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Gasthof SchauerGasthof SchauerGasthof Schauer
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Gasthof Schauer Info
Features
Gastgarten, Schanigarten
Ambiente
Gemütlich
Preislage
Mittel
Kreditkarten
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Öffnungszeiten
Mo
geschlossen
Di
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Mi
08:00-00:00
Do
08:00-00:00
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Sa
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bubafant
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Gasthof Schauer

Markt 6
4391 Waldhausen
Oberösterreich
Küche: Österreichisch
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof
Tel: 07260 4227Fax: 07260 42274
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1 Bewertung für: Gasthof Schauer

Rating Verteilung
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 29. Juni 2014
Experte
bubafant
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27 Fotos1 Check-In

Nach Waldhausen kommt man nicht zufällig. Oder wirklich nur durch Zufall. Bei uns war es der Besuch von lieben Menschen in der nahe gelegenen Kuranstalt. Nach Überwindung von engem Kurvengeschlängel durch (nomen es omen) Waldgebiet auf das Bergerl hoch über Perg hinauf, öffnet sich der nette kleine Ort. Vor dem Lokal gibt es ganze sechs Parkplätze, Kurzparkzone bis inklusive Samstag Mittag. Das Gasthaus – lt. Anschlag neben der Eingangstür – gibt es in Kombination Fleischhacker schon seit Jahrhunderten. Die Fassade erstrahlt in Schönbrunnergelb mit weißen Einfassungen, Blumenschmuck in rot und der Schriftzug in Flaschengrün – sehr klassisch. Auf dem kleinen Vorplatzerl grüßt ein großer Wurzel Sepp. Obwohl das Gebäude schon einige Jährchen auf dem Buckel hat, ist es bis zum Gastgarten durchgängig barrierefrei.

Wir betreten durch die grünweißgestreiften Flügeltüren (wie bei Schutzhäusern) und dem wunderschön gestalteten Portal den langen, schlauchartigen Gang. Ein liebevolles Dekohändchen hat hier Altes und Neues gekonnt gemixt, wie z.B. Kredenzen, Brunnen, Kästen, Nähmaschinen, Apothekerschränkchen mit viel Grünzeug inklusive Weinstock. Ob die Preisliste für diverse Fleischsorten auf dem überdimensionierten Holzbrett an der Wand aktuell ist und derzeit wirklich noch verkauft wird, kann ich nicht beurteilen.

Wir gehen durch bis zum Gastgarten im Innenhof. Welche Idylle. Eine kleine, saftig grüne Wiese, an den Wänden landwirtschaftliches Gerät, in den Nischen gestapeltes Brennholz. Die Tischdecken und Polsterauflagen auf den Stühlen leuchten in gelb. Leider hat es für dieses Plätzchen ein paar Grade zu wenig und wir wenden uns zum Eingang zurück und betreten den Gastraum. Ein kleiner Bereich uriges Gasthaus, an den großen Kachelofen schmiegt sich eine geschwungene Bank samt ebensolchen Tisch – der Stammtisch. In einer kleinen Nische drei Tische wie in einem Kaffeehaus samt stimmiger Wandgestaltung mit Holz, Spiegeln und Leuchten. Und dann der Thekenbereich – offensichtlich von einem Tischler mit Herz gestaltet. Das viele Holz wird ergänzt durch Keramik und viel Licht. Nebenan gibt es noch einen Extraraum für rund 25 Personen. Da im weiteren Verlauf unseres Aufenthaltes von der Ausrichtung einer Hochzeit die Rede ist, es gibt noch einen Saal für bis zu 200 Personen.

Wir entscheiden uns für den kleinen Bereich gleich neben der Schank. Sehr dominant das Bild, das die Wirtsleute zeigt. Erst auf den zweiten Blick offenbaren sich die vielen Medusa ähnlichen Hände, die man ihnen gemalt hat – wahrscheinlich sehr wahrheitsnah. Die ganze Nische wird von einer umlaufenden Lederbank eingefasst, die Tische mit zwei Tischdecken versehen, Menage und Deko. Etwas deplatziert wirkt der groß dimensionierte Flatscreen. Von hier hat man einen guten Blick auf den wunderschönen Thekenbereich im herrlichen Kreuzgewölbe.
Allerdings: Wo ist der Wirt ? Wir blödeln herum, dass er erst Schlag Zwölf Uhr auftauchen wird, und so war es dann auch. Das sollte wirklich nicht sein, vor allem, wie man bei uns zu Hause so schön sagt, man kann denen die ganze Bude ausräumen … Es ist dem Juniorchef sichtlich irgendwie peinlich, und wir bekommen sofort die Speisekarte.

Diese ist ebenfalls klassisch, schöne dicke Seiten und gebunden aus Leder mit variablen Einschubblättern. Die Mittagsempfehlung und auch die aktuellen Angebote drehen sich um das Thema Eierschwammerl. Im a la carte-Bereich fallen uns abseits des Mainstreams auf: Wiesenkräuterschöberlsuppe, Mühltaler Knoflsuppe, geröstete Waldviertlerknödel, gebackene Erdäpfelkasknödel, Fleisch- und Grammelknödel auf Sauerkrauthaufen, Mühlviertler Bierschnitzel (Hühnerfilet mit Schafskäse, Spinat und Speck gefüllt, in Bierteig gebacken), gekochtes Strudengauer Rindfleisch, sowie B’soffene Kapuziner (Nussbröselkuchen in würzigem Most getränkt) und Waldviertler Mohntorte. Zur kleinen Jause gibt es Saure Wurst, belegtes Brot, Gulaschsuppe und Debreziner. Mehlspeisen und Torten sind hausgemacht und gibt es auch zum Mitnehmen. Begrüßungsworte in der Karte "Wir versuchen Traditionelles und Bodenständiges mit Modernem und Zeitgemäßem zu verbinden, und das nicht nur in der Speisekarte". Ja, das haben wir bereits gemerkt. Das Bier kommt von der Freistädter Brauerei.

Vorab beginnen wir mit einer Milzschnittensuppe (EUR 2,20)
Dampfend heiß kommt sie in der klassischen Gastro-Lilienporzellansuppenschale. Diese ist gut gefüllt mit der Milzschnitte. Schon ewig nicht mehr gegessen. Diese hier ist auch nicht rein mit Semmeln gemacht, sondern gemischt mit dunklem Brot, welches im Rohr äußerst knusprig ausgebacken ist. Die Milz ist sehr fein geschabt und dezent gewürzt. Ein paar Kräuter oben drauf. Sehr gut. Die Seele ist gewärmt, und das ist im etwas kühlen Gastraum (Fliesenboden) auch dringend nötig.
Es kommen Einheimische, die sich gemeinsam einen großen Teller Eierschwammerl mit Knödel teilen. Finde ich gut, dass so auf den Gast eingegangen wird.

Spezialschnitzerl "Reingrub" (EUR 12,90)
Global gesehen haben wir es hier mit Cordon Bleu zu tun. Nebendarsteller das sehr feine Putenfleisch. Grundsätzlich bin in kein großer Puten-Fan, dieses Stück allerdings versöhnt mich wieder. Goldgelb herausgebacken, gut abgetupft und in drei appetitliche Stücke vorgeschnitten, offenbart sich neben dem Käse der Hauptdarsteller: die Eierschwammerlfülle. Kein Köpfchen der Schwammerl ist größer als eine kleine Erbse, so liebe ich es, klein, fein und etwas knackig, die Stengel etwas größer geschnitten und auch mehr durchgedünstet, fein mit Zwiebel und Kräuter versehen. Als Beilage am Teller eine kleine Salatgarnitur und Petersilerdäpfel. Wir sind ja hier schließlich im ‚Erdäpfelland‘ 
Auf einem Extrateller erhalten wir den gemischten Beilagensalat. Etwas säuerlicher mariniert, als man es im Osten von Österreich kennt: Erdäpfel, Kraut, Blattsalate, Paprika, Karotten und obenauf ein Haufen Rucola.

Fazit: Wie eingangs erwähnt, führt einen der Zufall hier eher nicht her. Wir haben bodenständig und sehr gut gegessen. Vor allem das Preisleistungsverhältnis bei der Hauptspeise samt Salat ist unschlagbar. Das Ambiente hat uns in allen Bereichen (Innen- und Außenbereich) gut gefallen. Die Dorfgemeinschaft scheint hier auch noch in Ordnung zu sein, denn für die beiden Schließtage des Gasthauses gibt es Ausweichadressen am Eingangstor. Die Wirtsleute sind nicht unfreundlich, es rennt auch ein ganz kleiner Schmäh nebenher, haben auf uns aber etwas distanziert gewirkt – wir sind Fremde gewesen und auch geblieben. Ich vermute Engagement bei einer Rettungsorganisation, die Barrierefreiheit, das behindertengerecht adaptierte WC und so einige Nebengeräusche deuten darauf hin. Vielleicht findet jemand das Schauer bei einer Umgebungssuche …

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Erst-Tester

Bewertet am 29.06.2014

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