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amarone1977
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Istra

Wolf-Dietrich-Straße 27
5020 Salzburg
Küche: Kroatisch
Lokaltyp: Restaurant, Weinbar, Vinothek
Tel: 0662 879794
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1 Bewertung für: Istra

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 29. Jänner 2014
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amarone1977
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Ein etwas anderer Lokalbesuch, definitiv.

Ich bin ja gern zwischen Istrien, der dalmatinischen Küste und den ihr vorgelagerten Inseln „zuhause“.
Karge Landschaft, alte Dörfer und Städtchen, das blitzsaubere Wasser und die idyllischen Buchten. Dazu eine Terrasse und frischer Fisch auf dem Teller.

Oder auch im Landesinneren, das neben dem Wein auch weiße und schwarze Trüffeln versteckt.
Da lohnt es sich schon mal, ungefähr zwei Wochen ungeplant einzuplanen, irgendwo bringt einen das Auto oder das Radl schon hin. Und wo’s einem gefällt, da lass dich ruhig nieder. Sehr frei nach Johann Gottfried Seume.
Vor allem dort, wo man es auch versteht, stets gut zu essen.

So auch letztens in der Salzburger Neustadt. Ein Termin, der gar nichts mit Urlaub und Genuss gemein hatte, führte mich in die Wolf-Dietrich-Straße, aber auch nur gerade deshalb in diese Gasse, weil gerade nur dort ein Parkplatz für mich frei war.

Gleich gegenüber der unmissverständliche Schriftzug „Istra“. Konoba. Restaurant.

Und sofort sind sie wieder da, die Assoziationen: Parenzana (die ehemalige K&K-Eisenbahnstrecke von Triest nach Poreč, dem ehemaligen Parenzo, jetzt ein einzigartiger Radweg!), Malvazija istriana (kvalitetno vino!) und Rižoto s bijelim tartufom.

Das Lokal war auf ReTe noch nicht gelistet – es scheint auf mich gewartet zu haben. Tage später ist es soweit.

Ich bin wieder einmal unangemeldet – das Lokal ist praktisch voll. Der vordere Bereich mit den großen Fenstern ist dabei nett und gemütlich mit stabilen wie einfachen Tischen und Sesseln bestückt, wie in einer kleinen Trattoria.

Der hintere Bereich beherbergt die Katzentische, ein kleiner Durchgang Richtung Küche und dem Abgang zur Toilette. Ein brummender Getränke- und Weinschrank hat neben drei kleinen Tischen hier auch noch Platz.
Zum ersten Kennenlernen reicht mir das aber völlig.

Der wortkarge Kellner beschränkt sich eher auf seine Mimik, sein Lächeln kneift die Augen so zusammen, das sie fast immer ein etwas mitleidiges „na I waaß net, ob des möglich is‘“ ausdrücken könnten.

Es passiert eine Zeit lang nichts. Dann wird einer der gleich nebenan aufgetürmten, bereits vorbereiteten Brotkörbchen mit einfachem Weißbrot gebracht, ein Krug Wasser dazu.

„Welche Weine haben Sie offen?“

Der Herr mit dem säuerlichen Lächeln geht zum Weinschrank und nimmt mal zwei Flaschen raus, betrachtet beide, öffnet eine und schenkt mir ein Achtel ein, überlegt kurz, stellt die andere wieder in den Schrank und stellt mir die Flasche auf den Tisch: Žlahtina, ein guter Bekannter aus dem Nordosten der Insel Krk. Ein schöner Wein, der seine ganze Kraft aus dem Gestein zu saugen scheint.

Langsam gewöhne ich mich an den rauhen Charme des Hauses und warte, was kommt.

Und da kommt: ein Carpaccio vom Schwertfisch, das sich den Platz am Teller mit einem Carpaccio vom Thunfisch teilt. Darauf geraspelt ein wenig geräucherter Pecorino (sieht aus wie geriebener Kren) und eine herrliche Marinade aus bestem Olivenöl und Zitronensaft.
So einfach und so genial kann Fisch zubereitet sein. Das sucht seinesgleichen.

Und so warte ich wieder, was kommt. Was ich diesmal nicht hätte tun sollen.

Es kommt: ein Scherbenhaufen – ein Berg mit Muscheln. Ich kann Muscheln nicht essen, so Leid es mir tut. Er lächelt wieder, schüttelt beruhigend den Kopf, kein Problem – und verschwindet mit dem Scherbenhaufen wieder in der Küche.
Zuvor fragt er mich aber nochmal, ob er mir stattdessen eine Goldbrasse vom Grill bringen kann.
Das lasse ich mir gern gefallen.

Und da ist sie schon – sehr sanft gebraten, so sanft, dass man fast befürchten möchte, sie wäre innen noch nicht durch. Keine Rede davon, wunderbar zart, dezent gewürzt, ein bisschen Knoblauch, aber nicht zu viel.
Die Kartoffelscheiben wurden in der Pfanne scharf, ja fast zu scharf, angebraten. Trotzdem, sehr gut.

Dazu gibt’s einen weiteren Weißwein, der wieder ungefragt eingeschenkt wird. Quercus – wieder ein alter Bekannter, diesmal aus der slowenischen Goriška Brda, dem slowenischen Teil des Collio.
Rebula, hier ein wenig internationaler interpretiert, aber trotzdem sehr fein zu trinken.

Als ich den Kellner auf den leeren Vorspeisenteller aufmerksam mache, meint er, das wäre kein Problem, er lässt ihn für die Fischgräten für mich stehen.
Ungewöhnlich, woanders wohl mehr als ungewöhnlich, ich nehm’s aber schmunzelnd zur Kenntnis und mache tatsächlich, wie oft zuhause auch, davon Gebrauch.

Der Herr mit dem einprägsamen Lächeln unterhält sich derweilen mit Salzburger Stammgästen – im Salzburger Dialekt. Oho – man hat hier also offenbar schon eine jahrelange Fangemeinde.
Zu Recht, wie ich meine, auch wenn ich beim ersten Besuch offensichtlich noch nicht in die Gepflogenheiten des Hauses eingeweiht war.

Beim nächsten Besuch bin ich besser vorbereitet. Mit Reservierung im gemütlicheren, vorderen Bereich des Lokals, mit meinen Wünschen und Fragen, was das Haus am heutigen Tage so zu bieten hat – und mit saloppem Salzburger Dialekt, die Kärntner sollten sich eben in anderen Städten besser anpassen, so schaut’s aus.

Beim Zahlen frage ich, ob Visakartenzahlung möglich ist.
Der Herr lächelt wieder, sieht mich ein wenig von der Seite an, will vielleicht sagen „Ja, ich glaube, das können wir heute mal durchgehen lassen.“
30 Euro geradeweg für zweimal Fisch und zwei Achteln Wein. Vor allem der rohe Fisch war vom Allerfeinsten.

Eine Speisekarte finde ich übrigens auf der Website nicht, aber das Titelbild auf der Website spricht Klartext:
„Hier isst man Fisch und trinkt Wein!“
Na gut, das reicht doch für einen schönen, kulinarischen Abend!

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Bewertet am 29.01.2014

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