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Fr, 14. Juni 2024

Martinelli, Wien - Bewertung

am 27. August 2019
SpeisenAmbienteService
Es ist wieder Restaurantwoche, noch bis zum 1.9.2019, in unserem wunderschönen Wien und über 70 Wirte spielen mit.

Ich habe mir schon vor geraumer Zeit, über das tadellos funktionierende Reservierungssystem, einen Tisch im MARTINELLI, Trattoria, Ristorante, in 1010 Wien, Freyung 3 reserviert. Man bekommt dann auch noch vom „System“ 24 Stunden vorher, eine Erinnerung. A ja das mit der Reservierung hat perfekt geklappt, es war nicht einmal voll. Von denen die da waren, haben ca. 50% a la carte gefuttert, der Rest waren solche wie mia.

Die „Anreise“ vom 8ten in den 1ten wie immer zu Fuß, es hält aber auch der Bus 1A quasi vor der Tür.

Der Ort des Geschehens ist im Palais Harrach, wenn man von der Freyung rein kommt rechts hinten im Eck. Da ist ein von Grünstauden eingerahmter Gastgarten, wo man notfalls auch durch eine riesige ausfahrbare Markise gegen Regen geschützt ist. Dass in diesen Hof Sonne rein kommt, kann ich mir selbst bei Höchststand nicht so recht vorstellen.
Die Tische sind weiß eingedeckt, die Sessel mit Armlehne gemütlich und fürs zarte Popschal gibt es standardmäßig Sitzkissen.
Man fühlt sich hier sofort wohl und man ist auch durch den Innenhof recht gut gegen Wind geschützt, würde ich meinen, falls denn einer geht.
Einen Blick ins Innere konnte ich auch werfen, schaut nett aus, in den alten hohen Mauern, allerdings stehen die Tische recht (sehr) knapp beieinander.

Bei dem Lokal handelt es sich um eines der beiden des Luigi Barbaro, sein Zweites ist die Regina Margaritha, in der Wallnerstraße 4.
Zweimal ist er an dem frühen Abend auch vorbei flaniert, ohne allerdings rein zukommen, oder auch nur irgendjemand eines Blickes zu würdigen, Gäste wie Mitarbeiter gleichermaßen.

Was hier gefällt ist die Serviceleistung, denn die war seinerzeit (6.4.15) in seiner Pizzeria unterirdisch.
Ein Italiener und zwei unsrige schupfen den Laden, einer davon sowas wie der Oberkellner. Allesamt freundlich Zeitgenossen, die einen flotten und nicht steifen Job machen. Es wird nachgefragt und nachgeschenkt und sobald beide Teller leer waren, waren sie auch schon fort. Man wird auch zwischen den drei Gängen gefragt, ob man schon weiter machen will. Genauso erwarten wir uns das bei einem gehobenen Italiener.

Als Aperitif hatten wir zwei köstliche Prosecco und zum Essen eine Flasche eines 2017ener Sauvignon. Von dem habe ich mir allerdings weder den Winzer noch die Herkunft gemerkt, aber er war richtig gut, fruchtig und sehr sortentypisch.
Der Hammer war der kleine schwarze Lavazza danach, sehr stark, nicht bitter und mit schöner Creme. Perfekt, so geht Espresso!

Es gibt wie immer bei der „Woche“ ein 3 gängiges Menü.

Los ging’s, nach köstlichen schwarzen Oliven und verschiedenem Brot, mit 3 Jakobsmuscheln, Steinpilzen und Parmesan. Auf einem weißen länglichen Teller, wurden uns drei sehr ordentlich angebratene Muscheln gebracht. Die Pilze waren sautiert und sehr geschmackvoll, ergänzt durch eine wirklich feine, gelbliche Käsesauce. Top Vorspeise, da waren wir uns einig.

Nach kurzer angenehmer Wartezeit, ging es für meine Liebste mit einem Branzinofilet weiter. Der Fisch war gebraten, die Haut wunderbar kross, sie war angetan davon. Dazu gab es sehr interessante kleine Erdäpfel mit Zitrusgeschmack, zwei noch etwas knackige Karotten und Selleriepürree. Das hat positiv überrascht, denn sie hat es gegessen, was sie normal nicht macht. :-)
Für mich gab es ein Kalbsrückensteak mit ebenfalls den Karotten und dem Püree dabei, das war sehr fein und cremig. Ich hatte weiters noch eine angebratene Polentaschnitte. Ist jetzt nicht meine favorisierte Beilage, aber war gut. Das Fleisch selbst war sehr zart und weich und hatte Geschmack.

Die beiden Nachspeisen nannten sich Tarte Amalfitana und waren großartig. Da war geeiste Meringue? keine Ahnung was das ist, eine herrliche Orangensauce und irgendwelche Knusperdinger. Das Ganze war nicht süß und macht süchtig. Ich war geneigt zu sagen, bitte solange bringen bis ich halt sage.

Sollte sich jemand an der Größe der Speisen stoßen, wir waren satt, es war genau richtig.

Alles in allem sehr gut im Rahmen der Restaurantwoche im MARTINELLI gegessen. Das Ambiente, vor allem im Hof, gefällt und auch die Servicemannschaft macht einen ordentlichen Job.
Die Rechnung über € 125,-- incl. Maut, haben wir mit Plastikgeld beglichen.

A ja und bei den Mützerlverteilern kommt er auch gut an, 1 Haube 13 Punkte meinen die.

Danach sollte es noch ein Schleckeis im angrenzenden Vanillas sein, aber das ist wie immer eine ganz andere Geschichte.....
Branzinofilet - Martinelli - WienKalbsbrückensteak, feine Sache - Martinelli - WienJakobsmuscheln mit Steinpilzen - Martinelli - Wien
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