Joseph II
Schönbrunner Schlossstraße 47, Wien 1130
Schloss-Restaurant Schönbrunn
Schloss-Restaurant Schönbrunn
Küche: Österreichische KücheLokaltyp: Restaurant
Bewertungen
Joseph II - Andi Wojtas neues Küchenreich
Nachdem Fernsehkoch Andi Wojta in der ersten Jahreshälfte 2025 Hüften und Beine als Dancing Star geschwungen hatte, kehrt er nun wieder zurück zum Kochl...MehrJoseph II - Andi Wojtas neues Küchenreich
Nachdem Fernsehkoch Andi Wojta in der ersten Jahreshälfte 2025 Hüften und Beine als Dancing Star geschwungen hatte, kehrt er nun wieder zurück zum Kochlöffelschwingen in seiner neuen Arbeitsstätte im Restaurant Joseph II.
Seit Ende Mai 2025 hat er hierorts die Küche übernommen und versucht seinen Stil einzubringen. Er ist ja auch sonst kein Unbekannter, z.B. von vielen ORF-Kochshows gemeinsam mit Alex Frankhauser, und er war zuvor auch jahrelang tätig in der Kantine im Minoritenstüberl.
Dieses Stüberl war an sich sein Lebenswerk, das schon seine Mutter aufgebaut hatte, aber es wird das Gebäude nun generalsaniert und daher kann für die nächsten 3 Jahre dort kein Betrieb geführt werden.
Ob er danach wieder zurückkehrt, könnte sein, aber das wird sich erst zeigen. Da er auch seine eigenen Brötchen verdienen muss, so arbeitet er nun hier als Chefkoch. Man sieht ihn hier aber nicht mehr, er werkt für Gäste unsichtbar in seinem Küchenrefugium.
Lokal und Ambiente
Das Restaurant verschreibt sich einer gewissen Tradition, daher auch der Name und zieht eine Menge Touristen an, die das Schloss Schönbrunn besuchen. Ein geteilter Raum mit gediegener Inneneinrichtung und zwei Schanigärten bieten Platz für ausreichend Gäste.
Der innere Garten hat etwas den Nachteil, dass es bei kräftigem Sonnenschein schwül ist, dafür bietet er eine ruhige Hoflage. Vorne muss man sich an den Straßenverkehr gewöhnen. Den hinteren inneren Lokalteil halte ich sehr gut geeignet für größere Personengruppen in einem recht fürstlich anmutenden Ambiente.
Andis Küche - Bleibt die Legende?
Es wurde eine Karte erstellt mit einigen Spezialitäten, wie ich sie schon kenne und diese sind teils perfekt wie eh und je. Dazu gehören z.B. die Rindsroulade mit Püree zu einem genialen Zwiebelsafterl, das seinesgleichen sucht oder ein Kalbsrahmgulasch mit einem Paprikasafterl, bei dem mir schon das Wasser im Mund zusammenrinnt, wenn ich nur den Namen ausspreche.
So nebenbei, Röstzwiebel gibt es aber auch hier nicht, daraus könnte ich schließen, dass Herr Andi Wojta die noch nie machen wollte, warum sei dahingestellt.
Das Grammelknödel verfrachtete Andi auf die Vorspeisenkarte, und es gibt deren zwei kleinere, die Grammeln weiterhin herzhaft reinzubeißen. Es gab aber auch ein Hoppala. Das von mir bislang als bestes Beuschl von Bludenz bis Marchegg angepriesen war wässrig und recht geschmacklos, aber auch der Knödel dazu konnte nicht viel.
Ich vermute, dass es nicht Meister Andi zubereitet hatte, denn es gibt hier keinen Ruhetag, also muss sicher auch wer anders am Werk sein. So habe ich mir das halt erklärt.
An der Karte gibt es seit Eröffnung keine Bewegung, das muss ich schon anbringen, man findet auch keine saisonalen Gerichte, die doch mehr Leben in die Kulinarik bringen. Zumindest gibt es von Mo – Fr ein Tagesgericht solange der Vorrat reicht.
An dem orientiere ich mich nun für weitere Besuche. Wie gesagt, seine Spezialitäten sind obere Klasse, aber man will auch Abwechslung.
Die Suppen bleiben weiterhin schlicht, bei der RS gibt es nur als Beilage Frittaten, oder bei der Tagessuppe auch zwei Leberknöderl, der Fond ist für meine Begriffe recht dünn oder, wie beim letzten Besuch, halt wie üblich kraftverstärkt.
Bei den Suppen, so hat mir Andi mal erzählt, tut er sich nicht so viel an. Nun, für eine Kantine zum raschen Mittagsbesuch kann ich das nachvollziehen, aber für ein Restaurant? Das befinde ich als Manko.
Dafür habe ich einen neuen Bierfavoriten gefunden, ein Schwechater Wiener Lager, es glänzt nicht nur schön bernsteinfarben, es hat auch eine bestechende Hopfen- und Malznote. An einer Weinkarte wird womöglich noch gearbeitet, es stehen mehrere Bouteillen wie Muster im Lokal herum.
Eindruck und Zusammenfassung
Etwas schwingt bei mir klarerweise die Vergangenheit und vor alle die Gewohnheit durch, wenn ich an Andis Wiener Küche auf Traumlevel denke und meine, es werde hier alles 1:1 kopiert werden. Von der Vorstellung muss man sich lösen, wie auch von dem kleinen Plauscherl mit seiner Person beim Zubereiten auf der Theke vor dem Gast.
Hier ist es wie in jedem anderen guten Restaurant. Es gibt den Service, sprich Kellner, die das erledigen. Will man an den Speisen etwas anbringen, z.B. mag ich nicht den etwas zu stark gepfefferten Erdäpfelsalat, dann geht das nur über den Service. Aber so weiß ich wenigstens, dass an dem Tag Meister Andi in der Küche werkt. 😉
Was das Preisniveau anbelangt, wurde schon recht kräftig an mir die Daumenschraube angelegt. 31,90€ für die Roulade verpasste meinem Gesichtsausdruck etwas Augenrollen. Ich dachte, ok, dann wird die Portion größer werden, aber schmecks, diese blieb dafür wieder gleich.
Ein Kalbswiener um 26,90€, und das ohne (!) Beilage, nun gut daran habe ich mich schon gewöhnt. Es herrschen hier also keine Kantinenverhältnisse. So muss ich das Joseph II als mittel- bis hochpreisig einstufen.
Summa summarum halte ich das Joseph II für eine gehobene Gaststätte und bin unter neuer Patronanz doch zufrieden. Vorwiegend werde ich mich den Tagesgerichten zu Mittag widmen.
Allgemein sehe ich bei der Küchenleistung doch Potential nach oben, denn wie bei mir als Gast, so meine ich gilt das auch für Wirt samt Koch, dass hier kein Kantinenbetrieb ist.
LG vom WrK-Fan
Nachdem Fernsehkoch Andi Wojta in der ersten Jahreshälfte 2025 Hüften und Beine als Dancing Star geschwungen hatte, kehrt er nun wieder zurück zum Kochlöffelschwingen in seiner neuen Arbeitsstätte im Restaurant Joseph II.
Seit Ende Mai 2025 hat er hierorts die Küche übernommen und versucht seinen Stil einzubringen. Er ist ja auch sonst kein Unbekannter, z.B. von vielen ORF-Kochshows gemeinsam mit Alex Frankhauser, und er war zuvor auch jahrelang tätig in der Kantine im Minoritenstüberl.
Dieses Stüberl war an sich sein Lebenswerk, das schon seine Mutter aufgebaut hatte, aber es wird das Gebäude nun generalsaniert und daher kann für die nächsten 3 Jahre dort kein Betrieb geführt werden.
Ob er danach wieder zurückkehrt, könnte sein, aber das wird sich erst zeigen. Da er auch seine eigenen Brötchen verdienen muss, so arbeitet er nun hier als Chefkoch. Man sieht ihn hier aber nicht mehr, er werkt für Gäste unsichtbar in seinem Küchenrefugium.
Lokal und Ambiente
Das Restaurant verschreibt sich einer gewissen Tradition, daher auch der Name und zieht eine Menge Touristen an, die das Schloss Schönbrunn besuchen. Ein geteilter Raum mit gediegener Inneneinrichtung und zwei Schanigärten bieten Platz für ausreichend Gäste.
Der innere Garten hat etwas den Nachteil, dass es bei kräftigem Sonnenschein schwül ist, dafür bietet er eine ruhige Hoflage. Vorne muss man sich an den Straßenverkehr gewöhnen. Den hinteren inneren Lokalteil halte ich sehr gut geeignet für größere Personengruppen in einem recht fürstlich anmutenden Ambiente.
Andis Küche - Bleibt die Legende?
Es wurde eine Karte erstellt mit einigen Spezialitäten, wie ich sie schon kenne und diese sind teils perfekt wie eh und je. Dazu gehören z.B. die Rindsroulade mit Püree zu einem genialen Zwiebelsafterl, das seinesgleichen sucht oder ein Kalbsrahmgulasch mit einem Paprikasafterl, bei dem mir schon das Wasser im Mund zusammenrinnt, wenn ich nur den Namen ausspreche.
So nebenbei, Röstzwiebel gibt es aber auch hier nicht, daraus könnte ich schließen, dass Herr Andi Wojta die noch nie machen wollte, warum sei dahingestellt.
Das Grammelknödel verfrachtete Andi auf die Vorspeisenkarte, und es gibt deren zwei kleinere, die Grammeln weiterhin herzhaft reinzubeißen. Es gab aber auch ein Hoppala. Das von mir bislang als bestes Beuschl von Bludenz bis Marchegg angepriesen war wässrig und recht geschmacklos, aber auch der Knödel dazu konnte nicht viel.
Ich vermute, dass es nicht Meister Andi zubereitet hatte, denn es gibt hier keinen Ruhetag, also muss sicher auch wer anders am Werk sein. So habe ich mir das halt erklärt.
An der Karte gibt es seit Eröffnung keine Bewegung, das muss ich schon anbringen, man findet auch keine saisonalen Gerichte, die doch mehr Leben in die Kulinarik bringen. Zumindest gibt es von Mo – Fr ein Tagesgericht solange der Vorrat reicht.
An dem orientiere ich mich nun für weitere Besuche. Wie gesagt, seine Spezialitäten sind obere Klasse, aber man will auch Abwechslung.
Die Suppen bleiben weiterhin schlicht, bei der RS gibt es nur als Beilage Frittaten, oder bei der Tagessuppe auch zwei Leberknöderl, der Fond ist für meine Begriffe recht dünn oder, wie beim letzten Besuch, halt wie üblich kraftverstärkt.
Bei den Suppen, so hat mir Andi mal erzählt, tut er sich nicht so viel an. Nun, für eine Kantine zum raschen Mittagsbesuch kann ich das nachvollziehen, aber für ein Restaurant? Das befinde ich als Manko.
Dafür habe ich einen neuen Bierfavoriten gefunden, ein Schwechater Wiener Lager, es glänzt nicht nur schön bernsteinfarben, es hat auch eine bestechende Hopfen- und Malznote. An einer Weinkarte wird womöglich noch gearbeitet, es stehen mehrere Bouteillen wie Muster im Lokal herum.
Eindruck und Zusammenfassung
Etwas schwingt bei mir klarerweise die Vergangenheit und vor alle die Gewohnheit durch, wenn ich an Andis Wiener Küche auf Traumlevel denke und meine, es werde hier alles 1:1 kopiert werden. Von der Vorstellung muss man sich lösen, wie auch von dem kleinen Plauscherl mit seiner Person beim Zubereiten auf der Theke vor dem Gast.
Hier ist es wie in jedem anderen guten Restaurant. Es gibt den Service, sprich Kellner, die das erledigen. Will man an den Speisen etwas anbringen, z.B. mag ich nicht den etwas zu stark gepfefferten Erdäpfelsalat, dann geht das nur über den Service. Aber so weiß ich wenigstens, dass an dem Tag Meister Andi in der Küche werkt. 😉
Was das Preisniveau anbelangt, wurde schon recht kräftig an mir die Daumenschraube angelegt. 31,90€ für die Roulade verpasste meinem Gesichtsausdruck etwas Augenrollen. Ich dachte, ok, dann wird die Portion größer werden, aber schmecks, diese blieb dafür wieder gleich.
Ein Kalbswiener um 26,90€, und das ohne (!) Beilage, nun gut daran habe ich mich schon gewöhnt. Es herrschen hier also keine Kantinenverhältnisse. So muss ich das Joseph II als mittel- bis hochpreisig einstufen.
Summa summarum halte ich das Joseph II für eine gehobene Gaststätte und bin unter neuer Patronanz doch zufrieden. Vorwiegend werde ich mich den Tagesgerichten zu Mittag widmen.
Allgemein sehe ich bei der Küchenleistung doch Potential nach oben, denn wie bei mir als Gast, so meine ich gilt das auch für Wirt samt Koch, dass hier kein Kantinenbetrieb ist.
LG vom WrK-Fan
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Schönbrunner Schlossstraße 47 (Schloss-Restaurant Schönbrunn), Wien 1130 (13. Bezirk - Hietzing)
Joseph II - Details
Küche: Österreichische Küche
Lokaltyp: Restaurant
Features: Gastgarten
Kartenzahlung: Gängige Karten
Öffnungszeiten: Website prüfen
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Wer ist "Er"? Andi Wojta ist nur für den Küchenbetrieb verantwortlich. Alles andere obliegt ihm nicht, ich vermute daher auch nicht die Preisgestaltung. Das kann ich noch eruieren.