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Labstelle Wien - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 1. August 2013
misenplace
54
20
15
4Speisen
4Ambiente
4Service
8 Fotos1 Check-In

Von Freunden empfohlen - und zu feiern hatten wir auch etwas - ging es erstmals in die Labstelle.
Ein wenig zurückgesetzt am Lugeck kann man das Lokal entweder von der Straßenseite aus betreten, oder man geht durch das Durchhaus, welches zur Wollzeile führt und durchquert dabei auch gleich den Schanigarten.

Ambiente:
Das Lokal ist sehr schick eingerichtet, neben jenen Tischen im Schanigarten, die mit weißer Metallbestuhlung ergänzt werden gibt es auch einen langen, massiven Holztisch mit ebensolchen Stühlen, wo die Gesellschaften auch ganz gerne zusammengesetzt werden.
Wir haben zwar schon 2 Wochen vorher reserviert - aber die Gäste um uns herum haben den Eindruck bestätigt, dass man auch ev. touristischer Laufkundschaft nicht ganz unvorbereitet gegenüber steht.
Das gesamte Konzept des Lokals erinnert mich sehr an das Motto im 5. Bezirk - nicht zuletzt auch die Auswahl des Personals - vor allem des männlichen (und der daran angepassten Zusammensetzung der Gäste). Also eigentlich ideale Voraussetzungen für einen Abend, an dem der Gast erwarten kann, stilbewusst umhegt zu werden.

Die Speisen:
Als Gedeck wurden zwei Brotsorten mit einem sehr schmalzigen Verhackerten serviert - beides nicht aufwändig, aber durchaus gut. Zum Einstieg gab es dazu für uns ein Glas Bowle (€5,80) und ein Glas Rosé Prosecco (Rosé Prosa, Meinklang-Burgenland, €3,80).
Meine Begleitung wählte dann das 3-Gang Menü (Überraschungsmenü) mit Schnickschnack (was auf eine etwas ungewöhnlichere Art der Zubereitung hinweisen soll und statt €28,-- dann €33,-- kostet).

Mein Saibling (gebeizt und Tartar, €11,80) war einerseits sehr wohlschmeckend, andererseits fand ich hier die Portion wirklich aussergewöhnlich gering dimensioniert - was ich in irgendeiner Zeitung als Kritikpunkt auch schon mal gelesen hatte. Geschmacklich aber wirklich gut und kaum gewürzt - etwas fleur de sel wäre hier nicht falsch gewesen.
Meine Begleitung bekam als ersten Überraschungsgang eine Art Brettljause, mit vielen Teilen des Mangalitza-Schweins inkl. einer Blunzn, die ich ihr abnehmen musste. Geschmacklich gut aber nicht aufregend - kalte Wurst eben.

Mein Hauptgang war dann ein Zitronenhuhn (€16,30) das wiederum ausgesprochen reichtlich portioniert wurde. Die Zitrone konnte ich zwar scheibchenweise entdecken, der dazugehörige Geschmack ist mir aber nicht aufgefallen. Mit dem sehr knackigen, geschmorten Gemüse und den Erdäpfeln war das ganze aber stimmig und kann empfohlen werden.
Vis-a-vis von mir wurde ein gebratenes Beiried verzehrt - geschmacklich fein und sehr zart gebraten - da gabe es nichts auffölliges (positiv oder negativ) zu bemerken. Dazu getrunken wurde ein ein Riesling vom Urgestein (Bergterassen 2012, Schmid, Kremstal, €4,70).
Als Dessert habe ich dann das Schneenockerl (€5,80) probiert, das mit Vanillesauce, Brombeeren sowie Himbeereis serviert wird. Eine Variante von einem Salzburger Nockerl, die sehr empfehlenswert ist. Beim Überraschungsmenü wurden eine Art glacierter Kuchen mit Erdbeereis serviert. Sah hübsch aus und hat geschmeckt - allerdings ohne Begeisterungsstürme hervorzurufen.

Das Service:
Die Zusammensetzung des Personals habe ich oben schon angedeutet - das hat sich sich in einer extremen Freundlichkeit widergespiegelt. Was mir zum Unterschied vom Motto aber gefehlt hat, war die dort omnipräsente Aufmerksamkeit. Ich musste stets relativ lange warten, um ein weiteres Getränk bestellen zu können, auf das Vorhandensein eines leeren Glases wurde überhaupt nicht reagiert.
Da ist noch deutlich Luft nach oben - allerdings bin ich mir ziemlich sicher, das man sich dessen bewusst ist und das mit der Zeit auch deutlich besser ist.

FAZIT:
Es war ein wirklich netter Abend an dem wir uns wohl gefühlt haben. Das Überraschungsmenü war ehrlichweise keine positive Überraschung, weil viel zu fleischlastig - und gemessen an der Speisenzusammenstellung auch deutlich überbezahlt.
Die Portionsgröße kann stark variieren - da kann man auch Pech haben (und ich bin kein großer Esser!). Was mich allerdings bei einem Folgebesuch interessieren würde, sind die kleinen Snacks, die an der Bar abends angeboten werden - zum Beispiel ein Beef tartar (€9,80) oder die karamellisierten Krautfleckerl (€8,50).

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Kommentare (5)

KnüppelAusDemSack! am 3. August 2013 um 14:15

@seinegottheit
Hauptsache: Du verstehst Spaß – und das ist gut so!

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KnüppelAusDemSa.
Kein Tester
am 2. August 2013 um 12:08

@misenplace: war ja nicht negativ gemeint, nur führst du schon einige punkte an die für mich keine 4 mehr für die speisen zulassen würden

@knüppel: ja das bin ich auch, leider nicht gut aufgepasst letzte woche, da bin ich euch entwischt.

Gefällt mir1
6
3
KnüppelAusDemSack! am 1. August 2013 um 14:48

@seinegottheit: Na, wenn das kein Zufall ist: Ich arbeite in der Psychiatrie. Dort haben wir einen in der Geschlossenen, komischerweise nennt sich der auch so wie Du ...!

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KnüppelAusDemSa.
Kein Tester
am 1. August 2013 um 12:11

Inwieferne nicht nach 4-4-4? Ich finde die sehr gut dort, das Lokal ist aber noch neu und es gibt noch Luft nach oben.
Ich gehöre aber auch nicht zu denen, die einem Würstelstand 5-5-5 geben.... :-)

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54
20
am 1. August 2013 um 11:12

sehr gute review.......allerdings muss ich ehrlich sagen liest sich der text sogar nicht nach 4-4-4, aber gut geschrieben ohne zweifel!

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6
3
Labstelle Wien
Lugeck 6
1010 Wien
Speisen
Ambiente
Service
43
44
46
12 Bewertungen
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