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Do, 13. Juni 2024

Mayer am Pfarrplatz, Wien - Bewertung

am 8. August 2020
SpeisenAmbienteService
Wir haben unsere liebe Verwandtschaft aus Bayern zu Gast und die wollten unbedingt zum MAYER am PFARRPLATZ ins Beethovenhaus, in den 19ten. Waren sie doch vor einigen Jahren dort und schwerst begeistert. Also habe ich online einige Tage zuvor, für Donnerstag den 6.8.2020 einen Tisch für 4 reserviert, was im Übrigen geklappt hat.

Derzeit kann man nur im vorderen Bereich sitzen, da der hinter umgebaut wird, wie uns berichtet wurde. Ist man da fertig sperrt man vorne zu und hinten ist offen, das spielt sich alles bis 2021 ab. Hütte war natürlich bis auf den letzten Platz voll, da derzeit nur etwa die halbe Sitzplatzkapazität zur Verfügung steht und nein, Touristen findet man derzeit fast keine hier.....

Was soll man über die Location viel an Worten verlieren, außer ein wunderbarer und sehr schöner Hinterhofgastgarten, der an einem lauen Sommerabend zum Verweilen einlädt. Auch weil es hier nicht die ungemütlich Heurigenbankln gibt, sondern jeder Gast hat seinen Sessel. Von denen hat man allerdings nach 2 Stunden auch genug.

Die Anreise vom Jonasreindl kommend, mit dem D Wagen bis Grinzinger Straße, von da einige Hundert Meter zu Fuß bergan. Die Gehfaulen können noch eine Station mit dem Bus der Linie 38 fahren.

Die für uns zuständige Servicemitarbeiterin sprach gut Deutsch, war aber nicht aus unseren Landen, wohin ich sie zuordne keine Ahnung. Sie machte einen sehr anständigen Job, war umsichtig, freundlich und flott, ja sehr flott sogar, vor allem dann wenn wieder einmal eine Flasche vom Wiener Gemischten Satz DAC 2019 leer war und das war einige Male der Fall. Service ohne Fehl und Tadel!

Der Wein den wir tranken sicher der Klassiker des Hauses, er ist auch immer wieder bei Verkostungen zu finden. Ab Hof will man 11 Euro dafür, im Lokal 25, naja..... :-((
Ein top Weißwein, mit viel Frucht in der Nase und am Gaumen. Er ging Richtung Zitrus würde ich meinen und war leicht zu trinken. Ideal für den warmen Abend. Dazu hatten wir Mineral mit „Kugerln“.

Das Essen kann man sich teils aus der Wochenkarte bestellen, aber auch beim Buffett selber holen, dafür entschieden wir uns.
Es wurden zwei Hendlhaxln im Metallpfandl mit etwas Saft. Das Fleisch sehr saftig, die Haut nicht knusprig, der Saft ordentlich aber nicht mehr. Weiters ebenfalls in so einem Pfandl eine herrliche Krautroulade, die Füllung aus Faschiertem mit Reis. Hier wurde erfreulicherweise kein Bratensaft dazu gegeben, sondern eine Art Gemüsesaft, der ganz fein säuerlich war und sehr gut gepasst hat.
Die Nachspeise nahmen wir uns gleich mit und zwar drei perfekt abgeschmeckte Aufstriche, Bärlauch, Fleisch und was mit Ei und Schinken. Alle selbst gemacht meinte meine Liebste und von grandioser Qualität. Dazu zwei nicht ganz frische Salzstangerln. 27 Euro wollte man für das alles.
Die reifere Dame, die uns bedient hat, machte einen guten Job, sie ist allerdings eine, wo man merkt, dass die Freundlichkeit (etwas) gespielt ist.....

Dann hatte ich noch das Glück, das unsere Verwandte ihre gerösteten Eierschwammerln mit Petersilerdäpfel nicht zusammen essen konnte. Und nachdem es uns fern liegt, irgendwas zurück zu schicken, vor allem dann, wenn es gut ist, habe ich mich „geopfert“ :-)
Und nein die waren nicht gut, die waren phantastisch. Super Schwammerln mit Biss und Geschmack, herrlich gewürzt und genau mit der richtigen Menge Ei. Und auch die Erdäpfeln waren Schmeckate.

Alles in allem netter Ausflug nach Döbling, das Essen sehr ordentlich wie ich meine, dazu sehr schönes Heurigenambiente und auch die Serviceleistung hat gepasst.
Allerdings 25 € für den Gemischten Satz aus dem eigenen Hause zu verlangen, finde ich eine kleine Frechheit.....

Der MAYER am PFARRPLATZ gehört zum „Imperium“ des ehemaligen GGK Werber Hans Schmid, wie auch das gleichnamige Weingut, die Buschenschank am Nussberg, der Pfarrwirt und das Weingut Rotes Haus. Nicht zu vergessen das Kaufhaus Steffl und er ist Präsident der Vienna Capitals, aber das sind wahrscheinlich alles keine Neuheiten.

Ups jetzt hätte ich beinahe den Drehorgelspieler vergessen, der auch hin und wieder zu Fotzhobel griff..... wems gefällt.

Und dann war sie da wieder die ganz andere Geschichte, jene vom Absacker, am Donaukanal, bei der Adria Wien..... :-))
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