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So, 21. Juli 2024

Café Afro, Wien - Bewertung

am 22. August 2019
SpeisenAmbienteService
Neulich hatte ich einen Frühstückstermin im Café Afro. Meine Freundin hat es vorgeschlagen, ich kannte es nur vom Vorbeigehen. Da im Internet nicht sonderlich viel darüber zu erfahren war (keine Speisekarte, wenig Rezensionen), habe ich mich komplett überraschen lassen.

Gleich beim Betreten wird man sehr freundlich und herzlich begrüßt, die Platzauswahl ist groß weil Ferien. Ich setze mich an einen Tisch zur - mit Mosaik verkleideten - Wand am Eingang, bestelle einen Iced Chai Latte mit Sojamilch und warte auf meine beiden Frühstückskollegen.
Der Chai Latte kommt flott und ist sehr gut. Mit Pulver, nicht mit Sirup. Ich tippe auf David Rio.
Beim Durchforsten fallen mir zwei Eiergerichte ins Auge: Menemen (türkisches Pendant zu Shakshuka, nur laut Kellnerin "gaaaaanz anders", aber auch mit Paprika und Tomaten und Zwiebeln) und das Omelette mit Spinat. In der Karte ist angemerkt, dass zu allen Speisen Fladenbrot gratis dazu serviert wird.

Als meine Freunde kommen an, und wir bestellen gleich zu essen. Es soll ein orientalisches Frühstück, ein italienisches Frühstück, eine Pide gefüllt mit Gemüse und für mich ein Omelette mit Spinat und (Feta)Käse sein.

Das Brot kommt in einem riesen Körbchen, im Sandwichmaker knusprig aufgebacken. Gutes Röstaroma. Das ist schon eine sehr positive Überraschung.
Die Frühstücksvariationen waren ganz in Ordnung. Der Mozarella beim italienischen Frühstück war leider geschmacksneutral, die Oliven nicht die großen guten türkischen, der Rucola am Teller nicht mariniert, das Ei leider hart und nicht den Erwartungen entsprechend weich. Das orientalische Frühstück war ebenfalls OK, leider der Hummus etwas zu knoblauchlastig, der Feta nur ein Kuhhirtenkäse. Dazu Butter und Honig. Frische Gurken, Paradeiser. Das Spiegelei war auf den Punkt. Zusammengefasst: solide, aber wirklich keine Highlights. Die gefüllte Pide jedoch hat überrascht. Sehr gut gewürzt, schöne Füllung mit kleingeschnittenem Gemüse.
Mein Omelette war ein Rührei, dafür eine sehr große Portion, viel Spinat, wenig Käse - und kein Feta (wie die Kellnerin vorhin gemeint hat), sondern der Hirtenkäse. Ich musste ordentlich Salz draufwerfen, weil der wenige Käse nichts davon abgegeben hat.

Was definitiv empfehlenswert ist, sind die Heißgetränke aller Art (Moccachino, guter Kaffee, Milchshakes - wir haben uns durchgekostet), und alles mit Sojamilch als Alternative erhältlich.

Ach ja, der Zwetschgenkuchen war hausgemacht, zwar recht viel Teig aber eigentlich ganz saftig und die Zwetschgen waren intensiv und sehr gut. Der Kuchen hat perfekt zu meinem Chocolate Moccachino gepasst. Dann war ich richtig angegessen, aber zufrieden.

Angesichts der Preise kann man über die doch großen Portionen nicht meckern, auch wenn einiges verbesserungswürdig scheint. Für Studenten der ideale Platz zum Frühstücken, Mittagessen (es gibt Mittagsteller und Tagesdesserts), Lernen, Plaudern und gemütliche Nachmittage verbringen. Wenn ich wieder in der Gegend bin gehe ich sicher wegen des hervorragenden Services und auf ein Getränk ins Café Afro.

PS: Obwohl überall Aschenbecher aufgestellt sind, wurde im Lokal während meiner Anwesenheit und zu meiner Freude nicht geraucht, es riecht auch nicht nach frischem oder alten Rauch.
Omelette mit Spinat und Käse - Café Afro - WienItalienisches Frühstück - Café Afro - WienOrientalisches Frühstück - Café Afro - Wien
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