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der Ringsmuth - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 25. September 2016
Experte
Stammersdorfer
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4Speisen
3Ambiente
4Service
9 Fotos1 Check-In

Der D Wagen hat uns vom Schottentor kommend, zum Hauptbahnhof (früher Südbahnhof) gebracht. Da dahinter „versteckt“ sich in der Johannitergasse 1, Ecke Sonnwendgasse DER RINGSMUTH. Wir sind im 10ten Hieb.

Viel Gutes liest man hier im Forum über das Lokal und so haben wir ihm am Donnerstag den 22.9.2016 einen Besuch abgestattet. Ich möchte mich dem auch weitgehend anschließen, einzig für einen netten Abend zu zweit, oder um länger sitzen zu bleiben, dafür wuselt es uns hier einfach zu viel.

Die telefonische Reservierung am selben Tag für den Abend war kein Problem, gut wars, die Hütte war voll und das nicht nur einmal. Hier herrscht ein ständiges Kommen und Gehen und mindestens 20 meiner Freunde der Glücksritter sind hungrig wieder abgezogen.

Man kommt rein und steht im Raucher, rechts ein kleiner Sitzbereich, die Schank, einige kleine Stehtische wo auch dem Laster gefrönt wird und die Leute auf ihre Tische warten, sowie 4 kleine Zweiertische. Wir hatten unseren Platz hinten im schlauchförmigen NR Bereich. Die Trennungstüre ist die gesamte Zeit über offen, vom Rauch merkt man aber nichts. Die Tische sind schön in rot und weiß eingedeckt, die Sessel aus dunklem, der Boden aus hellem Holz. Alles in allem und mit viel Phantasie finden 90 Gäste Platz.

Dafür erscheinen uns 5 männliche Kellner doch sehr viel. Man muss aber sagen, sie sind allesamt sehr freundlich. Jeder scheint hier für jeden Tisch zuständig zu sein und so kommt es schon einige Male vor, dass man doppelt gefragt wird. Alles geht hier jedenfalls sehr flott vor sich, sie sind extrem aufmerksam, kaum was steht länger als nötig am Tisch. Nachgefragt wird regelmäßig und unauffällig und einige haben auch Schmäh. Die Manda sind jedenfalls alle Profis ihres Faches und machen einen sehr guten Job.

Zu Beginn hatten wir eine eher dünne, aber sehr geschmackvolle Leberknödelsuppe. Die zwei kleinen, unförmigen, selbst gemachten Knödel, ganz großartig, eher fest, mit intensivem Lebergeschmack.
Gleichzeitig drei kleine Erdäpfel-Grammelknödel mit warmem Spitzkraut, serviert auf einem wellenförmigen Glasteller. Die Fülle gut, ja sogar sehr gut und sehr gschmackig. Aber ich bleibe dabei, meine Referenz in Sachen Grammelknödel sind und bleiben die der Gerti Sodoma in Tulln.
Weiter ging es für meine liebe Frau (wieder einmal) mit einem Zwiebelrostbraten. Das Fleisch sehr weich, nicht zu dünn und mit ein wenig Fett durchzogen, die Röstzwiebel dazu ausreichend und knusprig. Die Braterdäpfel klein rund und sehr geschmackvoll. Hier wieder einmal der Beweis, auch ein Erdäpfel kann nach etwas schmecken. Die Salzgurke! war für uns überflüssig. Und dann war da noch der Saft. Die Menge mehr als ausreichend und von schöner dunkler Farbe, darin ebenfalls einiges an Zwiebel, nur leider auch wieder der Versuch ihn mit Wein zu verfeinern. Naja, nicht schlecht!?
Ich hatte das Rieslingbeuschel mit „Schnittlauchknödel“. Köstlich, harmonisch abgeschmeckt, von eher dickerer Konsistenz, mit Herz und Lunge, dazu einiges an Gemüse, alles sehr weich, aber nicht zu weich. Perfekt! Warum die Schnittlauchknödel so heißen, vielleicht weil viel davon drüber gestreut wurde, in der Masse fand sich für mich augenscheinlich keiner. Zwei kleine feste Semmelknödel waren das.
Hätte ich doch beinahe auf das Gedeck am Anfang vergessen. Es bestand aus sehr guter Gewürzbutter, die war in Relation aber zu wenig, sowie in einer länglichen Schachtel, auf Steinen, waren drei Stück warmes knuspriges Gebäck.

Zur Umspülung der Kulinarik wurden uns zwei sehr fruchtige, ausgesprochen gute Prosecco serviert. Weiters ein Flascherl eines 2015ener Zierfandler vom Weingut Biegler aus Gumpoldskirchen. Ein geruchsintensiver, sehr fruchtiger und typischer Vertreter seiner Sorte, von intensiver gelber Farbe, eher schwer und lange am Gaumen. Top! Wiener Hochquelle gabs automatisch dazu.

In der Karte stand was von kleinem Espresso (italienische Kaffeeröstung) dazu Schokomousse mit Himbeeren. Da konnt ich natürlich nicht wiederstehen. Aber bitte nicht gemeinsam, hat funktioniert. Das Mousse zuerst war sehr gut, der Schokoladegeschmack intensiv, es hätte aber noch cremiger sein können, mit den Himbeeren eine gute Kombination. Der kleine Schwarze danach war guter Durchschnitt und kaum bitter.

Alles in allem haben wir mit Maut 83,-- Euro beim RINGSMUTH gelassen. Das Essen war sehr gut, gejammert wurde auf hohem Niveau. Das Ambiente hat uns beide nicht ganz überzeugt, lag vielleicht aber am eingangs erwähnten Gewusel. Die Servicemannschaft versteht ihren Job.

Danach sind wir weitgehend zufrieden wieder nach Hause gebimelt. Nein am RHP ist doch gerade der Bernhard Paul mit seinem Zirkus Roncalli zu Gast. Da gibt es einige Gastrostände, an einem arbeitet ein Bekannter von uns, die haben verschiedene gute Weine UND das ist wie immer eine andere Geschichte…….. PROST!

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Kommentare (3)

am 25. September 2016 um 18:54

Danke! (Genau habe ich eigentlich nie gezählt, ich gebe das zu.)

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am 25. September 2016 um 18:46

Für uns stellt das schon einen Kellnerüberschuß dar, deswegen habe ich es auch erwähnt.

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am 25. September 2016 um 15:26

"Alles in allem und mit viel Phantasie finden 90 Gäste Platz.

Dafür erscheinen uns 5 männliche Kellner doch sehr viel."

18 Gäste pro Kellner stellt für mich keinen Kellnerüberschuß dar. Mißverstehe ich etwas?

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der Ringsmuth
Johannitergasse 1
1100 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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