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Die Vinothek

Tigergasse 33
1080 Wien (8. Bezirk - Josefstadt)
Küche: Antipasti
Lokaltyp: Weinbar, Vinothek, Bar
Tel: 01 4029828
Lokal teilen:

4 Bewertungen für: Die Vinothek

Rating Verteilung
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 24. Oktober 2014
Experte
Zap1501
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1Speisen
3Ambiente
1Service

Auch ich war gestern (mit Gutschein von Daily Deal: 2 1/8 Wein weiß oder rot, ein kleines Mineral und eine gemischte Antipastiplatte für 2 Personen; Kostenpunkt ca. 11,- pP) in dieser "Vinothek" und es war tatsächlich so unglaublich schlecht, wie alle versierten Vortester schon geschildert haben! Aber man muss das erlebt haben, sonst glaubt man es nicht!

Zuerst zum Ambiete: das Lokal besteht aus nur einem Raum, wenn man eintritt sind rechts niedrige Ledersofasessel und Tischchen, links sind zwei Hochtische und daneben die Bar mit Kühlvitrine. Auf den Tischen stehen Tonbecher, in denen zwei verdorrte Rosenköpfe als Deko dienen sollen. Direkt gegenüber des Eingangs ist ein großer, beleuchteter Schrank, in dem Weine präsentiert werden. Die Raumbeleuchtung ist stimmig, es hängen halbrunde, schwarze Lampenschirme von den Decken und es gibt auch an den Wänden indirekte Beleuchtung. Die sonstige Deko (Vase mit Korken, Präsentation leerer Weinflaschen, etc) ist ok, vom Ambiente her hätte ich mich schon wohl gefühlt, wäre es nicht eine Spur zu kalt gewesen.

Vorabinfo: wir hatten 5 Gutscheine und waren auch zu fünft dort, weil eine Antipastiplatte und zwei Gläser Wein sollten kein Problem sein. Vorab bei der persönlichen Reservierung vor Ort auch so angekündigt - Telefonisch war leider nie jemand zu erreichen.
Die Bewertungen hier hatte ich leider erst nach Gutscheinkauf, aber vor unserem Besuch, gelesen.

Nun zu unserem Besuch: Wir kamen nicht alle gleichzeitig, also bestellten die ersten vier Leute noch ein Glas Wein von der "Karte": diese sieht tatsächlich so aus wie geschildert: die Rotweine sind zuerst angeführt, danach die Süßweine, erst dann die klassischen Weißweine. Zwischendrin Bier und Kaffee sowie Alkoholfreies. Die Weine sind nach ihrer Sorte angeführt und der Jahrgang steht daneben, das Weingut oder die Weinbauregion sind nur fallweise angegeben, oft steht auch keine dieser Infos dabei.
Ich sehe einen Sauvignon Blanc in der Karte, gänzlich ohne weitere Angaben, 1/8 für €5,30, und ich frage die Chefin, von welchem Weingut er ist. Sie meint, sie zeigt mir die Flasche und kommt kurz darauf mit einer Magnum-Flasche aus dem beleuchteten Schrank wieder. Am Vorderetikett ist "Vinothek Rochus" zu lesen, auf der Rückseite steht geschrieben, dass es sich um einen österreichischen Landwein handelt...! Das Achterl für €5,30 möchte ich an dieser Stelle wiederholen!
Gut, da die Weine der Kollegen auch kein Erlebnis sind und sich die Preise ohnehin bei fünf bis sieben Euro fürs Achterl bewegen, sage ich ok und sie schenkt mir ein. Der Wein ist in Ordnung, mehr nicht, und sicher den Preis nicht wert. Er ist sehr leicht, der Duft verhalten, geschmacklich auch eher neutral und die typische Sauvignon Blanc-Würze fehlt komplett.

Noch bevor der 5. in der Runde eingetroffen war, begann die Chefin zu servieren. Ich sagte, dass ich die Weißweintrinkerin bin und vom ersten Wein noch habe, sie für mich also noch keinen "Gutschein-Wein" bringen soll. Sie bringt 4 Rotweingläser an den Tisch und schenkt wortlos ein, obwohl erst 3 der Rotweintrinker da waren und eine der Kolleginnen noch ein volles Glas Weißwein vor sich stehen hatte! Wir fragen, was das für ein Wein ist und sie sagt "Zweigelt". Mein Kollege fragt dann, warum sie diesen Wein bringt, laut Gutschein stehen ja Zweigelt oder Blaufränkisch zur Wahl. Sie schaut nur verdutzt, kann nicht wirklich antworten und wir meinen schließlich ok, dann zuerst Zweigelt und dann der Blaufränker.

Dann beginnt sie mit dem "Speisenservice": sie bringt Servietten, Gabeln und Messer und legt diese auf einen Haufen an das Ende des Tisches, bunt durcheinander! Dann bringt sie die ersten beiden "Platten": auf der einen sind gut 120g gemischte Wurstwaren (Putenschinken, Salami, eine paprizierte, würzige Rohwurst - sehr gut!, etwas Hauswurst-ähnliches und eine andere, dunkle Rohwurst, die nicht mehr frisch schmeckt), weiters ein junger, aber trockener Grana, ein Weichkäse und ein Emmentaler (?). Dekoriert ist das ganze mit entkernten Oliven aus Salzlake, gebratenen Melanzani und getrockneten Tomaten.
Der zweite Teller, den sie bringt besteht nur aus Putenschinken, paprizierter Rohwurst, und Hauswurst, gesamt 8 Scheiben, Emmentaler und Grana, Tomaten und Melanzani. Insgesamt ist es nicht einmal die Hälfte vom ersten Teller! Das Brot dazu ist getoastetes Toastbrot und gestaubter Wecken aus dem Plastiksackerl, jeweils sehr klein geschnitten.

Da es nicht den Anschein hat, als würde sie in nächster Zeit weiter Platten bringen, beginnen wir gemeinschaftlich von den beiden Platten zu essen. Zwischendurch bringt sie wieder, ungefragt, den nächsten Wein, tlw. mit frischen Gläsern, tlw. in 1/8-Liter-Kännchen. Der Kollegin, die vorher noch beim Weißwein war und die ihr volles Rotweinglas vor sich hat, schenkt sie den Wein ins benutzte Glas des Sitznachbarn ein, der zuvor für seinen nächsten Wein ein frisches Glas bekommen hatte. Der Kollege gegenüber hätte gerne ein frisches Glas gehabt, sie hatte aber keines dabei, die hatten die anderen Kollegen vorher schon bekommen, also spült er sein Glas aus und bekommt schließlich den nächsten Wein.

In der Zwischenzeit beginnt sie, wieder an 2 Platten zu werken, poliert zwischendurch Gläser, verschwindet kurz, kommt zurück uns werkt weiter... Mit dem Endergebnis, dass wir die fehlenden drei Platten zu unterschiedlichen Zeitpunkten bekommen haben, und jede Platte sah anders aus! Einmal gab es wieder Weichkäse, dafür keinen Grana, dann gab es mehr von der Paprikawurst, dafür keine Hauswurst, erst am letzten Teller gab es Prosciutto, es war einfach absolut unkoordiniert.

Als wir mit dem Essen fertig sind beschließen wir einen Lokalwechsel. Da die langsame Trinkerin am Tisch erst ihren ersten Rotwein gehabt hat, fragen wir, ob es möglich ist, den zweiten Wein gegen einen der vorab getrunkenen Welschrieslinge zu verrechnen. Sie meint, das geht nicht, weil der eine Gutschein ja für Weißwein und der andere für Rotwein ist, das kann man nicht mischen... Jaja, die wollte uns für dumm verkaufen. Auf alle Fälle kassiert sie dann meinen SB, zwei der drei Welschrieslinge und geht. Also packen wir uns auch zusammen und verlassen diese Lokal.

Fazit: ich habe noch nie eine Wirtin erlebt, die sowas von überhaupt keine Ahnung von der Gastro hat! Da hat nichts funktioniert! Beim Einschenken wurde gepatzt, oder sie hat das Glas vom Tisch weg auf den Nachbartisch gestellt, um dort nachzuschenken. Mineralwasser gab es nur noch still, und da bin ich mir nicht sicher, ob es nicht zuvor abgefülltes Leitungswasser war. Die Speisen waren billigste Qualität und kein Teller glich dem anderen, weder in der Menge noch in der Zusammensetzung. Kein Gespür für Ästhetik, null Koordination, keine Fähigkeiten auf Gäste einzugehen. Sie hat sich irgendwie bemüht und war nicht unfreundlich, sie tat mir in ihrer Ahnungslosigkeit schon wieder irgendwie leid, deshalb auch mein Mitleidspunkt bei der Bewertung, verzeiht mir das!

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Letzter Kommentar von am 25. Okt 2014 um 17:05

cmling: da wird halt Weintrinken erst richtig spannend. Und damit meine ich nicht so manch patschert umgesetzte OrangeWine-Totgeburt, sondern richtig traditionelles Winzerhandwerk mit Spontanvergärung und vorsichtiger Temperaturkontrolle - natürlich nur mit bestem Pressgut. Stahltank mit computergesteuerten 15 Grad, Zuchthefen (da gibt's Hefen mit "Zitronenaroma" für das stets voraussagbare Endergebnis, wie langweilig!), da isses dann blunzn, ob ich in Leutschach oder in Ehrenhausen den Sauvignon trinke, er schmeckt überall erwartungsgemäß gleich, absolut vorhersehbar und unspannend - und jedes Jahr gleich. Traditionell gekelterte Weine haben echte Sortentypik, das echte "Terroir", von dem andere Winzer bloß reden, keine faden Primäraromen (=100% Nase, 0% Gaumen) für bessere Spritzerweine mit vordergründigem Säurekick, die nach 10 Minuten im Glas verflogen sind, sondern gehaltvolle Sekundäraromen, am Gaumen endlos.... - da gibt's dann Weißweine, die man nach 2 Wochen nach dem Entkorken sensationell trinken kann. Das macht Spaß! Wozu solltest gerade du dich blamieren - ich glaub wir wissen beide, was wir meinen!

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am 6. März 2013
herberthaupt
1
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4Speisen
5Ambiente
5Service

Ein kleines Lokal mit großer Gastlichkeit. Sehr gemütliches Ambiente und besonders charmanter Service. Empfehlenswert!

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 11. Mai 2012
Experte
Gastronaut
428
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0Speisen
2Ambiente
1Service

Ja, ich gebe es ja zu und ich schäme mich auch. Aber ich hatte einen Gutschein. Aber als ich diesen vor einiger Zeit für "Die Vinothek" in der Tigergasse im achten Bezirk gekauft hatte, war ich doch tatsächlich der Meinung gewesen, dass die Betreiber eines solchen Lokals kaum etwas falsch machen könnten und sich der Gutschein sicherlich auszahlen würde. Weit gefehlt...

Kurz nach dem Betreten des Lokals brachte uns die einzige Kraft des Hauses - offenbar die Inhaberin - zwei kleine Karten (siehe Fotos) mit einer überaus uninteressanten und vor allem nichtssagenden Weinauswahl. Zwar fand man darauf Weinbezeichnungen wie Zweigelt, Blaufränkisch oder Cabernet, jedoch nicht mehr. Keine Winzer, keine Jahrgänge, keine Beschreibungen.

Nachdem wir etwas verwundert dreinschauten fragte uns die Dame, was wir den gerne trinken und wir meinten, dass wir am liebsten kräftige trockene Rotweine mit einer intensiven Frucht hätten. Diese Wünsche waren der Dame scheinbar zu viel und sie meinte nur, dass der Blaufränkisch kräftig sein. Wir bestellten zwei Achtel und einen kleinen Käseteller dazu.
Der Wein kam innerhalb einer Minute und roch wir ein billiger Schankwein. Es hatte keine technischen Weinfehler, aber er roch und schmeckte nach etwas, das man bei jeder Weinverkostung eher schnell wegschütten würde.

Während wir nach Luft und Worten suchten, sah ich aus dem Augenwinkel, wie unser Käseteller präpariert wurde: Aus einem kleinen Kühlschrank wurden drei Packungen Supermarkt-Käse, ein Bergkäse, ein unreifer Grana und etwas unidentifizierbares auf einem Teller angerichtet und mit einem Batzen getrockneter Tomaten in Salzwasser serviert. Das salzige Tomatenwasser verdrängte sämtliche potentiellen Restaromen aus dem Käse; die Speise war eine Frechheit!

Um den salzigen Geschmack aus dem Mund zu bekommen, tracken wir den miesen Blaufränkisch aus und fragten - wir wollten unseren Gutschein ja aufbrauchen - nach einem weiteren Wein auf der Karte, nämlich dem "Rosso Siciliano". Nur zur Info: Es gibt keinen Wein der so heisst. Es gibt viele gute Rotweine dort (herrlichen Nero D'Avola hauptsächlich, aber auch viele unbekanntere Sorten) aber keinen Rosso Siciliano. Wenn überhaupt etwas so genannt wird, dass ein Averna mit Blutorangensaft...

Aber wir kamen leider nicht in den Genuss dieses Weines, denn die Betreiberin wollte für die zwei Achtel die wir trinken wollten keine neue Flasche aufmachen.
In diesem Lokal, das sich selbst als Vinothek bezeichnet, wird übrigens nur glasweise und nicht flaschenweise verkauft. Doch die Betreiberin meinte, dass wir gerne eine Flasche haben könnte, die kostet dann eben so viel wie sechs Achtel. Eine Frechheit. Noch dazu wo jeder Gastronom weltweit genau weiß, dass man aus einer Flasche nur fünf ordentliche Achtel (also bis knapp über die Markierung befüllte) abfüllen kann, sonst würde man schnell als geizig gelten.

Nachdem wir also nicht bekamen was wir wollten, nahmen wir noch zwei Achtel von jenem grauslichem Etwas, das dort als Zweigelt verkauft wird und baten um die Rechnung. Und auch bei dieser (siehe Foto) staunten wir nicht schlecht, wie schnell man sich doch zu Ungunsten des Gastes verrechnen war.

Insgesamt ist "Die Vinothek" in der Tigergasse eine Beleidigung für jeden der gerne guten Wein trinkt und ich kann wirklich nur abraten dort auch nur auf einen Sprung hinzuschauen!

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Letzter Kommentar von Unregistered am 11. Mai 2012 um 21:45

Die Bilder sind absichtlich nicht beschriftet und somit ein Intelligenztest für Magic. Soooo kompliziert. Gaaanz schwierig. Was bist du nur für eine Dumpfbacke, Magicerl. OMG!

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am 18. Oktober 2011
Rammer
71
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1Speisen
2Ambiente
2Service

Mit einem Groupon-Gutschein für 36€ sollte es 2 Glas Champagner und einen Käseteller für 2 geben. Das Lokal ist sehr klein, ein paar Stehtische und ein einziger Sitzplatz. Das Gebotene ist ein einziger Nepp. Eine kleine Scheibe Toast und Käse ohne Hinweis auf Herkunft, von der Menge relativ gering, jedenfall niemals dem Preis angemessen. Es wäre meiner Meinung auch besser gewesen ein gutes Glas Rotwein anzubieten an Stelle des Champagners. Sollte das Angebot nochmals bei Groupon auftauchen kann ich nur raten Händ weg!

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Letzter Kommentar von Unregistered am 3. Mär 2013 um 17:16

Also da die Besitzerin Russin ist und der letzte Kommentar in hervoragendem Deutsch ist, nehme ich an er ist von Ihr.

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Erst-Tester

Bewertet am 18.10.2011
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