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Mo, 30. Jänner 2023
In der Umgebung

Gasthof Auerhahn

Zug 12, 6764 Lech
Küche: Österreichische Küche, Internationale Küche
Lokaltyp: Gasthaus
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Der Gastgarten des Auerhahn, wenn auch ein mickriger..... - Gasthof Auerhahn - LechDer Blick vom Gastgarten auf den 9 Loch Golfplatz von Lech (Zug) - Gasthof Auerhahn - LechRichtige Vorarlberger Käsespätzle samt Gemischtem - Gasthof Auerhahn - Lech
Der Auerhahn Rostbraten war grenzgenial. - Gasthof Auerhahn - LechLeberknödelsuppe - Gasthof Auerhahn - LechLachstartar - Gasthof Auerhahn - Lech29 Fotos

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am 27. April 2017
Stammersdorfer
Experte
SpeisenAmbienteService
Von Lech kommend in Richtung Ortsteil Zug, an der Roten Wand vorbei (eines unserer Lieblingslokale) da ist nach einigen hundert Metern, auf der linken Straßenseite, der Gasthof AUERHAHN. Davor findet man Parkraum für etwa 10 Bürgerkäfige. Die telefonische Reservierung einige Tage zuvor, noch v...Mehr anzeigenVon Lech kommend in Richtung Ortsteil Zug, an der Roten Wand vorbei (eines unserer Lieblingslokale) da ist nach einigen hundert Metern, auf der linken Straßenseite, der Gasthof AUERHAHN. Davor findet man Parkraum für etwa 10 Bürgerkäfige.

Die telefonische Reservierung einige Tage zuvor, noch von zu Hause aus, für Ostermontag den 17.4.17. Das war zum einen der letzte Öffnungstag für die Wintersaison 2016/2017 und zum anderen völlig egal, da wir die einzigen auswertigen Gäste waren, außer uns nur noch zwei Hausgästinnen. :-)

Das Lokal selbst ist eine sehr alte schöne Gaststube, mit viel Holz, überaus urig und sehr gemütlich. Alles macht an und für sich einen sauberen ordentlichen Eindruck, einzig das weiße Tischtuch hätte ich persönlich vor den nächsten Gästen, also vor uns, ausgetauscht, ganz sauber war’s nämlich nicht. Man fühlt sich aber jedenfalls sehr wohl.

Die einzige (noch verbliebene) Kellnerin, vermutlich aus Great Britain? Eine freundliche, nette Person, vom Fach. Sie versteht und spricht recht gut Deutsch, ist flott, aufmerksam und fragt nach. Sehr ordentliche Serviceleistung und das obwohl nix mehr los war.

Mit dem Chef und Koch Johann Ortner kamen wir auch ins Gespräch. Wir haben erfahren, dass er Steirer ist, zwischen den Saisonen in Tribuswinkel, Bezirk Mödling, südlich von Wien wohnt und den es vor vielen Jahren beruflich auf den Arlberg verschlagen hat. Er ist ein netter gemütlicher Typ, Marke Pezibär, der zwischenzeitlich zweimal aus seiner Küche raus ist, um sich zu erkundigen ob es uns denn e schmeckt. Ja!

Als wir ankamen gab es gleich einmal einen Aperitif aufs Haus, einen süßlichen 2015ener Weißburgunder, vom Steininger aus Langenlois. Top Einstieg in einen sehr angenehmen Abend.
Wollten sie den vielleicht loswerden, weil ja heute der letzte Öffnungstag ist und die Flasche leer werden muss :-)) Uns war‘s recht!
Nach Rückfrage gab es eine Karaffe Vorarlberger Bergquellwasser, das später nicht auf der Rechnung stehen sollte.
Zum Essen hatten wir eine Flasche Zierfandler „Ouvertüre“ Jahrgang 2013, vom uns bis dato unbekannten Weingut Piriwe aus Traiskirchen in NÖ. Der Wein ein wenig lieblich, lange am Gaumen, sehr fruchtig, aber wenig Geruch und perfekt gekühlt.
Der Espresso danach war unterer Durschnitt.
Auf den abschließenden Obstler wurden wir vom Chef ebenfalls eingeladen. Prost!

Kulinarisch ging’s mit einem Gruß aus der Küche los. Es kam eine dünn aufgeschnittene, gekochte Rindszunge, mit nicht zu scharfem Kren und einigen Tropen Olivenöl, dazu das Körberl. Es hat uns beiden geschmeckt.

Danach hatte ich eine Leberknödelsuppe, meine Frau das Tartar vom (schottischen) Lachs. Das Knödel sehr groß, selbst gemacht, unförmig, eher weich, es hat mich irgendwie an Leberreis, bzw. ein Semmelknödel, erinnert. Die Suppe war eine sehr ordentliche Rindssuppe. 100%ig überzeugt hat mich das alles nicht, sehr gut war es aber allemal. Die grob geschnittene Petersilie hätte man sich sparen können.
Das Tartar war mit etwas Dille zubereitet, die man optisch zwar erkennen, aber glücklicherweise nicht herausschmecken konnte, die wollen wir nämlich beide nicht und es war sehr gut, u.a. mit ein wenig Zitrone abgeschmeckt. Dazu am Glasteller etwas klein geschnittener Zwiebel, Rucola in Olivenöl, einige Kapern, eine eingeschnittene Cherrytomate, etwas Zitrone? und drinnen steckte ein Rosmarinbemstl. :-) Der mitgelieferte Toast war viel zu viel.

Eine Hauptspeise waren richtige Vorarlberger Käsespätzle, stand so in der Karte, im kleinen Metallpfandl, auf einem Holzteller serviert. Die „Richtigen“ waren sehr klein und fest, der Käse würzig, aber relativ wenig, mit etwas Salz drüber waren die top. Das mit dem Salz ist natürlich Geschmackssache. Oben drüber war perfekter Röstzwiebel und der Gemischte war ein wenig säuerlich mit Balsamico und einem Schuss steirischem Gold mariniert. Frau war begeistert!
Ich nahm mir, nachdem es keine Spare Ribs mehr gab, den Auerhahn Rostbraten, mit einer Speck Pilzrahmsauce, dazu Spätzle und einem angebratenen Serviettenknödel. Zum Fleisch hat der Chef gemeint, es sei ein Beiried, wir wollen ihm glauben, hatten aber eher den Eindruck, es sei ein durchzogener Rostbraten gewesen. Egal, der war ein Traum! Und er hat uns auch erzählt, das er für die sensationelle, ganz wenig säuerliche Sauce, Steinpilze verwendet hat, die er im Herbst selbst in der Gegend gefunden hat. Nachdem die recht groß geschnitten waren, hat er sie vermutlich gereinigt, geschnitten, vakuumiert und dann eingefroren. Wenn man nicht wüsste, dass es die im April bei uns nicht gibt, hätte man geglaubt die kommen gerade frisch aus dem Wald. Einfach nur sensationell! Die Sauce selbst harmonisch, schon fast cremig, mit geschmackvollem Speck und etwas Zwiebel. Warum er Spätzle UND Knödel dazu serviert, keine Ahnung, aber auch die waren überaus gelungen. Ein kulinarischer Hit!

Die Zusammenfassung unseres ersten kulinarischen Urlaubsabends, wir haben im AUERHAHN sehr gut gegessen, obwohl er von außen gar nicht so einladend ausschaut, mit dem Highlight Rostbraten. Das Ambiente gemütlich und die Serviceleistung passte auch. Die Rechnung mit Maut waren 135 Euro, das ist Lechniveau, also Ortsteil Zug.

Es gibt’s übrigens auch charmante Zimmer, Zitat Rechnung, 3 DZ, 2 EZ, 2 Appartement.
Der Gastgarten des Auerhahn, wenn auch ein mickriger..... - Gasthof Auerhahn - LechDer Blick vom Gastgarten auf den 9 Loch Golfplatz von Lech (Zug) - Gasthof Auerhahn - LechRichtige Vorarlberger Käsespätzle samt Gemischtem - Gasthof Auerhahn - Lech
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