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Hotel Restaurant Schachenwald - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 30. März 2016
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bluesky73
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3Speisen
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3Service
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Die Möglichkeiten im näheren Umfeld mittags einzukehren werden weniger und weniger. Umso mehr freut es uns, ab und zu doch noch einen Zufallstreffer zu machen, so geschehen kürzlich - diesmal ausnahmsweise an einem Mittwoch.

Die Recherche online hat ein wenig gedauert, uns letztendlich aber zum Hotel Restaurant Schachenwald geführt. Das Lokal liegt zwischen Unterpremstätten und dem Flughafen Graz unweit der namensgebenden Autobahnabfahrt. In strahlendem Gelb und sehr gepflegt steht es da, das Haus. Die vier Stufen zum Eingang stellen Dank der seitlichen Rampe für die Gäste mit Mobilitätseinschränkung kein Problem dar. Nach einem kleinen Vorraum betritt man den leider sehr verrauchten Thekenbereich, an dem einige Gäste die Mittagspause mit ihrem Bier verbringen. Geschäftig wird von einer Servicekraft ausgeschenkt, trotzdem bleibt Zeit um uns freundlich zu begrüßen. Wir gehen weiter in den nächsten Gastraum, der ebenfalls noch zum Raucherbereich gehört. Im letzten Raum sind fast alle Tische reserviert und so gehen wir die Schleife über einen weiteren Gastraum, in dem sich auch für uns ein Platz findet.

Das Ambiente ist Gasthaus-typisch, viel Holz, gedeckte Farben, ein wenig rustikal.
Es ist gut zehn Minuten vor Zwölf und außer uns sitzt lediglich ein älterer Herr bei seiner Menüsuppe. Das ändert sich aber sehr rasch, denn innerhalb der nächsten 15 Minuten füllt sich das Lokal bis auf den letzten Platz – wir hatten mit der Uhrzeit wohl Glück.

Die Jüngere der drei bis vier Damen aus dem Service begrüßt uns freundlich und fragt, ob wir schon wissen, was wir essen möchten. Ich deute auf den kleinen Aufsteller am Tisch, der das Wochenmenü beschreibt und erkundige mich, ob es sich dabei um die gesamte Auswahl handeln würde – das Fräulein nimmt’s mit Humor und bringt uns die Speisekarten. Wir bestellen zwei kleine Sodaradler (je Euro 2,80) und werfen einen Blick in die optisch schön gestaltete Karte. Die Auswahl ist angenehm überschaubar und bis auf wenige Ausnahmen regional bodenständig. Das Gordon Bleu (sic!) und die Cnocci (sic!) amüsieren uns ebenso wie der Hinweis, dass es sich beim Menü um einen Fixpreis handelt.

Bis das Bier serviert wird werden wir fündig, die Bestellung wird freundlich aufgenommen. Apropos Bier: wir haben selten zwei so unterschiedlich eingeschenkte Glas Bier bekommen: eines mit Schaum, dafür aber deutlich unter der Eichmarke, das andere entspricht zwar der Menge, ist dafür aber schaumfrei. Die Damen sind aufgrund der vielen Gäste wirklich im Stress und wir verzichten auf eine kleinliche Reklamation – ok ist es aber eigentlich nicht.
Die Küche ist flott und so bekommen wir nach guten fünf Minuten Wartezeit schon unsere Vorspeisen.

Rindsupppe mit Fleischstrudel (Euro 2,90). Serviert wird das Gericht in einem voluminösen Schüsserl auf einer Untertasse, als Anti-Rutsch Hilfe fungiert wie ein kleiner Stilbruch eine dünne Meinl Serviette, die man sonst unterm Kaffeehäferl findet. Sehr dunkel ist sie, die dampfende Suppe und geschmacklich wirklich überzeugend. Als Einlage finden sich zwei Scheiben gekonnt zubereiteter Fleischstrudel, die nicht aufweichen und bis zum Ende kompakt und geschmacklich sehr gut bleiben.

Rindsuppe mit Leberknödel (Euro 2,80). Für mich soll es – man hätte es schon ahnen können – eine Leberknödelsuppe sein. Die beiden Knödel baden in der selben sehr guten Suppe, wie der Fleischstrudel und auch hier wurde mit dem frischen Schnittlauch nicht gespart. Die Knödel sind von der Konsistenz her nahezu perfekt, das Gleiche kann man ohne Übertreibung über den Geschmack behaupten. Wir sind sehr zufrieden und aufgrund der Portionsgröße etwas skeptisch, ob wir heute die Hauptspeise überhaupt schaffen werden.

Die Damen aus dem Service haben sich die unterschiedlichen Räume aufgeteilt, was sie aber nicht daran hindert gut als Team zusammenzuarbeiten. Sie scheinen an das höhere Gästeaufkommen gewöhnt zu sein und sorgen mit erstaunlicher Geschwindigkeit, dass kein Gast lange warten muss.

Der Hauptgang kommt exakt zehn Minuten nach dem Abservieren der Vorspeise und beeindruckt ebenfalls durch die Portionsgröße.
Der Grillteller (Euro 12,80), den sich der Kollege bestellt hat würde andernorts auch als (zumindest kleine) Grillplatte für Zwei durchgehen. Drei Stück Fleisch (Schopf und Filet vom Schwein sowie ein Stück Hühnerbrust) liegen auf einem Bett aus Pommes und einer bunten Gemüsemischung. Das Fleisch ist ganz gut gebraten, das unvermeidliche Deko Frankfurter Würsterl war ein wenig zu lange in der Fritteuse und ist leider sehr unansehnlich schrumpelig geworden. Die Pommes sind knusprig und nicht zu fettig, das Gemüse ist zumindest teilweise eine TK Mischung, aber gut gekocht.

Mein Cordon – pardon Gordon Bleu (Euro 11,50) wird ebenfalls in stattlicher Größe und mit Pommes frites serviert. Das Fleisch hat eine Spur zu lange neben dem Frankfurter im Öl der Fritteuse gebadet, ist aber geschmacklich ok. Käse und Schinken sind von guter Qualität und in ausreichendem Maße vorhanden.

Auf das Abservieren müssen wir ein wenig warten und bitten danach gleich um die Rechnung. Die junge Dame vom Beginn unseres Besuches kassiert die in Summe knapp über 35 Euro und erkundigt sich, ob alles für uns gepasst hat. Wir werden verabschiedet und treten mehr als satt den Weg retour durch das Raucherstüberl zum großzügig dimensionierten Parkplatz an.

Zum Fazit: Das Restaurant Schachenwald ist ein Lokal etwas außerhalb von Unterpremstätten, unweit zum Grazer Flughafen. Das Ambiente ist klassisch, ein wenig rustikal und gepflegt. Das Service war bei unserem Besuch prinzipiell aufmerksam, etwas gestresst, bis auf einige Kleinigkeiten ok. Die Rechtschreibfehler in den Karten sind zwar herzig, beißen sich aber mit dem gefälligen Design. Die von uns gegessenen Speisen waren bodenständig, geschmacklich ok und eher für den großen Esser ausgelegt.

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Kommentare (2)

am 4. April 2016 um 08:32

Vielen Dank für das Lob, MarOre!

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Experte
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am 31. März 2016 um 09:22

Wie immer eine sehr informative Bewertung, besten Dank dafür!

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Hotel Restaurant Schachenwald
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