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Athen grüßt Wien

Keplergasse 9
1100 Wien (10. Bezirk - Favoriten)
Küche: Griechisch
Lokaltyp: Restaurant
Tel: 01 941 91 71
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1 Bewertung für: Athen grüßt Wien

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am 25. Jänner 2010
Wolo79
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Die wichtigste Frage die ein ambitionierter Gastwirt zu beantworten hat ist "Warum sollte ein Gast ausgerechnet in mein Lokal kommen?". Die Antwort auf diese Frage bleibt das "Athen grüßt Wien" schuldig.
Der Eindruck den man gewinnt ist jener, dass man hier spart, wo es nur möglich ist. Bei Einrichtung, Einkauf und Zubereitung.
Wenn sich gleich zu Beginn ein angebliches Cola Light als picksüßes Sirupgetränk entpuppt, wird schlagartig klar in welcherart Lokal man hier gelandet ist.
Abgesehen dass es einem unangenehm auf den Rücken zieht, ist auch noch der Tisch im Verhältnis zum wackeligen Sessel etwas zu niedrig, sodass der Gast schon zwangsläufig eine gebückte Haltung einnehmen muss. Wahrhaftig die richtige Haltung für die nun folgende kulinarische Erniedrigung.
Eine so genannte "kalte Vorspeisenplatte" besteht aus lieblos auf den Teller geklatschte Patzen von Tzatziki, Tarama und Knoblauchpüree nebst 2 Oliven und 2 gefüllten Weinblättern. Meines Erachtens allesamt billige charatkterlose Produkte aus dem Großmarkt. - Kostenpunkt 7,50.
Die "warme Vorspeisenplatte" schießt mit knapp 9 Euro jedoch den Vogel ab, handelt es sich hierbei nämlich um ca ein dutzend panierte Zucchinischeiben. Was soll man dazu sagen? Am besten gar nichts und an seiner - 1,50 Euro pro Stück - Pita knabbern, die ebenfalls ihre Herkunft nicht abstreiten kann: das Tiefkühlregal beim Metro.
Nun gut, wenden wir uns dem Hauptgang zu. Ob es denn möglich sei, zum Fisch "griechische Bratkartoffeln" wie sie an anderer Stelle auf der Karte stehen anstatt des Gemüses zu haben? "Nein", so die Antwort des Gastwirtes, "die sind heute leider schon aus".
Und wieder schrillen die Alarmglocken! Bratkartoffeln aus? Das kann ja nur heißen dass entweder Kartoffeln generell aus sind - was in einem Gasthaus mit halbwegs intaktem Lager ja wohl kaum der Fall sein kann - oder - und jetzt lichtet sich der Nebel endgültig - es handelt sich bei den "griechischen Bratkartoffeln" wiederum um ein Fertiggericht und zum Metro fahren wir halt erst wieder übermorgen.
Wir entscheiden uns also für den "Wolfsbarsch mit Fischgemüse". Unter letzterem würden wir der Bezeichnung folgend eben ein Gemüse erwarten. Erwartungen sind jedoch das letzte welches man mit diesem Lokal verbinden sollte und schwupps haben wir nebst gegrillten Fisch eine Schale fettigen Reis mit einer (!!) winzigen Scheibe Karotte vor uns. Mahlzeit!
Eine diesbezügliche Reklamation wurde mit einem verlegenen Schulterzucken quittiert, das sei eben hier so.
(Natürlich drängt sich auch hier die Frage auf ob das Wort "Fischgemüse" nicht vielleicht wieder stur vom Schriftzug auf einer Großpackung übernommen wurde)
Der Fisch war ganz OK, hier will ich auch nicht viel meckern. Vielleicht hätte man ihn etwas mehr salzen können und die Haut etwas knuspriger anbraten. Aber für 13,50 für einen Wolfsbarsch will ich nicht all zu kritisch sein.
Den feinen Fischgeschmack vernahmen wir übrigens auch deutlich an userem Hühnerspieß. Na klar, warum auch zwei verschiedene Bratpfannen anpatzen!? Ein Geflügelfreund mit Fischallergie würde in diesesm Lokal wohl sein blaues Wunder erleben....

Also, liebes "Athen grüßt Wien", wie soll man also die eingangs gestellte Frage nach dem "Warum?" am besten beantworten?
Im freundlichsten Fall lautet die Antwort: "weil man soetwas auch einmal erlebt haben muss!".

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Letzter Kommentar von Unregistered am 19. Dez 2011 um 12:18

Dem Kommentar von SITTING glaube ich kein einziges Wort... Das griechische Lokal "Athen Grüsst Wien", war vor einigen Jahrzehnten - und ursprünglich - an der Ecke "Gürtel / Alserstrasse" (ich glaube, es war die Alserstrasse - ist aber egal, "Nebensache"...) Alleine das Umziehen vom 9. in den 10. Bezirk ist ein eindeutiges Signal für einen Abstieg... Genauso eindeutig und absolut glaubwürdig scheinen alle Kritikpunkte von "VOLO 79", von dem ich weiss, dass er ein Gast ist. Bei "SITTING" werde ich den Verdacht nicht los, dass er entweder der Wirt selber ist, der hier versucht, die Situation mit Widerreden und Unwahrheiten "retten" will, oder es ist ein Verwandter oder gar die Österreichische Geliebte des Griechischen Wirtes, wobei es aus Liebe um die gleiche Verfaelschung der bitteren Wahrheit gegangen ist...

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Erst-Tester

Bewertet am 25.01.2010
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