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Griechenbeisl, Wien - Bewertung

am 15. Februar 2017
SpeisenAmbienteService
Diese Bewertung steht unter dem Motto: "Man(n) soll sich nie von Vorurteilen lenken lassen!" Das Griechenbeisl ist nun wirklich eines der Restaurants welche in jedem, ja absolut jedem Fremdenführer zu finden sind. So wird schnell mit Touristenfalle abgestempelt und tatsächlich war es mehr ein Zufall, dass es zum Speisen der gehobenen Küche - nicht Haubenküche eine Reservierung erfolgt ist. Denn, gesehen muss man es schon einmal haben...

Weit gefehlt und schon jetzt soll festgehalten werden, dass es mehr als nur gut war dem Griechenbeisl einen Besuch abgestattet zu haben.

Das Ambiente erklärt man am Besten mit vielen kleinen Räumen, etwas verwinkelt, wunderschön rustikal mit viel Zeug an der Wand und auch ein Raum mit den berühmtesten Unterschriften angefangen von Mozart bis David Hasselhoff wenn gleich darüber diskutiert werden darf ob letzterer darunter fällt...

Von den Kellnern wird man automatisch auf Englisch angesprochen, tatsächlich wurde auch außer an unserem Tisch kein Wort Deutsch gesprochen. Klar, Touristen, Reiseführer,...

Die Speisekarte verspricht bürgerliche Küche auf gehobenem Niveau. Als Vorspeise Beef Tartar ein Gedicht. Es ist auf der Zunge zergangen. Herrlich! Allerdings! Vorsicht, es ist ziemlich scharf gewürzt. Ist sicher nicht jedermanns Sache.
Der Lachs ebenso herrlich. Sehr fein geräuchert und die Guacamole ein Traum. Nachdem der Aperitif bereits sein Ende gefunden hatte, ein Gläschen Riesling aus der Wachau dazu.
Zur Hauptspeise wurde eine Beiriedschnitte die eher das Wort Steak vom Beiried verdient und ein Zwiebelrostbraten serviert. Das Beiried auf den Punkt gebraten innen Rosa, perfektes Medium. Der Zwiebelrostbraten hauchdünn geschnitten, ist auf der Zunge zergangen. Der Zweigelt aus dem Burgenland dazu, leicht, fruchtig und nicht aufdringlich.
Last but not least um doch ein Klischee zu erfüllen als Nachspeise eine Sachertorte. Auch die war ausgezeichnet. Interessant dabei, sie kommt aus der hauseigenen Küche und nicht aus einer externen Konditorei.

Besonders lobend zu erwähnen sind die Kellner. Nett freundlich, zuvorkommend, beinahe unheimlich, ist man doch in Wien eher das Gegenteil gewöhnt. Zur Verabschiedung kam sogar noch ein Tipp, wann und wo man reservieren sollte um die Livemusik bestens miterleben zu können. (Sorry, diesen Tipp gibt´s hier nicht sonst wär es ja kein Geheimtipp mehr)

Nun ja und wie sieht es mit der Rechnung aus? Überraschenderweise niedriger als erwartet. 2 Aperitif, 2 Vorspeisen davon 1 Beef Tartar, 2 Hauptspeisen, Weinbegleitung, Nachspeisen inkl. dem dazugehörenden Liquor inkl. 10% Trinkgeld für...
€ 140,--
Wow das ist mehr als Fair für die Location, bei dem Niveau.

Fazit: Das Griechenbeisl sieht uns sicherlich nicht zum letzten Mal und ist sicherlich viel aber keine Touristenfalle.
Griechenbeisl - WienGriechenbeisl - WienGriechenbeisl - Wien
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1 Kommentar
Bertl2

Gut beschrieben; nur, gleich dreimal Höchstnote?

16. Feb 2017, 06:05Gefällt mir1
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