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Lokal Bewertungen
Vincent Pauli (St. Pölten) - Bewertung
13/20 Punkte sind 2 Hauben, 3 Gabeln mit 91 Punkten bei Falstaff. Chef Werner Punz kann´s; seine Stationen u.a. Loibnerhof in der Wachau; London -Joël Robuchon –Taubenkobel bei Walter Eselböcks, Le Ciel bei Toni Mörwald….
Schon das Schmökern in der HP macht Lust: „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern die Weitergabe von Zündhölzern“. das war die Philosophie, die das Fundament der Neugestaltung des alten Gasthauses (gegründet 1894) beim St. Pöltner Alpenbahnhof wurde, als im Februar 2015 eine Neuübernahme erfolgte.
Mit hellen Farben, viel Holz, neuen, alten Möbeln und einer neuen Veranda beim Schanigarten wurde viel alter, verbrauchter Zeitgeist vertrieben. Der uralte Nussbaum, eine feine Wirtshausküche, die hohe Verpflichtung zur Bierkultur, edler Wein im Achtelglaserl, ein junges Team, dass mit Feuer und Flamme wesentlicher Teil des Ganzen ist.
Im Vincent Pauli kommt höchste Güte aus nächster Nähe auf den Tisch – am besten bio. Die Produkte kommen meist aus der unmittelbaren Umgebung, z. B. aus dem Pielach- oder Traisental, und werden zu raffinierten, aber auch klassischen Gerichten der neuen österreichischen Küche verarbeitet. Ein urbanes Wirtshaus, das die Brücke schlägt zwischen Tradition und Moderne: facettenreich, regional verankert, zeitgemäß.
Ein wirklich herzliches Willkommen, so als ob man Stammgast wäre, eine sympathische Verbindlichkeit, die den ganzen Abend nicht nachlässt. Die Gaststuben sind richtig Edelwirtshaus, rustikale Tische, Pölster, Vorhänge – durchaus behaglich. Die Stimmung ist familiär, das Publikum bunt gemischt, auch altersmäßig. Sehr originell wurden verschiedenste Arten von Aperitifs präsentiert, in bester Erinnerung blieb u.a. Alp Jus Löwenzahn&Traube von den Vergessenen Gärten, Mike Närer aus Rassing, Sparkling Teas und Fermentiertes.
Ein besonderes Ding ist das Thema Wein im Hause. Eine individuell zusammengestellte Weinauswahl mit verschiedenen PetNats, Handcrafted 2022 von Martin & Anna Arndorfer….; eine großartige Auswahl an NaturalOrangeWines; Jura, Mosel, Teneriffa; Moric, Krutzler, Sake und…..
Aber es ist nicht nur die Auswahl, die Jahrgangstiefe und das vielfältige Angebot; auch die Beratung, das Foodpairing war großartig; das Thema Weine wird mit viel Herzblut und Begeisterung gelebt.
Das Gedeck aus regionalen Produkten (geschäumte Butter, mürber Rohschinken, eingelegte Miniparadeiser, unspektakulärer Kräuteraufstrich, 2erlei Brot) koste 6,50
Beef Tatar vom Bio Rind luftig geschlagene Erdäpfelcreme, Senfsaat / Bio Radieschen / Gewürz-Mayo / Focaccia 19,00: Was sich nach klassisch-bodenständig liest ist dank exakter Würzung, nicht zu feinem Schnitt bei bester Fleischqualität besonders gut verfeinert.
Jungknoblauchsuppe Crumble & Öl von der Chorizzo / Bauernbrot Cracker / 8,00: Aber Hallo, die war geschmacklich ergreifend gut umgesetzt. Das Knoblaucharoma ist intensiv, aber dennoch mild, der Crumble bringt Biss, der Cracker Substanz.
"Grünzeug" Gyoza: Tascherl von verschiedenen Gemüseraritäten, Salat von der Bio Chinesischen Keule, Kräftiger Pilzfond 14,50
Bio Topinambur Grammelknödel warmer Bio Spitzkrautsalat / glasierter Bio Mangold / Schwarzkümmel-Velouté 9,50; die einzige Speise die halt „nur“ gut war. Zwar eine perfekte Mariage von bissfestem Kraut, nur ganz kurz glaciertem Mangold und der samtigen Kümmelsauce; allerdings war der Knödlteig seltsam leer im Geschmack, auch die leicht „lätscherte“ Grammelfülle konnte weder von der Textur noch der Würze überzeugen.
2erlei Reh: Rosa gebratener Rücken & Ragout vom Mostviertler Reh, glasierte Bio Jungkarotten & Grünspargel, Nusskruste / flaumige Serviettenknödel, Gewürz Safterl 33,00
Auf den Punkt gebraten der Rücken, das Ragout war ist dicht eingekocht und bewusst pur gehalten, was den Eigengeschmack des Fleisches betonte. Handwerklich sehr gut gemacht, blieb im Ergebnis aber eher erwartbar; ohne Schnick-Schnack; geradlinig und gut.
Bio Lammstelze sanft geschmorte Salat & Creme vom Bio-Sellerie, gegrillter Sprossenbrokkoli / Thymian Jus 28,50 Wieder ein Wooh-Gericht; nur selten habe ich derart saftige, aromatisch-intensive Lammstelze probiert. Zusammen mit der herausragenden, leicht süßlichen Selleriecreme in Kombination mit der zarten Herbe von den Brokkoli war dies ein Gang auf Spitzenniveau.
Wild-Käsekrainer, so a la Currywurst (aber viel, viel besser…) muss man probiert haben….
Die innen schön rosa gebratene Leber vom Hirsch hatte deutlich Biss, Braterdäpfel / glasierte Bio Äpfel / Röstzwiebel - besonders die aromatisch dichte Sauce blieb in bester Erinnerung 14,50
Erfrischen-kühl das Bio Rhabarber Sorbet & Röster vom Bio Rhabarber, Hafer Müsli / der Bio Melissenschaum hatte etwas Mühe mit dem Rhabarber 10,00.
Das komplexe, dabei sauber ausbalancierte Dessert, das Schokoladen Mousse a la Joel Robuchon konnte dank fein-säuerlich-herber Bio Dirndlschaumnote 15,00 komplett begeistern.
Die immer spürbaren Bemühungen des gesamten, engagierten Serviceteams, das sehr kompetente, vinophil aber niemals belehrende Auftreten „unseres“ Obers lies letztlich trotz einiger Getränke-leer-Phasen einen mehr als zufriedenen Eindruck- bei bestem Preis-Leistungs-Verhältnis- zurück.
Schon das Schmökern in der HP macht Lust: „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern die Weitergabe von Zündhölzern“. das war die Philosophie, die das Fundament der Neugestaltung des alten Gasthauses (gegründet 1894) beim St. Pöltner Alpenbahnhof wurde, als im Februar 2015 eine Neuübernahme erfolgte.
Mit hellen Farben, viel Holz, neuen, alten Möbeln und einer neuen Veranda beim Schanigarten wurde viel alter, verbrauchter Zeitgeist vertrieben. Der uralte Nussbaum, eine feine Wirtshausküche, die hohe Verpflichtung zur Bierkultur, edler Wein im Achtelglaserl, ein junges Team, dass mit Feuer und Flamme wesentlicher Teil des Ganzen ist.
Im Vincent Pauli kommt höchste Güte aus nächster Nähe auf den Tisch – am besten bio. Die Produkte kommen meist aus der unmittelbaren Umgebung, z. B. aus dem Pielach- oder Traisental, und werden zu raffinierten, aber auch klassischen Gerichten der neuen österreichischen Küche verarbeitet. Ein urbanes Wirtshaus, das die Brücke schlägt zwischen Tradition und Moderne: facettenreich, regional verankert, zeitgemäß.
Ein wirklich herzliches Willkommen, so als ob man Stammgast wäre, eine sympathische Verbindlichkeit, die den ganzen Abend nicht nachlässt. Die Gaststuben sind richtig Edelwirtshaus, rustikale Tische, Pölster, Vorhänge – durchaus behaglich. Die Stimmung ist familiär, das Publikum bunt gemischt, auch altersmäßig. Sehr originell wurden verschiedenste Arten von Aperitifs präsentiert, in bester Erinnerung blieb u.a. Alp Jus Löwenzahn&Traube von den Vergessenen Gärten, Mike Närer aus Rassing, Sparkling Teas und Fermentiertes.
Ein besonderes Ding ist das Thema Wein im Hause. Eine individuell zusammengestellte Weinauswahl mit verschiedenen PetNats, Handcrafted 2022 von Martin & Anna Arndorfer….; eine großartige Auswahl an NaturalOrangeWines; Jura, Mosel, Teneriffa; Moric, Krutzler, Sake und…..
Aber es ist nicht nur die Auswahl, die Jahrgangstiefe und das vielfältige Angebot; auch die Beratung, das Foodpairing war großartig; das Thema Weine wird mit viel Herzblut und Begeisterung gelebt.
Das Gedeck aus regionalen Produkten (geschäumte Butter, mürber Rohschinken, eingelegte Miniparadeiser, unspektakulärer Kräuteraufstrich, 2erlei Brot) koste 6,50
Beef Tatar vom Bio Rind luftig geschlagene Erdäpfelcreme, Senfsaat / Bio Radieschen / Gewürz-Mayo / Focaccia 19,00: Was sich nach klassisch-bodenständig liest ist dank exakter Würzung, nicht zu feinem Schnitt bei bester Fleischqualität besonders gut verfeinert.
Jungknoblauchsuppe Crumble & Öl von der Chorizzo / Bauernbrot Cracker / 8,00: Aber Hallo, die war geschmacklich ergreifend gut umgesetzt. Das Knoblaucharoma ist intensiv, aber dennoch mild, der Crumble bringt Biss, der Cracker Substanz.
"Grünzeug" Gyoza: Tascherl von verschiedenen Gemüseraritäten, Salat von der Bio Chinesischen Keule, Kräftiger Pilzfond 14,50
Bio Topinambur Grammelknödel warmer Bio Spitzkrautsalat / glasierter Bio Mangold / Schwarzkümmel-Velouté 9,50; die einzige Speise die halt „nur“ gut war. Zwar eine perfekte Mariage von bissfestem Kraut, nur ganz kurz glaciertem Mangold und der samtigen Kümmelsauce; allerdings war der Knödlteig seltsam leer im Geschmack, auch die leicht „lätscherte“ Grammelfülle konnte weder von der Textur noch der Würze überzeugen.
2erlei Reh: Rosa gebratener Rücken & Ragout vom Mostviertler Reh, glasierte Bio Jungkarotten & Grünspargel, Nusskruste / flaumige Serviettenknödel, Gewürz Safterl 33,00
Auf den Punkt gebraten der Rücken, das Ragout war ist dicht eingekocht und bewusst pur gehalten, was den Eigengeschmack des Fleisches betonte. Handwerklich sehr gut gemacht, blieb im Ergebnis aber eher erwartbar; ohne Schnick-Schnack; geradlinig und gut.
Bio Lammstelze sanft geschmorte Salat & Creme vom Bio-Sellerie, gegrillter Sprossenbrokkoli / Thymian Jus 28,50 Wieder ein Wooh-Gericht; nur selten habe ich derart saftige, aromatisch-intensive Lammstelze probiert. Zusammen mit der herausragenden, leicht süßlichen Selleriecreme in Kombination mit der zarten Herbe von den Brokkoli war dies ein Gang auf Spitzenniveau.
Wild-Käsekrainer, so a la Currywurst (aber viel, viel besser…) muss man probiert haben….
Die innen schön rosa gebratene Leber vom Hirsch hatte deutlich Biss, Braterdäpfel / glasierte Bio Äpfel / Röstzwiebel - besonders die aromatisch dichte Sauce blieb in bester Erinnerung 14,50
Erfrischen-kühl das Bio Rhabarber Sorbet & Röster vom Bio Rhabarber, Hafer Müsli / der Bio Melissenschaum hatte etwas Mühe mit dem Rhabarber 10,00.
Das komplexe, dabei sauber ausbalancierte Dessert, das Schokoladen Mousse a la Joel Robuchon konnte dank fein-säuerlich-herber Bio Dirndlschaumnote 15,00 komplett begeistern.
Die immer spürbaren Bemühungen des gesamten, engagierten Serviceteams, das sehr kompetente, vinophil aber niemals belehrende Auftreten „unseres“ Obers lies letztlich trotz einiger Getränke-leer-Phasen einen mehr als zufriedenen Eindruck- bei bestem Preis-Leistungs-Verhältnis- zurück.
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Es is eh net wichtig, aber Usus als einer der Unseren. Ja, die Beteiligung, besonders der Althasen, lässt zu wünschen übrig, ich werde in mich gehen und nicht nur Fotos uploaden, sondern auch wieder mal eine Bewertung rauslassen - Solche wie du motivieren dazu auch wieder - Und dir weiterhin an Guat'n :)
WrKFan, lieben Dank: aber auf irgendeinen Expertenstatus lege ich keinen Wert. Allerdings hab ich immer mehr und öfter das Gefühl, dass es hier kaum User gibt.. . Ich hab ein wenig recherchiert, vor Jahren war die Seite sehr aktiv mit vielen Beiträgen und ebensovielen Kommentaren/Hilfreich/Gefällt mit. Zumeist werden da ja nur Fotos mit Beschriftung hochgeladen, es gibt wenige User die einen Bericht schreiben; eigentlich schade....
Toller Bericht, und mit Stil, mein Kompliment - ich habe mein Voting für dich zum Experten abgegeben. Für mich bist du das jetzt schon, aber du brauchst noch ca. 10 Bewertungen und vier weitere Votings - HGL und LGH