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Sa, 22. Juni 2024

Gasthof zur Post, SÖDING - Bewertung

am 27. September 2019|Update 28. Sep 2019
SpeisenAmbienteService
Ein interessanter Abend im „Gasthof zur Post“ in Söding (Grazer-Speckgürtel) – zum ersten Mal besucht. Das Interieur wurde anscheinend neu hergerichtet, jedenfalls fühlt man sich im Saal sehr wohl, heimelige Atmosphäre. Die Bedienung war äußerst freundlich, die georderten Speisen wurden rasch serviert.

Man gab sich einer Schilcherrahmsuppe mit Schnittlauchravioli und Eierschwammerln mit Rahmnudeln, Mangold und Parmesan hin, der Counterpart bestellte ein Schweinswiener.

Bevor man nun kritisiert, sollte man zwei Dinge beachten, nämlich die Qualität der Ware und den Preis. Die Suppe, ein Gedicht – die Ravioli sehr gut, der Preis von 5,50 geht in Ordnung (wir reden hier übrigens von durchschnittlichen steirischen Preisen!). Die Rahmnudeln leider völlig geschmacklos, nicht die Spur eines Gewürzes ganz zu schweigen von herkömmlichem Salz oder Pfeffer. Dazu fehlte der Rahm (= Schlagobers, Sahne), die Sauce war eher öllastig und auch der zu gering verwendete Parmesan on top hatte kein Aroma. Ergo dessen eine, trotz der kursierenden Euphorie nach der Vorspeise, bittere Enttäuschung – dazu der überzogene Preis von 14,90.

Eine Empfehlung vom Chef (siehe Karte, Link), die sich wahrlich ins Knie geschossen hatte, leider. Das Schweinswiener für 11,90 war in Ordnung, man beachte den Preis für die Kalbsvariante von immerhin 19,90, zu teuer nach unserem Empfinden. (Allerdings waren wir nicht in der Lage nach Kalbsfleischqualität, Gütesiegel etc. zu fragen.)

Everybody gets a second chance, nach diesem Motto wird von uns noch der Zwiebelrostbraten und der Grillteller demnächst verkostet werden. Dazu gibt es im November das fix eingeplante Martinigansl. Um also die Bewertung zu komplettieren, wird demnächst die Lokalität in Abständen erneut besucht werden. Interessant beim Konzept des Hauses ist, dass typische steirische Schmankerl aus der Region wie Backhendl, Schweinsbraten, Gulasch etc. auf der leider zu kurz gehaltenen Karte fehlen. Dass eine Empfehlung des Chefs an diesem Abend völlig daneben ging, trübte die Stimmung doch merklich.

Speisekarte: Link


Update: Samstag, 28.09.2019
Ein von uns unabhängiges Testteam relativiert die oben angeführte Kritik und meldet, dass irgendetwas mit dem Konzept des Hauses nicht zu stimmen scheint: Das Ambiente wird als eher "Möchtegern en noble" beschrieben mit einem hektischen und zu kleinen Tisch für 3 Personen neben einer lästigen Durchgangstür. Der Raucherbereich (Theke) ist nicht abgegrenzt vom Nichtraucherbereich, eigentlich ein NO-GO. Erneut eine Speise (Spinatravioli mit Eierschwammerl) völlig salz- und gewürzlos serviert, wie um Gottes Willen kann so etwas die Küche verlassen? Das Eierschwammerl-Risotto wurde als "zu al dente" empfunden. Das Kinderwiener vom Schwein (halbe Portion) mit 10,90 anstatt 11,90 verrechnet, kein Pluspunkt.

Everybody gets again a chance, nach einer erneut eher durchwachsenen Performance wartet noch ein weiterer Besuch auf uns, im November werden Zwiebelrostbraten und Martinigansl geordert... Schau ma mal!
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