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Weinlokal Weritas Wagram

Marktplatz 44
3470 Kirchberg am Wagram
Niederösterreich
Küche: Österreichisch
Lokaltyp: Weinbar, Vinothek, Restaurant
Tel: 0676 451 30 02
Lokal teilen:

2 Bewertungen für: Weinlokal Weritas Wagram

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 13. November 2016
Experte
adn1966
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4Ambiente
5Service
9 Fotos1 Check-In

Ein Herbstabend in Kirchberg am Wagram mit unseren guten Freunden S. und M. Kulinarisches Ausflugsziel: das „Weritas“ in Kirchberg am Wagram, nördlich der Donau, eine knappe Autostunde von Wien. Diese Gegend ist ein weißer Fleck auf unserer kulinarischen Landkarte, die Liebste und ich waren also gespannt.

Kirchberg gibt sich an diesem kalten und dunklen Novemberabend, obwohl Samstag, ruhig, beinahe wie ausgestorben. Man hört förmlich das „Gute Nacht“ von Fuchs und Hase und steht plötzlich vor einem modernen, sehr großen Glasbau, dem Weritas. Das Restaurant ist eigentlich eine Weinbar, die bereits 2009 ihre Pforten geöffnet hat und den zahlreichen Winzern der Gegend eine Plattform bieten soll. Die Weine der umfangreichen Weinkarte werden zu ab-Hof Preisen angeboten, mit einem € 12,50 Zuschlag, wenn man sie im Lokal konsumiert. Ein durchaus interessanter Ansatz.

Die Wortschöpfung „Weritas“ kommt wohl entweder vom „W“ in Wein oder Wagram, das Lokal ist die Schöpfung zweier ambitionierter Architekten, die damit in der Gegend zweifelsfrei einen Akzent gesetzt haben. Meins ist es nicht, zu groß, zu kalt, zu viel Glas, zu modern für die Landschaft, aber das ist natürlich nur meine ganz subjektive Meinung. Es muss nicht das traditionelle Landgasthaus sein, mind you, aber für mich ist dieser Glaspalast in der Gegend nicht stimmig.

Vorbei an einem kleinen Raucherstehtisch vor der Tür (leider ohne Heizschwammerl) betritt man das sehr kühl gestylte NR-Lokal. Weiß und Glas dominieren, eine große Bar in der Mitte des Lokals, die Tische und Sessel puristisch, modern und kühl. Optisch kommt für mich kein Wohlfühlfaktor auf. Im Sommer könnten wir das Highlight des Weritas, die riesige Terrasse mit entsprechendem Ausblick über das Tullner Feld genießen, bei 1° und Dunkelheit ist dies natürlich keine Option. Das Lokal ist beinahe leer, was die kühle Atmosphäre noch verstärkt. Nun gut.

Der Chef des Hauses, Gerhard Hintermayer, ehemaliger Sommelier im Gut Oberstockstall, betreut uns sehr freundlich, ein angenehmer, warmer Akzent und auch das Highlight des Abends. In der Küche werkt Küchenchef Georg Luger, Mörwald-Schüler, Sous-Chef im Sodoma und Küchenchef im 2-Haubenlokal Gut Oberstockstall, was die kulinarische Erwartungshaltung natürlich nach oben schraubt.

Die Karte verspricht Gutes, es finden sich traditionelle Gerichte wie Kalbsrahmbeuscherl und Eiernockerl, aber auch interessantes wie Wokgemüse mit Freilandhenderl, Beef Tartar mit geräuchertem Dotter. Der Chef des Lokals empfiehlt das Weidegansl, nach Wunsch mit entweder Rotkraut oder Speckkrautsalat, sowie passend dazu die Gansl-Einmachsuppe.

Die Preise sind nicht überzogen, schließlich scheint man im Weritas einerseits Wert auf Bio und hochqualitative Produkte aus der Region zu setzen, außerdem lassen Karte, Ambiente und die Vita des Küchenchefs hochwertige Küche erwarten. Ein Beuscherl für € 8,00 als Vorspeise, € 15,00 als Hauptspeise sind fair kalkuliert, das Gansl für € 23,00 sollte dann schon wirklich was können.

Wir bestellen Beef Tartar, das Wok-Gemüse mit Freilandhendl und für mich das Gansl, vorab bitte mit der Ganslsuppe und, nachdem ich kein deklarierter Rotkrautfan bin, mit dem Speckkrautsalat.

Erst wird einmal das Gedeck serviert, verschiedene Brotsorten, Butter, Chorizo, ein Kräuteraufstrich und Gewürzsalz. Das Brot ist sehr gut, die Chorizo überzeugt nicht, der Aufstrich ist gut, aber auch kein erwähnenswertes Erlebnis. Und hier hatten wir bereits, obwohl ich das zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen konnte, den roten Faden des Weritas vor uns: tadellose Optik, gute Produkte, aber kein „Aha-Erlebnis“, kein „Wow“.

Auftritt des Beef Tartar für die Liebste und M.: optisch wirklich sehr, sehr ansprechend angerichtet, tadelloses Rindfleisch, auf dem der geräucherte Dotter thront, umgeben von allerlei Zutaten. Kapernbeeren, Butter, Tomaten, Rettich, klein geschnittene Gurken und ein paar Tupfer eines sehr guten Senfs. Echt viel los auf diesem Teller. Kreativ, gut gemeint, qualitativ gut, aber die ob der Optik zu erwartende Begeisterung wollte sich bei uns nicht einstellen. Das Beef, obwohl offenbar von bester Qualität, zu cremig, die Wahl von Gurken und Radieschen zum Tartar für uns nicht nachvollziehbar. Die Tomaten fielen bei der Liebsten, einer erklärten Tomatenliebhaberin und –kennerin, geschmacklich total durch, lediglich Senf und Ei bekamen Höchstnoten. Ich bin beim Tartar auch eher Purist, ein „Bausatz“ zum Selber-zusammenmischen ist ok, Zwiebel, etwas Pfeffer, Ei und gutes Fleisch, Butter und guten Toast, mehr braucht’s für mich nicht. Das Tartar sollte durch die Einfachheit perfekter Zutaten, das Handwerk des nicht zu dünn, nicht zu dick gehackten Fleisches bestechen, nicht durch allerlei Chi-chi.

Meine Ganslsuppe: hier wiederum war die Welt wieder in Ordnung und ließ meine Erwartung auf ein gutes Ganslerlebnis steigen. Eine sehr feine, gut abgeschmeckte Suppe war das, mit kleinen Einmachknöderln, klein geschnittenem Gemüse. Geschmacklich genau richtig, ohne zu schwer zu sein. Perfekt.

Es kam das Wok-Gemüse mit Hendl auf hausgemachten Bandnudeln. Die Nudeln eher nicht Band, sondern rund und dünn, eindeutig hausgemacht, aber für meinen Geschmack zu mehlig. Und wirklich versteckt unter einer Art Eintopf aus Gemüse, Sauce und Hendlstücken. Sehr weich, das Ganze, und etwas süßlich. Lese ich in der Karte Wok-Gemüse mit Hendl, erwarte ich knackiges Gemüse, kurz gebratene, zarte Hendlstücke, etwas Sauce. Die Nudeln sollten Beilage sein, nicht unter dem viel zu sämigen Gericht erschlagen werden. Vielleicht war unsere Erwartungshaltung einfach eine andere, Begeisterung vermochte auch dieses Gericht nicht auszulösen.

Nun zum Gansl: auch hier wieder optisch sehr ansprechend angerichtet, eine Keule, die Brust in Streifen aufgeschnitten, drei kleine Waldviertler Knödel, etwas Saftl und eine hauchdünne Scheibe getoastetes Brot als optischer Aufputz. Das Gansl eher hell, die Haut nicht wirklich knusprig, der Brotchip entbehrlich, zumal er wirklich nur der Optik dienen kann. Kommt er in Berührung mit dem Saftl, verwandelt er sich nämlich in Sekunden in weiches, getoastetes Brot. Die Knödel waren gummiartig und bar jeden Charakters. Geschmacklich erinnerten sie mich an, man verzeihe, Eiskasten, das darf wirklich nicht passieren. Ich habe in unzähligen, einfachen Gasthäusern bessere Erdäpfel- oder Waldviertler Knödel gegessen, zu einem Bruchteil des Preises. Schwere Niederlage. Leider konnte auch das Gansl nicht überzeugen, es war geschmacklich keine Offenbarung, überwiegend sehr fasrig, die Bruststreifen hatten einen unangenehmen, penetranten Geschmack, wie wenn man Ganslfett mit einem Löffel ist. Nein, nein, das war nichts. Der Speckkrautsalat war geschmacklich in Ordnung, wenn auch von der Konsistenz viel zu weich.

Zu diesem Zeitpunkt war ich ob der Vita des Küchenchefs schon sehr, sehr verwundert. Solche Schnitzer dürfen einfach nicht passieren. Trotz Berücksichtigung subjektiven Geschmacks, der Schwankungsbreite persönlicher Präferenzen, das war kein gutes Gansl. Es fehlte der Charakter im Geschmack, der Pfiff im Saft’l, das Herzhafte eines handwerklich gut gefertigten Waldviertler Knödls, sowie das Aha-Erlebnis, wenn man in ein Stück eines wirklich zarten Gansls beißt.

Alls Dessert wählten wir eine Crème Catalana, sowie einen Schokokuchen mit flüssigem Kern, beides mit Himbeer-Sorbet, beides optisch und geschmacklich sehr gut. Dazu Espresso, ebenfalls gut und kräftig.

Die glasweise Weinbegleitung war schwer in Ordnung, wir hatten vorab einen jungen 2016er Muskateller, einen sehr soliden Grünen Veltliner und eine Cuvée aus Zweigelt, Merlot und Syrah, die ebenfalls mundete. Ist ja vor allem eine Weinbar in einer Gegend mit vielen guten Winzern.

Insgesamt konnte der Abend nicht überzeugen. Weine gut, Service sehr gut, Ambiente für meinen Geschmack zu kühl, das sei aber auch der Jahreszeit geschuldet. Die Zigarettenpausen zwischen den Gängen vor der Tür bei 1° waren kurz und frostig, in einem Lokal dieser Kategorie erwarte ich mir schon den Komfort eines Heizschwammerls.

Das Essen blieb trotz der wirklich ansprechenden Optik, mit Ausnahme der Suppe und der Desserts hinter den Erwartungen zurück, das Gansl kann ich leider nur auf die letzten Plätze der von mir konsumierten Gansln verweisen, die Knödel auf den Allerletzten.

Im Sommer stelle ich es mir nett vor, auf der Terrasse zu sitzen, ins Tullner Land zu schauen, das ein oder andere gute Glas Wein zu genießen, ein paar regionale Schmankerln dazu. Der freundliche Service durch den Chef lädt durchaus zum Sitzenbleiben ein, bei der Küche sollte man möglicherweise einen Gang runterschalten. Manchmal ist weniger und simpler mehr, Produktqualität und das Bekenntnis zu Bio und Regionalität sind ja gute Ansätze.

„Less bells and whistles, more character“ würde ich mir wünschen.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 11. November 2012
Experte
laurent
301
58
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3Speisen
4Ambiente
4Service

Exakt auf einer Lösskante balanciert die Gebietsvinothek als schiefwinkelige, grün schimmernde Glasbox, die vorne und hinten schroff über das Gelände ragt, aber nicht nur Vinothek, auch ein Restaurant&Weinbar ist integriert. Der Ausblick durch die riesigen Fenster mag großartig sein- am Tag zumindest. Abends im Herbst ein spektakulärer Anblick.
Der breite Aufgang zum imposanten Gebäude mit den mächtigen Bäumen rundum, hat was Majestätisches. Die schlecht lesbare Karte vor dem Lokal- weil ungenügend beleuchtet- passt nicht so recht ins Gesamtbild. Etwa seltsam auch die Begrüßung. Auf die Frage hin ob es noch etwas zu essen gäbe (es war 19.30 Uhr) wurde ich gefragt wie spät es sei…..

Nichts desto trotz: Ein Platz wurde schnell angeboten- warum es ausgerechnet der einzige nicht gesäuberte Tisch des Lokales war bleibt ein Rätsel.

Das Ambiente: Sehr neu, sehr modern und gestylt aber doch mit recht hohem Wohlfühlfaktor. Der Chef des Hauses- ein begnadeter Weinkenner und Sommelier in Jeans und Karohemd- underdressed; die anwesenden Gäste all ziemlich feingemacht.

Speisen. Die Auswahl klein und überschaulich-trotzdem für Jedermann/frau was dabei. Kürbiscremesuppe, Karotten – Ingwersuppe, Riesengarnelen, Branzino, Teriyaki - Wok mit Freilandhendl, Barberie – Ente.

Rieslingbeuscherl mit Serviettenknödel € 7.50 / € 12.00: Ein nahezu idealtypisches Beuscherl sowohl Geschmack als auch Konsistenz betreffend mit einem Tupfer Sauerrahm, die Serviettenknödlscheibe knusprig in Butter gebraten. Einzig das Wachtelei wäre- wenn es heiß gewesen wäre- geschmacklich besser zur Geltung gekommen. Unter dem Motto „Bring Grün in den grauen Herbst“ könnte die Zu- und draufgabe von Unmenge frischem Schnittlauch zu verstehen sein- das war eindeutig zuviel und verfälschte den feinen Beuscherlgeschmack.

Entenleber, Marille, Thahitivanille und Erdäpfelcreme € 10.00: 5 Pukte für die Kreation: Perfekt, Die Leber zart zerfließend, die Creme eine Espuma mit tollem Geschmack, Vanille & Marille eine perfekte Ergänzung, Großartig! Großartig dazu passend die Weißburgunder Auslese mit zarter Restsüße vom Waldschütz; Dank dem Sommelier

Dry aged Beef rosa gebraten mit Wedges und Wok-Gemüse €22.—
Das Beef eine saftige, mürbe auf den Punkt gebratene Beiriedschnitte. Das Wokgemüse war bestenfalls ein Herbstgemüse (Maiskolben, Romanesco, Pilze ….) mit Wokgemüse hatte die Würzung nichts zu tun. Auch die Wedges riefen nicht die hellste Begeisterung hervor. Wedges mit Trockenpaprika-Chili bestreut…. Der dazu empfohlene Wein- wieder Dank dem Sommelier. Quercus 2 aus Zweigelt, Syrah und Merlot) vom Alt aus Großriedental: Wooh, eine Überraschung: Sehr gut, sehr geschmeidig, wenn auch noch etwas von Holz dominiert; ein Versprechen für die Zukunft

Der Tiefpunkt dann das Dessert: Topfenauflauf mit marinierten Zwetschen uns Mangosorbet: €6,50
Offensichtlich vorgefertigt und verhaut. In einem Schlüsselchen kamen zwei übereinandergelegte, sitzengebliebene Soufflees mit wässrigem Geschmack. Kochprofis wissen wie so etwas passiert; Küchenmaestros dürften solch missratenes Dessert einfach nicht servieren lassen.

Getränke: Alles da was man sich wünscht und mehr- gepflegtes Reininghaus Jahrgangspils, guter Kaffe, ein paar Säfte und originelle Aperitifs, Weine: 50 offene zur Glasweisen – auch als 1/16 erhältlich-

Service: Der Chef als Alleinunterhalter macht seine Sache sehr gut; wenn man sich dann noch als weinaffin outet ist für Gesprächsstoff bestens gesorgt

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Bewertet am 11.11.2012

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