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Di, 18. Juni 2024

Ebi 03, Wien - Bewertung

am 13. August 2021
SpeisenAmbienteService
Eine gute Freundin von mir rief zu Running Sushi oder "All you can eat" auf und so wurde (ein bisschen über meinen Kopf hinweg) das Ebi ausgesucht. Ich wäre lieber ins Hiro gegangen, aber das ist meinen Freunden zu sehr am A**** der Welt. Na gut. Ich war bereits davor sowohl im Ebi 21 (mein Favorit), im Ebi 07 und im Ebi 01, aber das Ebi 03 kannte ich noch nicht. Probieren geht ja bekanntlich über studieren.

Wir fanden uns zu viert im Ebi 03 ein. Das Ambiente gefiel uns ganz gut, die Tische waren (coronakonform) mit Blumenkästen voneinander abgetrennt. Dies sorgte auch für etwas Privatsphäre, was ich sehr gerne mag. Im Ebi 01 und im Ebi 07 sitzt man sehr, sehr eng an fremden Personen (zumindest war es vor Covid19 so) und das hat mich immer gestört.

Wir bekamen ein Tablet zum Bestellen (ja so funktioniert das in den Ebis) und orderten dann auch schon wild drauf los.

[Kurz zum Konzept: Man darf über das Tablet so viel bestellen wie man möchte, außer von ein paar Speisen die mit ** gekennzeichnet sind. Von diesen darf jede Person pro Tisch nur ein Tellerchen ordern. Man zahlt am Ende einen Einheitspreis.]

Die erste Runde bestand für mich und meine beiden Freundinnen aus Sushi und Maki und für den Mann in der Runde auch mit ein wenig warmen Speisen. Die kleinen Tellerchen kamen schnell. Das Sushi war mir zu kalt, der Reis eher langweilig. Die Maki waren durch die Bank ganz okay, wobei ich schon weitaus bessere Enten-Maki bei Lieferservices gegessen habe.

Um euch die einzelnen Bestellvorgänge zu ersparen, kürze ich das Ganze etwas ab:
Gyoza mit Huhn waren so lala. Da hatte ich auch schon weitaus bessere.
Jegliches Huhn war gebacken. Unser Kerl am Tisch meinte später zu mir, dass alles dasselbe war und nur andere Saucen verwendet wurden.
Das Thunfischsteak empfand eine meiner beiden Freundinnen als trocken.
Die Gurkenrolle war EISKALT und so schmeckte ich vom Fisch gar nichts.
Der Krautsalat war fad und schmeckte niemandem von uns wirklich gut.
Das Saisongemüse war fad gewürzt.
Auch die Spicy Wantan sagten unserem Freund nicht sonderlich zu.
Das Lammkotelett hatte einen wirklich riesigen Fettrand und war nichts Besonderes.
Dan-Dan Nudeln "Ebi Style" hatten mit Dan-Dan wenig zu tun. Sie kamen in einer Erdnusssauce daher (hä?!), die meine beiden Freundinnen zwar super fanden, aber ich war enttäuscht.
Einzig und allein das Rindfleisch in "würziger Sojasaue" fanden wir wirklich alle ganz gut. Es war relativ zart.
Die Rindfleischbällchen fand ich in Ordnung, die Sauce eher salzig.

Tigergarnelen mit Pestosauce - warum zum Geier Pesto? Meine Freundinnen wollten sie allerdings probieren und teilen. Das Pesto schmeckte nicht nach Pesto, sondern war irgendein extrem salziges Gedöns mit Dill. Doppelt hä?!

Um unseren Süß-Hunger zu stillen, mussten wir natürlich auch noch fast alle Desserts auf der Speisekarte probieren.
Es gab Matcha-Panna-Cotta mit Schoko und kleinen Kokosbällchen. Diese fand ich sogar ziemlich gut. Außerdem bestellten wir die berühmten Apfel-Gyoza mit Vanillesauce in rauen Mengen. Die waren auch super.
Das Sesam-Eis schmeckte meinen Freunden. Eis von Azuki (Rote Bohnen) und Litschi gab es auch noch für mich. Azuki war so lala. Unter dem Litschi-Eis hatten wir uns eher ein Sorbet vorgestellt, es kam aber ein cremiges, sahniges Eis daher, welches ein bisschen an Rosen-Seife erinnerte. Zuerst fanden wir es alle eher etwas komisch, aber ich gewöhnte mich und bestellte noch eine Portion (die Kampfkatze spinnt ein bissl). Der Tarokuchen schmeckte mir und dem Herren am Tisch gut, dafür war der Obstsalat ein Reinfall. Unser Freund beschrieb ihn als "Bestellt ihn nicht! Mehlige Äpfel und zwei geschmacklose Trauben".

Die Kellner*innen waren unscheinbar, räumten unseren Tisch schnell ab und waren weder besonders freundlich, noch besonders unfreundlich.
Die Toilette war sauber und roch gut.

Fazit:
Enttäuschend. Allerdings habe ich damit schon ein wenig gerechnet. Ich glaube, meine beiden Freundinnen fanden es ganz gut, aber ich unterhielt mich am Heimweg noch mit unserem Freund in der U-Bahn und er meinte, dass er das Essen auch nicht spektakulär fand und gerne das nächste Mal mit mir nach Transdanubien (hiermit ist Floridsdorf gemeint) ins Hiro fährt (da waren der Kampfkater und ich nämlich wieder einmal letzten Sonntag und wurden - wie immer - nicht enttäuscht).
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