Das Klostergasthaus Thallern ist seit der Neuübernahme
in die gehobene Preisklasse gerutscht, wäre auch in Ordnung,
aber wir bekamen harte Schnitzel, die so gut wie gar nicht gesalzen
waren (sogar die Kinder hatten sich über den "faden" Geschmack und die doch sehr zähen Schitzel beklagt), lauwarme Suppen (Leberknödel-, Fritatten- und Einmachsuppe) serviert!
Meiner Meinung nach war aber trotz der höheren Preise die stark
unflexible Küche der Hauptgrund der Gipfel:
Es war früher immer möglich anstatt des halben Backhenderls zwei
Keulen oder zweimal gebackene Hühnerbrust zu bestellen.
Trotz mehrmaliger Bitte zuerst an Personal, dann Küchenchef, danach bei der Chefin persönlich!
Es war nicht einmal möglich diesen Wunsch schon bei der Reservierung zu deponieren.
Wie gesagt: vor der Neuübernahme war dies überhaupt kein Problem und billiger wars obendrein!
Fazit: Dieses Lokal ist meiner Meinung nach leider nicht mehr weiterzuempfehlen, da bei teils kräftigen Preiserhöhungen die Qualität der Speisen und die Flexibilität der Küche sehr stark abgenommen haben. Von einem Haubenlokal finde ich weit entfernt, in der Nähe gibt es auf jeden Fall bessere Lokale!
P.S. Bei Frost nehmen sie sich sichheitshalber eine Decke mit, wenn sie im Nichtraucherbereich sitzen wollen, da die Wand eine Temperatur hat wie die Eigernordwand!Was meinst du zu dieser Bewertung?
Ich war vor einigen Jahren zwei Mal in der Backhendlstation Thallern, ein Saal mit der Atmosphäre einer Bahnhofsrestauration und mittelmäßiger Küche. Vor knapp drei Jahren wurde das Lokal an der Südbahn vom Stift Heiligenkreuz an neue Pächter vergeben und renoviert.
Heute wurden meine Frau und ich von Verwandten dorthin zum Mittagessen eingeladen. Ich würde die Renovierung als gelungen bezeichnen, alles neu, gepflegt und sauber. Einem weiten, hellen, auf mich unpersönlich wirkenden Raum für größere Gesellschaften stehen drei nette Stüberln gegenüber, unseres links hinten war mit viel hellem Holz und mit einem Kamin ausgestattet und wirkte trotz der neuen Einrichtung keineswegs ungemütlich.
Die Speisekarte versucht sich auf drei Linien, die „Wanderkarte“ mit klassischer Wiener Küche, der „Flugplan“ mit überwiegend traditionellen Geflügelgerichten und die „Südbahn“ mit einer Mischung aus klassischen und eher innovativen Speisen. Auf der Getränkekarte finden sich vier offene Biere und eine nicht unansehnliche Menge an glasweise ausgeschenkten Bouteillenweinen aus der Thermenregion und aus der Steiermark.
Zum Gedeck gab es verschiedene Brotsorten und einen Topfenaufstrich mit roten Rüben und Kren, das war in Ordnung. Als Vorspeise wählte ich eine sehr dichte Erdäpfelrahmsuppe, geschmacklich sehr gut, nur, von den getrockneten Steinpilzen habe ich nicht viel geschmeckt. Als Hauptspeise entschied ich mich für das Gulasch vom Bio-Rind, gute Fleischqualität, nicht hart, nicht zerkocht, dem Saft fehlte die Sämigkeit, geschmacklich war es zufriedenstellend. Als Beilage nahm ich statt der vorgesehenen Semmel ein auf einem Extrateller serviertes Serviettenknödel, angenehm flaumig, nur leider in Fett schwimmend. Die übergroße Cremeschnitte aus zartem Blätterteig mit viel Schlagobers und Vanillesauce war sehr fein.
Die Tischnachbarn haben sich für Hühnerleber entschieden, gebacken bzw. sautiert, sie waren sehr zufrieden, ein Teilnehmer lobte das gebratene Schweinerne mit Kohl (Rahmwirsing laut Speisekarte) und Erdäpfel-Speckkuchen. Leider war der Kohl auf dem selben Teller wie der Schweinsbraten angerichtet, ich persönlich finde es immer sehr unangenehm, wenn sich die Intensität eines wertvollen Bratensafts mit der Gemüsebeilage vermischt.
Die Herren des Service am Fuß des Anninger waren sehr älplerisch in rot karierte Hemden und kurze Lederhosen gewandet, die Damen in trachtenähnliche Kleidung. Die Herrschaften waren höflich und freundlich, die Wartezeiten auf Speisen und Getränke waren gering, die Aufmerksamkeit des Service (Nachfrage nach weiteren Getränken und Abservieren der Teller) hätte eine Spur größer sein können. Positiv ist anzumerken, dass der Wein erst am Tisch aus der Bouteille ins Glas geschenkt wurde.
Suppen 3,90 bis 4,90
Vorspeisen 5,20 bis 9,90
Hauptspeisen 8,50 bis 21,90
Dessert bzw. Käse 4,00 bis 8,40
Das Lokal nennt sich zwar Kloster-Gasthaus, scheint aber bezüglich Preise, Speisekarte und Ausstattung wohl eher die höheren Ansprüche eines Restaurants erfüllen zu wollen. Für ein Gasthaus wäre das Gebotene sehr gut, aber zu teuer gewesen, für ein Restaurant geht es so in Ordnung.Was meinst du zu dieser Bewertung?
Letzter Kommentar von uc0gr am 07.01.2012
SUPER-Review! Danke dafür, dass ich mir auch als Nichtkenner des Lokals nun vorstellen kann, was mich dort erwarten würde!
Der "einarmige Bandit" - Gerry
War einige Male dort und kann leider nur sagen, dass es jedes Mal schlechter wurde. Bei meinem letzten Besuch saßen wir (Raucher) am frühen Sonntagabend im Schankraum, und was passierte da: das Personal begann - nein, begann nicht, sondern zog es auch durch - die Theke zu putzen.
Zu diesem Zweck wurden ALLE Gläser umgesch(l)ichtet - und das sehr lautstark. Als nach ca. 30 Minuten des Schlichtens der Chef wieder im Haus auftauchte (nach einem verlorenen Rapid-Match), schimpfte er zwar mit seiner Mannschaft, dass man das ganz leise machen müsse - aber HALLO: sowas hat man GAR NICHT zu machen, so lange sich noch Gäste im Lokal aufhalten!
Dem Chef, der sehr offensichtlich Rapidfan sein dürfte, war seine schlechte Laune dermaßen ins Gesicht geschrieben, dass alle anderen Anwesenden von dieser schlechten Laune angesteckt wurden.
Zu den Speisen: einem von uns vier Gästen wurde ein falsches Essen serviert. Auf unsere sofortige Reklamation wurde vom Kellner sehr eindringlich nachgefragt, ob man aber bitte die Beilage lassen könne, weil die ursprünglich gewünschte Beilage so lange dauere .... Ja um Himmels Willen, dann lassen wir halt diese Beilage. Trotzdem waren die anderen drei mit dem Essen nahezu fertig, als endlich Gericht 4 serviert wurde, wenngleich schon die "falsche" Beilage serviert wurde.
In einem Lokal dieser Preisklasse sollte es eigentlich schon selbstverständlich sein, dass alle Gäste an einem Tisch, die gleichzeitig bestellen, auch gleichzeitig essen können! Es handelt sich ja nicht um ein Beisl ums Eck.
Und selbst im Beisl ums Eck würde man dann als kleine Entschuldigung entweder einen Preisabschlag bekommen, oder zumindest ein Verdauungsschluckerl für alle kredenzt bekommen. Nicht so in Thallern.
Es war wirklich ein Jammer, denn eigentlich wäre die Küche ganz gut und das Ambiente recht nett.
Wenn aber der Chef das Team - und ich meine sein Serviceteam, nicht Rapid! - nicht im Griff hat und sich selbst gehen läßt - nein danke, so nicht mehr!
Meine Empfehlung an alle: NICHT an einem Sonntag am Abend hingehen, da sind anscheinend schon alle vom Mittagsgeschäft ganz geschlaucht.
Mich sehen sie dort nicht so bald wieder, tut mir leid, wäre so nett dort!Was meinst du zu dieser Bewertung?
Grundsätzlich gibt es im Klostergasthaus mehrere Räumlichkeiten. Wir waren - leider - im großen Gastraum untergebracht, der leider den Charme einer Bahnhofshalle aufweist und an die frühere Backhendlstation erinnert. Daran können auch Stuhlhussen und Kunstblumen auf den Tischen nichts ändern. Die Speisenauswahl ist riesig. Von traditionell bis modern. Alles vorhanden. Ob es so viele Speisen geben muß, ist Geschmacksache - aber ok. Die Qualität des Essens ist gut bis sehr gut - meiner Meinung nach ist das Preisgefüge aber nicht stimmig (manche Speisen im Vergleich sehr billig, andere wieder zu teuer). Die Cremeschnitte sind zwar riesig, aber bestehen aus einer reinen Schlagobersfüllung (4cm hoch, 5cm breit und 20cm lang - wahrscheinlich ein ganzer Becher...) zwischen 2 Blätterteigplatten und Vanillesauce. Weniger wäre hier mehr, denn die Cremeschnitte ist weder zu schaffen, noch besonders authentisch oder gut. Die Weinauswahl ist sehr gut. Nun zum Negativen: nachdem sich der gut besuchte Saal am Samstag so gegen 21 Uhr leerte und wir als einziger Tisch überblieben, wurde von Personal begonnen, den gesamten Raum umzugestalten. Tische rücken, Sesseln rutschen (auf dem Fliesenboden ganz wurderbar), Tische zusammenbauen, neu decken usw. Darüber haben wir uns sehr geärgert, denn es war unmöglich, sich aufgrund des Lärms weiter zu unterhalten. Wir haben dann nach 1 Stunde genervt bezahlt und das Lokal verlassen. Mir ist schon klar, daß auch das Personal Leerzeiten nutzt um Vorbereitungen für den nächsten Tag zu treffen. Aber man hätte uns ja auch in einen anderen Raum bitten können und nicht den Eindruck vermitteln müssen - gegessen und getrunken habts, also schleichts euch...Was meinst du zu dieser Bewertung?
die ehemalige backhendlstation thallern hat sich seit der übernahme von polz, aumann, alphart in ein ganz vorzügliches restaurant gemausert. der garten ist windgeschützt und stimmig und hat eine angenehme größe.
wir aßen ein wunderbar gewürztes lachstatar mit oliven und kapernbeeren, dazu selbstgebackenes speckbrot. als hauptgang variationen vom zander,kross gebraten, kleine gebackene medaillons und als kleine bratwurst. als nachtisch nahmen wir walnußparfait mit marillensüppchen(stand so in der karte). ein wirklich harmonisches menue um günstige euro25,-. die weine kamen von den oben genannten winzern und waren in qualität,temperatur und präsentation hervorragend. das servicepersonal war gut geschult, flott und freundlich, hier hat alles gepaßt. wir haben den abend sehr genossen.
lg stockfoxWas meinst du zu dieser Bewertung?
wieder mal zur "unzeit", 16h in thallern essen. wir hatten ein schweinsschnitzel, auf unseren wunsch erdäpfel-mayonnaise salalt und ein beuschel vom kalb.
das schnitzel wie es sein soll, zart und knusprig der kartoffelsalat einzigartig, nicht zu mächtig und fett. herrlich mariniert.
das beuscherl mit feinen julienne gemüsestreifen sehr cremig rahmig, bestens gewürzt, der serviettenknödel flaumig herrlich, leider waren mir 2 scheiben zu viel.....
ein großes lob an die küche, wir kommen sicher wiederWas meinst du zu dieser Bewertung?
Das idyllisch gelegene Gasthaus ist unter der Führung der Familie Fritz wieder zu neuem Glanz erstrahlt. Im Garten sitzt man herrlich an schön gedeckten Tischen und man füllt sich einfach wohl.
Die regionale Speisekarte lässt einen schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammenlaufen und man hat die Qual der Wahl bei der Bestellung der Speisen. Ich entschied mich für die sehr gute, gebackene Hühnerleber mit Sauce-Tatare und danach verspeise ich den Zwiebelrostbraten. Das Fleisch war zart und mürb, aber leider hat sich in Sauce ein „industriell hergestelltes Pulver aus Stärke, Gewürzen und weiteren Zutaten“ verirrt – ein Natursafterl schaut anders aus.
Die Weinkarte ist mir sehr positiv aufgefallen: Sehr gutes Angebot von österreichischen und internationalen Weinen mit angemessenen Preisen!
Zusammengefasst: Uns hat sehr geht gut gefallen und wir kommen wieder.Was meinst du zu dieser Bewertung?
Bei sehr sommerlicher Temperatur nahmen wir im schönen Gastgarten Platz. Herrliche alte Bäume spendeten angenehmen Schatten. Als Gedeck gab es Paradeis-Basilikum-Topfen und frisches selbstgebackenes Brot. Wir waren eine größere Runde und verabredeten "Tellertausch". So kam ich in den Genuss eines hervorragenden Rindercarpaccios m. Eierschwammerln, Rucola und Parmesanspänen, dünn geschnittener Hühnerbrust auf Rucola und (fast zu) kross gebratenem Speck, geb. Leber m. Sauce Tartare. Sehr zu empfehlen der mit Graupen gef. Spitzpaprika in Paradeissoße (schmeckte wie selbst gemacht!). Dann noch ein Stück vom Backhenderl, gemischtes gekochtes mit Erdäpfelrösti und Kohlrabigemüse (etwas zu kompakt). Sehr gut die Qualität des Zwiebelrostbratens (Soße schmeckte leider ein bisserl nach Fertigware). Anschließend teileten wir uns noch eine Riesentrum von einer guten Cremeschnitte mit viel Schlagobers und Vanillesauce = Spezialkreation des Hauses. Sehr angenehm überrascht hat uns der Preis des Rotgipflers Res. 2007 vom Weingut Johanneshof Reinisch der mit € 25.00 angeboten wird. (Ab Hof kostet dieser Wein lt. Internet 18.60) Oder ist da ein Kalkulationsfehler passiert? Wir kommen sicher wieder, nicht nur um die Bestände dieses köstlichen Weins zu dezimieren ;-))
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Neuübernahme der ehemalige Backhendlstation Thallern. Backhendl war hier schon immer super und jetzt gibts hier neben den Backhendeln auch ausgezeichnete Österreichische und Wiener Küche. Hatten gebratene Ente (mit Knödl und Kraut) und Backhendl mit Erdäpfl-Vogerl-Salat Beides kann man kaum besser machen. Ente würzig, knusprig und Backhendl saftig.
Wohnen nicht weit weg und kommen sicher bald wieder.Was meinst du zu dieser Bewertung?
Der "einarmige Bandit" - Gerry