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Schwarzes Rössl - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 25. November 2012
CAH
55
11
14
4Speisen
3Ambiente
3Service
8 Fotos6 Check-Ins

Besuch 25.11.12/6 Pax:
Bei Eintreffen des Lokals (mit 2 Hauben) wird uns nach kurzfristiger Reservierung unser Tisch gezeigt, wir werden aber nicht hinbegleitet. Nach Ablegen der Kleidung sitzen manche von uns bereit, während andere noch mit zufällig anwesenden Bekannten plaudern die aufgestanden sind und an den Tisch gekommen sind. Obwohl wir sichtlich mitten in einem angeregten Gespräch sind bringt die junge Kellnerin sofort Karten bzw. drückt sie den noch Stehenden in die Hand und fragt - das Gespräch unterbrechend nach Getränkewünschen. Wir sind sehr überrascht und meinen, dass wir noch schauen wollen.

Nach kurzer Zeit kommt eine andere Kellnerin wieder und nimmt Getränkewünsche auf. Eine Weinkarte wird uns weder jetzt noch später angeboten (vielleicht wg. Mittagszeit?), deshalb wählen einige von uns Bier, andere von der offenen Weinkarte (z.B. 2011 GV Heiligenstein, Hirsch, Kamptal, 1/8 um EUR 3,40 - sehr gut und preislich okay).

Der Service agiert in der Folge aus meiner Sicht weder charmant/herzlich (so dass man über kleinere Schwächen vielleicht hinwegsehen würde) noch besonders aufmerksam/interessiert. Ich habe das Gefühl, dass alle am Sonntag lieber woanders wären.
Weitere "Schnitzer", die mir auffielen:
+ Es wurde zwar gefragt, ob zum bestellten Schnitzel Salat extra gewünscht würde (JA!), aber gebracht wurde der Salat erst als die Schnitzel schon halb aufgegessen waren und das erst nach Erinnerung.
+ Es wurde die Vorspeise mit Besteck abserviert (es war nur 1x gedeckt), aber kein neues gebracht und auch als die 2. Speise kam, kein neues Besteck mitgebracht; dann nach Urgenz kam es aber die Speise war inzwischen lau geworden weil viel los war und die Bedienung inzwischen nicht an den Tisch kam.
+ Es gab nirgendwo Salz, Pfeffer, etc. Bei Nachfrage wurde es gebracht, aber s.o. es dauerte so lange, dass schon ein Teil der Speise verspeist war.
+Die sechs Speisen wurden mit ca. 10' Zeitabstand gebracht, zuerst die 3 Schnitzel (aber ohne Salat), dann die Gans, dann die Lachsforelle (aber ohne Besteck) und eine Forelle. Diese wurde kurz gezeigt uns sofort wieder weggenommen mit dem Hinweis: ich filetiere sie ihnen (die Dame war aber so schnell weg dass wir gar nicht nein sagen konnten, ohne dass wir ihr hätten nachrufen müssen)
+ Beim Abservieren: kein hat es geschmeckt, oder sonstiges Interesse.
+ Positiv ist, dass das Zahlen schnell ging und auch weitere Getränkewünsche schnell aufgenommen wurden.

Weiters wird kein Gedeck angeboten (aber auch anderen Gästen rundum nicht, vielleicht gibt es da nur Abends), der Tisch ist schlicht, aber ansprechend gedeckt. Letzlich ist es aber immer noch die gleiche Gaststube wie vor der neuen Küchenphilosophie. Habe beim Ambiente sehr geschwankt, aber ein "Sehr gut" ist es aus meiner Sicht einfach nicht.

Speisen:
Als Vorspeise gab es eine Klare Suppe vom "Jungstier" mit Kasspressknödeleinlage um EUR 3,10. Die Suppe war dicht und intensiv, der Knödel sehr kompakt und würzig, aber kein klassischer Kasspressknödel (also flach), sondern eher eine kleine Rolle - 4

Beef Tartare vom Alpenrind, serviert mit Radieschen und Sprossen, sowie einem kleinen, fritierten Schwarzbrotstreifen (vgl Foto) für EUR 11,80. Das Rindfleisch war tlw. stückig (zwar geschabt, aber nicht sehr liebevoll hatte ich den Eindruck) mit aus meiner Sicht einer etwas zu dominanten, "ketchup-artigen" Note, der die feinen Senföle der Sprossen und Radieschen fast übertünchte. Grosso modo aber solide - 4

Wir hatten 3x Schweineschnitzel nach Wiener Art (EUR 8,90) in der Pfanne, also mit Butterschmalz gebacken. Sehr knusprige Panier und ein tolles Preis-Leistungsverhältnis. Die Fleischqualität war ebenfalls sehr in Ordnung (kein Fuzerl an Flachsen) und es gab überreichlich Petersilkartoffeln dazu - ein klarer 5 (es schmeckte auch dem Kind, das dabei war und das für seine "Heikligkeit" bekannt ist).

Als weitere Speise gab es ein Ganserl mit einem Klecks Rotkraut (der mit fritierten Petersilsträusschen dekoriert war, warum auch immer), dazu einen halben, lauwaramen Bratapfel, und ein paar kleine Serviettenknödelrollen für ca. EUR 18,00 (es hätte alternativ auch Grießknöde gegeben). Die Gans war sehr knusprig und fettarm, also langsam gebraten - sehr gut, aber die Beilagen waren etwas lau, desweiteren schien die Speise einfach auf den Teller "geklatscht" worden sein, daher trotz tollen Geschmack nur eine 4

Gebratene Lachsforelle mit gebratenen Avocado und Madarinensüppchen samt Salatdeko mit Senf-Orangenmarinade (vgl. Foto) für ca. EUR 11,80 war okay, aber aus meiner Sicht zuwenig nuanciert. Die einzelnen Aromen gingen miteinander keine Verbindung ein, und erschienen wie zufällig gemeinsam am Teller zu sein, 3-4

Fazit: Ein nettes Lokal für zwischendurch, durchaus haubenwürdig, aber warum die Tester gleich 2 vergeben haben, weiß ich nicht. Dennoch, wer in der Gegend gut speisen will, und das "Bergpfeffer" schon ausgebucht ist, ist das "Rössl" eine Alternative.

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Kommentare (1)

am 26. November 2012 um 12:03

Sehr guter H-G-L-Bericht mit bestem Dank vom
Gerry

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Experte
215
47
Schwarzes Rössl
Hauptstraße 9
4580 Windischgarsten
Oberösterreich
Speisen
Ambiente
Service
40
30
30
1 Bewertung
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