Martinelli für kleinen Hunger ist schlecht. Wenn man einen kleinen Fisch bestellt bekommt man leider nicht das Gewünschte. Man wird mit der doppelten Menge konfrontiert, die einem für den Rest des Tages Übelkeit beschert. Fett, nicht knusprig. Wer etwas von Fisch und sehr gutem Essem versteht weiß das ein zu großer Meeresfisch geschmacklich sich auf unterem Niveau bewegt und durch das berechnete Gewicht die Leute abzockt. Die labidare Aussage des Kellners, das sich die Bestellung nicht auf dem gewünschtem Niveau bewegt und alle anderen Gäste nur große Fische wollen ist einfach eine Frechheit. Einfach ein trauriger Mittag.
Jetzt wissen wir wieder, das unsere italienischen Stammlokale einfach das halten was wir erwarten. Ambiente lockt leider nur .......schadeWas meinst du zu dieser Bewertung?
Nach Jahren Abstinenz also wieder einmal ins Martinelli. Allerdings nicht am Abend, sondern zur Mittagszeit und verbunden mit einer geschäftlichen Besprechung.
Wir hatten Glück und einen Tisch im Innenhof (sehr nett unter großen weißen Schirmen und hübsch mit Topfpflanzen begrünt) an einem der (zwei?) warmen Tagen bisher reserviert. Wir sind also draußen recht nett gesessen, dafür gibt’s eine gute Note.
Die Karte ist natürlich sehr italienisch, bietet Vorspeisen, Fisch und Fleisch in den gehobenen Varianten und wenn man ein wenig davon abweichen möchte (ein großer gemischter Antipasti-Teller für 3), zeigt sich das Personal flexibel. Nur das Bestellen von Pasta als Hauptgang wird mit einem kleinen Stirnrunzeln quittiert - questi austriaci!!!
Die Qualität passt, der Antipasti-Teller war riesig und bot wirklich Auswahl. Pasta gibt es in vielen (auch etwas ungewöhnlicheren) Varianten - zB mit Safran und Ravioli mit Weintrauben-Salami-Füllung (LEIDER nicht probiert, nächstes Mal vielleicht). Also nix zu meckern bis hier.
Nur etwas schneller könnte es gehen, denn gerade zu Mittag zählt jede Minute und für 2 Gänge inkl. Kaffee über zwei Stunden zu brauchen, ist ein bisschen zu viel des Guten. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass das Lokal wirklich gut gefüllt war.
Preislich scheint sich Herr Barbaro auch an der Zahlungsfähigkeit seiner Gäste zu orientieren: vornehmlich "business people" und diese vorwiegend männlich und jenseits der - na, sagen wir mal 35 ;-)
Sprich: billig ist es nicht, aber wem sein Geschäftspartner was wert ist, der kann im Martinelli getrost ein entspanntes lunch im schönen Innenhof des Palais Harrach genießen.
An einem der zwei schönen Tage im Wiener Sommer.
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