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Mariahilferbräu - Bewertung

am 11. Dezember 2010
Update am 23. Oktober 2012
Experte
amarone1977
315
75
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3Speisen
3Ambiente
4Service
4 Fotos4 Check-Ins

Bericht Ende 2010 – mit Update vom 22.10.2012.

Mehrere Besuche 2010:
Sehr interessante Mischung aus Studentenlokal, Bierhaus und Wiener Küche. Hier findet man den Studenten genauso wie den Touristen und den Herrn Kommerzialrat.
Hier sollte niemand enttäuscht sein, auch wenn man keine Haubenküche erwarten darf (das Preis-Leistungs-Verhältnis ist über alle Zweifel erhaben!). Gut gezapftes Bier, eine Portion geröstete Knödel mit Ei und Salat, ein ander Mal ein Schnitzerl: schmeckt gut und liegt nicht schwer im Bauch, hier wird ordentlich gearbeitet! Wurde bei meinem längeren Aufenthalt im 15. zum Stammlokal.

Neuerlicher Besuch 2012:
Seit dem gesetzlich vorgeschriebenen Umbau mit Trennung Raucher-Nichtraucher bietet sich folgendes Bild:

Der Schanigarten mit Blick auf Tram und Straßenverkehr der äußeren Mariahilferstraße ist immer noch derselbe. Im Laufe des Sommers stetig voll.
Da wir aber mittlerweile in Richtung November zugehen, ist’s auch mit Altweibersommer bald vorbei. Also rein in’s Lokal: dabei fällt sofort auf, dass das Nichtraucherabteil das weitaus größere ist und man für den Gang auf die Toilette nicht erst durch das Raucherabteil muss. Dass die Theke im Nichtraucherabteil ist, dies bräuchte man eigentlich gar nicht erst erwähnen – oder doch? Doch, vor den Vorhang damit, die Jammerer und angeblich so armen Gastronomen sollten sich so ein Lokal zum Beispiel nehmen.

Ich muss es wieder einmal sagen: dieser Umstand hat diesem Lokal in keinster Weise geschadet. Ich war gestern dort und es war voll. Ich bin die letzten Tage berufsbedingt fast täglich vorbeigegangen – das Lokal war voll, gerammelt voll. Jedes Mal.
Soll mir einer sagen, warum gerade ein Lokal, dass ein Mini-Raucherabteil hat, darunter zu leiden hat.

Warum also hat dieses Lokal Erfolg? Dafür gibt’s mehrere Gründe.

Man kommt rein und das Interieur ist einladend. Ein hoher Raum, hohe Fenster mit Rundbögen, bequeme Sitzgruppen, angenehme Farben, dunkles Holz, die Wände mit warmen Farben ausgemalt. Bildermix interessant, da und dort ein obligates Bier-Emailschild.

An der Theke fragt man um einen Tisch, der wird sofort per „Tisch Nr. 9 gleich dort vorne ist frei“ bestätigt.
Dort angekommen, ist sie auch schon da – „meine“ deutsche Kellnerin von vor zwei Jahren. Sie ist also immer noch da und ich freu mich. Zünftig gekleidet und mit einem Lächeln, das nicht aufgesetzt ist. Mehr noch – diese Frau ist immer noch hier, weil sie ihren Job mag, ihn beherrscht und weil’s der Lokalbesitzer zu schätzen weiß.

Sie weiß über’s Essen Bescheid und weiß, warum der Koch so kocht, wie er eben kocht. Da serviert nicht einfach nur irgendjemand das, was in der Küche „produziert“ wird.

Knödel mit Ei. Vor zwei Jahren war dies ein Grund, hierher immer wieder zu essen, weil sie konstant gut waren – und hier einfach besser waren als anderswo. Klingt banal, aber selbst das Einfache sollte man beherrschen. Und wenn’s immer besser ist als sonst wo, dann erinnert man sich eben genau daran.

Ok, ich hab diesmal auf Empfehlung meiner Lieblingskellnerin zum Kalbsrahmgulasch gegriffen, doch auch diese Wahl war keine falsche.
Sicher, an mein Grünauer-Gulasch kommt es nicht ran, dafür ist es viel zu üppig gemacht, doch die Kellnerin „weiß, dass es der Koch zu gut meint!“
Das nehme ich zur Kenntnis, denn auf der Habenseite stehen: sämig-cremig, leicht paprikabetont und süßlich, aber ein feines Fleisch und schön gummig-bissfeste Nockerln.

Fazit: die Raucher-Nichtraucher-Trennung geht in Ordnung, ansonsten hat sich das Lokal Gott sei Dank in den letzten zwei Jahren nicht von seinen Tugenden verabschiedet, gutes „St. Iegl“, ordentlicher Wein, gute Wirtshauskost.

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Kommentare (4)

am 5. Februar 2013 um 13:39

Tja, weil alle was davon haben - du, der Lokalbesitzer - und ich als Gast. Gute Stimmung schlägt sich auf den Magen - im positiven Sinne :)

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Experte
315
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Daniela am 5. Februar 2013 um 13:07

Vielen lieben dank nochmals!
Solche bewertungen von "meinen" gästen sind auch nach jahren in der gastro DER grund, warum ich noch immer meine leidenschaft für den beruf behalten habe :)

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Daniela
Kein Tester
am 5. Februar 2013 um 12:58

Daniela: du bist unverkennbar! ;-)

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Experte
315
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Daniela greve am 5. Februar 2013 um 12:54

Vielen Dank!
Ich habe mich wieder erkannt :)

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Daniela greve
Kein Tester
Mariahilferbräu
Mariahilferstrasse 152
1150 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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15 Bewertungen
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