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Blauensteiners Gasthof Zur Stadt Paris - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 14. Juni 2015
Experte
Stammersdorfer
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4Speisen
3Ambiente
5Service
3 Fotos1 Check-In
Gelistet in: INNEREIEN

Sonntag der 14.6.2015, noch wenige Stunden, die Spannung steigt, um 18h ist Anpfiff, EM Qualifikation für 2016, RUSSLAND - ÖSTERREICH. Für die uninteressierten, es wird das gespielt, wo das Runde ins Eckige muss. Der Hunger meldet sich, Mittag- und Abendessen in einem ist (wieder einmal) angesagt.

Unzähliger Male an der GASTWIRTSCHAFT BLAUENSTEINER „zur Stadt Paris“ im 8ten vorbeigegangen, heute Nachmittag endlich einmal da gewesen. Das Lokal findet man Ecke Josefstädter Straße 4 und Lenaugasse 1, die ist eine Wohnstraße. Auf einem kleinen Vorplatz, auf Katzenkopfpflaster, der Gastarten. Vis a vis das Kaffee Eiles und die Curryinsel. Die 2er Bim hält in Sichtweite.

Klappbare, klapprige Holztische und -sessel, die wenig überraschend, nicht wirklich gemütlich sind. Ich sitze unter der etwas löchrigen Markise bei der Wand. Sollte es stärker regnen werde ich wohl hinein übersiedeln müssen, war aber dann e nicht der Fall. Der Besuch für diese Tageszeit recht ordentlich, etwa die Hälfte der Tische war besetzt.
Drinnen im NR Lokal war ich nicht, von außen sind zwei Räume zu erkennen, ein uriges Wirtshaus, mit einer alten Schank, so der Eindruck.

Die eine Kellnerin, sehr freundlich, natürlich, eine die sich nicht verstellt, sie hat Schmäh, ist überaus aufmerksam, fragt nach, sehr quirlig und flott die junge Dame. Eine Studentin aus dem nordslowenischen Villach und seit 2006 in Wien, erzählt sie einem Touristenehepaar am Nachbartisch. Die perfekte Kellnerin für diese Art von Lokal, großes Kompliment, TOP Leistung!

Die Saftln, 2 perfekt gekühlte weiße Spritzer, guter Wein fand da Verwendung, der zweite kam in einer kleinen Glaskaraffe. Vorm Aufbruch noch ein GS 2014 vom Mayer am Pfarrplatz aus 1190 Wien, ein Glas Wasser kam automatisch dazu. Der Vino erfreulich, frisch und fruchtig, mit wenig Säure. Der kleine schwarze, sehr starke und nicht bittere, der war (schon wieder) von Naber.

Die Vorspeise war Sulz von der Stelze, so stand’s zumindest in der Karte. Es war von recht fester Konsistenz, mit viel weichem Fleisch, Karotten und sehr ordentlich gewürzt, nix mit fad. Oben drauf (zu) viel frischer Zwiebel, daneben mehrere Blattln verschiedenes Grünzeug und Kernöl. Die Marinade gut, für mich ein wenig zu säuerlich. Dazu, im Körberl, drei Scheiben Schwarzbrot. Die waren aufgebacken, weil frisch und Sonntag ist eher unwahrscheinlich, aber somit sehr gut zu essen. Fortgesetzt wurde das köstliche Mahl mit gerösteten Nierndln, in einem Top Saft, wahrscheinlich mit etwas Rahm verfeinert? Die Nierndln weich, eher große Stücke, so war mir das sehr recht und viel Zwiebel im vielen Saft. Das ganze überaus harmonisch, das steht einer in der Küche der hat sehr viel Ahnung von dem was er da macht. Ein Highlight waren die ungleichmäßig angebratenen Grundbirn dazu, gerade so, dass man sie noch schön zerdrücken konnte, mit Sicherheit gerade frisch gemacht. Herrlich!

Die Zusammenfassung, sehr gut gegessen in der GASTWIRTSCHAFT BLAUENSTEINER, so kurz vor dem wichtigen Länderspiel. Das Ambiente in der Wohnstraße in Ordnung, es fährt kaum ein Auto durch, zumindest am Sonntag. Ja und das höchst sympathische Servicemädl, wenn nur alle ihrer Zunft so wären. Ich habe mit Trinkgeld 30,-- Euro gecasht und bin danach "singing in the rain" nach Hause gegangen.

Wie schrieb der Standard im August 2009 anlässlich der Wiedereröffnung des Lokals „ein echtes Denkmal der Wiener Wirtshausseligkeit“. Das trifft es meiner Ansicht nach (fast) perfekt.

Warum die Hütte allerdings „zur Stadt Paris“ heißt, hat mir weder das Netz noch die HP verraten, aber beim nächsten Besuch werde ich das hinterfragen, denn ich komme sicher schon bald wieder.

A ja und bevor ich es vergesse, Österreich hat in Russland mit 1 zu 0 gewonnen, aber das ist eine andere, seeehr erfreuliche Geschichte. :-))

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Kommentare (2)

am 16. Juni 2015 um 03:21

Ich habe viele Jahre ganz in der Nähe in der Buchfeldgasse gewohnt. Damals war der Gedanke, beim Blauensteiner zu *essen*, überaus kühn. Und die Vorstellung, es würde dort nicht geraucht, komplett wirklichkeitsfremd. Schön, daß das Lokal noch existiert, sagt dieser Doderer-Fan!

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Experte
48
22
am 15. Juni 2015 um 06:42

Wenn nicht Elfriede ein paar Gewürzdoserl hinterlassen hat... ;-)

Gefällt mir1
Experte
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Blauensteiners Gasthof Zur Stadt Paris
Lenaugasse 1
1080 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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9 Bewertungen
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