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MuhrMuhrMuhr
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Muhr

Hauptstraße 87
2463 Gallbrunn
Niederösterreich
Küche: International, Österreichisch
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 02230 2858Fax: 02230 2858-58
Lokal teilen:

9 Bewertungen für: Muhr

Rating Verteilung
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 31. Jänner 2016
Experte
Stammersdorfer
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4Speisen
4Ambiente
4Service
29 Fotos1 Check-In

Willkommen beim Landgasthof MUHR, dem Mützenlokal vor den Toren Wiens, in der Weinregion Carnuntum. Ein Familienbetrieb mit viel Atmosphäre, in dem drei Generationen tatkräftig um Ihr Wohl bemüht sind, so ist‘s auf der Homepage zu lesen. STIMMT!

Hingekommen sind wir mit dem Bürgerkäfig auf der A4 bis Schwechat, dann auf die B10, durch Schwadorf durch und wenn man nicht schaut, ist man an Gallbrunn auch schon vorbei, noch dazu wenn es stockfinster ist, so wie vorgestern Abend. Auf der Hauptstraße fährt man dann so lange bis man bei einem hell gelb beleuchteten Haus ist. Parkplätze gibt’s rund um den Betrieb mehr als genug.

Die Reservierung für 4, wir hatten was zu feiern, erfolgte einige Wochen zuvor per Mail, die positive Antwort von Sohn Martin hat keine zwei Stunden gedauert.
Was uns dann aber überrascht hat, es woa nix los, an diesem Freitag den 29.1.2016. Außer uns noch gezählte 10 Gäste. Ich erfuhr aber am nächsten Morgen, dass ein Ball in der 750 Seelengemeinde war und das erklärt hier alles.

Los ging‘s mit dem Gedeck, bestehend aus 3 Aufstrichen. Eine Art Liptauer, ein grüner irgendwas mit Topfen, beides eher fad, das Verhackerte aber der Hit. Weiters noch Speck aus der eigenen Produktion, perfekt geräuchert, richtig gut und als Deko Erdäpfelchips. Dazu das Körberl, genau so stell ich mir frisches knuspriges Brot und Gebäck vor.

Der Gruß aus der Küche, wo Vater Jakob das Sagen hat, Mozzarella Paradeiser, flüssig im Glas. Sehr harmonisch war das Gebotene und mit einigem an Phantasie, konnte man sich schon vorstellen, dass man in einen reifen Paradeiser samt geschmacklosem Käse beißt. Sehr interessant jedenfalls.

Unser beider Vorspeisen, mit Szechuan - Bergpfeffer gegrillte Jakobsmuschel, eingewickelt in selbstgeräuchertem Gallbrunner Lardo, dazu rote Rüben Wasabi Espuma. Als Deko geröstetes Brot, ein Blümchen und Grünzeug :-) Der Speck und die Muschel angebraten, sie harmonierten perfekt, das mit den roten Rüben hatte eine ganz feine Schärfe und rundete alles sehr schön ab.
Die Zweite war Creme Brulee und Praline vom Weidegansl mit Mango-Ananas Chutney, da war wieder ein Blümchen, und Sorbet von der Waldhimbeere. Ja und das war…….. der Überhammer! Cremig, allerfeinst, mit viel Geschmack vom Federvieh und einem Chutney, das am Gaumen ein kleines Feuerwerk entfachte. Perfekt!

Ich hatte dazwischen ein Steinpilz Schaumsüppchen, mit Mascarpone und Trüffel, oben drauf Portulak und ein Knusperstangerl. Es schmeckte nach frischen Pilzen, wohl wissend, dass es das nicht sein konnte und etwas Trüffel(öl), ganz großartig. Einziges kleines Manko, es wurde viel zu heiß serviert.

Eine Hauptspeise war Weidelammrücken zart rosa, an der Rippe und Barbarie Ente auf Basilikum Pinien Risotto, Karotten Ingwer und Rosmarin Reduktion, dazu Fisolen im Speckmantel. Als Deko wie könnte es anders sein, Grünzeug samt Blümelein und wieder eine dünne geröstete Brotscheibe. Das Fleisch, sowohl von Ente als auch Lamm sind auf der Zunge zergangen, butterweich, das Risotto war für mich eher ein Störfaktor, meine liebe Frau war aber begeistert.
Die Andere war ein scharf angebratenes „Minuten Steak“ bestellt medium, kam medium, vom argentinischen Rind, eingewickelt wieder mit dem herrlichen Gallbrunner Lardo. Dann war da noch eine Steingarnele am Spieß, in knusprigem Tempurateig, dazu ein himmlischer Honig Senfkorn Dip.
Auf einer knusprigen Scheibe Weißbrot, fand sich zuerst das Fleisch und oben drauf der „Rest“ der Garnele. Sie grinste hinter Grünzeug hervor und separat in einer Schale aus würzigem Käse war noch mehr unmarinierter Salat und nona, aufs Blümeli wurde natürlich auch hier nicht vergessen :-))) Das Fleisch war auch bei diesem Gericht ausgesprochen weich und obwohl kein Steakmesser gereicht wurde, ließ es sich ganz leicht schneiden und es war perfekt gewürzt. Die Garnele ging da etwas unter und mit dem Grünfutter kann man es auch etwas übertreiben.

Eine Nachspeise sollte es heute auch sein und zwar Schomlauer Nockerln. Ich liebe sie, nur DIE waren leider fast unterirdisch. Optisch zwar schön anzuschauen, mit Mandarine, 2 Himbeeren und oben darauf so ein (überflüssiges) Zuckerguss irgendwas Gitter, das wars aber auch schon. Die normal puddingähnliche Masse war bröckelig und hat mit dem Biskuitboden überhaupt nicht harmoniert, die viel zu wenigen Rosinen haben kaum nach Rum geschmeckt und wenn dann das Schlagobers auch noch ungesüßt ist, dann heißt‘s halt nix. Die Schokosauce konnte es auch nicht mehr retten.

Und irgendwann hatten wir vier noch gemeinsam eine große Käseplatte mit 6 Verschiedenen, 5 sehr guten Weichkäsen, der eine harte war allerdings überflüssig. Drauf auch noch Apfelscheiben, einige Weintrauben und Rucolablätter. Dazu kam ein sensationelles, sehr würziges, selbstgemachtes Marillen Senf Chutney, das den Käse noch viel besser machte. Brot und Gebäck war noch immer knusprig.

Die Flüssigkeiten des langen Abends, zu Beginn vier Cabernet Sauvignon Rose Frizzante, extrem fruchtig, von wem weiß ich leider nicht. Vom Leitungswasser stand immer eine volle Karaffe am Tisch und die drei kleinen schwarzen vom Julius zum Abschluss des etwa fünf stündigen Abends, waren richtig gut, stark und nicht bitter.

An Weinen hatten wir eine Flasche Grünen Veltliner „Stoana“ 2014, vom Weingut Netzl aus Göttlesbrunn, ein leichter fruchtiger Weißer mit wenig Säure. Danach gabs noch einen GV „alte Reben“ 2011 von Gerhard Markowitsch auch Göttlesbrunn. Der sehr intensiv, recht schwer, von dunkler gelber Farbe und sehr lange am Gaumen. Später ging es mit einem Rotgipfler 2014 von Alphart aus Traiskirchen weiter. Das ein großartiger Weißer, auch mit sehr viel Frucht und dem für diese Rebsorte typischen Geschmack, aber wenn ich ehrlich bin, hätten wir die Reihenfolge anders wählen sollen, zuerst die alte Rebe und dann den herrlichen Tropfen aus der Thermenregion. Spät woas, also zum Abschluss noch was Rotes und zwar einen 2013er Pinot Noir, wieder von Gerhard Markowitsch. Der hat leider ein wenig enttäuscht, schon die Farbe war sehr hell und „durchsichtig“ und auch am Gaumen zwar fruchtig, aber mit wenig Gehalt. Gut war er aber allemal. Alle der vier zuvor genannten Tropfen haben unter 30,-- Euro gekostet.

Zum Ambiente im Landhausstil schauts euch die Bewertung vom 21.8.2014 von Bubafant an, da hat sich nix geändert. Alles macht einen ordentlichen, hellen, freundlichen, gepflegten und sauberen Eindruck und JA die wenig schönen Flecken auf den Sitzflächen gibt’s noch immer. Aber man fühlt sich sehr wohl hier vor den Toren Wiens.

Die Servicemannschaft macht einen nahezu perfekten Job, angeführt vom Sohn des Hauses. Ihm zur Seite ein ungarischer Zahlkellner, er hat sich hauptsächlich um uns gekümmert, und einem unauffälliger Hilfskellner. Der ebenfalls aus unserem östlichen Nachbarland, ich kann aber wenig über ihn sagen. Die beiden anderen sehr freundlich, höchst aufmerksam, nichts steht länger als nötig am Tisch und es geht alles sehr flott vor sich. Beim nachschenken ist unserer vielleicht etwas zu flott. Aber sonst eine dem Lokal angepasste, unauffällige (positiv gemeint) kellnerische Leistung, sehr gut!

Kurzum, es war eine Reise wert, ich habe alles zusammen 370,-- Euro mit Maut gezahlt, wobei unsere lieben Freunde ebenfalls zwei Vor- und Hauptspeisen, eine Suppe und eine Nachspeise hatten und auch sie waren sehr zufrieden, ob dem was uns geboten wurde! Eine jener Bewertungen wo ich den Speisen und dem Service gerne 4,5 geben würde.

Dass wir im Stammhaus um 47,-- Euro pro Person mit Frühstück übernachtet haben, lag auf der Hand, aber das ist eine andere Geschichte. Das Frühstück war übrigens ganz ausgezeichnet und nein Kopfweh hatte niemand von uns, aber sowas kenne ich zum Glück sowieso nicht. :-))

Hinfahren derzeit übrigens zwecklos, Landgasthof und Hotel MUHR macht von 1. bis 18.2.2016 Betriebsurlaub!

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 21. August 2014
Experte
bubafant
283
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5Speisen
4Ambiente
5Service
54 Fotos3 Check-Ins

Carnuntum Experience 2014 – 'Best of Carnuntum'.
Die Veranstaltung geht bereits in ihr neuntes Jahr, und endlich schaffen wir es auch, dabei zu sein. Der Hintergrund: Die Rubin Carnuntum Weingüter organisieren gemeinsam mit Gastronomen, Kulturtreibenden, Landwirten und Privatpersonen rund 70 Einzelveranstaltungen in zwei Wochen, wie z.B. Wine & Dine und Picknicks in Weingärten, Bootsfahrten in die Donauauen, Weinverkostungen und vieles mehr. Heuer wurden erstmals die Nachbarn aus dem Marchfeld mit ihren Schwerpunkten Gemüse und Barockschlösser eingeladen.

Unsere Wahl fällt auf den Muhr in Gallbrunn. Früher ein Dorfwirtshaus, in dem dann die Gourmet-Küche Einzug gehalten hat, die Wirtshausküche ist deshalb trotzdem nicht ausgezogen (© Homepage). Nach einigen Renovierungen hat man sich mittlerweile zwei Hauben erkocht (15 Punkte, Gault Millau 2014). Ein Blick auf das Speisenangebot bestätigt die Einschätzung: Scharf angebratene Jakobsmuschel mit Gallbrunner Lardo & Rote Rüben-Wasabi Espuma; Koriander Carpaccio vom Salzburger-Rind mit Wildspargel auf Ölrauke in knuspriger Parmesanhippe und Sesam-Ingwer-Vinaigrette, Ganslleber- Portwein-Törtchen mit Brioche & Waldhimbeer-Sorbet, Barbarie – Entenbrüstchen mit Gallbrunner Akazienhonig , Zwergorangen, Ingwer, Schalotten & Basilikum-Krapferl, Lauwarmes Granny Smith Törtchen & Nashi Birnen Kokos-Sorbet usw.
Angeboten im Rahmen der Experience wird ein Fünf-Gang-Menü um EUR 65,-, mit Weinbegleitung (zwei Weine pro Gang) EUR 20,- mehr, und bei Nächtigung der halbe Zimmerpreis.

Das Landgasthaus Muhr präsentiert sich in fröhlichem gelb, ein historisch gewachsenes Ensemble mit Gastgarten, Wintergarten, Gaststuben, Festsaal, Bar und dem Hotelbetrieb. Die sehr sauberen Sanitäranlagen befinden sich im Kellergeschoß. Liebevolle Blumendekorationen, Oleander im Gastgarten, Weinfässer und landwirtschaftliche Gerätschaften.
Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, begleitet uns der Wirt zu unserem reservierten Tisch. Der Raum ist im Landhausstil eingerichtet, viel Holz, Stoffe und typische Dekoration, wie Lavendel, Milchkannen etc. Am Tisch Stoff in blau und weiß, Kerzenleuchter, dessen Kerze aktuell entzündet wird, hübsch gefaltete Kombination aus Stoff- und edler Papierserviette. Vorab als Aperitif entscheiden wir uns für einen Muskatellersekt (EUR 6,20) und Campari Orange nach Art des Hauses (EUR 4,90). Eine Flasche mit Leitungswasser wird eingestellt und initial eingeschenkt, im Laufe des Abends mehrfach nachgefüllt (ohne Verrechnung).

Und dann kommt auch schon das Gedeck, ein Körbchen Gebäck, eine Mischung aus frisch Aufgebackenem von R&F, sowie zwei Sorten Schwarzbrot. In kleinen Rex Gläschen gibt es zwei Aufstriche, einmal von der roten Rübe und einmal Bärlauch. Jeweils ein selbst gemacht Chip obenauf, beim Bärlauch von der roten Kartoffel. Die zwei Mini-Löffelchen sind notwendig, um den Aufstrich aus dem Glas zu bekommen. Beide sehr kompakt, gut abgeschmeckt und rein im Aroma des Hauptbestandteils (kein Kren o.ä.).
Wir sind noch mitten im Schmecken, kommt auch schon ein Gruß aus der Küche. Ein etwas größeres Gläschen mit einem Rindfleisch-Sülzchen mit Madeira und Kürbiskern Pesto. Das Sulz gut kompakt, sowohl das Fleisch, als auch die Gemüsewürfelchen sehr klein geschnitten. Dezenter Geschmack, der Kontrapunkt ist das Pesto, intensiv und dunkel, wie wir das aus der Südsteiermark kennen ツ

Tartar vom Bachsaibling aus dem Kalten Gang mit Basilikum-Paprika-Gazpacho, Flusskrebs-Tempura & Apfel-Wasabi-Sorbet
Sauvignon blanc 2013 Weingut Oppelmayer Göttlesbrunn
Gelber Muskateller 2013 Weingut Glock Göttlesbrunn
In einem Rotweinglas gut Boden bedeckt das Basilikum-Paprika-Gazpacho mit ein paar Salatblättchen, nach einigen Bissen im Abgang relativ pikant. Das Tartar nicht zu klein geschnitten und naturbelassen, dazu eben das Gazpacho. Auf einem Spieß über der Glasöffnung hängt die Flusskrebs-Tempura, ein ordentliches Stück, gut herausgebacken, ein Gedicht. Der bisherige Quartiergeber der Tempura sitzt aufrecht in einem Extraschälchen, gleich neben dem Apfel-Wasabi-Sorbet. Das Sorbet ist grün, so wie ein Granny Smith. Die Kren-Komponente ist nur sehr zart vorhanden. Gut so. Ein sehr spannender Gang.
And the winner is: Gelber Muskateller.

Sellerie-Püree Schaumsüppchen & Parmesan-Chips
Pinot blanc 2013 Weingut Trapl Stixneusiedl
Grüner Veltliner Privat 2013 Weingut Böheim Arbesthal
Die Gläser werden größer. Die Suppe ist gut warm und nicht brennheiß. Gut dünn püriert und dann aufgeschäumt. Sellerie ist jetzt nicht so mein Lieblingsgemüse, den Geschmack, der mir so prägnant in Erinnerung ist, kann ich hier aber nicht wirklich ausmachen, ich tippe auf Abschwächung durch Beimengung von etwas Parmesan. Denn an der Seite steht ein großer Parmesanchip. Knusprig herausgebacken, ein gutes Duo.
And the winner ist: Grüner Veltliner (hätte nie gedacht, dass ich das einmal tippern würde …)

Kremstaler Milchkalb an der Rippe mit Steinpilzen, Artischocken & Erdäpfel-Liebstöckel-Biskuit
Rosenberg 2011 Weingut Markowitsch G. Göttlesbrunn
Bärnreiser 2012 Weingut Grassl Philipp Göttlesbrunn
Und wieder kommt ein Teller mit liebevoll Angerichtetem. Der Knochen aus dem Fleisch heraus strebt in die Höhe. Begleitet von Liebstöckel-Grün. Das gute Stück Fleisch ist eines der Besten seit langem wieder. Perfekt knusprig an der Außenseite angebraten, ganz wenig nach innen weiter und dann nur mehr zartes rosa Fleisch. Wahnsinn. Unter der Rippe liegt jeweils noch ein kleines Extrastück von der gleichen Güte. Schwelg. In einer kleinen gläsernen Tasse kommt das konzentrierte Safterl, und man kann selbst entscheiden, wie viel man davon drüber gießt.
Ein kleines Extragläschen darf auch hier nicht fehlen und beherbergt die ziemlich naturbelassenen gebratenen Steinpilze und Artischocken. Das Biskuit aus Erdäpfel und Liebstöckel sieht aus wie ein überdimensionales Ildefonso. Hier wird wirklich mit viel Liebe (zum Detail) gekocht. Ein Gang wie aus dem Gourmet-Bilderbuch.
And the winner is: Bärnreiser !!!

Bio-Schafskäse kalt/warm & Marillen Chutney
Syrah 2011 Weingut Dorli Muhr Rohrau
Franz Josef 2011 Weingut Pitnauer Göttlesbrunn
Hier blicken wir auf eine Trilogie am Teller. In einer kleinen, gläsernen Kaffeetasse ein warmes Schafskäsesüppchen, aufgeschäumt und mit Kräutern obenauf. Ein frisches Brotkörbchen kommt – so viel kann man ja gar nicht essen. Zur rechten ein kleines Stück Schafskäse mit Speck umwickelt herausgebraten. Vielleicht schon etwas ausgekühlt, aber noch immer ein Erlebnis am Gaumen. Was zur rechten so harmlos, klein und knallorange ausschaut, hat es faustdick hinter den Ohren. Unter einer Eßblüte wohnt das schärfste Marillen-Chutney ever. Schon bei der Herstellung des Chutneys muss frisch gerissener Kren verwendet worden sein – es 'raucht' quasi noch.
And the winner is: Syrah.

Topfen-Soufflé mit Bio Schokoladeneis & Himbeer-Sorbet
Eiswein-Goldburger 2004 Weingut Payr Höflein
Traminer Beerenauslese 2008 Weingut Markowitsch L. Göttlesbrunn
Und wieder strebt die Präsentation nach oben. In einem Champagnerglas das Himbeersorbet. Gar nicht kristallin, sondern leicht cremig und ein Wahnsinns-Himbeer-Geschmack. Das Schokoladeneis samt Minze folgt in der Cremigkeit gleich nach. Die Minze wird beiseitegelassen, purer Schokoladengenuss. Das noch warme Topfen-Soufflé hat etwas Schokolade als Topping und zergeht auf der Zunge. Pffahh. Einerseits schade, dass es aus ist, mehr wäre aber der Gesundheit nicht mehr zuträglich.
And the winner ist: Tied. Unentschieden.
Beide Weine (nona) süß, aber nicht wirklich vergleichbar. Der Eiswein ein Kleinod, da der letzte seiner Art (born on Christmas), seitdem hat es keine Ernte mehr gegeben …

Fazit: Den Punkteabzug beim Ambiente gibt es nicht für die stellenweise etwas ältere Einrichtung, die hat Charme, sondern für die wirklich unansehnlichen, fleckigen Sitzflächen auf Bank und Stuhl im Gastraum. Und wenn ich mir was wünschen dürfte – die personalisierten Servietten – das geht anders und besser. Bei den Speisen kann man nichts besser machen, gut durchdachte und kreative Kombinationen, liebevoll präsentiert, meist in 'Hochbauweise', ausgezeichnete Qualität bei den Grundprodukten, das Fleisch (Hausschlachtung ©Homepage) auf den Punkt gegart (wie viel man da falsch machen kann, haben wir leidvoll in den letzten Wochen erleben müssen). Der Service (Familie und aus dem benachbarten Ausland) ist auf ebenso hohem Niveau unterwegs, ich würde den Wohlfühlfaktor mal mit 'homely' umreißen. Beim Reservieren dachten wir, dass wir uns einen Wein aus den beiden Vertretern pro Gang aussuchen können/sollen und waren doch sehr überrascht, dass wir immer beide zum Verkosten präsentiert bekamen, mit dem Nachsatz, dass man jederzeit noch mehr haben kann. Welche Menge dies in Achteln und einem Aperitif ausmacht kann sich jeder selbst ausrechnen, die Nächtigung war weise gewählt … Nach dem kleinen, aber netten Frühstücksbuffet kaufen wir noch eine Flasche Bärnreiser (EUR 26,80, das ist ja mitunter Sinn dieser Aktionen, perfekte Zusammenarbeit mit den Winzern), fahren mit einem Lächeln nach Hause und werden mit Sicherheit wieder kommen.

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am 21. März 2014
Thun23
29
10
11
5Speisen
4Ambiente
5Service

Da geht man in ein Restaurant, schon ein wenig vorinformiert, man hat einiges gelesen, auch von Freunden gehört und dann staunt man doch und ist freudig überrascht.

Vielleicht aber hab ich schlicht einen Hang zu Gaststätten die den Spagat schaffen zwischen einfacher Küche auf höchstem Niveau und einfach guter Küche auf hohem Niveau.

Sprich, die Gänselebertorte mit Portweingelee auf der einen Seite und die (wirklich) hausgemachten Bratwürste, Leberwürste, Blunzn mit Sauerkraut auf der anderen Seite.

Und mit der Gänseleber, der ich zugegeben nie wiederstehen kann, begann ein wundervoller Abend wie er sein soll. Ein Glas TBA zur Begleitung. Herrlich.

Danach Tomatenessenz - Hut ab - überhaupt um diese Jahreszeit, gefolgt von einer Hochrippe im Idealzustand, butterweich, medium-rare mit herrlichen Beilagen und einer Rosmarinhollandaise wie sie besser kaum sein kann - also frisch und luftig aufgeschlagen. Meiner Bitte um etwas mehr Hollandaise wurde mit einem Lächeln nachgekommen.

War die Gänseleber noch ein gemeinsames Unterfangen, so ist meine Begleitung über eine wunderbare Rindsuppe bei den hausgemachten Bratwürstl gelandet und so auf Ihre Art in einem seeligen Zustand.

Ist schon eine Kunst zwei Küchenlinien so gut zu fahren, das Gasthaus Böhm in Weinzierl fällt mir da noch ein, vielleicht auch der Herr Buchinger in seiner alten Schule. Jedenfalls ein Genuß.

Wer da noch Schwellenangst von wegen 2 Hauben hat, der versäumt wirklich was. Einfach nach Lust und Laune die Küchen mischen. Dem Feinschmecker ist alles fein was gut ist - nicht jenes das teuer ist, wobei eben aber manches aufgrund seiner komplexen Herstellung und der Grundprodukte etwas mehr kosten muß.

Nachspeisen in der gleichen Qualität wie die Hauptspeisen, ein feines Weinangebot, ein freundlicher Service der rundum betreut, runden den Abend ab.

Es war mir ein Fest, ich werde es wiederholen.

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am 10. Mai 2013
Nuwaraelya
2
1
5Speisen
4Ambiente
5Service

Ich gehe gerne gut essen und kennen daher aus meiner Sicht doch einige Lokale in dieser Kategorie. Immer wieder werde ich bestätigt, dass der Landgasthof Muhr nicht zu toppen ist! Abgesehen von dem zuvorkommenden und beständigen Servicepersonal ist jede Person in dem alteingesessenen Familienbetrieb ausnehmend freundlich und bemüht. Von den Kochkünsten des Juniors kann ich nur schwärmen wie auch von der Präsentation der einzelnen Speisen welche ein Augenschmaus sind und in einem Gaumenschmaus enden. Verwendet werden nur beste Produkte aus biologischer Landwirtschaft. Die Gänseleberterrine war ausgezeichnet wie auch die zart rosa gebratene Entenbrust. Abgerundet von Halbgefrorenem und exzellenten Weinen (Top Beratung durch Junior Nr. 2). Die Portionen sind angemessen. Wir haben bereits oftmals im Landgasthof Muhr gespeist und wurden noch nie enttäuscht bzw. es wurde immer besser, wobei ich persönlich kaum mehr eine Steigerung für möglich halte. Top Lokal welches mit der obersten Liga in puncto Speisen, Weine und Service mehr als mithalten kann!

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am 9. August 2012
kochenundessen
3
1
1
5Speisen
4Ambiente
5Service

August 2012

Vorab: Ich bewerte die Preise Mittel, denn ich bin der Meinung, das man Service und Qualität der Speisen auf keinen Fall unberücksichtigt lassen sollte. Hinzu kommt, das "Mittel" - als 2 von 5 Positionen im Grunde nicht der richtige Begriff ist, aber das ist ja eher ein internes Problem. Mittel drückt daher hier aus, dass es sich um einen sehr fairen und guten (im Sinne von günstig) Preis handelt, für das was man bekommt.

Die Zutaten machten alle durchweg einen sehr frischen und aromatischen Eindruck. Weine und Getränke sowie Menuekarte zeigten, gemessen an der Qualität und der nötigen Vorhaltung für die Küche, eine beachtliche Auswahl.

Die Bedienung war absolut gut! Schnell, aber nicht hektisch. Sehr höflich und zuvorkommend, dabei nicht aufgesetzt sondern ernsthaft dem Gast zugewandt: So soll es sein!
Die Empfehlungen waren, wie ein bewusster Wortwechsel auch zeigte, aufrichtig und der Service hat sich gut mit der Küche auseinandergesetzt.

Die Gerichte kamen sehr zuverlässig und abgestimmt. Hinzu auch noch recht schnell und ausgezeichnet temperiert.
Hier hat kein Teller die Küche ohne gute Kontrolle verlassen, scheint es!

Insbesondere versteht es Muhr die Gerichte sehr gut anzurichten. Insbesondere unter dem Aspekt der Portionen und der günstigen Preislage.
Damit aber nicht genug: Es zeigten sich Raffinesse und feinste Abstimmungen bei der Komposition! Von den Vorspeisen bis zum Dessert!
Geschmack, Darbietung, Service: Topp!
Respekt!

Leider kann ich nicht so oft zum Muhr kommen wie ich möchte (schon aufgrund der geschlossenen Tage Mittwoch und Donnerstag)

Für uns ist daher MUHR -insbesondere unter dem Aspekt von Freundlichkeit und Preis-/Leistungsverhältnis zur Zeit ein echter Favorit - und unter dem Aspekt des Vergleichs und der Bewertungen mit anderen Restaurants - ein echter Geheimtipp. Egal ob alleine, mit einem Geschäftspartner, Freunden oder mit der Familie.

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Letzter Kommentar von am 10. Aug 2012 um 10:04

Also mit einem hat der unreg schon recht: es wäre schön gewesen, hättest du geschreiben, was du gegessen hast. Wenn man den Namen nicht liest könnte es von einem chinesischen über ein italienisches und indisches bis zu einem österreichischen Lokal alles sein. Ansonsten find ich es gar nicht "geschwollen" geschrieben, sondern recht gut!

Gefällt mir1
am 16. Juli 2011
GeNuss61
34
1
4
4Speisen
4Ambiente
4Service

Alle Jahre wieder- und seit Jahren beständig und verlässlich. Schon die Begrüßung war eine Freude: Freundlich, zuvorkommend; mehrere Tische angeboten, interessantes Aperitifangebot. Die Speisenkarte zweigeteilt; klassisches und moderne Küche; aller hinterließ den Eindruck von Frische. Wir waren mehr als zufrieden; das knusprige „ Dim Sum“ von der Gallbrunner Blutwurst mit Süßkartoffel-Kren-Espuma & lauwarme Jakobsmuschel- eine geglückte, gewagte Kombination. Eierschwammerl-Beiried vom Bio-Rind auf Bärlauch-Gnocchi a point gebraten, das Hollerbütenjoghurtmus- sehr, sehr fein. Gute Weinauswahl und noch bessere Beratung
Immer wieder eine Freude!

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Letzter Kommentar von am 18. Feb 2012 um 00:20

Gelbflossenthunfisch auf der Speisekarte geht für mich gar nicht.

Gefällt mir1
am 11. September 2010
curnonsky
26
3
3
4Speisen
4Ambiente
5Service

sehr gute qualität. hervorragender kreativer Chefkoch. ausgezeichnetes service. waren schon oft (4-8 Personen) hier essen, alle waren zufrieden.
weinkarte ist auch erwähnenswert.

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Letzter Kommentar von Unregistered am 14. Sep 2010 um 11:07

danke für diese bewertung welche die der anderen mitglieder bestätigt.

Gefällt mir
am 29. Juni 2009
Rivaner
7
3
1
4Speisen
3Ambiente
4Service

War einige Male beim Muhr essen; immer alles tadellos; hervorragendes Essen, tolle Weine; sehr empfehlenswertes Lokal-- trtotzdem: 3x die Höchstnote erscheint mir etwas realitätsfremd.

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Kommentar von am 26. Nov 2009 um 22:38

Für mich und meine Familie ist dieses Restaurant das beste das wir kennen. Nach dem Meinungen der Fachlitaratur müßte demnach in Schützen auf alle Fälle drei mal die höchst Note vergeben werden, wir würden das nicht tun. Was ich damit sagen will die Bewertung ist und kann nur eine sehr indeviduelle sein. Für mich gibt es noch immer 3 x 50 und ich glaube wir waren letzte Woche das 30 mal dort!

Gefällt mir
am 16. März 2008
fp1959m
12
0
2
5Speisen
5Ambiente
5Service

Hier fühlen wir uns wohl!
Wir waren minderstens schon 15 mal in diesem Gasthaus und jedesmal schmeckt es uns aufs Neue und wir wurden auch noch nie enttäuscht!
Das Essen ist immer abwechslungsreich und hervorragend!
Die Bedienung sehr zuvorkommen aber dennoch keineswegs aufdringlich.
Für uns ist es ads Restaurant um einen schönen Abend bei ausgezeichnetem Essen zu geniesen!
Bitte probieren und selbst eine Meinung bilden!

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Bewertet am 16.03.2008

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