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Do, 13. Juni 2024

Favvas Gourmet, Wien - Bewertung

am 17. November 2019
SpeisenAmbienteService
Kürzlich haben wir FAVVAS Gourmet, in der Nußdorfer Straße 27, im Neunten für uns entdeckt. Damals beim Erstbesuch waren wir nur was trinken, gestern am Samstag dem 16.11.2019 um etwa 14:30 war uns aber nach mehr, nämlich nach Mittag- und Abendessen in einem.....

Nachdem wir zuvor am Meidlinger Markt waren, das ist aber einen ganz andere Geschichte, sind wir mit der U6 bis Währinger Straße / Volksoper gefahren und von da zu Fuß durch die Sechsschimmelgasse zum Lokal geschlendert.
Man kann auch mit den Bim Linien 37 und 38, die Station ist genau vor der Türe, aber auch dem 5er und 33iger hinfahren. Vis a vis ist übrigens die Markthalle.

Vor dem Eingang steht auf einer Tafel bereits was es an warmen Speisen gibt. Gestern war das Moussaka, Schrimps, Spinatstrudel, sowie Lamm- und Rindsragout. Einmal drinnen steht man vor einer großen Theke mit unzähligen kalten Köstlichkeiten und man möchte am liebsten gleich alles verkosten.

Es handelt sich dabei um einen kleinen Feinkostladen in der Mitte mit 4 Hochtischen, dazu ein Nebenraum mit einem 4er Tisch und überall nur griechische Spezialitäten. Und inmitten von all dem, fühlt man sich von der ersten Sekunde an sauwohl.

Außer dem Chef Panagiotis Favvas, ein gelernter Koch, der viele der Speisen selbst zubereitet, gibt es noch einen jungen freundlichen Mitarbeiter. Der sicher auch Grieche und er macht alles außer servieren. Meister Favvas kümmert sich höchst sympathisch um seine Gäste und erklärt einem auch ganz genau, wenn man was wissen will. Er fragt regelmäßig nach, ist aufmerksam und kann auch small talk. Man fühlt sich so, als wäre man hier schon ewig Gast.

Die Auswahl der Vorspeisen ist nicht ganz so einfach, denn wie gesagt die Auswahl ist riesig. Es wurden letztendlich vier Klassiker und zwar Dolmades, Tsatsiki, Taramosalat und Skordalia.
Die 2 gefüllten Weinblätter köstlich, der Reis nicht zerkocht, ganz typisch, so wie man sie in Griechenland, aber nicht überall bei uns bekommt. Da ist so eine Geschmacksnote die ich nicht beschreiben kann.
Die Gurke mit griechischem Joghurt, Olivenöl und genau der richtigen Menge Knoblauch, war schlicht zum niederknien. Ich kann mich nicht erinnern je besseres Tsatsiki gegessen zu haben.
Der mit verschiedenen Zutaten zu einer Art Aufstrich gemachte Fischroggen, hatte diesen ganz typischen, leicht salzigen Geschmack, er war wunderbar cremig und quasi zum Eingraben.
Auch sehr cremig und fein was das Erdäpfelpüree, allerdings hätte ich mir hier etwas mehr Knofi gewünscht. Das ist aber jammern auf hohem Niveau.
Dazu wurde uns Oliven Focaccia vom Feinsten serviert.

Die Hauptspeisen waren Schrimps für die Liebste, ich hatte Moussaka. Die kleinen Meeresbewohner kamen in einer gschmackigen, leicht säuerlichen Paradeissauce daher, in der auch noch Zwiebel, Paprika, Schafkäse und einiges mehr war. Wenn meine Frau einmal sagt, das hast ihr geschmeckt, dann heißt das insofern was, weil sie normal Schafkäse nicht so mag. Ich steh auf das „Zeug“ sowieso.
Mein „Auflauf“ war schön geschichtet, mit viel faschiertem, Melanzani, oben mit der weißen gestockten Sauce und etwas Käse gratinert. Dass ganze war gut abgeschmeckt, der absolute Höhepunkt hat ihm aber irgendwie gefehlt, sehr gut wars aber allemal.

Auf einmal stand eine nicht bestellte Nachspeise auf unserem kleinen Tisch und zwar ein eher fester Gries Auflauf mit Blätterteig, Honig und Zimt. Feine Sache auf die er uns einlud.

Zu trinken hatten wir je zwei Glas griechischen Weißwein, zum einen den Kydonitsa für die Holde, ich zwei vom Assyrtico. Sie sind fruchtig, mit etwas Zitrus und viel griechischer Sonne. Meiner der etwas lieblichere. Dazu gab es unaufgefordert eine Karaffe Wasser.
Ich hatte danach auch noch einen sehr guten Espresso, aus einer kleinen Siebträgermaschine, mit schöner Creme, der für meine Begriffe noch etwas stärker hätte sein können.
Zum Abschluss gab es Ouzo für mich und einen griechischen Grappa für meine Frau, auf Haus.

FAVVAS die Zusammenfassung, authentisch Essen, das kleine Lokal zum Wohlfühlen und der Chef einer der weiß wie man mit Gästen umgeht. Man kann theoretisch auch mit Maestro zahlen, wir haben die wohlfeilen 63 Euro samt Maut aber in cash dort gelassen.

PS: ein Ausflug auf seine Homepage lohnt, man erfährt so einiges interessantes, unter anderem auch, dass seine Familie schon seit Generationen Oliven anbaut und JA wir kommen sicher schon recht bald wieder, denn in spätestens zwei Wochen gibt es die von uns so heiß geliebten Kourabiedes.
Für alle die nicht kochen wollen, können oder was auch immer, die von ... - Favvas Gourmet - WienSkordalia, Dolmades, Taramo, Tsatsiki der Hammer, dazu Oliven Focaccia. - Favvas Gourmet - WienSchrimps in einer Paradeissauce, sehr gut - Favvas Gourmet - Wien
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1 Kommentar
adn1966

Ja, der Favvas ist ausgezeichnet. Mittlerweile meine erste Adresse für Olivenöl und Schafkäse. Und das will was heißen, nachdem die BulgarInnen (bei mir in Form der Liebsten) das Monopol für den besten Schafkäse der Welt für sich beanspruchen. Aber auch die Liebste hat mittlerweile zugegeben, dass der Schafkäse, den es beim Favvas in der Vitrine gibt, schlichtweg einzigartig ist.

18. Nov 2019, 11:15Gefällt mir1
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