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11:00-19:00
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Do
11:00-19:00
Fr
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Sa
10:00-14:00
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Essig´s

Niederreithstraße 35b
4020 Linz
Oberösterreich
Küche: International
Lokaltyp: Restaurant, Delikatessen, Feinkost-Laden, Weinbar, Vinothek
Tel: 0732 77 01 93Fax: 0732 77 01 93-2
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2 Bewertungen für: Essig´s

am 15. September 2013
dougross
5
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service

Eine grosse Empfehlung, in Linz neben Verdi das beste Restaurant. Konstant perfekte Qualität, guter Service und Professionalität.

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Letzter Kommentar von am 20. Sep 2013 um 11:41

Das scheint ja hier langsam schizophren zu werden.

Gefällt mir2
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 12. Juli 2012
Experte
amarone1977
315
75
30
4Speisen
4Ambiente
4Service
8 Fotos2 Check-Ins

2x Essig. Nein, nicht zum Salat. Essig heißen die beiden Gastgeber, sehr gute noch dazu.

Der Linzer Froschberg, der seinen Namen tatsächlich den Fröschen in den ehemaligen Lehmgruben verdankt, erhebt sich im Westen der Linzer Altstadt. Ein beschauliches, zum Teil auch ordentlich luxuriöses Wohngebiet.
Genau hier hat das Ehepaar Essig seine gastronomischen Zelte aufgeschlagen.

Das Lokal ist von 11-19 Uhr geöffnet, also kein typisches Speiselokal mit Abendkarte.

Von außen erinnert das Lokal eher an ein örtliches Pfarrgemeindezentrum.
Doch drinnen wird’s richtig edel und gediegen: man geht durch den hauseigenen Genussladen, voll mit nötigen und unnötigen Kostbarkeiten. Ein an eine Wunderlampe erinnerndes Alessi-Öl-Kännchen hier, Pasta-Servierbesteck dort. Die eigenen Gewürzmischungen kann man ebenso kaufen wie die hausgemachten Chutneys. Sogar Beuschel für Zuhause gibt’s im großen Glas zu erwerben.
Nicht fehlen dürfen Schokoladespezialitäten von Linzer Manufakturen, ebenso wenig wie jene aus dem Piemont…

Der Gastraum ist ein wunderschöner Pavillon mit zentraler „Säule“, drum herum eine bequeme Polsterbank.
Kunst an den Wänden, schöne lange Storen, viel dunkles Holz trifft helle Töne, ich nenne das jetzt mal „Lavendel“, dazu lustige Farbspielereien im Barbereich.

Der Raucherbereich liegt am anderen Ende eines Korridors und nicht im Eingangsbereich, sehr löblich. Auch der Abgang zu den Toiletten (mit Wegweiser zum Weinkeller) kreuzt die Qualmabteilung nicht.
Apropos Toiletten: auch die können sich sehen lassen, eingerollte Stoffhandtücher und ein Teppich unter dem Pissoir für jene Geschlechtsgenossen, die immer noch nicht verstanden haben, dass „er“ nicht so lang ist, wie sie denken. Das Zitat stammt übrigens aus einer Toilette eines Kärntner Fischlokales.

Service: junge Herren, junge Damen, auch die Chefin lässt sich blicken. Aufmerksam, unaufgeregt, geschickt.

Ganz ist die Schwüle der letzten Wochen nicht verflogen, und die Tageszeit verbietet es ohnehin für mich: der vorgeschlagene Traubensaft von Ott (Wagram) samt Mineralwasser ist eine glänzende Idee.

Gedeck: ein feiner, würziger Kräuteraufstrich mit frisch-scharfem Schnittlauch drauf.
Dazu sehr gutes Brot, weiß hier, dunkel dort.

Keine Vorspeise für mich, ein Thunfischcarpaccio ist nicht so ganz meine Wahl.
Kein Problem, Hauptgericht und Desservariation sollte für die Mittagszeit ohnehin reichen.

Saiblingsfilet mit Linsenschaum und Erdäpfelpüree.
Der Saibling spendete ein wahrlich stattliches Filet, schöne samtig-knusprige Mehlhaut, sehr zarter Fisch, der aber nicht völlig auseinander zu fallen droht.
Die Linsen mit feinem Biss sind wie sich’s gehört ohne Salz gekocht, das Schäumchen erschlägt die Hülsenfrüchte keineswegs.
Das Püree tadellos, das Tüpferl sind die selbstgemachten Kartoffelchips, einerseits knusprig, andererseits zergehen sie auf der Zunge und erinnern nicht im Ansatz an Herrn Kelly.
Bravo!

Die Desservariation hat’s in sich.
Ein Schokokuchen von der Wallon-Schokolade (ich hoffe, ich hab’s richtig geschrieben, auf alle Fälle kommt diese Droge aus Belgien). Hier darf sie sich zart und unwiderstehlich entfalten, die Gabel teilt und die Schokolade scheint förmlich aufzuquellen. Das geht natürlich nur, wenn man die Sache ohne Mehl bäckt. Formidable!

Das Topfenmousse wiederum legt sich mit dem Aroma der Minze an, allerdings hält sich die Minze dezent zurück. Gut so, denn genau diese Nuance steht der ganzen Sache verdammt gut, Minze kann sonst schon mal zu intensiv hervorstechen. Sehr gut!

Das Walderdbeerenparfait wiederum fällt ein wenig hinter meine Erwartungen zurück. Die besten aller Erdbeeren sind zwar präsent, doch die herrliche Cremigkeit so mancher Parfaits fehlt hier ganz. Das Gefrorene hat ordentliche Kristalle entstehen lassen. Das erinnert mich an unsere ersten Versuche, Erdbeerjoghurt in die Gefriertruhe zu stellen.

Der Nougatknödel macht diese kleine Schwäche wiederum wett: fast ein wenig zurückhaltender Knödel, doch die Kombi macht‘s: das „flüssige Gold“ im Knödel ist wirklich sehr fein, dazu ein Beerenpüree samt ganzen Brombeeren und Heidelbeeren. Endlich mal ein Beerenspiegel, der nicht aus der Tiefkühlpackung kommt und den man auch wirklich nicht nur als Staffage auf den Teller haut.
Oberösterreich, Land der Knödel? Hier trifft das voll und ganz zu.

Espresso? Selbstverständlich. Er kommt mit reichhaltiger Menage und Würferlzange.
Der dazu gereichte weiße Tartufowürfel aus dem Piemont stellt jeden schalen Metro-Karamellkeks in den Schatten. Ein Sackerl voll mit den Piemonteser Kostbarkeiten findet sich gottlob in der „Edelgreißlerei“.

Fazit: eine schöne verlängerte Mittagspause mit dem sicheren Versprechen, wiederzukommen. Mit Weinbegleitung, und garantiert ein ganzes Menü. Die „5“ für’s Essen wird hier fast erreicht, ich hab den „5er“ allerdings schon hinter den Storen wackeln gesehen.
Das war Essig & Essig, mit feinstem Öl garniert. Bis zum nächsten Mal!

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Hilfreich?Ja12Gefällt mir6Lesenswert4
Letzter Kommentar von am 14. Feb 2013 um 09:43

Herr Dr.... ich bin sogar sehr wählerisch, wer mich kennt, "fürchtet" mich, was Essenseinladungen betrifft. Vielleicht hat Herr Dr. einfach das falsche Lokal erwischt? Oder einfach mit den bestellten Gerichten nicht seinen Geschmack getroffen? Oder die Essigs haben wirklich einen schlechten Tag erwischt. Was versalzene Gerichte betrifft, so sollte man dies auch dem Koch selbst sagen, haben Sie das getan? Wahrscheinlich nicht... Ich für mich tue das auch, weil ich das Essen ja bezahle, einem guten Koch ist es peinlich, seine Suppe zu versalzen, und tauscht das Gericht aus. Ich bin selbst eher in der salzarmen Küche zuhause.

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Bewertet am 12.07.2012

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