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Gesamtrating
33
8 Bewertungen
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Valentinos Info
Features
Gastgarten, Schanigarten
Ambiente
Stylish
Preislage
Mittel
Kreditkarten
BANKOMAT
Eröffnungsjahr
2014
Öffnungszeiten
Mo
11:00-24:00
Di
11:00-24:00
Mi
11:00-24:00
Do
11:00-24:00
Fr
11:00-24:00
Sa
11:00-24:00
So
10:00-16:00
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hbg338
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Valentinos

Hinweis: Lokal wurde von ReTe Usern als geschlossen gemeldet
Goldschlagstraße 135
1140 Wien (14. Bezirk - Penzing)
Küche: Mediterran
Lokaltyp: Restaurant, Veranstaltungslokal
Lokal teilen:

8 Bewertungen für: Valentinos

Rating Verteilung
Speisen
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Ambiente
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Bewertungsschlüssel
Rating Details
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 11. Jänner 2016
purplex
24
1
9
4Speisen
3Ambiente
4Service

An einem Montagabend besuchten wir auf Empfehlung eines Bekannten hin das Valentinos. Als wir ankamen, war das Lokal praktisch leer, was sich jedoch im Laufe des Abends ändern sollte. Der eher schmal gehaltene Nichtraucher-Gastraum (der Raucherbereich ist durch eine Glastür abgetrennt) ist schick in grün, grau und schwarz gehalten.
Die nette Servicedame begrüßte uns freundlich, wies uns einen Tisch zu und gab uns die Speisekarte. Diese ist umfangreich und bietet alles, was man in einem italienischen Restaurant so wünschen kann, wobei wir uns auf die 2-seitige Pizzakarte konzentrierten. Ich wählte eine Pizza Valentinos (Parmaschinken, Trüffelkäse, Rucola) und die Begleitung eine Margherita.
Nach kurzer Zeit kamen die Getränke (Krügerl und Soda Holunder, nett in einer Karaffe serviert) sowie der Gruß aus der Küche. Feine, definitiv hausgemachte Gnocchi in einer herrlich cremigen, vollmundigen Steinpilzsauce. Dieses Häppchen hat uns so gut geschmeckt, und fast bereute ich keine Pasta bestellt zu haben... aber dann kam die Pizza!

Und die war einer der für mich besten, die ich je in Wien probiert habe. Ich bin mittlerweile die riesigen teigigen Ungetümer á la Disco Volante & Co. leid, wo die Hälfte der Pizza nicht einmal den Belag aus der Nähe gesehen hat, Tomatensauce in homöopathischen Dosen vorhanden ist und man die Salamifitzelchen an einer Hand abzählen kann. Ebenso bin ich kein Fan von der österreichischen überladenen und fetttriefenden Variante der Pizza, die unter Schinken-/Salami/Pfefferonibergen unterzugehen droht.
Diese Pizza war für mich ein nahezu perfektes Geschmackserlebnis, weil der Belag so verteilt war, dass man bei jedem Bissen was davon hatte aber keinesfalls zu viel (vom köstlichen Trüffelkäse hätte ich gern etwas mehr gesehen, dafür war der Parmaschinken relativ großzügig vorhanden). Der Teig war von guter Qualität, der Rand war nicht zu dick (etwa 1,5 cm), knusprig aber innen auch noch "fluffig".
Danach passte leider kein Dessert mehr rein, ich war gut gesättigt und zufrieden. Die Rechnung betrug um die 30€, absolut angemessen für das Gebotene.
Als einzigen Minuspunkt könnte man die Lage betrachten, mir persönlich ist das jedoch egal und ich werde sicher wiederkehren obwohl es nicht ganz ums Eck ist :)

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am 29. November 2015
Charlie1
2
1
4Speisen
3Ambiente
4Service

Die letzten Bewertungen liegen schon länger zurück - seitdem hat sich scheinbar einiges getan: die pizza hatte eine gut größe (nicht übertrieben groß, wie in manchen pizzerien), boden genau richtig, wirklich sehr gut, die tomatensuppe ebenso wie auch der gruß aus der küche. schade, dass dieses lokal nicht mehr gäste besuchen - samstag abend waren nur ein paar plätze besetzt - die gegend tut wohl einiges dazu. kann das lokal auf jeden fall weiterempfehlen, gutes service, gutes essen - preis-leistung passt. Schade nur, dass es noch immer einen raucherbereich gibt; von zeit zu zeit riecht mans.

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am 28. August 2014
Klee
32
1
4
3Speisen
3Ambiente
4Service

Nach dem Betreiberwechsel wollten auch wir endlich dieses neue Lokal testen. Tisch abends reserviert, wäre nicht nötig gewesen. Wir waren bis auf einen weiteren Tisch alleine. Bestellung: Zwei Broccolicremesuppen, einmal Pizza, einmal Lasagne und einmal Gericht des Tages Filetspitzen mit Pilzsauce und Rosmarinkartoffeln (zweites Tagesgericht Goldbrasse).
Zuvor kommt als Gruß aus der Küche Prosciutto mit Brot, guter Beginn.
Suppen ausgezeichnet, feiner Geschmack, viel Gemüse.
Pizza: sicher einer der besten in der Stadt. Knusprig, dünn, nicht überladen belegt (aber auch nicht zu wenig), auch nicht zu viel Tomatensauce, frische Zutaten, einfach perfekt (besser als etwa bei Il Mare).
Filetspitzen ein Traum, Fleisch butterweich, köstliche Sauce.
Aber dann, die Lasagne: noch nie in meinem Leben hatte ich eine derartige grausliche Pampe vorgesetzt bekommen, jede Fertig-Lasagne kann mehr. De facto kein Fleisch, nur klebrige Sauce und zerkochter Teig. Obendrein eine viel zu süße Tomatensauce, die an jene von gefüllten Paprika erinnerte. Das war einfach nicht zu essen, sorry. Beschwerde bei Kellnerin, die sich entschuldigte und meine Bestellung einer Pizza aufnahm (die wieder super war). Lasagne musste ich nicht zahlen.
Zum Abschluss folgten Profiteroles aufs Haus (wegen der Lasagne), die eine Vanillefüllung hatten (wers mag), recht gut.

Fazit: Pizzen sind ein Traum (kein Lieferservice, nur gegen Abholung), selbstgemachte Teigwaren offenbar Müll (wie auch aus darunterliegenden Bewertungen ersichtlich), daher nur eine 3. Service sehr freundlich, Ambiente fein (schöner großer Kellerraum mit Riesen-TV für private Gesellschaften buchbar). Ich fürchte nur, dass in dieser Gegend solch ein Lokal keine Chance hat, die Pizzen kosten nicht unter 8 Euro. Wird schwierig, also hingehen und fleißig Pizza essen, es lohnt sich!

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am 30. Mai 2014
Ggfrerer
1
1
2Speisen
2Ambiente
2Service

Das Valentinos in unserer unmittelbaren Nähe musste einmal ausprobiert werden.

Optisch hat sich im Vergleich zum Vorbetreiber nicht viel geändert, die Dekoration macht das Lokal aber gemütlicher.

Der Gruß aus der Küche (angeblich selbst gemachte Nudeln mit Muscheln) war zwar nett gemeint, hatte aber nicht den gewünschten Erfolg. Die Nudeln waren alles Andere als ausreichend gekocht, und mussten wieder in die Küche zurück.

Der Salat ohne Prosciutto bestellt wurde mit Prosciutto serviert und für den verlangten Preis waren zu viel Blattsalate und zu wenig andere Bestandteile (Tomaten, Mozarella,...) drin.

Carpaccio war OK.
Über den Thunfisch alla Siciliana konnte der Kellner keine Auskunft geben (erster Tag im Dienst), in der Küche wurde aber auch nicht nachgefragt. Die Qualität des Thunfisch entsprach nicht dem Preis von mehr als 18€, war aber ganz OK.
Bei der Abrechnung gab es dann auch noch einen Fehler, den wir erst nach der Bezahlung bemerkten. Die CC Zahlung konnte nicht rückgängig gemacht werden, die Differenz wurde bar beglichen.

Zusammengefasst ein sehr mäßiges Erlebnis zu einem Preis, der Anderes erwarten lassen würde!

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am 21. Mai 2014
DerPan
5
1
2
2Speisen
3Ambiente
2Service

Da wir nicht allzu weit entfernt wohnen, kennen wir dieses Lokal aus vergangener Zeit, als dort ein "Ristorante" mit nicht besonders einladender Atmosphäre, aber guter Küche war, in dem wir gerne mal vorbeigeschaut haben.

Der Wandel danach war nicht nur ein optischer und deswegen blieb es bei einem einmaligen Besuch.

Nun ist dort also das Valentinos beheimatet.

Gut, dachten wir uns, endlich wieder ein Italiener in Abfangdistanz, da müssen wir natürlich mal einen Probebesuch machen.

Vor dem Eingang schon mal ein erster guter Eindruck: fein säuberlich beschriebene Tafeln mit den Tagesgerichten. Ein kurzer Blick darauf und dann einen Platz ausgesucht. Da es erst kurz nach 17h war, war noch alles frei. Als Bedienung waren drei Damen anwesend.

Aufgrund des schönen Wetters haben wir im Gastgarten Platz genommen. Die Bedienung war rasch da, war aber leider weder besonders freundlich noch über die Tagesgerichte informiert. "Die Tagesgerichte stehen beim Eingang auf der Tafel" - nun, das war uns auch aufgefallen, aber es hätte ja sein können, dass auch die Bedienung uns da Auskunft erteilen kann...

Für einen ersten Test habe ich den Klassiker, Pizza Salame, bestellt und meine Begleitung nahm die Pasta von der Tageskarte.

Kurzum: die Pizza war wirklich gut, nicht zuviel Tomatensauce, mittig dünn mit aufgewölbtem Rand. Nicht zu lange im Ofen, auch nicht zu kurz, einfach gerade richtig.

Leider war die Pasta mit Tomaten und Schafkäse nicht nur bloß lauwarm, sondern auch ganz und gar nicht al dente, im Gegenteil. Die Nudeln waren zerkocht und die Konsistenz des Gerichts konnte man insgesamt nur als "pampig" bezeichnen.

Darum wurde die Pasta nur gut zur Hälfte verzehrt und als wir beim Abservieren gefragt wurden, ob es geschmeckt hat, hat meine Begleitung auch angemerkt, dass die Qualität nicht den Erwartungen entsprach.

Die Bedienung meinte darauf "OK, ich sag´s dem Koch" und verschwand. Da keine weitere Reaktion erfolgte, haben wir auf ein Dessert verzichtet, haben bezahlt und sind gegangen...

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am 10. April 2014
GourmetvsGourmant
3
1
1
4Speisen
5Ambiente
4Service

Wochenende in Wien und nach unserer Rückkehr aus Deutschland immer noch auf der Suche nach dem mediterranem Kick. Durch Zufall das Valentinos entdeckt...und rein.
Wie mein Vorredner bereits sagte, übernahm ein eingesessener Gastronom das Lokal und zwar einer mit Gespür. Durch Zufall kam man ins Gespräch und mich als Koch interessierte natürlich das Konzept und die Zutaten. Man kann den Mut zu frischen Produkten nur begrüßen und stolz zeigte uns der Besitzer auch seine Käseschätze. Alle von Hand einer italienischen Käsemacherdynastie, der Trüffelkäse etwa durchsetzt mit schwarzen Trüffeln, oder der Feigenkäse geimpft mit Feigensenf.
Von den frischen Meeresfrüchten konnten wir uns überzeugen und auch von den hauseigens produzierten Nudeln. Hervorzuheben die Lasagnette, die köstlich und herrlich anzusehen waren. Weiters im Angebot war das gratinierte Steak mit Kartoffelroulade, welches wirklich zu empfehlen ist. Die Pizza unserer Begleitung sah ebenfalls toll aus und wie wir vernahmen schmeckte sie auch, dünner Boden, hoher Rand...eben typisch neapolitanisch.
Wir fragten uns nur, ob es für den österreichischen Gaumen richtig ist Mozzarella, Prosciutto und Calabrese zu verwenden, wenn alle doch eher Schulterblock, Pizzano Pizzakäse und Cervalat gewohnt sind?! Das möge jedoch jeder für sich entscheiden. Natürlich ist ein Pressblock, der zu 70% aus Wasser besteht saftig, aber wo bleibt der Geschmack?

Die Weinkarte ist toll zusammengestellt, für jeden Geschmack etwas dabei und erfreulich....vieles aus Österreich. Wie uns der Inhaber verriet befinden sich aber auch noch viele Schmankerl im Keller.

Zum Konzept gab es folgende Stellungnahme.... ein itallienischer Koch, der europaweit die Küche der Azzuri audentisch zelebriert hat , Wert auf frische Zutaten legt und vor allem originale italienische Rezepte verwendet, soll dem Gast ehrliche italienische Küche näherbringen.
Wir finden es gut, weil auch die Preise dazu stimmig sind.

Wie viele Berufskollegen wissen, erfordert es sicher noch Feinschliff das Team zu formen, aber für ein Monat Öffnungszeit ist die Performance passabel und das Service sehr zuvorkommend und motiviert, man fühlt sich gut aufgehoben und betreut.

Als wir den Besitzer fragten wie er dazu kam das Lokal zu übernehmen, teilte er uns mit, dass ihm das Lokal angeboten wurde und er sich sofort darin verliebt hätte.
Natürlich hätte er mehr Vorlauf-Zeit gebraucht, aber er weiß ein solches Lokal leerstehen zu lassen wäre fatal gewesen. Seine glänzenden Augen verrieten uns jedoch, dass er mit viel Herzblut dabei ist...und wir achten sehr auf solche Details.

Das Ambiente spaltet sicher die Gemüter, entweder man mag es oder man mag es nicht. Uns gefällt es, es ist nicht mehr so übertrieben überladen und abgehoben wie im Haubenlokal zuvor, unserer Meinung nach pfiffig und modern. Der Keller ist sowieso kaum zu toppen, speziell am Abend, da wirkt das kernsanierte Gewölbe schon sehr edel und einladend.

Ob es unser Stammitaliener wird? Mal sehen, das muss man sich verdienen, aber das Potential haben sie dazu. Wir kommen wieder und ein Tipp am Rande...Werbung würde nicht schaden...wie wir hörten soll ja bald die neue Homepage stehen.

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 9. April 2014
Update am 11. April 2014
Experte
dieBrotvernichter
67
17
18
2Speisen
3Ambiente
3Service

Neuübernahme in unserer Auslaufzone. Wir sind neugierig und hungrig.

Die Räumlichkeiten sind uns schon sehr lange bekannt und wir haben fast alle Entwicklungsstadien mitverfolgt. Schon lang' her, da war es eine urig gemütliche typische Wiener Pizzeria, die eine Generalüberholung dringend notwendig hatte. Dann: Extreme Wandlung zum unterkühlten Warteraum mit Speisemöglichkeit. Sehr schade, sehr unpassend. Kurz noch eine Pizzeria mit Holzofen geblieben, plötzlich Betreiber- und Konzeptwechsel. Holzofen zum Backrohr umfunktioniert. Keine Pizzen mehr, dafür in Mode gekommene Mittelmeerraum-Eintöpfe darin geschmort. Viel Geld bezahlt für wenig am Teller. Das konnte natürlich nicht funktionieren. Jetzt wieder zurück zum Ursprung: Ristorante Schrägstrich Pizzeria. Neuer Betreiber.

Der ist Gastronom und Routinier in einem. Viel Erfahrung aus seinem Stammhaus (Schutzhaus Schmelz) bringt er mit. Daher das mäßige Interieur mit ein paar grünen Accessoires aufgemascherlt, die hässliche Rückseite der Weinkühlvitrine gut abgedeckt, Tischläufer und Pölster lassen alles zumindest griffiger erscheinen. Die Homepage gleich vom Vorgänger übernommen aber nicht gut adaptiert und die Preise will man nicht verraten.

Der Gastronom weiß, was die Mehrheit der Wiener am Teller erwarten. Auch wenn's Richtung Süden geht. Aus dem Holzofen in erster Linie Pizza und vom Herd darf's jetzt schon über den Spaghetti-Teller-Rand hinaus gehen. Die Speisenkarte ist wieder an den Mittelmeerraum angelehnt. Es freut uns, dass da jetzt auch traditionell mediterrane Zutaten auf's Wiener Teller gebracht werden - abseits von Mozzarella, Schafskäse und Basilikum. Polenta sowieso, aber auch Hülsenfrüchte, Feigen, Salsa Verde und die Nudeln werden selbst gemacht. Aus dem Holzofen kommt jetzt auch ein wienfreundliches Brathuhn und ein bisschen Limette verträgt der Wiener auch noch.

Der Empfang vom Servicepersonal ist wirklich freundlich. Gastgarten ist schon geöffnet und angenehm beleuchtet. Man lässt uns freie Tischwahl mit einer dezenten Platzempfehlung vom jungen Service-Herrn. Ist schon noch frisch draussen, dann lieber drinnen. Die langen Sitzbänke sind leider fix verankert. Aufgereiht sitzt man da und das Gegenüber immer am Sessel. So ist das. Keine gemütlichen Nischen. Wohlfühlen funktioniert so nur schwer.

Für den ersten Besuch die Klassiker: Pizza wollen wir kosten und Pasta. Einmal die teuerste Pizza von 8. Mit Tomaten, Trüffelkäse, Parmaschinken und Rukola (€ 13,50) dazu ein Achterl Gemischter Satz vom Mayer (€ 3,40). Bei der Pasta interessiert uns die Kombination von Miesmuscheln und weißer Bohnencreme. Dazu kommt ja, ein spanischer Roter (€ 3,70). Hochtrabender Name der Nudel: Tufoli. Röhrennudel glatt mit großem Durchmesser.

Beim ersten Besuch waren die Weine wirklich gut. Es gibt nur wenige, die glasweise ausgeschenkt werden. Zu moderaten Preisen. Und wir hatten den Eindruck, dass die angebotene Auswahl bedacht ausgesucht wurde. Bei der zweiten Besuchsrunde, wollten wir wieder den guten spanischen Roten. Der wurde uns ausgeschenkt und war leider schon schwer hinüber. Grausig sauer.

Nach ca 20 Minuten bekommen wir Pizza und Pasta serviert. Die Pizza hat einen dünnen knusprigen Boden, der zum Rand hin flaumig dick ausläuft - gut aufgegangen. Der Teig hat eine gute Konsistenz und ist auch richtig abgeschmeckt. Auch die Paradeiser-Sauce ist dünn und gut portioniert, so dass nichts den Teig "durchsaftelt" und auch der Rest nicht verwässert. Aber der Rest (Käse, Parmaschinken und Rukola) enttäuscht dann doch. Trüffel(-käse) optisch und geschmacklich wirklich nicht wahrnehmbar. Als normale günstigere Parma-Pizza perfekt. Aber: Nichts, das den besonderen Preis rechtfertigen würde.

Die Pasta wirkt optisch nicht selbst gemacht, auch geschmacklich kann man die hauseigene Manufaktur nicht erkennen. Al dente - ja. Bohnencreme wird leider dort nicht gekonnt umgesetzt. Allein der Thymian reißt's nicht raus. Bohnen verlangen gute Würze. Ein Sud (Weißwein, Lorbeer, Wacholder) oder Zitronensaft/-zeste würde die Muffigkeit ausmärzen. Aber wir wollen den Köchen doch nicht das Kochen erklären müssen. Die Muscheln hingegen sind gut eingekauft und gegart.

Zweite Runde zum Pizzaessen. Zwei Gäste (wir) allein und 4 x so viele Mitarbeiter des Lokals sind vor Ort. Den diesmal schlechten Wein geschluckt und auf eine gute simple Pizza gehofft, sind wir dann aber leider herb enttäuscht worden. Der Teig zwar geschmacklich gut, doch diesmal sehr kontrastreich schattiert. Einerseits zu hell und nicht ganz durchgebacken, an anderen Stellen total schwarz und verkohlt. Der ganze Teller war voller schwarzem angebranntem Mehlstaub vom Pizzaboden. Auf der Pizzakarte wird fast jede Pizza mit Mozzarella belegt angegeben. So auch unsere. Doch unsere Pizzen waren mit Käse von stark gelber Farbe belegt mit sehr öligem Spiegel. Beim Anschneiden verlief sich das Öl am Teller. Erinnerte an und lässt den Verdacht auf Analogkäse aufkommen. Auf der Thunfischpizza (€ 9,50)fehlten die Oliven und wurden dann auf Aufforderung nachgereicht - doch das ist geschmacklich eine Einbuße. Mitgebackene Oliven sind unschlagbar. Die nachgereichten Oliven waren dann auch noch von eher mäßiger Qualität.

Die andere Pizza war mit ein paar kleinen Kapern flüchtig belegt und die Sardellen scheinen wirklich auf der Flucht gewesen zu sein, denn auf der ganzen Pizza konnten wir nur 4 Minifilets finden. Das ist nicht nur "Sparen am falschen Platz" sondern auch geschmacklich doch ziemlich fad. Der farbintensive Käse war aromenleer. Dafür fettreich. Fett ist ein Geschmacksträger, aber wenn's nix zu tragen gibt... Schade.

Alles essbar, aber vom Genießen jetzt doch sehr weit entfernt. Wir dachten ja, das kann nur besser werden, deshalb auch der Folgebesuch. Aber leider - eine Wiederholung ersparen wir uns bis auf Weiteres.

Hier will man Speisen mit Niveau anbieten, dann muss man aber auch auf dem Niveau kochen können. Auf Details achten. An Feinheiten arbeiten. Und das mit Konstanz. Die Gerichte lesen sich gut, schmecken dann aber weniger. Potenzial nach oben hätten die Gerichte, die Küchenmannschaft muss sie nur ausschöpfen. Wir bleiben vorläufig fern und gespannt, ob sie es schaffen aus dem Vollen zu schöpfen.

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am 9. März 2014
SANDY86
4
1
1
5Speisen
5Ambiente
4Service

Zuerst dachte ich bei unserem Besuch im Valentinos, ok die nächste Pizzeria hat eröffnet, doch der Eindruck änderte sich kurz darauf.
Als wir die Speisekarte aufschlugen offenbarte sich uns, dass die Inhaber doch in eine andere Richtung tendieren. Von französischen, spanischen, griechischen und italienischen Speisen bietet sich ein reichlicher Mix und die optionalen Pizzen und Pastagerichte (aus hauseigener Produktion) sind ja wahrlich nichts negatives. Eine anständige Pizza und frische Pasta isst wohl jeder gerne.
Auch die Präsentation in teilweise pfiffigem Geschirr fanden wir originell. Das Personal war sehr freundlich und zuvorkommend, stets bemüht. Mittlerweile waren wir bereits drei Mal vor Ort und waren vor allem vom Preis-Leistungsverhältnis überrascht.
Unser Statement; ehrliche mediterrane Küche und auf jeden Fall weiter zu empfehlen.

Sandra aus St.Pölten

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Bewertet am 09.03.2014
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