus schon sehr nett und schön hergerichtet, das Haus ist gelb angemalt und versprüht einen ländlich-eleganten Charme. Es gibt einen kleinen Schlingerten an der Straße und so denke ich auch einen nicht-straßenseitigen größeren Gastgarten, diesen haben wir aufgrund der herbstlichen Temperaturen jedoch nicht benützen können.
So begaben wir uns in die urige, gemütliche und geschmackvoll eingerichtete Gaststube, und setzten uns an einen noch freien und uns zugewiesenen Tisch.
Das Service war von Anfang bis zum Ende perfekt, aufmerksam und auch freundlich sowie flott. Der Chef persönlich hat auch während dem Essen vorbeigeschaut und gefragt ob alles in Ordnung ist (Spoiler: es war grandios!), er hat auch Getränke serviert und Teller abserviert.

Zu Beginn gab es eine heiße und sehr kräftig-würzige Grießnockerlsuppe mit einem perfekten Grießnockerl (flaumig aber nicht matschig, man konnte den Grieß noch rausschmecken aber er behielt auch die Form beim zerteilen). Die Suppe schien für uns auch ohne Zugabe etwaiger Geschmacksverstärker zubereitet zu sein und schmeckte sehr gut.
Dann gab es 1x das Spanferkel-Bratl mit Serviettenknödel und Wurzelgemüse, serviert in einer gußeisernen Pfanne. Das Spanferkel war zart und sehr gut gewürzt, einig die Kruste hätte noch etwas knuspriger sein dürfen aber wurde wohl durch den Bratensaft etwas lätschert. Geschmacklich jedoch wirklich sehr gut. Auch der Serviettenknödel war flaumig und nicht zu trocken und fügte sich gut mit dem restlichen Gericht. Das Wurzelgemüse war sehr dezent gewürzt aber dadurch kam die gute Qualität und perfekte Garung zum Vorschein, und fügte sich mit dem köstlichen Braten und den Serviettenknödel zu einem absolut stimmigen und genussvollen Gesamtkunstwerk.
Als 2. Hauptspeise gab es die hausgemachten Kasnudeln, mit ordentlich Parmesan und Rucola garniert. Diese waren außerordentlich gut, die Füllung würzig und Geschmack und ebenfalls in der Gesamtheit ein wahrer Genuss.
Als Nachspeise gab es einen geteilten Bananensplit, der als solcher zwar keine kulinarische Meisterleistung darstellt aber dennoch fabelhaft geschmeckt hat. Auch die einfachen Sachen können ja manchmal so gut sein!

Zum Trinken wählten wir Murauer Radler sowie ein Spezialbier der dunkleren, malzig-karamelligen Sorte (Black Hill - gewidmet der Familie Schwarzenberg, deren Einfluss im ganzen Ort präsent ist, heuer auch mit Sonderausstellungen, Events etc. zu Ehren der Familie)

Zum Ambiente noch: es gab auch einen weiteren größeren Gastraum wie ich dann sah (gemütlicher war es aber für uns ohnehin im Stüberl), zu den Toiletten ging es die Stufen herab wobei man auch einen Blick in den Garten werfen konnte. Das gesamte Gasthaus wirkt absolut toll in Schuss gehalten, schön gestaltet und urig-gemütlich aber trotzdem elegant.

Daher - volle Punkte - und eine uneingeschränkte Weiterempfehlung für dieses Wirtshaus!
Hilfreich6Gefällt mir4Kommentieren
1 Kommentar
magic

Wir waren Ende Juni kurz in Murau und ich muss sagen, dieses ganze Schwarzenberg-Getue fanden wir echt nervig.

29. Aug 2017, 19:28Gefällt mir
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