Cafe Meierei Volksgarten - Bewertung

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am 3. April 2019
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Ich mag die Gegend um den Minoritenplatz und den Volksgarten und wann immer sich die Gelegenheit bietet gehe ich dort vorbei (auch wenn es ein kleiner Umweg ist). Und so begab es sich, dass ich just um die Mittagszeit in der Gegend war und eine vorgezogene Jause auch nicht das Schlechteste ist. Das warme Frühlingswetter lädt mich ein in die Meierei im Volksgarten einzukehren.
Ein Platz an der Sonne ist schnell gefunden, es sind nur wenige Tische besetzt. Die Plätze sind in 2er Reihen rund um das achteckige Lokal arrangiert und nach außen hin von einer halbhohen frisch geschnittenen Hecke abgetrennt. In der Hecke selbst, und unter dem Dach der Meierei tummeln sich die Spatzen und "unterhalten" sich lautstark. Wenn ich es recht bedenke habe ich das in Wien schon lange nicht mehr so intensiv gehört.
Irgendwie wirkt alles ein bisserl alt, grüne Plastiksessel, man kennt sie aus der Gartencenterabteilung im Baumarkt, inklusive Sitzpolster und ein dazu passender Tisch. Alles leicht zu reinigen und wetterfest. Es muss eben nicht immer Kunstrattan, man verzeihe mir, nach dem Motto "ich will-aber-ich-kann-nicht-sein" sein. Bevor ich mich aber völlig vergaloppiere zum Eigentlichen.
Die Kellnerin ist rasch mit der Karte bei mir und meine Wünsche sind bald deponiert. Ein Butterbrot mit Emmentaler, ein FruFru (Saure Milch mit Erdbeermarmelade) und ein Mineralwasser. Nichts Besonderes aber mit viel Kindheitserinnerung verbunden.

Das FruFru wird in einem hohen Glas serviert, die Marmelade muss man noch selbst mit dem mitgelieferten langen Joghurtlöffel verrühren. Die leichte Säure der Milch und die Süße der Marmelade machen's aus - mir schmeckt es.
Das Käsebrot hingegen sieht ziemlich traurig aus. Auch wenn man sich zum Preis von 5,20 Eur, dazu entschieden hat mir eineinhalb Brote zu bringen, lindert das den Schmerz über die minimalistische Darbietung nicht wirklich - Brot mit Butter und Emmentaler und zur besseren Handhabung, in Fischerl geschnitten. Kein Paradeiser, kein Gurkerl, kein Garnichts - schade. Auch die Zutaten rechtfertigten den Preis nicht, weder handelte es sich um ein besonderes Brot - ich denke da an Öfferl, Gragger, Kasses oder Joseph - noch um einen besonderen Käse. 0815 Ware eben.
Ich versuche dem Ganzen aber etwas positives abzugewinnen. Das Wetter ist schön, die Vogerl zwitschern, die Kellnerin ist freundlich, meine Bestellung erinnert mich an die vielen Nachmittagsjausen bei der Wiener-Oma. Dass ich das diesmal selber zahlen muss verdränge ich.

Mein Resümee:
Das nächste Mal, Kaffee und, ich vergaß, eine der vielen Zeitungen, die dort aufliegen.

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Kommentare (2)

am 3. April 2019 um 15:35

Abgesehen vom grundsätzlichen Preis für ein belegtes Brot, liegt man mit 5,20 im guten Durchschnitt - gemessen am Bezirk und Ort. Im Cafè Engländer kostet ein Käsebrot 5,60, aber dort gibt es eben noch allerlei Beiwerk auf Brot.
Aber richtig, nachdenken darf man über das Verhältnis von Materialkosten und Verkaufspreis nicht. Ist wie beim Tee, was rechtfertigt einen Teepreis von 4 Euro für ein Häferl?

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am 3. April 2019 um 11:02

Bist du Moped, 5,20 für ein Emmentaler Butterbrot ohne Herstellerangabe grenzt ja schon an Unverschämtheit. Soll ich das in ATS umrechnen? ;-)

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Volksgarten
1010 Wien
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