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O boufés - Konstantin Filippou - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 26. Dezember 2015
Experte
Stammersdorfer
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27
4Speisen
3Ambiente
3Service
7 Fotos1 Check-In

Zu Fuß von 1080 nach 1010 Wien in die Dominikanerbastei 17, ins O BOUFES des Konstantin Filippou. (Bistro. Natural Wine) Gleich daneben befindet sich auch sein 3 Mützen Restaurant.
Heute steht die kleine feine und schon traditionelle Weihnachtsfeier nur mit meiner lieben Frau am Programm.

Die Reservierung etwa 2 Wochen zuvor, freut mich Herr Stammersdorfer sie haben Glück, der letzte freie Tisch am Dienstag den 22.12.2015 um 18:30 gehört ihnen und es freut mich wenn ich sie fröhlich machen kann, meinte die nette weibliche Stimme am anderen Ende der Leitung.

Mit Schwung hinein, rechts sticht sofort die große Bar ins Auge. Hohe, sehr hohe alte Räume, treffen auf moderne Einrichtung. Da ist ein schöner Holzboden, ungemütliche Plastiksessel und etwas zu kleine Holztische. Überhaupt ist alles recht dunkel und gedämpft hier. Es ist zwar für meinen Geschmack ein schönes Lokal, hundertprozentig wohl haben wir uns aber nicht gefühlt, wobei sich das im Laufe des Abend aber gebessert hat, das mit dem wohl fühlen.
Wir bekommen den kleinen Tisch zwischen Aufgang zum oberen Bereich, da ist auch die Garderobe, und dem Abgang zur Küche und den Häusln. Nicht der Idealplatz, aber was soll’s.
Im unteren Teil können 14 Personen, sowie 4 an der Bar sitzen, der obere Bereich bietet Platz für etwa 30 Leut.

Als wir angekommen sind, wurden wir erst einmal nicht wahr genommen, bis dann doch einer der sehr jungen Kellner gekommen ist und uns den Platz gezeigt hat.
Das Personal an diesem Abend 1 Weiblein und 3 Männlein. Alle freundlich und relativ flott, sie fragen auch regelmäßig nach, machen aber, mit einer Ausnahme, einen sehr unerfahrenen Eindruck. Einer der Kellner quatscht für unsere Begriffe viel zu sehr mit den Gästen (Freunde?) an der Bar und kümmert sich zu wenig um die im Lokal. Je länger der Abend gedauert hat, umso weniger präsent waren die Servicemitarbeiter. Man sollte annehmen dass 4 Kellner, bei 40-50 Gästen, alles sehr ordentlich hin bekommen, dem war aber nicht so, sie wirkten manchmal eher hilflos und machten viele unnötige Meter. Ein Lichtblick war Frau Filippou, sie hat zweimal vorbeigeschaut und packte immer gleich mit an, wenn ihr was auffiel, was in Summe dann gerade noch für den 3er reicht. Servicetechnisch erwarten wir uns, in dieser Art von Lokal, aber mehr.

Die Getränke des Abend, es kam sofort und unaufgefordert Wiener Hochquelle. Dann, zur Feier des Tages „Nulldosage“ von Judith Beck aus Gols im Burgenland. Da ist ein blaufränkischer Sekt (Bioschaumwein) in Rose gehalten. Der erste Schluck war..... sagen wir eigen, wurde dann aber besser. Er hatte viel Leben, war trocken und herb und wäre etwas kühler besser gewesen.
Zum Essen nahmen wir auf Empfehlung einen sehr guten Weißweincuvee aus Malvasier, Chardonnay und den dritten hab ich mir nicht gemerkt, Jahrgang 2014, vom Weingut Eratini, irgendwo in NordGR zu Hause. Er hat jedenfalls perfekt zur Kulinarik gepasst. Glaskultur übrigens von Riedl, neuester „Baureihe“. Der Espresso danach gut, nicht bitter, aber wie fast immer hätte er für mich noch stärker sein können.

Wir starteten mit Charcuterie (Aufschnitt) Platte aus Pancetta (Bauchspeck) Salami und geräuchertem Rinderschinken. Eins besser wie das Andere, ganz dünn geschnitten und dazu frisches, knuspriges Weißbrot. Auf die in der Karte angeführten Cornichons (Gurkerln?) auf der Platte hat man aber irgendwie vergessen, war uns aber egal und wir haben auch nicht urgiert.

Weiter ging‘s mit Miesmuscheln im Senfsaftl. Darin fand sich außerdem viel Wirsing, Karotten und Speck klein würfelig geschnitten und oben drauf einige Streifen gebratener Speck. Das ganze sehr harmonisch und perfekt abgeschmeckt. Allerfeinst, ein Traum, zum niederknien, der Hammer, ein Hit, super gut, also 5 plus :-))

Dann hatten wir Jahrgangssardinen. Sauce Remoulade wurde sehr dezent auf getoastetes und noch warmes Schwarzbrot gestrichen, darauf die Sardinen, dann dünne längliche Kohlrabistreifen und oben drauf (Essig)Schalotten in kleine Ringerln geschnitten. Das ganze ebenfalls hervorragend, die Geschmacksvielfalt der Produkte hat sehr beeindruckt und war ein Genuss für den Gaumen.

Zu guter Letzt hatten wir knusprige Melanzani mit geräuchertem (zu) würzigem Schinken, samt Salatblatt. Es kam eine Art Burger daher, ganz unten war ein Spiegel aus Melanzanipüree, drauf die erste Knusperschicht, dann das Grünfutter, der Schinken, die zweite Knusperschicht und oben drauf etwas Sesam. Die einzige Speise an dem Abend, die uns nicht überzeugt hat. Knusprig hat mit dem Schinken irgendwie nicht harmoniert, war aber immer noch gut.

Unterm Strich bleibt, wir haben sehr gut gegessen im O BOUFES, das Ambiente gefällt, aber die Sessel sind für den Müll, das Service durchwachsen, da geht viel mehr.
Die 105 Euro mit Maut wars auf jeden Fall Wert und wir sind zufrieden zum Zanoni auf ein Schleckeis gegangen. Warum auch nicht, bei 13 Grad Außentemperatur, aber das ist eine andere Geschichte.....

PS: zu Hause ist uns aufgefallen, dass die Kleidung nach Essen gerochen hat.

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Kommentare (1)

am 27. Dezember 2015 um 20:14

Oh ja! :)

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O boufés - Konstantin Filippou
Dominikanerbastei 17
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